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Ungewollte Kinderlosigkeit als Krankheit

  • Kartonierter Einband
  • 179 Seiten
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Die medizinische Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit wird hierzulande nach wie vor mit einer Mischung aus Interesse am medi... Weiterlesen
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Beschreibung

Die medizinische Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit wird hierzulande nach wie vor mit einer Mischung aus Interesse am medizinisch-technischen Fortschritt und Sorge uber die mogli cherweise nicht mehr kalkulierbaren Risiken dieses Fortschrittes betrachtet. Die Reaktionen reichen dabei von der implizi ten Gleichsetzung konkreter Formen der Reproduktionsmedizin mit den fiktiven Verhaltnissen in der 'Schonen Neuen welt'1, bis hin zu Einschatzungen, wonach sich die Reproduktionsmedizin in naher Zukunft als ein unverzichtbares Instrument bei der Bekampfung eines langandauernden Bevolkerungsruckganges in der BRD erweisen 2 werde. Auch wenn sich in den letzten 5-10 Jahren das Interesse der Offentlichkeit verstarkt den verschiedenen Formen der medizini 3 schen Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit zugewandt hat , so scheint mit diesem verstarkten Interesse kein Anstieg der Anzahl Der Vergleich des heutigen Potentials der Reproduk tionsmedizin mit den Schilderungen der industriellen Erzeugung von Menschen in A. Huxleys Roman "Schone Neue Welt" gehort zu den Standardbildern in weiten Teilen der Literatur uber die medizinische Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit. So z.B. auch bei: Hirsch, G. und Eberbach W. (1987): Auf dem Weg zum kunstlichen Leben - Retortenkinder, Leihmutter, pro grammierte Gene Basel, Boston, Stuttgart. S.31ff. 2 So ein Reproduktionsmediziner in der Fernsehsendung 'Explosiv' (RTL 22.5.'91). 3 Man denke z. B. nur an die Kontroversen im Zuge der Erarbeitung des Embryonenschutzgesetzes, an die Richt linien zur Durchfuhrung der In-vitro-Fertilisation der Bundesarztekammer, an die Initiativen auf dem 56.

