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Aktuelle Geburtshilfe und Gynäkologie

  • Kartonierter Einband
  • 360 Seiten
Als Angiogenese wird der Prozeß der Bildung neuer Blutkapillaren bezeichnet. Angiogenese findet sowohl während der Embryonalentwic... Weiterlesen
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Beschreibung

Als Angiogenese wird der Prozeß der Bildung neuer Blutkapillaren bezeichnet. Angiogenese findet sowohl während der Embryonalentwicklung als auch post embryonal im Rahmen vieler physiologischer und pathologischer Situationen statt. Das Tumorwachstum ist von der Angiogenese abhängig. In der Physiolo gie der weiblichen Fortpflanzungsorgane spielt die fortlaufende Neubildung von Blutgefäßen eine besondere Rolle. Der zell biologische Mechanismus der Angiogenese scheint unabhängig von Ort und Stimulus weitgehend einem einheitlichen Prinzip zu folgen. Bestimmte Signalsubstanzen lösen die Angiogenese aus. Sie werden Angiogenesefaktoren oder -mediatoren genannt. Der aus aktivierten Monozyten (Makrophagen) gewonnene Angiogenese faktor Monozytoangiotropin (MA T) führt in vivo bereits in Pikogrammengen in allen untersuchten Geweben und Spezies zur Gefäßneubildung. Geklonte Kapillarendothelzellen werden durch MA T zur Migration angeregt und formie ren sich unter dem Einfluß dieses Monokins in vitro zu kapillarähnlichen Strukturen. Die durch intradermale Injektion von MA T hervorgerufene Hypervaskula risation ließ sich in einem Autotransplantationsmodell in der Kaninchenhaut therapeutisch zur Verhinderung ischämischer Nekrosen im transplantierten Hautlappen nutzen. Aufgrund ihrer Wirkungsweise lassen Angiogenesemediatoren und -inhibi toren breite Anwendungsmöglichkeiten in nahezu allen klinischen Disziplinen erwarten. Für die gynäkologische Diagnostik erscheint die Erfassung von Ge fäßneubildungsprozessen als präneoplastischer Marker interessant. Im Rahmen der geburtshilflichen Diagnostik könnten durch Bestimmung von Angiogenese faktoren Vaskularisationsstörungen der Plazenta frühzeitig erkannt werden. Solche Plazentavaskularisationsstörungen, die zu schweren perinatalen Kom plikationen führen können, lassen sich möglicherweise durch geeignete Gabe bestimmter Angiogenesefaktoren therapieren. Durch lokale Applikation von Angiogenesefaktoren ins Endometrium ließe sich eine hypervaskularisierte Zo ne mit besseren Implantationsbedingungen für eine in vitro fertilisierte Eizelle schaffen.

Klappentext

Als Angiogenese wird der Prozeß der Bildung neuer Blutkapillaren bezeichnet. Angiogenese findet sowohl während der Embryonalentwicklung als auch post­ embryonal im Rahmen vieler physiologischer und pathologischer Situationen statt. Das Tumorwachstum ist von der Angiogenese abhängig. In der Physiolo­ gie der weiblichen Fortpflanzungsorgane spielt die fortlaufende Neubildung von Blutgefäßen eine besondere Rolle. Der zell biologische Mechanismus der Angiogenese scheint unabhängig von Ort und Stimulus weitgehend einem einheitlichen Prinzip zu folgen. Bestimmte Signalsubstanzen lösen die Angiogenese aus. Sie werden Angiogenesefaktoren oder -mediatoren genannt. Der aus aktivierten Monozyten (Makrophagen) gewonnene Angiogenese­ faktor Monozytoangiotropin (MA T) führt in vivo bereits in Pikogrammengen in allen untersuchten Geweben und Spezies zur Gefäßneubildung. Geklonte Kapillarendothelzellen werden durch MA T zur Migration angeregt und formie­ ren sich unter dem Einfluß dieses Monokins in vitro zu kapillarähnlichen Strukturen. Die durch intradermale Injektion von MA T hervorgerufene Hypervaskula­ risation ließ sich in einem Autotransplantationsmodell in der Kaninchenhaut therapeutisch zur Verhinderung ischämischer Nekrosen im transplantierten Hautlappen nutzen. Aufgrund ihrer Wirkungsweise lassen Angiogenesemediatoren und -inhibi­ toren breite Anwendungsmöglichkeiten in nahezu allen klinischen Disziplinen erwarten. Für die gynäkologische Diagnostik erscheint die Erfassung von Ge­ fäßneubildungsprozessen als präneoplastischer Marker interessant. Im Rahmen der geburtshilflichen Diagnostik könnten durch Bestimmung von Angiogenese­ faktoren Vaskularisationsstörungen der Plazenta frühzeitig erkannt werden. Solche Plazentavaskularisationsstörungen, die zu schweren perinatalen Kom­ plikationen führen können, lassen sich möglicherweise durch geeignete Gabe bestimmter Angiogenesefaktoren therapieren. Durch lokale Applikation von Angiogenesefaktoren ins Endometrium ließe sich eine hypervaskularisierte Zo­ ne mit besseren Implantationsbedingungen für eine in vitro fertilisierte Eizelle schaffen.



