Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Tierboten

  • Kartonierter Einband
  • 448 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
(5) LovelyBooks.de Bewertung
LovelyBooks.de Bewertung
(4)
(1)
(0)
(0)
(0)
powered by 
Leseprobe
Wenn ein leuchtend weißes Schleiereulenpärchen in der Nacht über einem Spaziergänger ruhig seine Kreise zieht, wenn mitten am hell... Weiterlesen
20%
18.90 CHF 15.10
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 4 bis 5 Werktagen.

Beschreibung

Wenn ein leuchtend weißes Schleiereulenpärchen in der Nacht über einem Spaziergänger ruhig seine Kreise zieht, wenn mitten am hellen Tag ein strahlend weißes Hermelin unseren Weg kreuzt ... Fast jeder hat schon ungewöhnliche Begegnungen mit Tieren erfahren. Angela Kämpers Tierbotenlexikon interpretiert die geistige Bedeutung unserer heimischen Tiere auf der Basis schamanischer Erfahrungen und entschlüsselt deren Botschaft für uns.

Autorentext
Angela Kämper, geboren 1957 in Essen, arbeitete zunächst als Erzieherin, um nach ihrem anschließenden Abitur Biologie zu studieren. Nach ihrer Promotion wurde sie freie Wissenschaftsautorin und Redakteurin. Dr. Angela Kämper lebt heute am Stadtrand von Hamburg, wo sie sich neben einheimischen Tieren und ihrer spirituellen Bedeutung mit der traditionellen chinesischen Medizin beschäftigt.

Leseprobe
EINLEITUNG

Erste spirituelle Erfahrungen
Begegnung mit einem Tierboten
Wie man besondere Begegnungen mit heimischen Wildtieren erkennt
Die Bedeutung von Farben

Mythologie

Tiere in der Mythologie | Die Wurzeln unserer Mythologie | Die Germanen | Germanische Mythologie | Die Kelten | Die Druiden | Die Anderswelt | Die Zahl drei bei den Kelten | Griechische und römische Mythologie | Märchen |

TRAUMDEUTUNG

DIE TIERBOTEN

Wirbellose Tiere
INSEKTEN Gegenwart

AMEISEN Ganzheitlichkeit
- Braune Wiesen- oder Rasenameise Dringende Ganzheitlichkeit
- Große Rote Waldameise Ruhiges Zusammenführen

KÄFER Angemessenheit
- Bockkäfer Empfindsamkeit
- Glühwürmchen (Leuchtkäfer, Johanniskäfer) Sanftes Beleuchten
- Hirschkäfer Durchsetzungskraft
- Maikäfer Gefühlsausbruch
- Marienkäfer Glück
- Pillendreher Vergeblichkeit

SCHMETTERLINGE Psychische Transformation
- Bläulinge Transformation in Blau
- Kohlweißling (Großer Kohlweißling) Transformation in Weiß
- Nachtfalter Energetische Beeinträchtigung
- Tagpfauenauge Seelenspiegel
- Zitronenfalter Transformation in Gelb

ANDERE INSEKTEN
Biene (Honigbiene) Fleiß
Fliege (Große Stubenfliege) Aufmunterung und Ansporn
Heuschrecke (Großes Grünes Heupferd) Große Sprünge
Libellen Rundumsicht und Beweglichkeit
Mücken (Stechmücken) Teilen und Hergeben
Wespe (Feldwespe) Hektik und Stress

ANDERE WIRBELLOSE TIERE

Einsiedlerkrebs Emotionales Wachstum schützen

SCHNECKEN Bedächtigkeit und Faulheit
- Gehäuseschnecken Vorankommen durch Bedächtigkeit
- Nacktschnecken Trägheit und Faulheit

SPINNEN Spirituelle Verbindung
- Kreuzspinne Wächterin und Öffnerin eines Schutzraumes
- Springspinnen Mut zu der Verbindung
- Wolfsspinnen Aktivierung der Verbindung
- Zitterspinnen Undeutliche Verbindung

