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Zwangsarbeit im Raketentunnel

  • Fester Einband
  • 627 Seiten
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Dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen sein würde, zeichnete sich für Nazi-Deutschland 1943 immer deutlicher ab. Desto mehr hofften... Weiterlesen
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Beschreibung

Dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen sein würde, zeichnete sich für Nazi-Deutschland 1943 immer deutlicher ab. Desto mehr hofften die Verantwortlichen auf die geheime Raketenrüstung, auf "Wunder-" und "Vergeltungswaffen", die das Kriegsglück doch noch einmal wenden sollten. Die fieberhaften Rüstungsanstrengungen der Nazis gerieten jedoch von zwei Seiten unter Druck. Erstens wurde im August 1943 die Forschungs- und Produktionsstätte für Raketen in Peenemünde durch alliierte Luftangriffe weitgehend zerstört. Zweitens wurden die Arbeitskräfte für die Rüstungsindustrie immer knapper, je umfassender die männliche deutsche Bevölkerung im "totalen Krieg" für den Fronteinsatz rekrutiert wurde. Das Konzentrationslager mit dem Codenamen "Dora", im südlichen Harz gelegen, sollte beiden Problemen abhelfen. In einer unterirdischen Fabrik konnte die Raketenproduktion vor Luftangriffen geschützt fortgesetzt werden. Als schier unerschöpfliches Arbeitskräftereservoir dienten die Häftlinge, die ge zwungen wurden, die Fabrik im Tunnel auszubauen und die berüchtigte "V2"-Rakete zu produzieren. Dora ist bis heute sagenumwoben. Ebensowenig wie die Nazis während des Krieges wollten die Alliierten danach, dass der Schleier um das Geheimlager gelüftet würde, da sie die Forschungsleistungen der Wissenschaftler um Wernher von Braun nun selbst für ihre Raketenprogramme zu nutzen gedachten. So war in der bisherigen Literatur hauptsächlich von den technischen Leistungen die Rede, nicht aber von den barbarischen Bedingungen, unter denen sie umgesetzt wurden Andre Sellier, Historiker und selbst ehemaliger Lagerinsasse, ist es mit seinem Werk meisterhaft gelungen, diese Verquickung von Fortschritt und Barbarei aufzuzeigen. Er hat hunderte von ehemaligen Häftlingen befragt und die Berichte der Überlebenden mit dem vorhandenen Quellenmaterial über Dora zu einer einzigartigen Chronik dieses Lagers im besonderen und des Lagersystems im allgemeinen verwoben.

Autorentext

André Sellier, Jahrgang 1920, wurde als Mitglied der Résistance 1943 von der Gestapo verhaftet. Von Februar 1944 bis April 1945 war er Häftling im Lager Dora. Nach dem Kriege wurde er zunächst Lehrer und trat dann in den diplomatischen Dienst ein. Seit seiner Pensionierung im Jahre 1986 schreibt er wissenschaftliche Bücher, u. a. "Le dossier des échanges industriels français" und "Atlas des Peuples d'Europe centrale".



Zusammenfassung
"Dieses gewichtige Buch ist wie ein Bergwerk voller Informationen. Durch seine Präzision und seinen Reichtum an Details verhilft es uns zu einer genaueren Vorstellung vom Lagersystem." (La Quinzaine litteraire) "Das Fehlen von jeglichem Pathos in diesem Buch springt besonders ins Auge. Es ist so klar und mit Distanz geschrieben, als handle es sich um eine klinische Studie. Während bei der Lektüre der zahlreichen Zeugenberichte immer wieder die Emotionen aufwallen, bleibt das Vorgehen des Autors von Vernunft und kritischem Geist geleitet." (L'Histoire) "Zwangsarbeit im Raketentunnel ist nicht nur die beste Geschichte von Dora, sondern sogar eine der besten überhaupt über ein Konzentrationslager. Die Dichte der Information, die Sachlichkeit und die Klarheit der Struktur lassen die Begabung eines wahren Historikers erkennen, die man um so höher einschätzen muß, als die schmerzlichen Erfahrungen eines ehemaligen Häftlings zu überwinden waren." (Eberhard Jäckel) "Sellier (...) v ereint in seinem rund 600 Seiten starken Band den Häftlingsbericht mit einem historischen Standardwerk." (Buchmarkt) "Er hat ehemalige Häftlinge befragt und deren Berichte mit dem Quellenmaterial über "Dora" zu einer einzigartigen Chronik dieses Lagers im besonderen und des Lagersystems im allgemeinen verwoben." (Literatur-Report) "Das Buch ist ein Werk gegen das Vergessen." (Norddeutscher Rundfunk)

Produktinformationen

Titel: Zwangsarbeit im Raketentunnel
Untertitel: Geschichte des Lagers Dora
Autor:
Übersetzer:
EAN: 9783924245955
ISBN: 978-3-924245-95-5
Format: Fester Einband
Herausgeber: Klampen, Dietrich zu
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 627
Gewicht: 968g
Größe: H223mm x B152mm x T57mm
Veröffentlichung: 01.01.2000
Jahr: 2000
Land: DE