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"...die letzten Schranken fallen lassen"

  • Fester Einband
  • 368 Seiten
Während der nationalsozialistischen Diktatur war die Universität Greifswald einem tiefgreifenden Wandel ausgesetzt. Studierende un... Weiterlesen
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Beschreibung

Während der nationalsozialistischen Diktatur war die Universität Greifswald einem tiefgreifenden Wandel ausgesetzt. Studierende und Hochschullehrer trieben diese Entwicklung aktiv voran, auf politischem Gebiet ebenso wie in der Wissenschaft. Dabei folgten sie den ideologischen Vorgaben des NS-Staates und stellten sich in den Dienst des Regimes. Dieser Prozess hatte Auswirkungen auf die Art und Weise des Studiums, die Institutionen der Universität, aber auch auf die Akteure selbst. Die Beiträge des Sammelbandes betrachten Arbeitsfelder und Netzwerke an der Universität Greifswald, ihr Lehr- und Forschungsprofil sowie politische und wissenschaftliche Akteure. Elemente der nationalsozialistischen 'Erziehungsuniversität' werden ebenso berücksichtigt wie die Wirksamkeit des NS-Studentenbundes oder der NS-Dozentenschaft und die politischen Karrieren der Funktionäre. Am Beispiel der Tätigkeit des Oder-Donau-Instituts und der Nordischen Auslandsinstitute der Universität für das Auswärtige Amt und den militärischen Nachrichtendienst wird nach dem Stellenwert des akademischen Expertenwissens für den NS-Staat gefragt. Forschungen zur Zwangsarbeit auf den Universitätsgütern und in den Instituten wie auch zu den Leichenlieferungen an das Anatomische Institut zwischen 1933 und 1945 schließen bestehende Forschungslücken.

Autorentext

Dirk Alvermann ist Leiter des Universitätsarchivs Greifswald.



Klappentext

Während der nationalsozialistischen Diktatur war die Universität Greifswald einem tiefgreifenden Wandel ausgesetzt. Studierende und Hochschullehrer trieben diese Entwicklung aktiv voran, auf politischem Gebiet ebenso wie in der Wissenschaft. Dabei folgten sie den ideologischen Vorgaben des NS-Staates und stellten sich in den Dienst des Regimes. Dieser Prozess hatte Auswirkungen auf die Art und Weise des Studiums, die Institutionen der Universität, aber auch auf die Akteure selbst. Die Beiträge des Sammelbandes betrachten Arbeitsfelder und Netzwerke an der Universität Greifswald, ihr Lehr- und Forschungsprofil sowie politische und wissenschaftliche Akteure. Elemente der nationalsozialistischen 'Erziehungsuniversität' werden ebenso berücksichtigt wie die Wirksamkeit des NS-Studentenbundes oder der NS-Dozentenschaft und die politischen Karrieren der Funktionäre. Am Beispiel der Tätigkeit des Oder-Donau-Instituts und der Nordischen Auslandsinstitute der Universität für das Auswärtige Amt und den militärischen Nachrichtendienst wird nach dem Stellenwert des akademischen Expertenwissens für den NS-Staat gefragt. Forschungen zur Zwangsarbeit auf den Universitätsgütern und in den Instituten wie auch zu den Leichenlieferungen an das Anatomische Institut zwischen 1933 und 1945 schließen bestehende Forschungslücken.



Inhalt

Dirk Alvermann Vorwort Mathias Rautenberg Politische Herrschaft - Ressourcenkonstellationen - Anspruch akademischer Freiheit Gabriele Förster Bildung und Erziehung im Nationalsozialismus an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Stephanie-Thalia Dietrich Die Studierenden der Universität Greifswald im Nationalsozialismus - quantifizierende Analysen mit besonderer Berücksichtigung des Frauenstudiums Jan Mittenzwei "Dem Führer entgegenarbeiten" - NSD-Studentenbund und NSD-Dozentenbund in Greifswald Ulrike Michel Zur Berufungspolitik der Greifswalder Medizinischen Fakultät zwischen 1933 und 1935 Ekkehard Henschke Junge Akademiker, völkische Ideologie und was daraus wurde: Greifswalder Biographien Tina Kröger Aspekte des Ausländerstudiums an der Universität Greifswald 1933 bis 1945 Klemens Grube Das Stettiner Oder-Donau-Institut im Spannungsfeld von Wirtschaftsinteresse, Wissenschaft und Krieg Marco Nase Forscher - Diplomaten - Spione. Die Nordischen Auslandsinstitute der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Sascha Barz Zwangsarbeit an der Universität Greifswald und auf den Universitätsgütern 1939 bis 1945 Vladimir Vsevolodov Unterlagen in russischen Archiven zur Untersuchung der sowjetischen Militärkommission im Anatomischen Institut der Universität Greifswald 1947 Britta Holtz Protokoll der gerichtsmedizinischen Untersuchung der im Keller des Anatomischen Instituts der Universität Greifswald vorgefundenen Leichen, 13.-15. November 1947 Dirk Alvermann "Praktisch begraben" - NS-Opfer in der Greifswalder Anatomie 1935 bis 1947 Nils Hansson Begeisterung - Skepsis - Distanz: Schwedisch-deutsche Verbindungen in der Medizin 1933 bis 1945 Andreas Pehnke und Ulrich Wiegmann Walther Schulze-Soelde (1888-1984): "Wüßten wir doch, was kommen muß!" Abbildungsverzeichnis Personenregister

Produktinformationen

Titel: "...die letzten Schranken fallen lassen"
Untertitel: Studien zur Universität Greifswald im Nationalsozialismus
Editor:
EAN: 9783412223984
ISBN: 978-3-412-22398-4
Format: Fester Einband
Herausgeber: Böhlau, Köln
Genre: 20. Jahrhundert (bis 1945)
Anzahl Seiten: 368
Gewicht: g
Größe: H230mm x B155mm
Veröffentlichung: 01.01.2015
Jahr: 2014

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