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Akustisches Gedächtnis und Zweiter Weltkrieg

  • Kartonierter Einband
  • 233 Seiten
Auch wenn die Geschichtswissenschaft infolge des iconic turn aus ihrer Textlastigkeit etwas herausgefunden hat, bewegt sie sich de... Weiterlesen
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Beschreibung

Auch wenn die Geschichtswissenschaft infolge des iconic turn aus ihrer Textlastigkeit etwas herausgefunden hat, bewegt sie sich dennoch weiterhin in einer weitgehend lautlosen Sphäre. Töne und Geräusche werden bestenfalls zum Untersuchungsgegenstand, nachdem sie schriftlich festgehalten, also in Schrift »übersetzt« worden sind. Der vorliegende Band fragt nach den Übersetzungsverlusten, nach der Differenz zwischen dem, was die Menschen »im Ohr« haben, wenn sie den Zweiten Weltkrieg erinnern, und dem, was davon von der Geschichtsschreibung aufgegriffen wird. Unwillkürlich nähert sich der Band damit der Frage nach dem akustischen Gedächtnis in seinen individuellen und kollektiven Ausformungen. Fünfzehn Beiträge aus deutscher, russischer und japanischer Feder befassen sich mit theoretischen Aspekten, Tonträgern, oral history, durchforsten Biographien auf Ton-Reminiszenzen, nehmen literarische Bearbeitungen in den Blick, untersuchen die Wirkungsmächtigkeit und das didaktische Potential der akustischen Dimension von Geschichte. Schließlich wird die Entstehung eines Akustik-Clips zum Zweiten Weltkrieg dokumentiert.

Klappentext

Die hier erstmals vorgelegte Dokumentation der beiden Schriftstellerkongresse in der DDR vom Beginn der 1950er Jahre zeigt, wie sich ein spezifisches Funktionsverständnis für Literatur ausbildet und gibt Auskunft über Struktur und Funktion des kollektiven wie des individuellen Gedächtnisses. Für literarische Gruppenbildungen hatten die Kongresse eine entscheidende Bedeutung: Hier kam es zur letztlich parteipolitisch motivierten Gründung des Deutschen Schriftstellerverbandes (DSV) innerhalb des Kulturbundes - für die literarische Intelligenz die einzig legitimierte kulturelle Organisation. Zunehmend gezwungen, zwischen Autoren und politischen Instanzen zu vermitteln, zeigt die Geschichte des DSV, inwieweit literarische Gruppenbildungen im bürgerlichen Sinne in 'geschlossenen Gesellschaften' wie der DDR keine Rolle spielen konnten. Dr. Carsten Gansel studierte Germanistik, Slawistik und Pädagogik. Er ist als Professor am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig.

Produktinformationen

Titel: Akustisches Gedächtnis und Zweiter Weltkrieg
Editor:
EAN: 9783899715859
ISBN: 978-3-89971-585-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: V & R Unipress GmbH
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 233
Gewicht: 423g
Größe: H240mm x B161mm x T20mm
Veröffentlichung: 01.11.2010
Jahr: 2010
Auflage: 1. Aufl. 17.11.2010
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