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Der objektive Unternehmenswert: Annäherung an einen fairen Kaufpreis mittels Earnout

  • Kartonierter Einband
  • 108 Seiten
Akquisitionen bieten für Unternehmen oftmals eine attraktive Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen oder eigene Marktanteile rasc... Weiterlesen
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Beschreibung

Akquisitionen bieten für Unternehmen oftmals eine attraktive Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen oder eigene Marktanteile rasch auszubauen. Doch nicht selten scheitert eine Transaktion an den unterschiedlichen Kaufpreisvorstellungen. So schätzen Verkäufer die zukünftige Entwicklung des Unternehmens oftmals eher positiv ein, wohingegen potenzielle Erwerber die damit verbundenen Risiken stärker gewichten. Ein nützliches Instrument zur Überwindung der sich ergebenden Kaufpreislücke stellt die Earnout-Methode dar. Dabei wird der Unsicherheit im Hinblick auf den richtigen Unternehmenswert durch einen zweigeteilten Kaufpreis Rechnung getragen. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung wird nur ein Teil des Preises fixiert. Die zweite Komponente des Kaufpreises ist abhängig von der zukünftigen Entwicklung des verkauften Unternehmens, festgemacht an einer passenden Erfolgskennzahl finanzieller oder nicht-finanzieller Art. Das vorliegende Buch erläutert die Funktionsweise von Earnouts sowohl wissenschaftstheoretisch als auch anhand praktischer Beispiele und beleuchtet Chancen und Risiken der Konstruktion für die beteiligten Parteien.

Autorentext
Albert M. Riedl, Dr. rer. pol., wurde 1979 in Memmingen geboren. Sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Ulm und Paris I schloss der Autor als Dipl.-Wirtschaftswissenschaftler und einer Maîtrise en sciences économiques ab. Im Anschluss folgte die Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Ulm in Kooperation mit einer international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Schon während seines Studiums beschäftigte sich der Autor mit Bewertungs- und Finanzierungsthemen und ist seit 2008 im Bereich Unternehmensfinanzierung für den gehobenen Mittelstand bei einer großen deutschen Bank tätig.

Leseprobe
Textprobe: Kapitel 2, Herausforderungen der Unternehmensbewertung: 2.1, Das Problem der Informationsasymmetrie: Auf einem streng effizienten Markt verfügen alle Teilnehmer über die gleichen Informationen. Da die mikroökonomische Theorie von rationalen Marktteilnehmern ausgeht, führt ein gleicher Informationsgrad zu gleichen Erwartungen und damit zu einem gleichgewichtigen, den Markt räumenden Preis für homogene Güter. Da allerdings auf dem Markt für Unternehmen nicht von homogenen Gütern gesprochen werden kann, unterliegt der Kaufpreis häufig dem Einfluss der Akteure und ist nicht zwangsläufig der Gleichgewichtspunkt von Angebot und Nachfrage. Damit fällt dem Informationsstand über ein Unternehmen die entscheidende Rolle bei der Bewertung zu. Und hier liegt der Ausgangspunkt für oft langwierige Kaufpreisverhandlungen: Verkäufer und möglicher Käufer verfügen nicht über die gleichen Informationen bzgl. des Unternehmens, es herrscht eine sogenannte Informationsasymmetrie. Der Informationsvorsprung des Verkäufers erstreckt sich dabei auf alle relevanten Unternehmensbereiche. Durch sein jahrelanges Engagement im Unternehmen besitzt er sozusagen privates Insiderwissen , welches großen Einfluss auf die Zukunftsaussichten und damit den Wert des Unternehmens hat, einem externen Dritten aber verwehrt bliebt. Teilweise lassen sich diese Kenntnisse durch intensive Recherchen auch für Dritte zugänglich machen für Branchenfremde allerdings oft nur in Verbindung mit einem erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Zu diesem Bereich gehören insbesondere Informationen über den Markt auf dem das Unternehmen tätig ist. Dabei gilt es, sich ein Bild über die Konkurrenzsituation, die Lieferanten und deren Zuverlässigkeit sowie über potentielle Kunden zu machen, um zukünftige Absatzmöglichkeiten und realisierbare Margen abschätzen zu können. Ein Großteil dieses Wissens ist einem Outsider, zumindest auf legalem Wege, überhaupt nicht zugänglich. So kennt der Verkäufer die Stärken und Schwächen seiner Mitarbeiter. Er erhielt während seiner Tätigkeit sowohl in deren fachliche als auch soziale Fähigkeiten Einblick. Insbesondere hinsichtlich eventueller Cliquenbildung innerhalb der Belegschaft, Zuverlässigkeit und Loyalität der einzelnen Mitarbeiter gegenüber der Unternehmensführung oder deren Führungserfahrung besitzt der Verkäufer wichtige Kenntnisse. Doch die Beziehung zum Personal ist bei Weitem nicht die Einzige, welche für den zukünftigen Geschäftserfolg entscheidend ist. Auch die Kontakte zu Kunden und Lieferanten und insbesondere deren Struktur sind hochinteressant. Eine geringe Anzahl an gewichtigen Kunden oder Lieferanten räumt diesen eine erhebliche Verhandlungsmacht ein. Auch über die Produktpalette des Unternehmens herrscht Informationsasymmetrie. Der Verkäufer weiß genau, in welcher Phase des Produktlebenszyklusses sich seine umsatzstärksten Produkte (blockbuster) befinden bzw. wie lange hoffnungsvolle Produkte aus der Entwicklungspipeline, sofern es diese überhaupt gibt, noch bis zur Marktreife brauchen. Zudem kennt der Verkäufer die Risiken eventuell drohender Rechtsstreitigkeiten und verfügt über Erfahrungswerte hinsichtlich Haftung für seine Produkte

Produktinformationen

Titel: Der objektive Unternehmenswert: Annäherung an einen fairen Kaufpreis mittels Earnout
Autor:
EAN: 9783954851928
ISBN: 978-3-95485-192-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Igel Verlag GmbH
Genre: Volkswirtschaft
Anzahl Seiten: 108
Gewicht: 188g
Größe: H221mm x B154mm x T15mm
Jahr: 2014
Auflage: Erstauflage
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