Inhalt

Geburtshilfe.- Berufstätigkeit, Hausarbeit und Reproduktion.- Die Chorionbiopsie.- Morphologische Untersuchungen an der Eihaut.- Die Bedeutung von Risikofaktoren für den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt.- Kritische Wertung der volumensubstituierenden Infusions-therapie bei Gestosen.- Bedeutung des Lipidstoffwechsels für die nutritive Leistung der menschlichen Plazenta.- Zum Wochenbettverlauf nach Mehrlingsschwangerschaft.- Gynäkologie.- Operative Techniken - Beitrag zu Fortschritt und Wandel in der Gynäkologie.- Mikrochirurgische Operationsverfahren zur Behandlung der extrauterinen Gravidität.- Häufigkeit der weiblichen Harninkontinenz und deren Krankheitswert aus der Sicht der Patientin und des Arztes.- Therapeutische Konsequenzen der urodynamischen Diagnostik.- Angiogenese: Perspektiven für den klinischen Einsatz ihrer Mediatoren und Inhibitoren in Gynäkologie und Geburtshilfe.- Zur Stellung der bildgebenden Verfahren in der gynäkologischen Onkologie.- Aktuelle Tendenzen in der Behandlung des Endometrium-karzinoms Stadium I und II.- Zur Frage der Radikalität bei der operativen Behandlung gynäkologischer Malignome.- Die Individualisierung der Behandlung gynäkologischer Krebse.- Die Verwendung des Rectus-abdominis-Lappens in der gynäkologischen Onkologie.- Morphometrische Kriterien als Prognosefaktoren gynäkologischer Karzinome.- Prolaktinrezeptoren im menschlichen Mammakarzinomgewebe.- Welche Entscheidungshilfe bietet die Zytostatikasensibilitäts-testung für den Einsatz der Chemotherapie bei Mamma- und Ovarialkarzinom-Patientinnen?.- Neuentwicklung auf dem Gebiet der Marker zur Diagnostik und Überwachung des Mammakarzinoms.- Brusterhaltende Therapie des Mammakarzinoms.- Hochdosierte Medroxyprogesteronacetattherapie endokrin-regulierter Tumoren: Grundlagen der Wirkung.- Das Cystosarcoma phylloides der weiblichen Brust - ein Problemtumor.- Zervixkarzinom und Brustkrebs. Möglichkeiten, Problematik und Risiken frühdiagnostischer Methoden.

Produktinformationen

Titel: Aktuelle Geburtshilfe und Gynäkologie
Untertitel: Festschrift für Professor Dr. Volker Friedberg
Editor:
EAN: 9783642710919
ISBN: 978-3-642-71091-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Springer Berlin Heidelberg
Genre: Klinische Fächer
Anzahl Seiten: 360
Gewicht: 619g
Größe: H244mm x B170mm x T19mm
Jahr: 2011
Auflage: Softcover reprint of the original 1st ed. 1986