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Chancengleichheit im Bildungswesen. Die Berliner Schulreform und der Übergang von der Grundschule in die weiterführende, allgemeinbildende Schulform

  • Kartonierter Einband
  • 108 Seiten
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Beschreibung

Auf die schlechten Ergebnisse der Berliner Schüler bei internationalen Vergleichsstudien reagierte Berlin mit tief greifenden Reformen des Bildungssystems. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit inhaltlich-curricularen und methodischen Veränderungen im Bereich der Grundschule sowie mit der Umstrukturierung der weiterführenden Oberschulen von der Vier- zur Zweigliedrigkeit auseinander. In der Arbeit werden die veränderten Lernbedingungen und Methoden, wie die Individualisierung des Lernens, Selbstmotivation und eigenständiges Arbeiten, betrachtet und auf ihre positiven sowie negativen Auswirkungen auf die Leistungen der Kinder hin geprüft. Beim Übergang der Schüler von der Grundschule auf die weiterführenden Oberschulen sind in erster Linie die Noten ausschlaggebend, um an die gewünschte Schulform zu gelangen. Anhand des empirischen Materials wird herausgearbeitet, welche Faktoren auf die Chancengleichheit einwirken und ob durch die Veränderungen an den Grundschule und die erneuerten Aufnahmekriterien alle Kinder, unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, gleiche Chancen haben, an die für sie bestmögliche Schulform zu wechseln.

Leseprobe
apos;Textprobe: Kapitel 5.4. Auswahlverfahren und Aufnahmekriterien bei Übernachfrage: An Berliner Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen veränderten sich im Zuge der Schulstrukturreform im Schuljahr 2011/2012 die Auswahlkriterien bzw. das Anmeldeverfahren für die 7. Klassen der weiterführenden Schulen. Die Regelungen der Auswahlkriterien treten bei einer Übernachfrage der gewählten Schule in Kraft, das bedeutet, wenn mehr Anmeldungen vorliegen, als Plätze vorhanden sind, greifen die neuen Auswahlkriterien. Für Eltern hat das zur Folge, dass sie sich konkret und noch vor der Anmeldung ihres Kindes an der gewählten weiterführenden Oberschule über die Aufnahmekriterien und Profile im Bezirk und auch berlinweit informieren müssen ([1]Roy 2010:1). Den interessierten Eltern steht eine Informationsbroschüre in kategorisierter Form zur Verfügung, in der sie über das regionale Angebot der einzelnen allgemeinbildenden Schulen, den Standorten und den schulischen Profilen informiert werden ([2]Roy 2010:1). Nähere Informationen über die Angebote, Profile und Aufnahmekriterien sollten die Eltern auch noch vor Beginn des Anmeldezeitraumes von den Grundschulen erhalten, da es die ausdrückliche Aufgabe der Grundschulen ist, über bestehende Möglichkeiten des Schulbesuchverlaufs an der Oberschule zu informieren und zu beraten ([1]Roy 2010:1). Des Weiteren muss den Eltern von Schülern der 6. Klasse in den Grundschulen explizit bekannt gemacht und erklärt werden, um welche Aufnahmekriterien es sich bei den Gymnasien und Integrierten Sekundarschulen handelt. Die Förderprognose der Grundschule sollte auf die geforderten Aufnahmekriterien der gewählten Schule ausgerichtet sein ([1]Roy 2010:1). In Bezug auf die Aufnahmekriterien, hatten im Vorfeld die Schulen individuelle Kriterien für die Aufnahme im Fall der Übernachfrage zusammengestellt, die sich an dem Schulprofil und Schulprogramm orientierten. Nach Beschluss der Schulkonferenz wurden diese Kriterien bei der Schulaufsicht eingereicht. Zu den Kriterien gehörten Bereiche, wie die Festlegung eines bestimmten Notendurchschnitts, ein profilorientiertes Testverfahren, Schulprofil, Fremdsprachen, bisher erworbene Kompetenzen und Interessen etc. ([1]Roy 2010:1). Aufgrund der Rechtssicherheit wurden die eingereichten Aufnahmekriterien von der Rechtsabteilung der Senatsverwaltung geprüft, um eine juristische Absicherung gegen Einsprüche der Eltern im Fall einer Ablehnung des Kindes von Seiten der Schule zu erhalten ([1]Roy 2010:1). Letztendlich legten die Schulen als einziges Aufnahmekriterium einen bestimmten Notendurchschnitt fest. Von allen anderen Kriterien wurde Abstand genommen. Demzufolge hat ein Schüler, dessen Notendurchschnitt des 2. Jahresabschlusszeugnisses der 5. Klasse und das 1. Halbjahreszeugnis der 6. Klasse im Rahmen des erforderlichen Notendurchschnitts liegt, gute Chancen an der Erstwunschschule angenommen zu werden. Des Weiteren haben einige Schulen, Integrierte Sekundarschulen und Gymnasien, profilbezogene Tests durchgeführt, um somit die qualifiziertesten Schüler auszuwählen. Hinsichtlich der Schulwahl ihres Kindes, haben die Eltern weiterhin das individuelle Wahlrecht, da die Förderprognose der Grundschule nicht bindend ist. Die Förderprognose ist lediglich eine den Leistungen des Kindes entsprechende Empfehlung. Somit können Eltern ihr Kind auch an einem Gymnasium anmelden, obwohl die Förderprognose den Besuch einer Integrierten Sekundarschule empfiehlt. Andererseits kann auch eine Sekundarschule gewählt werden, obwohl das Kind eine Förderprognose für das Gymnasium erhalten hat. Des Weiteren können die Eltern drei Wunschschulen angeben. Dieses bedeutet, dass ein Kind "nach Ablehnung von der Erstwunschschule, eventuell an der Zweit- oder Drittwunschschule angenommen werden kann, sofern es an diesen beiden Schulen noch freie Plätze gibt. Die hierfür zuständige Schulbehörde prüft, ob a

Produktinformationen

Titel: Chancengleichheit im Bildungswesen. Die Berliner Schulreform und der Übergang von der Grundschule in die weiterführende, allgemeinbildende Schulform
Autor:
EAN: 9783959349611
ISBN: 978-3-95934-961-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diplomica Verlag
Genre: Soziologie
Anzahl Seiten: 108
Gewicht: 190g
Größe: H223mm x B162mm x T7mm
Jahr: 2016