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Kindheit und Erziehung im Wandel der Zeit: Die Frage nach der verbleibenden Funktion von Erziehung in der modernen Gesellschaft

  • Kartonierter Einband
  • 100 Seiten
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Ein fehlender Konsens über Maß, Methoden, Funktionen sowie Ziele der Erziehung stellt gegenwärtig eine wachsende Problematik für E... Weiterlesen
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Beschreibung

Ein fehlender Konsens über Maß, Methoden, Funktionen sowie Ziele der Erziehung stellt gegenwärtig eine wachsende Problematik für Erziehende dar und beeinträchtigt Kinder und Jugendliche in ihrem Aufwachsen. Das vorliegende Buch soll daher die (bürgerliche) Erziehung in wechselseitiger Abhängigkeit zum gesellschaftlichen Konstrukt der Kindheit beleuchten. Es untersucht die Geschichte der Kindheit sowie die Aspekte einer modernen Kindheit und ihre Einflüsse. Die ehemals große Bedeutsamkeit von Erziehung tritt zu Gunsten der Bedeutung von Sozialisation in den Hintergrund. Die Peer Group wird für Kinder und vor allem für Jugendliche von immer größerer Bedeutung werden. Die Antwort auf die Frage der gegenwärtig verbleibenden Funktion von Erziehung liefert Chancen und Herausforderungen für das Zusammenleben der Generationen in einer Gesellschaft. Aus der Veränderung und Verkürzung der Kindheit kristallisiert sich ein neuer Generationenzusammenhang heraus, der für die Zukunft einen Wandel des Zusammenlebens sowie die Schaffung flexibler Gesellschaftsstrukturen fordert.

Autorentext

Angela Gatscha-Berger wurde 1975 in Fürth / Bay geboren. Ihr Studium der Sozialen Arbeit an der Georg-Simon-Ohm Fachhochschule in Nürnberg schloss die Autorin im Jahr 2007 mit dem akademischen Grad der Diplom-Sozialpädagogin erfolgreich ab. Heute arbeitet die Mutter eines Sohnes als Sozialpädagogin für eine gemeinnützige Organisation.



Klappentext

Ein fehlender Konsens über Maß, Methoden, Funktionen sowie Ziele der Erziehung stellt gegenwärtig eine wachsende Problematik für Erziehende dar und beeinträchtigt Kinder und Jugendliche in ihrem Aufwachsen. Das vorliegende Buch soll daher die (bürgerliche) Erziehung in wechselseitiger Abhängigkeit zum gesellschaftlichen Konstrukt der Kindheit beleuchten. Es untersucht die Geschichte der Kindheit sowie die Aspekte einer modernen Kindheit und ihre Einflüsse. Die ehemals große Bedeutsamkeit von Erziehung tritt zu Gunsten der Bedeutung von Sozialisation in den Hintergrund. Die Peer Group wird für Kinder und vor allem für Jugendliche von immer größerer Bedeutung werden. Die Antwort auf die Frage der gegenwärtig verbleibenden Funktion von Erziehung liefert Chancen und Herausforderungen für das Zusammenleben der Generationen in einer Gesellschaft. Aus der Veränderung und Verkürzung der Kindheit kristallisiert sich ein neuer Generationenzusammenhang heraus, der für die Zukunft einen Wandel des Zusammenlebens sowie die Schaffung flexibler Gesellschaftsstrukturen fordert.



Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2, Die Kindheit Werdegang eines gesellschaftlichen Konstruktes: 2.1, Definitionen des Begriffes Kindheit: Die Kindheit ist das Ergebnis sozialer Konstruktionen und deshalb kein naturgegebenes Phänomen. Ihre Definitionen müssen daher von unterschiedlichen Vorstellungen geprägt sein und je nach Perspektive variieren. Somit ist der Begriff Kindheit und was man darunter versteht immer den gegenwärtigen Einflüssen der Zeit und den Dogmen der jeweiligen Kultur ausgesetzt. Anders als das Säuglingsalter ist die Kindheit ein gesellschaftliches Kunstprodukt, keine biologische Kategorie . Sie kann somit keine grundsätzlich biologisch oder psychologisch abgesteckte Lebensphase sein, sondern vielmehr nur ein Konzept der Erwachsenen über ihr Verhältnis zur nachfolgenden Generation, woraus folgt, dass das Menschenbild im Kindheitskonzept impliziert ist. Die Vorstellung der Idee einer Kindheit ist eng mit der eines pädagogischen Schonraumes verbunden. Erziehung in diesem pädagogischen Schonraum wie in Familie und Schule üblich gilt allgemein als Lebensvorbereitung für ein Individuum. Fast jede Kultur hat ihr eigenes Kindheitskonzept, aber in allen Kulturen findet man ungeachtet ihrer sonstigen Differenzen eine gemeinsame Haltung Kindern gegenüber. So wird grundsätzlich versucht, sie nicht allen Verhaltensweisen der Erwachsenen unmittelbar auszusetzen, insbesondere nicht den besonders aggressiven Formen. Um sie vor zu direkter Konfrontation mit der Welt der Erwachsenen zu schützen, kennt jede Kultur deshalb so etwas wie Filter zum Schutze ihrer Kinder. Das, was wir in unserem abendländischen Kulturkreis unter dem Begriff Kindheit verstehen, kann anderswo entweder eine abweichende Bedeutung besitzen oder gar gänzlich unbekannt sein wie z.B. bei einigen Naturvölkern. Dies muss aber kein Nachteil sein. Im Zuge der Eroberungen stieß man ( ) auf Menschen, die man in den zeitgenössischen Reiseberichten wie folgt beschrieb: Sie kennen weder gut noch böse, haben keine Scham, erziehen ihre Kinder nicht, weil sie selbst im Kindheitszustand der Menschheit verblieben sind . Die Naturvölker werden in diesem Zusammenhang als Kinder bezeichnet, weil sie ihre Umwelt nicht ausbeuten, sondern sich ihr anpassen. Somit hat auch die Kirche unseren Kindheitsbegriff wesentlich mitgeprägt. Im Namen Gottes erklärt sie, ihre Ordnung sei heilig und fordert Unterwerfung und Gehorsam. Menschen, die einer solchen erzieherischen Ordnung nicht entsprechen, werden demnach der Kindheit zugeordnet, z.B. der südamerikanische Volksstamm der Chicitano. Für Gordian Tröller zeigt sich darin die Anmaßung der zivilisierten Welt, einen Teil der Menschheit als Kinder abzustempeln, und sich somit wie es Missionare eben taten als erziehungsberechtigt auszugeben. Was Kindheit ist, haben sie erst durch die Weißen erfahren. Dennoch hören die Chicitano nicht auf, ihre Töchter und Söhne als vollwertige Menschen zu achten . 2.2, Die Kindheit im Wandel der Zeit: 2.2.1, Die Kindheit in der Antike: Über die Einstellung zum Kind in der Antike wissen wir sehr wenig, aber schon die alten Griechen hatten eine Vorstellung von Kindheit mit einer besonderen Behandlung von Kindern im Unterschied zu den Erwachsenen. Kinderspielzeug beispielsweise war keine Erfindung der Neuzeit, sondern wurde bereits in der Antike aus Ton oder Holz gefertigt. Jedoch hatte die antike Auslegung der Kindheit nur wenig gemein mit unserer heutigen Vorstellung, da die damaligen Kleinen noch keinen besonderen Schutz, Pflege oder Einfühlungsvermögen genossen. Obgleich sich keines ihrer Gemälde erhalten hat, ist es unwahrscheinlich, dass es die Griechen der Mühe wert erachteten, Kinder auf ihnen darzustellen. Aber immerhin wissen wir, dass sich unter ihren erhalten gebliebenen Statuen keine einzige Darstellung eines Kindes befindet . Anhaltspunkte zur Unterstützung dieser These finden sich beim Thema Schule welche von den alten Griechen ins Leben gerufen wurde. Die S

Produktinformationen

Titel: Kindheit und Erziehung im Wandel der Zeit: Die Frage nach der verbleibenden Funktion von Erziehung in der modernen Gesellschaft
Autor:
EAN: 9783958509023
ISBN: 978-3-95850-902-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag GmbH
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 100
Gewicht: 174g
Größe: H221mm x B154mm x T10mm
Jahr: 2015
Auflage: Erstauflage

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