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Alteuropa - Vormoderne - Neue Zeit

  • Kartonierter Einband
  • 341 Seiten
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Der Begriff "Alteuropa" scheint aus der Mode gekommen zu sein. Auch wenn er viel benutzt wird, herrscht doch kaum Konsen... Weiterlesen
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Beschreibung

Der Begriff "Alteuropa" scheint aus der Mode gekommen zu sein. Auch wenn er viel benutzt wird, herrscht doch kaum Konsens über seinen Gehalt. Eine Diskussion darüber anzustoßen und gleichzeitig Heinz Schilling zum 70. Geburtstag zu ehren, ist Ziel des Sammelbandes. Denn die Fragen, auf die der Begriff "Alteuropa" einmal zielte, sind nach wie vor zentral: Was ist spezifisch an der europäischen Geschichte des (späten) Mittelalters und der Frühen Neuzeit, und was ist daran europäisch? Wie verhält es sich mit dem Bruch zwischen Alteuropa und "Moderne"?

Der Begriff "Alteuropa", der vor einigen Jahrzehnten eine große Strahlkraft für Historikerinnen und Historiker der Vormoderne besessen hat, scheint aus der Mode gekommen zu sein. Auch wenn der Begriff viel benutzt wird, herrscht doch kaum Konsens über seinen Gehalt. Eine Diskussion darüber anzustoßen und gleichzeitig Heinz Schilling zum 70. Geburtstag zu ehren, ist Ziel des Sammelbandes. Dies liegt erstens nahe, weil eine substantielle Diskussion zum Konzept "Alteuropa" aber auch zu den Phänomenen aussteht, auf die es abzielt, und zweitens, weil Heinz Schilling sich mit seinen das Spätmittelalter, die Reformation und das konfessionelle Zeitalter umfassenden Forschungen immer als Alteuropa-Historiker verstanden hat und versteht. Die Fragen, auf die der Begriff "Alteuropa" einmal zielte, sind nicht etwa verschwunden, sondern betreffen nach wie vor zentral die historische Interpretation und Bewertung der europäischen Geschichte, und zwar in zeitlicher wie räumlicher Hinsicht: Was ist spezifisch an der europäischen Geschichte des (späten) Mittelalters und der Frühen Neuzeit, und was ist daran europäisch? Wie verhält es sich mit dem Bruch zwischen Alteuropa/Vormoderne/Früher Neuzeit und "Moderne"? Wie sinnvoll ist die in Forschung und Lehre nach wie vor einschlägige Epochenunterteilung Mittelalter vs. (Frühe) Neuzeit? Was ergibt sich daraus für die trotz vielfältiger Relativierungen erstaunlich vitale Epochenschwelle 1500?

Autorentext

Christian Jaser ist seit 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-geförderten Projekt »Der mittelalterliche Zweikampf als agonale Praktik zwischen Recht, Ritual und Leibesübung« (Technische Universität Dresden). Vorherige Stationen: 2003 Wissenschaflicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Mittelalterliche Geschichte II (Humboldt-Universität Berlin); 2003-2007 Stipendiat des DFG-Graduiertenkollegs »Codierung von Gewalt im medialen Wandel« (Humboldt-Universität Berlin; 2007-2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit (Humboldt-Universität Berlin). Internationale Forschungsaufenthalte: 2005 Deutsches Historisches Institut Paris, 2008 Deutsches Historisches Institut Rom, 2011 École des hautes études en sciences sociales (Marseille), 2012 Deutsches Historisches Institut Rom. Wichtigste Veröffentlichung: »Ecclesia maledicens. Rituelle und zeremonielle Exkommunikationsformen im Mittelalter« (erscheint vorauss. 2012). Ute Lotz-Heumann ist Professorin für Geschichte an der Division for Late Medieval and Reformation Studies der University of Arizona in Tucson und Inhaberin des nach Heiko A. Oberman benannten Lehrstuhls. Ihre wichtigsten Veröffentlichungen sind: »Die doppelte Konfessionalisierung in Irland: Konflikt und Koexistenz im 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts« (2000), »Reformation und konfessionelles Zeitalter« (2001, zus. mit S. Ehrenpreis) und »Säkularisierungen in der Frühen Neuzeit: Methodische Probleme und empirische Fallstudien« (2008, zus. mit M. Pohlig, V. Isaiasz, R. Schilling, H. Bock und S. Ehrenpreis). Sie ist Mitherausgeberin mehrerer Sammelbände. Ihre Habilitationsschrift (Humboldt-Universität, Berlin, 2010) beschäftigt sich mit den Kurorten des 18. Jahrhunderts als Begegnungsstätten zwischen Bürgertum und Adel. Sie arbeitet derzeit an einer Monographie über die religiösen und säkularen Interpretationen von heilendem Wasser im 16. und 17. Jahrhundert. Matthias Pohlig ist Juniorprofessor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seine wichtigsten Veröffentlichungen sind »Zwischen Gelehrsamkeit und konfessioneller Identitätsstiftung: Lutherische Kirchen- und Universalgeschichtsschreibung 1546-1617« (2007) und »Säkularisierungen im frühneuzeitlichen Europa. Methodische Probleme und empirische Fallstudien« (2008, gemeinsam mit U. Lotz-Heumann, V. Isaiasz, R. Schilling, H. Bock und S. Ehrenpreis). Er hat Aufsätze zur frühneuzeitlichen Historiographie, zur Apokalyptik und zur Geschichtstheorie veröffentlicht und arbeitet derzeit an einem Buch über den Herzog von Marlborough im Spanischen Erbfolgekrieg.