WIRBELTIERE

LURCHE Wandlung
Feuersalamander Transformationsschritt vor der Wandlung
Frösche Spirituelle Wandlung
Kröten Irdische Wandlung
KRIECHTIERE Überidentifikation und Schutz
Eidechse Überidentifikation
SCHLANGEN Schutz
- Kreuzotter Schützerin des Heiligen
- Ringelnatter Schützerin des Kindes
FISCHE Tiefes Unterbewusstsein
Aal Massiver Neid
Forelle (Bachforelle) Sehnsucht nach tiefer Geborgenheit
Hecht Macht
Karpfen Tiefe Reinigung
Lachs Vertiefung der Intuition
VÖGEL Mittler zur geistigen Welt
Das Ei Wachstumsschutz
Die Feder Energieantenne
Amsel (Schwarzdrossel) Selbstbewusstsein
Buchfink Ordnung
Dompfaff (Gimpel) Eitelkeit
Eisvogel Überraschung
Eulen Die Seherin
- Schleiereule Spirituelle Weisheit
- Steinkauz Spiritualität im Alltag
- Uhu Seherin auf höherer Ebene
- Waldkauz Spiritualität im Alltag
Graugans Treue
Graureiher (Fischreiher) Geduld
Greifvögel Kraft der geistigen Ebene
- Adler Spirituelles Selbstbewusstsein
- Bussard (Mäusebussard) Überblick
- Falken Eine Gelegenheit ergreifen
- Habicht Unter Obacht und Schutz
Kleiber Auf und Ab
Kormoran Einflussnahme
Kranich Spiritueller Hochmut
Kreuzschnabel Unglücksabsorber
Kuckuck Beharrlichkeit
Lerche (Feldlerche) Beten
Meisen Unverdrossenheit
Möwen Die Finderin
Nachtigall Sehnsucht
Rabenvögel Wahrheit
- Eichelhäher Wächter und Warner
- Elster Unglauben
- Krähen (Saat-, Rabenkrähe und Dohle) Seelenbotschaft
- Rabe (Kolkrabe) Aussprechen der Wahrheit
Rotkehlchen Abschied und Loslassen
Schwan (Höckerschwan) Lichtvolle Klarheit
Schwalben Wiederkehr des Augenblicks
Singdrossel Freudebringerin
Spatz (Sperling) Geschwätzigkeit
Spechte Heimführer
- Buntspecht Heimführer auf körperlicher Ebene
- Grünspecht Heimführer auf spiritueller Ebene
- Schwarzspecht Heimführer auf psychischer Ebene
Stockente Soziale Vielfalt
Storch (Weißstorch) Zuwachs
Tauben Neue Liebe
Wacholderdrossel Freudebringerin
Zaunkönig Innere Größe

SÄUGETIERE
Alpenschneehase Angsttransformation
Biber Umbau
Dachs Verbergen hinter Griesgrämigkeit
Eichhörnchen Streit
Feldhamster Sammeln
Fischotter Spielerische Leichtigkeit
Fledermäuse Orientierung zwischen Licht und Schatten
Fuchs (Rotfuchs) Täuschung
Hase (Feldhase) Angstwandler
Hermelin (Großes Mauswiesel) Ein besonderer Ort
Hirsch (Rothirsch) Vertrauen in die höhere geistige Führung
Igel Verborgene Intelligenz
Kaninchen (Wildkaninchen) Angst
Marder (Baum- und Steinmarder) Heimlichkeit
Maulwurf Erdverbindung
Mäuse Innere Bescheidenheit
Murmeltier (Alpenmurmeltier) Familie
Ratte Sich verbünden
Reh Abstand wahren
Schweinswal Toleranz
Seehund Verbindung mit dem Unterbewussten
Siebenschläfer Ausruhen und auftanken
Steinbock (Alpensteinbock) Einsame Wegstrecke
Wildkatze Eigenwilligkeit bewahren
Wildschwein Kraft
Wolf Familiärer Begleiter

