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Geheime Verrücktheit

  • Kartonierter Einband
  • 312 Seiten
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Grundlegendes zur Theorie der Borderline-Störungen Green thematisiert aus psychoanalytischer Sicht die sogenannten "Grenzfälle" im... Weiterlesen
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Beschreibung

Grundlegendes zur Theorie der Borderline-Störungen Green thematisiert aus psychoanalytischer Sicht die sogenannten "Grenzfälle" im Überschneidungsbereich von Neurose, Psychose, Depression und Perversion. Die Fortentwicklung der psychoanalytischen Theorie von Freud bis heute wird daraufhin untersucht, wie dieser schwierigen Patientengruppe begegnet werden kann, deren Übertragung teils vollkommen unterkühlt bis abweisend ist, teils aber auch überhitzt bis an die Grenze der psychotischen Übertragung. Green untersucht im vorliegenden Buch - unter Bezug auf Winnicott, Bion und Rosenfeld und in klarer Abgrenzung zu Lacan - die Grenzen und Übergänge zwischen Somatischem und Psychischem, Innen und Außen, dem Selbst und dem Anderen. Er verläßt dabei das Neurosenmodell Freuds und plaziert die "Grenzfälle", die in mancher analytischen Praxis heute die Mehrzahl der Patienten stellen, in den Mittelpunkt seiner Theoriebildung: "Die Grenzfälle scheinen eine Position auf einer Kreuzung einzunehmen, auf einer Art Drehscheibe, von der aus sich sowohl Neurose wie Psychose, aber auch Perversion und Depression besser verstehen lassen". Der Analytiker hat es dabei oft mit Phänomenen zu tun, die einer "Logik der Verzweiflung" folgen: Selbsthaß zum Schutz des Objekts, Derealisierung und Psychose als Versuche der Rettung des Ichs vor dem Objekt. Für Green ist das Todestriebkonzept nicht das Ende der Psychoanalyse, sondern Herausforderung, dem "inneren Krieg" zwischen Eros und Destruktivität in der analytischen Theorie und Praxis angemessen Rechnung zu tragen; nur so könnten analytische Auswege aus Masochismus und negativer therapeutischer Reaktion gefunden werden. Überwiegt Eros - und damit Liebe, Sexualität, Bindung - führt der weitere Weg in Neurose bzw. weitere psychische Verarbeitung bis hin zu Symbolisierung und Sublimation, siegt die Destruktivität, geht der Weg in Perversion oder Psychose. Green zeigt auf, wie Leidenschaft und "geheime Verrücktheit" des Analysanden so aufgenommen und verstanden werden können, daß repetitive "end

Klappentext

Green untersucht - unter Bezug auf Winnicott, Bion und Rosenfeld und in klarer Abgrenzung zu Lacan - die Grenzen und Übergänge zwischen Somatischem und Psychischem, Innen und Außen, dem Selbst und dem Anderen. Er verläßt dabei das Neurosenmodell Freuds und plaziert die 'Grenzfälle', die in mancher analytischen Praxis heute die Mehrzahl der Patienten stellen, in den Mittelpunkt seiner Theoriebildung: 'Die Grenzfälle scheinen eine Position auf einer Kreuzung einzunehmen, auf einer Art Drehscheibe, von der aus sich sowohl Neurose wie Psychose, aber auch Perversion und Depression besser verstehen lassen'. Der Analytiker hat es dabei oft mit Phänomenen zu tun, die einer 'Logik der Verzweiflung' folgen: Selbsthaß zum Schutz des Objekts, Derealisierung und Psychose als Versuche der Rettung des Ichs vor dem Objekt. Für Green ist das Todestriebkonzept nicht das Ende der Psychoanalyse, sondern Herausforderung, dem 'inneren Krieg' zwischen Eros und Destruktivität in der analytischen Theorie und Praxis angemessen Rechnung zu tragen; nur so könnten analytische Auswege aus Masochismus und negativer therapeutischer Reaktion gefunden werden. Überwiegt Eros - und damit Liebe, Sexualität, Bindung - führt der weitere Weg in Neurose bzw. weitere psychische Verarbeitung bis hin zu Symbolisierung und Sublimation, siegt die Destruktivität, geht der Weg in Perversion oder Psychose. Green zeigt auf, wie Leidenschaft und 'geheime Verrücktheit' des Analysanden so aufgenommen und verstanden werden können, daß repetitive 'endlose Analyse' ebenso vermieden werden kann wie destruktiver Abbruch oder sterile 'Pseudoanalyse'.



Inhalt

Inhalt Einleitung von Eike Wolff: André Green - Leben und Werk. Bibliographie Warum Krieg - warum Krankheit? Freuds Theoriewende der 20er Jahre Passionen und Passionsschicksale 1. Zu den Beziehungen zwischen Verrücktheit und Psychose 2. Verrücktheit und Leidenschaft 3. Psychose oder Verrücktheit? 4. Fünf Psychoanalysen: Neurosen, Psychose, Grenzfall 5. Leidenschaft - Trieb 6. Verrücktheit in der Übertragung - psychotische Übertragung 7. Das Es und das Ich 8. Theoretische Rechtfertigung der Unterscheidung von Verrücktheit und Psychose 9. Varianten eines Entstehungsmythos 10. Passivierung 11. Die Leidenschaften und ihre Schicksale Psychoanalytische Theorien über den Affekt 1. Vorbemerkungen 2. Der Affekt bei Freud 3. 'Affekte' seit Freud 4. Persönliche Bemerkungen 5. Zusammenfassung Analytiker, Symbolisierung und Abwesenheit im Rahmen der psychoanalytischen Situation 1. Über Veränderungen der analytischen Praxis und Erfahrung 2. Veränderungen im psychoanalytischen Feld (Einschätzung der Veränderung aus objektiver und subjektiver Sicht) 3. Aktuelle Probleme aus der parallelen Entwicklung von Theorie und Praxis. Der psychische Funktionsablauf und der analytische Rahmen 4. Schlußbemerkungen 5. Zusammenfassung Das Schweigen des Psychoanalytikers 1. Abstinenz und anderes Gold 2. Zur Metapsychologie des Schweigens 3. Von der Traumdeutung zur Traum-Sitzung 4. Unter dem Siegel 5. Übergänge 6. Schach den Sirenen Was zuviel ist, ist zuviel. Zum Beitrag der Kleinianischen Schule Warum Böses? 1. Gut - böse: von Freud zu Melanie Klein 2. Vom Negativ der Perversion zur negativen therapeutischen Reaktion 3. Sexualität: Norm und Anormalität 4. Schuldgefühl und Liebe zum Bösen 5. Literarische Parenthese 6. Von der Transgression zur Triebentmischung 7. Das sichtbare Böse 8. Altes und Neues 9. Warum?

Produktinformationen

Titel: Geheime Verrücktheit
Untertitel: Grenzfälle der psychoanalytischen Praxis
Übersetzer:
Autor:
Editor:
EAN: 9783932133992
ISBN: 978-3-932133-99-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Psychosozial Verlag GbR
Genre: Psychoanalyse
Anzahl Seiten: 312
Gewicht: 462g
Größe: H209mm x B149mm x T25mm
Veröffentlichung: 01.10.2000
Jahr: 2000
Auflage: 2000

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