Klappentext

Der Begriff »Alteuropa«, der vor einigen Jahrzehnten eine große Strahlkraft für Historikerinnen und Historiker der Vormoderne besessen hat, scheint aus der Mode gekommen zu sein. Auch wenn der Begriff viel benutzt wird, herrscht doch kaum Konsens über seinen Gehalt. Eine Diskussion darüber anzustoßen und gleichzeitig Heinz Schilling zum 70. Geburtstag zu ehren, ist Ziel des Sammelbandes. Dies liegt erstens nahe, weil eine substantielle Diskussion zum Konzept »Alteuropa« aber auch zu den Phänomenen aussteht, auf die es abzielt, und zweitens, weil Heinz Schilling sich mit seinen das Spätmittelalter, die Reformation und das konfessionelle Zeitalter umfassenden Forschungen immer als Alteuropa-Historiker verstanden hat und versteht. Die Fragen, auf die der Begriff »Alteuropa« einmal zielte, sind nicht etwa verschwunden, sondern betreffen nach wie vor zentral die historische Interpretation und Bewertung der europäischen Geschichte, und zwar in zeitlicher wie räumlicher Hinsicht: Was ist spezifisch an der europäischen Geschichte des (späten) Mittelalters und der Frühen Neuzeit, und was ist daran europäisch? Wie verhält es sich mit dem Bruch zwischen Alteuropa/Vormoderne/Früher Neuzeit und »Moderne«? Wie sinnvoll ist die in Forschung und Lehre nach wie vor einschlägige Epochenunterteilung Mittelalter vs. (Frühe) Neuzeit? Was ergibt sich daraus für die trotz vielfältiger Relativierungen erstaunlich vitale Epochenschwelle 1500?



Inhalt

Christian Jaser, Ute Lotz-Heumann und Matthias Pohlig Alteuropa - Vormoderne - Neue Zeit. Leistungen und Grenzen alternativer Periodisierungskonzepte für die europäische Geschichte Das Profil Alteuropas. Historiographiegeschichtliche und methodische Perspektiven Gerd Schwerhoff Alteuropa - Ein unverzichtbarer Anachronismus Barbara Stollberg-Rilinger Das Alteuropa-Konzept in der »Zeitschrift für historische Forschung« Thomas Kaufmann Die Einheit Europas zwischen Vormoderne und Moderne. Einige unsystematische kirchenhistorische Überlegungen Christian Jaser Lieber »Tausend Jahre Verlegenheit«? Die deutsche und französische Mittelalterforschung zwischen »Alteuropa«, »long moyen âge« und »vieille Europe« Thomas A. Brady Jr. Lost Reformations? From World-Historical Event to One Process among Many Stefan Ehrenpreis The Story We Have Lost. Peter Lasletts gesellschaftsgeschichtliche Interpretation des vorindustriellen Europa Alteuropäische Lektüren. Religions-, Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte Volker Leppin Religiöse Transformation im alten Europa. Zum historischen Ort der Reformation Olaf Mörke Die Zügelung des Partikularen. Politisch-normative Kohärenzstiftung vs. Pluralisierungsdruck in der Niederländischen Republik Robert von Friedeburg Von den »Neuen Monarchen« zur »Neuen Monarchie«. Ein neuer Ansatz zur vergleichenden Sozial-, Politik- und Ideengeschichte Europas im 17. Jahrhundert zwischen »alteuropäischer« und »frühneuzeitlicher« Forschungsperspektive Willem Frijhoff The University as an Institution of Early Modern Europe. Critical Reflections on its Self-Evidence Kaspar von Greyerz Wie dominant und kohärent ist der »alteuropäische« Aristotelismus? Johannes Burkhardt Die Modernität der Altökonomik. Entwicklungspotential und Aktualität der alteuropäischen Hauslehre Lars Behrisch Alteuropa, Statistik und Moderne Ruth Slenczka »Alteuropa« als Kunstepoche? Ein Versuch am Beispiel alteuropäischer Grabmonumente Wolfgang Reinhard Alteuropa und neue Welten. Periodisierungsprobleme im Lichte einer Geschichte der europäischen Expansion Alteuropa und die Sattelzeit. Phänomene des Übergangs zur Moderne Matthias Pohlig Individuum und Sattelzeit. Oder: Napoleon und der Triumph des Willens Ute Lotz-Heumann Alteuropa im 19. Jahrhundert? Hexenglaube und Gewalt gegen Hexen zwischen Früher Neuzeit und Moderne Ruth Schilling Galens langer Schatten. Wissenschaftlicher Umbruch und medizinische Praxis zwischen 18. und 19. Jahrhundert Jan-Friedrich Missfelder Der ferne Klang. Kann man Alteuropa hören? Holger Th. Gräf Das Alte Europa in der Neuen Welt. Zur Perseveranz alteuropäischer Strukturen in Nordamerika

Produktinformationen

Titel: Alteuropa - Vormoderne - Neue Zeit
Untertitel: Epochen und Dynamiken der europäischen Geschichte (1200-1800)
Editor:
EAN: 9783428138678
ISBN: 978-3-428-13867-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Mittelalter
Anzahl Seiten: 341
Gewicht: 465g
Größe: H242mm x B161mm x T18mm
Jahr: 2012

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