| Anhang | Glossar | Dank | Bibliographie | Register |

EINLEITUNG

ERSTE SPIRITUELLE ERFAHRUNGEN
An einem gewöhnlichen Wochentag ging ich mit meinem Hund Djoscha eine der üblichen Runden durch unsere parkähnlichen Grünanlagen am Rande einer mittleren Großstadt. Ein Weg, den ich bis zu diesem Tag sicherlich schon Hunderte Male in unseren gemeinsam verbrachten Jahren mit den täglichen Hundespaziergängen gegangen war. Rechter Hand lagen die ordentlich gestalteten Schrebergärten, und links des Schotterwegs, hinter einer meiner Lieblingswiesen mit dem violetten Hauch unzähliger Kuckuckslichtnelken, mäanderte der vor einigen Jahren renaturierte Bach. Vor mir in einem Abstand von etwa zwanzig Metern ging ein weiterer Spaziergänger mit seinem Vierbeiner.
Plötzlich vernahm ich um mich herum ein ungeheuer lautes Tuscheln. Über der gesamten Wiese, bis tief in die Grasnarbe hinein, in den Büschen und Bäumen, über dem Schotter des Fußweges, in dem Raum zwischen der Erde und den Baumwipfeln, einfach überall bewegte es sich; und alles, der gesamte von mir einsehbare Abschnitt des Parks, war erfüllt von ungeheuer lebendigem Wispern. Tausende Wesen, Energien, Geister oder Naturgeister wie immer ich sie nennen will waren hier versammelt: zahllose eigenständige Quellen einer ganz eigenen Form von Kommunikation. Zwar waren keine konkreten Worte einer mir als menschlich bekannten Sprache zu verstehen, doch spürte ich ganz genau, dass all diese unzähligen Wesen miteinander in Verbindung standen, sich miteinander im Austausch befanden.
In dem kleinen »Zeitfenster«, das mir dieser kurze Einblick gewährte, hörte ich sie mehr, als dass ich sie sah: viele Tausende dieser Energien oder Naturgeister. Sie erfüllten die ganze Natur, die einzelnen Pflanzen, füllten aber auch den gesamten Raum zwischen den realen, materiellen Pflanzen aus. Zu meinem eigenen Erstaunen war mir Naturwissenschaftlerin sofort deutlich vor Augen, dass höchstwahrscheinlich unsere gesamte Erde in einer anderen Seinsebene auf diese Weise belebt ist. Ich hatte es zuvor schon als abstrakte Beschreibung gelesen. Nun stand ich selbst mittendrin. Für meinen Verstand höchst verwunderlich, war dieses Erlebnis für meine Seele, mein Herz und mein Gefühl in keiner Weise beängstigend oder beunruhigend.
Die Welt um mich herum war so unfassbar voll, dass ich schnell dankbar war, diese für mich ungeheuerliche und überwältigende Wahrnehmung nur für einige Sekunden gehabt zu haben. Ich schaute kurz auf den Hundebegleiter vor mir, ein wenig dankbar für eine Orientierung in meiner vertrauten Welt. Ich merkte sofort, dass er von dieser energetisch belebten Fülle hier an der Wiese nichts mitbekommen hatte. Ich war sehr klar und wusste sofort, dass mir die Möglichkeit gegeben worden war, gewissermaßen als Geschenk, einen winzigen Blick auf eine andere Ebene dieser Welt zu werfen zunächst ohne zu begreifen, wozu dies gut sein sollte. Durch all meine Erfahrungen in den darauf folgenden Jahren und nicht zuletzt bei der Arbeit an diesem Buch hat sich diese Frage längst beantwortet.

