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Das Wissen um Auschwitz

  • Fester Einband
  • 238 Seiten
"Die Frage, was die Deutschen vom Völkermord an den Juden gewusst haben oder wissen konnten, hat die Geschichtsforschung bis in di... Weiterlesen
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Beschreibung

"Die Frage, was die Deutschen vom Völkermord an den Juden gewusst haben oder wissen konnten, hat die Geschichtsforschung bis in die jüngste Zeit immer wieder beschäftigt, ohne dass die neueren Antworten allerdings überzeugender wären als die alten. Dagegen mangelt es erstaunlicherweise bis heute an einer historischen Untersuchung des Wissens der Täter und Opfer: Was wusste die Masse der deutschen Tatbeteiligten von Auschwitz, und was haben die verfolgten und deportierten Juden geahnt oder gewusst? Diese Fragen standen nach dem Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt vieler Gerichtsprozesse, sie hängen aufs engste mit dem Problem von Verantwortung und Schuld zusammen und sie lassen Rückschlüsse auf die Organisationsform und Durchführung des staatlich verordneten Massenverbrechens zu. Beide Fragen sind jedoch nicht so leicht zu beantworten, wie es scheinen mag." Wer wusste, was in Auschwitz geschah? Nicht alle Täter waren über die Dimension des Völkermords unterrichtet. Dies gilt zumal für diejenigen, die an der "Endlösung" in Westeuropa mitwirkten. Ebenso wenig haltbar ist die Behauptung, die deportierten Juden seien sehenden Auges in den Tod gegangen. Ahlrich Meyer konfrontiert Nachkriegsaussagen von Angehörigen der deutschen Besatzungsmacht in Frankreich, Belgien und den Niederlanden mit Zeugenberichten von Holocaust-Überlebenden. Seine Analyse zeigt, was die Tatbeteiligten wissen konnten, was sie den Opfern über den Zweck der Deportationen gesagt haben und welche Gerüchte, Ahnungen und Nachrichten unter den Juden verbreitet waren. Darüber hinaus bietet das Buch einen Überblick über die Judenverfolgung in allen drei westeuropäischen Ländern.

Klappentext

Ahlrich Meyer behandelt erstmals die Judenverfolgung in allen drei während des Zweiten Weltkriegs besetzten westeuropäischen Ländern und geht der Frage nach, was die deutschen Täter wie die Opfer über den tatsächlichen Zweck der Deportationen in die Vernichtungslager wussten. Was wusste die Masse der Täter von Auschwitz, und was haben die verfolgten und deportierten Juden geahnt oder gewusst? Diese Fragen standen nach dem Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt vieler Gerichtsprozesse. Sie hängen aufs engste mit dem Problem von Verantwortung und Schuld zusammen und lassen Rückschlüsse auf die Organisation und Durchführung des Massenverbrechens zu. Beide Fragen sind jedoch nicht so leicht zu beantworten, wie es scheinen mag. Nicht alle deutschen Akteure waren über die Dimension des Vernichtungsprogramms unterrichtet. Dies gilt zumal für diejenigen, die an der »Endlösung« in Westeuropa mitwirkten. Ebenso wenig haltbar ist die Behauptung, die Juden seien sehenden Auges in den Tod gegangen. Im ersten Teil des Buches werden Vernehmungsaussagen von Angehörigen der deutschen Besatzungsmacht in Frankreich, Belgien und den Niederlanden aus der Nachkriegszeit herangezogen. Während die meisten von ihnen behaupteten, während des Krieges von Auschwitz nichts gewusst zu haben, gibt es ausreichend Zeugen oder Beschuldigte, die eine Kenntnis des Judenmords einräumten. Zur Konfrontation mit den Verhören der Täter stellt der Autor im zweiten Teil neu aufgefundene Zeugenberichte von Holocaust-Überlebenden vor. Die vergleichende Analyse zeigt, was die Tatbeteiligten wissen konnten, was sie den Opfern über den Zweck der Deportationen gesagt haben und welche Gerüchte, Ahnungen und Nachrichten unter den Juden selbst verbreitet waren.

Produktinformationen

Titel: Das Wissen um Auschwitz
Untertitel: Täter und Opfer der "Endlösung" in Westeuropa
Autor:
EAN: 9783506770233
ISBN: 978-3-506-77023-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: Schoeningh Ferdinand GmbH
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 238
Gewicht: 552g
Größe: H241mm x B169mm x T25mm
Veröffentlichung: 01.07.2010
Jahr: 2010
Auflage: 1. Aufl. 2010 21.07.2010
Land: DE