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Wandel mit Gewalt?

  • Fester Einband
  • 645 Seiten
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Alexander Christian Widmann thematisiert die Auseinandersetzungen im deutschen Protestantismus der 1960er und 1970er Jahre um Gewa... Weiterlesen
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Beschreibung

Alexander Christian Widmann thematisiert die Auseinandersetzungen im deutschen Protestantismus der 1960er und 1970er Jahre um Gewalt und gesellschaftlichen Wandel. Die Debatte war ein nicht nur Theologen und Sozialethiker interessierender Gegenstand. Der Autor untersucht die im Kontext von '68, internationalem Terrorismus und ökumenischem »Antirassismusprogramm«geführten Kontroversen aus kirchen- und kulturgeschichtlicher Sicht. In der »Gewaltfrage«, so seine These, konzentrierten sich all jene gesellschaftlichen Konflikte, die mit Bezug auf eine Neuregelung des Verhältnisses von Politik, Staat und Religion im damals geteilten Deutschland geführt wurden. Der Kalte Krieg und der infolge der Entkolonialisierung damit verschränkte Nord-Süd-Gegensatz bildeten einen globalen Diskursrahmen, in dem zunächst die nicht-katholische Ökumene, wenig später auch die von Linksprotestanten mitgetragene Studentenbewegung über die Berechtigung sozialrevolutionärer Gewalt diskutierten. In der Bundesrepublik gewann die Debatte um eine»Theologie der Revolution«an Brisanz, als linksterroristische Gruppen die »Gewaltfrage«zu einem innenpolitischen Thema machten. Angesichts des internationalen Terrorismus kam es aber auch in anderen Ländern zu Polarisierungen hinsichtlich einer ökumenischen Unterstützung linksgerichteter Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt. In den evangelischen Kirchen in der DDR war diese Hilfe ebenso umstritten. Der deutsch-deutsche Gedankenaustausch über das »Antirassismusprogramm«des Ökumenischen Rates der Kirchen machte dabei deutlich, dass die auf Südafrika und den Kampf gegen die Apartheid sowie auf den kirchlichen Widerstand im Nationalsozialismus projizierte Gewaltfrage den deutschen Protestantismus als Ganzes sensibilisierte - dies vor dem Hintergrund seiner antirevolutionären Tradition.

Autorentext

Dr. phil. Alexander Christian Widmann ist wissenschaftlicher Referent der Bayerischen Forschungsallianz GmbH.



Klappentext

Against the backdrop of Cold War polarization and student turmoil, the 1960s and 1970s implied for german protestantism rough times of struggle between societal change and persistence. Coping with the nazi past and their obedient theological tradition, protestant churches in divided Germany discussed moral and political issues on wether to justify violent social change in the northern hemisphere, but first and foremost in the Third World. Initiated by the ecumenical World Conference on Church and Society in 1966 the past-time-driven german debates on a »Theology of Revolution«, violent student protest and the World Council of Churches' »Programme to combat Racism«turned out even more peculiar and dramatic when leftist-terrorism hit the Federal Republic of Germany, ending up in a public controversy on protestant sympathy for terror and murder.

Produktinformationen

Titel: Wandel mit Gewalt?
Untertitel: Der deutsche Protestantismus und die politisch motivierte Gewaltanwendung in den 1960er und 1970er Jahren
Autor:
EAN: 9783525557716
ISBN: 978-3-525-55771-6
Format: Fester Einband
Herausgeber: Vandenhoeck + Ruprecht Gm
Genre: Christentum
Anzahl Seiten: 645
Gewicht: 1074g
Größe: H238mm x B162mm x T45mm
Jahr: 2013
Auflage: 1. Aufl. 24.04.2013

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