BEGEGNUNG MIT EINEM TIERBOTEN

Versunken in Gedanken, was mich in diesem Abschnitt meines Lebens wohl an diesen Ort hier, den Stadtrand einer Großstadt, getrieben hatte, ging ich wiederum mit meinem Hund Djoscha auf einem der längst vertrauten Wege spazieren. Es nieselte leicht, und der Aufprall der Regentropfen auf Ästen, Laub und Boden verursachte ein leichtes akustisches Tremolo. So war ich zunächst nicht verwundert, ein befelltes weißes Tier fast vor meinen Füßen durch das Laub huschen zu sehen, das mich seinerseits gar nicht zu bemerken schien.
Mein erster Gedanke war, dass es doch sehr achtlos war, eine weiße Laborratte, die man nun nicht mehr gebrauchen konnte, einfach in der freien Wildbahn auszusetzen. Auch wenn jetzt Winter war der ein so leuchtend weißes Tier tarnende Schnee war in unseren Breiten ja nun wirklich eher selten. Diese Ratte würde so gut wie keine Überlebenschancen haben. Doch bei näherem Hinsehen entdeckte ich an seinem Hinterende einen mit weißem Fell buschig besetzten Schwanz. Aus meiner Laborzeit als Biologin war mir noch gut vertraut, dass Ratten einen fast nackten Schwanz haben. Dieses weiße Wesen konnte folglich keine ausgesetzte Ratte sein.
Ich schaute nun genauer hin und erkannte einen lang gestreckten schlanken Körper, insgesamt mit weißem Fell bedeckt. Lediglich die Schwanzspitze war markant dunkel abgesetzt. Das Wesen bewegte sich flink und geschmeidig wie ein Marder durch das Unterholz. Bestimmt zehn Minuten konnte ich es in aller Ruhe beobachten. Durch das Nieseln schien das Tier weder mich noch meinen Hund Djoscha zu hören. Wer jemals ein vollkommen weißes Tier in freier Natur hat beobachten können, wird nachvollziehen können, dass ich völlig fasziniert seinem wieselflinken Treiben zuschaute. Es wurde mir sofort klar, dass dieses Tier etwas Besonderes war. Und erst als mein Hund sich ihm auf wenige Meter näherte, ergriff es die Flucht und verschwand im Unterholz.
Noch völlig ergriffen von meiner Begegnung, schlug ich zu Hause in meinen Bestimmungsbüchern nach. Es handelte sich tatsächlich und eindeutig um ein Hermelin. Dieses Mitglied der Marderfamilie trägt im Winter ein vollständig weißes Fellkleid, wohingegen nur die leicht buschige Schwanzspitze schwarz bleibt. Im Gegensatz zum Sommer ist das Hermelin interessanterweise im Winter fast ausschließlich nachtaktiv. Mir war das weiße Hermelin allerdings mitten am Tag begegnet recht ungewöhnlich. Es war ein Bote der geistigen Welten, um mir mitzuteilen, dass ich an einem besonderen Ort angekommen bin an dem übrigens dieses Buch entstehen konnte.

WIE MAN BESONDERE BEGEGNUNGEN MIT HEIMISCHEN WILDTIEREN ERKENNT

Wenn, wie es mir ebenfalls geschehen ist, ein geradezu leuchtend weißes Schleiereulenpärchen in der Nacht über dir seine Kreise zieht, wenn sich die sonst scheue Libelle an einem warmen Tag auf deine Schulter setzt oder dich der Habicht auf einem Ast in Augenhöhe in 3 Meter Entfernung gelassen ansieht; wenn das Rotkehlchen, das dich sonst vertraut von einem Baum aus ansingt, nun zwischen deinen Beinen auf dem Boden herumhüpft oder der Frosch, den du schon einige Male hinausgetragen hast, zum wiederholten Male in deiner Wohnung auftaucht; wenn sich abends eine Fledermaus in deine Etagenwohnung zu verirren scheint oder du morgens in einer Wohnung voller Maikäfer aufwachst
dann haben Tiere den Weg zu dir gesucht, um dir eine spirituelle Botschaft zu bringen. Du wirst es spüren, denn irgendetwas an dem Zusammentreffen, an der Beobachtung ist anders. Du bist auf eine ungewöhnliche Art verwundert oder erstaunt, berührt oder angerührt.
Dabei konfrontiert dich natürlich nicht jedes Kaninchen, das du siehst, mit deiner Angst, auch kündigt dir nicht jedes Eichhörnchen in deinem Garten oder auf einem Parkspaziergang gerade jetzt Streit an. Und selbstverständlich kann selbst derjenige, der mitten in der Stadt wohnt, völlig unerwartete Überraschungen dieser Art erleben, obwohl ihm dort im Häusermeer wohl kaum ein Eisvogel begegnen wird.