Inhalt
Danksagungen.- 1. Einleitung.- 1.1. Die Fragestellung des Forschungsprojektes.- 1.2. Der Aufbau des Berichtes.- 2. Medizinische Grundlagen der Reproduktionstechnologie.- 2.1. Einleitung Anmerkungen zu den Aufgaben des Mediziners im Rahmen der Forschungsarbeit.- 2.2. Grundlagen der menschlichen Fortpflanzung, Diagnose- und Therapieformen der medizinischen Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit einschließlich der erzielten Schwangerschaftsraten.- 2.2.1. Die Gametogenese.- 2.2.2. Abgrenzung der Begriffe Sterilität und Infertilität.- 2.2.3. Anamnese, Befund, Diagnose.- 2.2.4. Konservative und operative Therapie.- 2.2.5. Die zwei Varianten der Insemination.- 2.2.5.1. Die homologe Insemination.- 2.2.5.2. Die heterologe Insemination.- 2.2.6. In-vitro-Fertilisation/Embryo-Transfer und verwandte Verfahren.- 2.2.6.1. Definitionen.- 2.2.6.2. Zyklusdiagnostik und Zyklusstimulation.- 2.2.6.3. Zahlen, Raten und Erfolge.- 2.2.6.3.1 IVF-Zentren.- 2.2.10.3.2 Therapiezahlen.- 2.2.9. Die Kryokonservierung von genetischem Material.- 2.2.9.1. Die Kryokonservierung von Sperma.- 2.2.9.2 Embryo- und Eizellenkryokonsrvierung.- 2.2.10. Medizinische und psychologische Untersuchungen über die Auswirkungen von Sterilitätsbehandlungen auf die reproduktionsmedizinisch gezeugten Kinder.- 3. Die Patientenkartei.- 3.1. Einleitung.- 3.2. Erhebung.- 3.3. Quantitative Auswertung.- 3.3.1. Therapieanfang/-wiedereinstieg/-wiederholung.- 3.3.2. Sterilitätsursachen.- 3.3.3. Altersverteilung.- 3.3.4. Kinderwunschdauer.- 3.3.5. Hormontherapie.- 3.3.6. Inseminationen.- 3.3.7. Erzielte Schwangerschaften.- 3.3.8. Therapiedauer.- 3.3.8.1. Verordnete/nichtverordnete Unterbrechungen.- 3.3.9. Nebenwirkungen.- 3.3.10. Anzahl der Arztbesuche.- 3.3.11. Patientinnen-Partner/Ehemann.- 3.3.12. Beteiligte Institutionen.- 3.3.13. Therapieende.- 3.3.14. Therapieerfolg.- 3.4. Zusammenfassung.- 4. Interviews und Feldbeobachtung.- 4.1. Einleitung.- 4.2. Erhebungs- und Analyseverfahren.- 4.2.1. Interviews.- 4.2.2. Die Feldbeobachtungen.- 4.3. Die Verteilung der Interviews.- 4.4. Ergebnisse der quantitativen Interviewanalyse unter Hinzuziehung von Kontextdaten.- 4.4.1. Einstellungen zum Kinderwunsch, zu Fortpflanzung und den damit zusammenhängenden Familienkonzepten.- 4.4.2. Einstellungen zu Krankheit, Heilung und Gesundheit in bezug auf ungewollte Kinderlosigkeit.- 4.4.2.1. Der Einstieg in die medizinische Sphäre.- 4.4.2.2. Die Geheimhaltungspraxis.- 4.4.2.3. Das Interesse der Umgebung am ausbleibenden Kind.- 4.4.2.4. Der Begriff 'Kinderwunsch' als Bezeichnung für eine Krankheit.- 4.4.2.5. Die Situation in der Praxis.- 4.4.2.6. Das Schicksalsmuster.- 4.2.4.7. Entlastung von alltäglichen Handlungsformen.- 4.4.2.8. Das Medikamentenverständnis der ungewollt kinderlosen Paare.- 4.4.2.9. Die regelmäßige Medikamenteneinnahme.- 4.4.3. Einstellungen zur Bedeutung genetischer Verwandtschaft.- 4.4.3.1. Die Betonung der Bedeutung der Rolle des sozialen Vaters.- 4.4.3.2. Die Kommentierung des Verfahrens der Spenderauswahl.- 4.4.3.3. Der Wunsch nach äußerer Ähnlichkeit des zu zeugenden Kindes mit dem sozialen Vater.- 4.4.3.4. Das explizite und das implizite Mißtrauen der ungewollt kinderlosen Paare gegenüber dem praktizierten Verfahren der Spenderauswahl.- 4.4.4. Einstellungen, wie sie aus den vorfindbaren, möglicherweise widersprüchlichen Menschenbildern zu gewinnen sind (Problematik der Frage nach dem Zeitpunkt des Beginns menschlichen Lebens).- 4.4.5. Einstellungen, wie sie sich aus dem Umgang mit den Begriffen 'Natürlichkeit' und 'Künstlichkeit' in Zusammenhang mit den dahinter stehenden Normalitätsverständnissen erschließen lassen.- 4.5. Die sozialen Funktionen der Reproduktionsmedizin.- 5. Schlußbemerkungen.- Literatur.

Produktinformationen

Titel: Ungewollte Kinderlosigkeit als Krankheit
Untertitel: Die sozialen Funktionen und die sozialen Folgen reproduktionsmedizinischer Behandlungen
Autor:
EAN: 9783531032481
ISBN: 978-3-531-03248-1
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Medizinische Fachberufe
Anzahl Seiten: 179
Gewicht: 335g
Größe: H244mm x B170mm x T10mm
Jahr: 1994
Untertitel: Deutsch
Auflage: 1994

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