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The Rest is Noise

  • Kartonierter Einband
  • 704 Seiten
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Ein Meilenstein in der Geschichte der modernen MusikEine glänzende Erzählung lässt uns die Geschichte des 20. Jahrhunderts über se... Weiterlesen
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Beschreibung

Ein Meilenstein in der Geschichte der modernen Musik

Eine glänzende Erzählung lässt uns die Geschichte des 20. Jahrhunderts über seine Musik neu erleben. Alex Ross, Kritiker des New Yorker, bringt uns aus dem Wien und Graz am Vorabend des Ersten Weltkriegs ins Paris und Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre, aus Hitler-Deutschland über Russland ins Amerika der Sechziger und Siebziger Jahre. Er führt uns durch ein labyrinthisches Reich, von Sibelius bis Lou Reed, von Mahler bis Björk. Und wir folgen dem Aufstieg der Massenkultur wie der Politik der Massen, den dramatischen Veränderungen durch neue Technologien genauso wie den Kriegen, Experimenten, Revolutionen und Aufständen der zurückliegenden hundert Jahre.

»Alex Ross, Musikkritiker des Magazins The New Yorker, gelingt es ohne fachzusimpeln die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts spannend und kompakt in 600 Seiten zu erzählen. Keine Sorge, dieses Buch kann und soll man gar nicht auf einmal lesen!« (Ethel Merhaut), Flair (A)

Vorwort
Ein Meilenstein in der Geschichte der modernen Musik

Autorentext
Alex Ross, geboren 1968, ist seit 1996 Musikkritiker des »New Yorker«. »The Rest is Noise«, sein erstes Buch, wurde ein ungeheurer Erfolg: ein von der Kritik mit Lob und Preis gefeierter Bestseller, der in 15 Ländern erschienen ist. Ausgezeichnet mit dem »National Book Critics Circle Award« und dem »Guardian First Book Award«, nominiert für den »Pulitzer«- und den »Samuel Johnson«-Preis. Ross ist »MacArthur Fellow«, Fellow der American Academy in Berlin und »Guggenheim Fellow«. Er lebt in New York. www.therestisnoise.com

Klappentext

In seinem gefeierten Buch erzählt Alex Ross über die Musik des 20. Jahrhunderts. Indem wir ihm zuhören, lauschen wir der eigenen Geschichte: den großen Biografien, den utopischen Träumen, den schicksalhaften Veränderungen.



Leseprobe
VORWORT Im Frühjahr 1928 bereiste George Gershwin, der Schöpfer der Rhapsody in Blue, Europa und lernte die führenden Komponisten seiner Zeit kennen. In Wien besuchte er Alban Berg, dessen blutgetränkte, dissonante, dunkel-erhabene Oper Wozzeck drei Jahre zuvor in Berlin uraufgeführt worden war. Zur k Begrüßung seines amerikanischen Gastes ließ Berg ein Streichquartett seine Lyrische Suite spielen, worin der Wiener Lyrismus so auf die Spitze getrieben e wird, dass er wie ein gefährliches Narkotikum wirkt. Danach schritt Gershwin zum Klavier, um einige seiner Lieder zu spielen. Er zögerte. Bergs Werk hatte ihn mit Ehrfurcht erfüllt. Konnten seine eigenen Stücke in dieser düster-sinnlichen Umgebung bestehen? Berg sah ihn streng an und sagte: "Mr. Gershwin, Musik ist Musik." Wenn es nur so einfach wäre. Letztlich wirkt jede Musik auf ihr Publikum nach denselben physikalisch-akustischen Gesetzen, sie bewegt die Luft und erzeugt so eigenartige Empfindungen. Doch im fi 20. Jahrhundert ist das musikalische Leben in eine brodelnde Masse verschiedenster Kulturen und Subkulturen zerfallen, die alle ihren eigenen Kanon, ihre eigene Sprache entwickelt haben. Manche Genres sind populärer geworden als andere ; keines hat echte Massenwirkung. Was eine Gruppe von Hörern erfreut, verursacht einer anderen Kopfschmerzen. Hip-Hop-Tracks begeistern Teenager und schockieren ihre Eltern. Beliebte Schlager, die einer älteren Generation das Herz brechen, sind in den Ohren ihrer Enkel süßlicher Kitsch. Bergs Wozzeck ist für manche eine der fesselndsten Opern, die je geschrieben wurden ; Gershwin fand das jedenfalls und ahmte sie in Porgy and Bess nach, nicht zuletzt in den verwehten Akkorden, die "Summertime" umspielen. Für andere ist Wozzeck bloß ein Wust von Missklängen. Solche Diskussionen werden schnell hitzig; wir reagieren unduldsam auf den Geschmack anderer, bisweilen gar gewaltsam. Andererseits kann uns Schönheit an unerwarteten Orten begegnen. "Wo wir auch sind", schrieb John Cage in seinem Buch Silence, " wir hören meistens Lärm. Ignorieren wir ihn, stört er uns. Lauschen wir ihm, finden wir ihn faszinierend." fi Klassische Komposition des 20. Jahrhunderts, das Thema dieses Buches, klingt für viele wie Lärm. Sie ist eine weitgehend ungezähmte Kunst, eine noch nicht assimilierte Untergrundszene. Mögen die abstrakten Spritzer eines Jackson Pollock auf dem Kunstmarkt 100 Millionen Dollar und mehr einbringen, mögen die experimentellen Arbeiten eines Matthew Barney oder David Lynch in Studentencafés in aller Welt analysiert werden, ihre musikalische Entsprechung erzeugt immer noch leichte Schauder des Unwohlseins in den Konzertsälen und so gut wie keine Wirkung außerhalb derselben. Klassische Musik erfüllt das Klischee einer Kunst der Toten, deren Repertoire bei Bach beginnt und bei Mahler und Puccini endet. Manche Menschen sind ernsthaft überrascht, wenn sie hören, dass es immer noch Komponisten gibt, die Musik schreiben. Dabei sind deren Klänge gar nicht so fremdartig. Atonale Akkorde tauchen im Jazz auf; avantgardistische Klänge hört man in Filmmusiken aus Hollywood; der Minimalismus hat die Rock-, Pop- und Klubmusik seit den Velvet Underground beeinflusst. Manchmal klingt diese Musik wie Lärm, weil sie fl Lärm ist, oder jedenfalls beinahe, und das mit Absicht. Manchmal vermischt sie, wie in Bergs Wozzeck, Bekanntes und Fremdes, Wohlklang und Missklang. Manchmal ist sie von so einzigartiger Schönheit, dass man verblüfft nach Luft schnappt, wenn man sie hört. Bei einer Aufführung von Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du temps fi mit seinen großartig singenden Melodielinien und sanft tönenden Harmonien bleibt jedes Mal die Zeit stehen. Weil Komponisten in jeden Bereich des modernen Lebens vorgedrungen sind, lässt sich ihre Arbeit nur auf der allergrößten Leinwand darstellen. The Rest is Noise zeigt nicht nur die Künstler selbst, sondern auch die Politiker, Diktatoren, millionensc