Die Tierboten sind selbstverständlich nur eine der unzähligen Möglichkeiten, wie bestimmte Hinweise, Informationen oder Hilfestellungen aus der geistigen Welt zu dir gelangen können. Tiere tragen, ähnlich, wie verschiedene Menschen und auch Pflanzen es tun, eine ganz bestimmte Energie in sich. Eine Schlange, die sich dicht über den Boden schlängelt, hat stets Kontakt zum Element Erde. Der Bussard, der hoch im Element Luft seine Kreise zieht, ist hingegen von einer ganz anderen Energie erfüllt. Manche Tiere wechseln im Laufe ihrer Entwicklung das Element wie die Libelle, die gewissermaßen ihre gesamte »Kindheit« ausschließlich im Wasser verbringt, während sich das geschlechtsreife Fluginsekt geschickt in der Luft zu bewegen weiß. Andere Tiere sind wiederum in mehreren Elementen zu Hause. Wasservögel wie Graugans oder Stockente fliegen, schwimmen und können sich auch an Land bewegen. Eisvogel und Kormoran sind trotz ihrer Flugausstattung sogar geschickte Taucher.
Manche Tierboten stellen dir regelrecht eine Aufgabe, während andere bestimmte Aspekte in deinem Leben beleuchten wollen. Wiederum andere Tiere teilen dir mit, dass sie dir meist auf feinstofflicher, geistiger Ebene eine Last oder Arbeit abnehmen, um dir auf deinem Lebensweg hilfreich zu sein. Sie übernehmen zu deiner Unterstützung ein Stück Energiearbeit für dich. Alle Tierbotschaften auch wenn sie vielleicht auf den ersten Blick beängstigend wirken mögen, weil sie dich auf Schattenaspekte aufmerksam machen kommen zu deinem Wohlergehen zu dir.

Der Geist, die Energie eines Tierboten, kann dir beispielsweise ebenso als Vision sowohl im Alltag als auch in der Meditation oder ruhigen Besinnung begegnen, im Wachen wie im Schlafen, beiläufig oder weil du auf der Suche bist. So mag dir der Bote aus der geistigen Welt auch in Gestalt eines Baumstumpfs, Astes, Steins oder Ähnlichem erscheinen. Wenn du mit offenen Sinnen durch die freie Natur oder durch die Stadt gehst, können in Form von Bildern oder anderen Wahrnehmungen Tierboten zu dir kommen. Erst wenn sich dein Verstand einschaltet, lösen sich die Bilder auf; und dahinter erkennst du dann nur noch die reine Baumrinde oder das blanke Mauerwerk.
Die Tierboten können auf verschiedenen Wegen zu dir kommen, du kannst sie aber auch aktiv aufsuchen. Vielleicht versuchst du, das Tier, mit dessen Energie du dich verbinden möchtest, zu finden. Oder du stellst es dir vor deinem inneren Auge vor und trittst so auf geistiger Ebene mit seiner Kraft in Kontakt. Bitte den Tierboten klar um Hilfe oder trag dein konkretes Anliegen vor. Und bedanke dich nach der Begegnung mit dem Tier. Es wird sein Möglichstes tun, auch wenn du es noch nicht gleich erleben, spüren oder verstehen kannst.

DIE BEDEUTUNG VON FARBEN

In bildhaften Vorstellungen (Visualisierungen und Visionen) oder Träumen können auch die einheimischen Tierboten in Farben auftreten, die nichts mit ihrer natürlichen körperlichen Erscheinung zu tun haben. Die Kraft und Energie, die dem Tier innewohnt, oder seine Botschaft erhalten durch solche Überfremdungen wahrscheinlich eine Verstärkung, eine spezielle emotionale Einfärbung oder eine andere Betonung. So können nicht nur die Aborigines in Australien von grünen Ameisen träumen, oder den Sioux in Nordamerika kann ein weißer Hirsch oder Wolf erscheinen auch die mitteleuropäischen Visionen variieren in den verschiedensten Farben. Beispielsweise sagt man, dass sehr farbige Träume auf ein langes und erfülltes Leben hindeuten.
Jeder Farbe wird auf feinstofflicher Ebene auch ein menschliches Energiezentrum (Chakra) zugeordnet. Es gibt umfangreiche Literatur zu diesen sich ständig drehenden, feinstofflichen Kraftzentren, die Energie aus dem Kosmos aufnehmen und abgeben. Deshalb möchte ich diese nur kurz aufführen. Tierboten, die in entsprechender Farbe erscheinen, beleuchten speziell das dazu assoziierte Chakra, dessen körperliche oder seelische Hauptfunktionen, wichtigste Lernaufgabe für den Menschen und Wirkung bei seiner Aktivierung.

