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Gespräche unter dem Mopanebaum
Angela Köhler-Weisker

Was wir aus der Begegnung mit dem Fremden über unser eigenes Leben lernen können, ist eine Frage, die uns bei der Lektüre immer wi... Weiterlesen
Fester Einband, 599 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Was wir aus der Begegnung mit dem Fremden über unser eigenes Leben lernen können, ist eine Frage, die uns bei der Lektüre immer wieder begegnet.

Über acht Jahre besuchte eine Gruppe Psychoanalytikerinnen den Norden Namibias, um mit Frauen der dort lebenden Himbanomaden interkulturelle Gespräche zu führen und diese ethnopsychoanalytisch auszuwerten. Mithilfe eines innovativen Konzepts, bei dem erstmals sowohl die Träume der Himbafrauen als auch die durch die Begegnungen ausgelösten Träume der Forscherinnen mitgeteilt werden, konnten sich die Beziehungen zwischen beiden auf einer unbewussten Ebene vertiefen. Das zeigt sich an einem allmählichen Veränderungsprozess der Beteiligten. Bisher schwer zugängliche Themen werden in überraschender Weise neu erhellt, wie eine andersartig belebte Körperlichkeit, die Bedeutung körperlicher Einschreibungen bei der Initiation, der Stellenwert des Glaubens an Hexerei, das Tieropfer als Therapieform oder das Tabu aggressiver Gefühle. Die drei geschilderten Lebensgeschichten verdeutlichen exemplarisch einerseits den vielschichtigen Prozess des Verstehens einer fremden Kultur mit ihren unbewussten Gegebenheiten und andererseits das Beglückende seines Gelingens. Dabei werden die Forscherinnen auch mit der eigenen Kultur und ihren Wertvorstellungen konfrontiert.

Autorentext

Angela Köhler-Weisker, Kinderärztin, ist Lehr- und Kontrollanalytikerin (DPV/IPV) in freier Praxis in Frankfurt am Main. Sie ist Supervisorin und Lehranalytikerin des Anna-Freud-Instituts Frankfurt e.V. und war 2001 Mitbegründerin der institutseigenen psychotherapeutischen »Ambulanz für Säuglinge, Kleinkinder und ihre Eltern«. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind Ethnopsychoanalyse bei den Himba in Namibia, psychoanalytische Prozessforschung und Ausbildung in der Behandlung von Säuglingen und ihren Eltern. (Stand März 2015)



Inhalt

Inhalt Einfu hrung in dieses Buch 1 Die Fremde als Erkenntnisort 2 Das Forschungsprojekt 3 Das Forschungskonzept 3.1 Unser methodisches Vorgehen bei den Himba - Gespräche in der Kleingruppe 3.2 Die Angst vor dem Fremden 3.3 Unsere Übersetzerinnen 3.4 Meine Haltung als Psychoanalytikerin in den Gesprächen 4 Wissenschaftliche Nachbearbeitung des Feldmaterials 5 Dramatis personae 6 Danksagung I Ethnologischer Blick auf die Himbagesellschaft (Ute Wordell) Einleitung 1 Nomadische Lebensweise und Haushaltsstruktur 2 Zur Geschichte der Himba 3 Traditionelle Gesellschaftsstrukturen 4 Mythologie 5 Übergangsriten zur Bewältigung von Schwellensituationen 6 Erste Stadien der fru hkindlichen Entwicklung 7 Entwicklungsstadien des Mädchens zur Frau 8 Entwicklungsstadien des Jungen zum Mann 9 Heirat 10 Tod und Begräbnisrituale 11 Krankheit und Unglu ck - Heiler und Hexer 12 Die Himba im Wandel II Drei Frauengeschichten - Uatikura, Makeeya, Vatara A Uatikura - eine Liebe auf den ersten Blick 1 Erste Begegnung mit Uatikura (2000) 2 Krise und Trennung vom Haushalt des Ehemanns (2002) 3 Uatikura im eigenen Übergangshaushalt (2003) 4 Abschied (2006) 5 Uatikura im Haushalt des neuen Ehemanns (2010) 6 Forschungsmethoden und Ergebnisse 6.1 Der ethnopsychoanalytische Forschungsprozess - persönliche Erfahrungen 6.2 Der Beziehungsprozess mit Uatikura - Überraschungen im Eigen- und Fremdverstehen 6.3 Die Interpretation von Träumen als ethnopsychoanalytisches Erkenntnisinstrument 6.4 Fremdes und eigenes Körpererleben - Überlegungen zum vitalen Körper-Ich B Makeeya - Adoleszenz bei den Himba heute Szenen einer Trennung Einleitung 1 Auf der Suche nach der fru hen Mutter (2002) 2 Makeeya als Mutter ihres ersten Babys (2003) 3 Vergebliche Hoffnung auf Heilung einer fru hen Verlassenheitswunde (2006) 4 Makeeya hält Ausschau nach einem Mann ihrer Wahl (2010) 5 Forschungsergebnisse 5.1 Der Beziehungsprozess zwischen Makeeya und der Psychoanalytikerin - Heilserwartung an die fremde »Heilerin«? 5.2 Die Krankheit Makeeyas 5.3 Exkurs zur Hexerei 5.4 Monogame Sehnsu chte in einer polygamen Kultur C Vatara, die zu Unrecht Beschuldigte 1 Tod der Kinder und der fru he Tod der Mutter (2002) 2 Todesangst vor den Schrecken der Geburten (2003) 3 Die Schrecken des Abschieds (2006) 4 Reintegration in die Himbagemeinschaft (2010) 5 Forschungsergebnisse 5.1 Zur Psychodynamik des Gesprächsprozesses mit Vatara 5.2 Vatara im Konflikt zwischen individuellen Bedu rfnissen und traditioneller Himbakultur 5.3 Die Folgen fru her Trennungen 5.4 Gefahren des Gebärens 5.5 Hexereidiskurs versus Schuldgefu hlsdiskurs III Das gesellschaftliche Unbewusste der Himba Eine Balance zwischen Bindung und Trennung 1 Trennungsgewalt - Trennungswut 2 Körperliche Einschreibungen 3 Das Tabu der Menstruation 4 Opferung der Individualität 5 Aggressive Gefu hle sind tabu 6 Tieropfer als Therapeutikum 7 Soziale und leibliche Vaterschaft 8 Der Glaube an Hexerei Ru ckblick Literatur Bildanhang

Produktinformationen

Titel: Gespräche unter dem Mopanebaum
Untertitel: Ethnopsychoanalytische Begegnungen mit Himbanomaden. Mit einem Beitrag von Ute Wordell
Autor: Angela Köhler-Weisker
EAN: 9783837924312
ISBN: 978-3-8379-2431-2
Format: Fester Einband
Herausgeber: Psychosozial Verlag GbR
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 599
Gewicht: 988g
Größe: H216mm x B151mm x T48mm
Veröffentlichung: 01.07.2015
Jahr: 2015

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