Inhalt

INHALT

VORWORT

ERSTER TEIL 1900 –1933

1 Das Goldene Zeitalter Strauss, Mahler und das Fin de Siècle

Richard I. und Richard III. • Der Mahler • Die Neue Welt

2 Doktor Faust – Schoenberg, Debussy und Atonalität

Wien 1900 • Paris 1900 • Schoenberg • Skandal • Atonalität • Jünger • Wozzeck

3 Tanz der Erde – Le Sacre, le folk, le jazz

Auf der Suche nach der Wirklichkeit: Janáek, Bartók, Ravel • Strawinsky c und Le Sacre • Krieg • Les Six und le jazz • Geschmackspolitik

4 Unsichtbare – Amerikanische Komponisten von Ives bis Ellington

Will Marion Cook • Charles Ives • Die Jazzära • Gershwin • Der Duke

5 Erscheinung aus den Wäldern – Die Einsamkeit des Jean Sibelius

6 Netzestadt – Berlin in den Zwanzigern

Aufklärungsministerium • Gebrauchsmusik • Zeitoper • Gestische Musik • Die Dreigroschenoper • Zwölftonmusik • Kampfmusik • Lulu

ZWEITER TEIL 1933 –1945

7 Die Kunst der Angst Musik in Stalins Sowjetunion

Revolution • Der junge Schostakowitsch • Terror • Prokofjews Rückkehr • Der Große Vaterländische Krieg • Die Schdanowschtschina • Todestanz

8 Musik für alle – Musik im Amerika Franklin D. Roosevelts

Radiomusik • Der junge Copland • Musik für die Popular Front • New Deal Music • Hollywood-Musik • Exilmusik • Appalachian Spring

9 Todesfuge – Musik im Deutschland Hitlers

DRITTER TEIL 1945 – 2000

10 Die Stunde Null Die US-Armee und die deutsche Musik, 1945–1949

11 Schöne neue Welt – Der Kalte Krieg und die Avantgarde der Fünfziger

Radikale Rekonstruktion: Boulez und Cage • Copland unter Beschuss • Strawinsky läuft über • Darmstadt • Kennedys Amerika: Zwölftöner und Showstars

12 »Grimes! Grimes!« – Die Passion des Benjamin Britten

Der junge Britten • Peter Grimes • Brittens Kalter Krieg • Britten und Schostakowitsch • Tod in Venedig

13 Zion Park – Messiaen, Ligeti und die Avantgarde der Sechziger

Messiaen • Die Avantgarde der Sechziger • Ligeti • Der heilige Franz

14 Beethoven lag falsch – Bop, Rock und die Minimalisten

Bebop • Die kalifornische Avantgarde • Feldman • Uptown, Downtown • Westküsten-Minimalismus • New Yorker Minimalismus • Rock-’n’-Roll- Minimalismus

15 Versunkene Kathedralen – Musik am Ende des Jahrhunderts

Nach dem Ende • Nach Europa • Nach dem Minimalismus • Nach der Moderne • Nach den Sowjets • Nach Britten • Nixon in China

Epilog

Hör- und Lesevorschläge

Danksagungen

Anmerkungen

Personenregister

Hier können Sie hören:

Sollten Sie die Musik, die in diesem Buch besprochen wird, hören wollen, so finden Sie kostenlose Hörbeispiele auf www.therestisnoise.com/audio. Die Audiostreams dort sind nach Kapiteln geordnet, dazu finden Sie Links fi zu Webseiten mit zahlreichen Aufnahmen und andere Möglichkeiten, direkt zur Musik zu gelangen. Unter www.therestisnoise.com/playlist steht eine t iTunes-Playlist mit 20 repräsentativen Musikauszügen. Wenn Sie ein Glossar der Fachausdrücke suchen, gehen Sie auf www.therestisnoise.com/glossary.

Produktinformationen

Titel: The Rest is Noise
Untertitel: Das 20. Jahrhundert hören
Übersetzer:
Autor:
EAN: 9783492301893
ISBN: 978-3-492-30189-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Piper Taschenbuch
Genre: Musik
Anzahl Seiten: 704
Gewicht: 493g
Größe: H191mm x B121mm x T40mm
Jahr: 2013
Land: DE

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