Gelb: Im Mittelalter war die Farbe des Goldes und des Lichtes der Sonne eine »Schandfarbe«. So wurde Judas meist in gelben Gewändern abgebildet. Aber auch personifizierten Neid und Eifersucht stellte man in Gelb dar. In der Traumdeutung steht Gelb für Intuition und Glauben, aber auch tiefe Güte. Hier hat die Farbe darüber hinaus einen starken Bezug zu Gesundheit und Wohlbefinden. Schmutzige Gelbtöne bekommen im Traum schnell den unangenehmen Beigeschmack von Neid und Missgunst.
Gelb ist dem Solarplexus-Chakra, etwa drei Zentimeter oberhalb des Bauchnabels, zugeordnet. Auf Körperebene beeinflusst es das vegetative Nervensystem sowie Leber, Magen und Galle. Das aktive Solarplexus-Chakra löst Emotionen und unterstützt die Bewältigung und Verarbeitung von Erlebnissen und Gefühlen. Über tiefer Kraft und Entschlusskraft liegt hier das Zentrum für die Gestaltung des eigenen Seins. Es stärkt auf diese Weise den Aspekt der Weisheit.

Orange: Als eine der Farben des Feuers vermittelt Orange ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit. In der Traumdeutung gilt Orange als Farbe der Begeisterungsfähigkeit sowie der sozialen Aktivität und Vergnügung.
Mit Orange schwingt das mittig kurz oberhalb der Schamhaargrenze liegende Sakral-Chakra, das Zentrum für Kreativität und Beziehung. Seine Energie aktiviert den gesamten Energiefluss im Körper und regt unter anderem den Appetit und die Verdauung an. Gleichzeitig ist es mit allen Fortpflanzungsorganen verbunden und verstärkt die erotische und sinnliche Komponente der Sexualität. Hier wurzeln auch Staunen und Begeisterung.

Rot: Rot steht als Herzensfarbe gemeinhin für Liebesbelange. Ihre Kehrseite bilden Begierde, Laster, Aggression und das Teuflische. Wiederum ist Rot die Farbe der reinigenden Flamme und der Flamme des Heiligen Geistes. Damit wird sie zum Symbol spiritueller Wiedergeburt. Als Farbe des Feuers und des Blutes steht sie im Traum meist für etwas Positives und symbolisiert Vitalität, Liebe und sexuelle Energie.
Rot, vor allem feuriges Rot, wird mit dem Basis- oder Wurzel-Chakra verbunden, das als tiefster Punkt des Rumpfes mittig zwischen den Genitalien und dem Anus liegt. Es ist das Zentrum der tiefen Lebensenergie und aktiviert als solches sowohl das Urvertrauen in das menschliche Dasein und die Verbundenheit mit der Erde als auch Lebenswillen, Durchsetzungskraft und die körperliche Komponente der Sexualität. Es ist das wesentliche Chakra für das Sein in der materiellen Welt. Vor allem das Skelettsystem, insbesondere die Wirbelsäule und die Beine, aber auch der Darm, das Blut und die Nebennieren werden dem Wurzel-Chakra zugeordnet.

Grün: Die verbreitetste Farbe der Natur ist im Farbspektrum zwischen Gelb und Blau angeordnet.

Produktinformationen

Titel: Tierboten
Untertitel: Was uns Begegnungen mit Tieren sagen - Mythologie, Spiritualität, Träume
Illustrator:
Autor:
EAN: 9783442217069
ISBN: 978-3-442-21706-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Goldmann
Genre: Esoterik
Anzahl Seiten: 448
Gewicht: 510g
Größe: H204mm x B142mm x T35mm
Veröffentlichung: 01.03.2005
Jahr: 2005
Land: DE

Bewertungen

Gesamtübersicht

Meine Bewertung

Bewerten Sie diesen Artikel