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Theorie der Städtebaumetaphern

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Die kranke Stadt, die Stadt als Netzwerk, die diffuse Stadt: Obschon im städtebaulichen Diskurs allgegenwärtig, wurden Metaphern i... Weiterlesen
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Beschreibung

Die kranke Stadt, die Stadt als Netzwerk, die diffuse Stadt: Obschon im städtebaulichen Diskurs allgegenwärtig, wurden Metaphern in dieser Disziplin bisher kaum kritisch besprochen. Gerade die gesteigerte Komplexität der Stadt mit dem Einsetzen der Industrialisierung und dem Boom nach dem Zweiten Weltkrieg hat zu einer grossen Anzahl von Metaphern geführt, die nicht zuletzt vom Versuch zeugen, dieser Komplexität verbal gerecht zu werden. Das Buch holt mit Bezug auf die allgemeine Metapherndiskussion vor allem in der Wissenschaftstheorie dieses Versäumnis nach. Und es beleuchtet die Implikationen für den Städtebau in Form einer Theorie der Städtebaumetaphern: Untersucht werden die Voraussetzungen, die Verwendung und die Auswirkungen der Metaphern im Städtebau. Der Fokus der Arbeit liegt dabei auf der Metapher im Entwurf und im Projekt und weniger auf ihrer Rolle im Diskurs. Im Mittelpunkt steht die Metapher der «Stadt als Text» des amerikanischen Architekten Peter Eisenman. An seinem Beispiel wird die zentrale Frage nach der möglichen und notwendigen Wörtlichkeit der Metapher im Städtebau vertieft. Jenseits der Komplexität und Widersprüchlichkeit der Theorie von Eisenman wird gezeigt, mit welchen Inhalten dieser den Begriff Text versieht und über welche Bezüge ausserhalb der Architektur er versucht, diese Metaphern im Raum seiner Projekte zu übersetzen.

Autorentext
Andri Gerber hat Architektur an der ETH Zürich studiert und dort 2008 mit Auszeichnung promoviert. Von 2008 bis 2011 war er Assistenzprofessor an der Ecole Spéciale d'Architecture in Paris und leitete dort das Städtebau-postgraduate- Programm ´Mutations urbaines´. Seit 2010 ist er Dozent für Architekturgeschichte und -theorie an der Universität Vaduz und seit 2011 Dozent für Städtebaugeschichte an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Sein Interesse gilt den Schnittstellen der Architektur und des Städtebaus und ihrer Disziplingeschichte in ihrem komplexen Verhältnis untereinander.

Klappentext

Die kranke Stadt, die Stadt als Netzwerk, die diffuse Stadt: Obschon im städtebaulichen Diskurs allgegenwärtig, wurden Metaphern in dieser Disziplin bisher kaum kritisch besprochen. Gerade die gesteigerte Komplexität der Stadt mit dem Einsetzen der Industrialisierung und dem Boom nach dem Zweiten Weltkrieg hat zu einer grossen Anzahl von Metaphern geführt, die nicht zuletzt vom Versuch zeugen, dieser Komplexität verbal gerecht zu werden. Das Buch holt mit Bezug auf die allgemeine Metapherndiskussion vor allem in der Wissenschaftstheorie dieses Versäumnis nach. Und es beleuchtet die Implikationen für den Städtebau in Form einer Theorie der Städtebaumetaphern: Untersucht werden die Voraussetzungen, die Verwendung und die Auswirkungen der Metaphern im Städtebau. Der Fokus der Arbeit liegt dabei auf der Metapher im Entwurf und im Projekt und weniger auf ihrer Rolle im Diskurs. Im Mittelpunkt steht die Metapher der «Stadt als Text» des amerikanischen Architekten Peter Eisenman. An seinem Beispiel wird die zentrale Frage nach der möglichen und notwendigen Wörtlichkeit der Metapher im Städtebau vertieft untersucht. Jenseits der Komplexität und Widersprüchlichkeit der Theorie von Eisenman wird gezeigt, mit welchen Inhalten dieser den Begriff Text versieht und über welche Bezüge ausserhalb der Architektur er versucht, diese Metaphern im Raum seiner Projekte zu übersetzen.



Inhalt
Inhalt Einführung Peter Eisenman Mimetische Darstellung Erster Abschnitt: Metaphern und Städtebau Metapherntheorien Städtebaumetaphern: Illustrative Städtebaumetaphern, Heuristische Städtebaumetaphern, Konstitutive Städtebaumetaphern Prolegomena zu einer Theorie der Städtebaumetaphern Peter Eisenman und die Metapher Zweiter Abschnitt: Stadt als Text ´Text´ Der russische Formalismus Strukturalismus Poststrukturalismus Die ´Spezialfälle´ Michel Foucault und Jean Baudrillard Der ´Text´ von Peter Eisenman Stadt im Text der Literatur Stadt im Text: Von der Moderne zur Postmoderne Stadt im Text der Moderne Stadt im Text der amerikanischen, postmodernen Literatur Thomas Pynchon John Barth William H. Gass Paul Auster Peter Eisenman und die Stadt im Text der Literatur Zeitgenössische ´Stadt-als-Text´-Metaphern Architektur und Sprache, Stadt und Text Strukturalismus und Semiotik ´Otterlo´-Strukturalismus ´Italienischer´ Strukturalismus Die Theorie des ´italienischen´ Strukturalismus Stadt als Text Die Grenzen des ´italienischen´ Strukturalismus Postmoderne (Stadtzeichen) Peter Eisenman und die ´Stadt als der Text´ des ´italienischen´ Strukturalismus und der Postmoderne Dritter Abschnitt: Peter Eisenman und die Stadt als Text Die Stadt als Text entwerfen Der ´grid´ Überlagerung Das Diagramm Stadt als Text: Resultate Schlussfolgerungen Interviews Gerber, Andri, Interview with Peter Eisenman, 5. Dezember 2003 Gerber, Andri, Interview with Thomas Leeser, 5. Dezember 2003 Gerber, Andri, Interview with William H. Gass, 11. Oktober 2006 Gerber, Andri, Interview with Peter Eisenman, 29. November 2006

Produktinformationen

Titel: Theorie der Städtebaumetaphern
Untertitel: Peter Eisenman und die Stadt als Text
Autor:
EAN: 9783034011143
ISBN: 978-3-0340-1114-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: Chronos
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 448
Gewicht: 797g
Größe: H240mm x B160mm x T35mm
Jahr: 2012
Auflage: 06.07.2012
Land: DE