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Der Oelprinz

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Beschreibung

Die Wildwesterzählung »Der Oelprinz« gehört zu den acht Jugendromanen von Karl May, die er für die Zeitschrift »Der Gute Kamerad. Spemanns Illustrierte Knaben-Zeitung. Stuttgart.« verfasste. »Der Oelprinz« war Mays vorletzte Arbeit für den Verleger Spemann und ist mit der gleichnamigen Novelle »Der Oelprinz« aus dem Jahr 1878 nicht zu verwechseln. Die Erzählung entstand zwischen August 1892 und Frühjahr 1893 und erschien erstmals von Oktober 1893 bis September 1894 in Fortsetzungen im »Guten Kameraden«. Die Buchausgabe wurde 1897 im Stuttgarter Verlag »Union Deutsche Verlagsgesellschaft« veröffentlicht. Der hier vorgelegte Text folgt originalgetreu dem Erstdruck und der Kapiteleinteilung der Zeitschriftenfassung. Sam Hawkens, Dick Stone und Will Parker erfahren von dem geplanten Überfall auf einen deutschen Auswanderertreck und bieten ihre Hilfe an. Die Verbrecher, die den Treck überfallen wollen, stehen mit dem Bankier Rollins in Verbindung, dem sie eine angebliche oelquelle andrehen und dabei betrügen wollen. Hobble-Frank und Tante Droll schöpfen Verdacht und wollen das verhindern. Auf dem Weg zur Oelquelle kommen die Schurken den verfeindeten Indianerstämmen der Nijoras und Navajos ins Gehege, und ein Spiel von gegenseitiger Gefangennahme und Verrat beginnt. Winnetou und Old Shatterhand müssen große Anstrengungen unternehmen, um die Guten vor den Schurken zu retten und die Indianer miteinander zu versöhnen.

Karl May wurde am 25. Februar 1842 als fünftes von vierzehn Kindern einer bitterarmen Weberfamilie in Hohenstein-Ernstthal in Sachsen geboren. Ein durch Not und Elend bedingter Vitaminmangel verursachte eine funktionelle Blindheit, die erst in seinem fünften Lebensjahr geheilt wurde. Nach der Schulzeit studierte May als Proseminarist an den Lehrerseminaren Waldenburg und Plauen. Seine Karriere als Lehrer endete bereits nach vierzehn Tagen, als die Anzeige durch einen Zimmergenossen wegen angeblichen Diebstahls einer Taschenuhr zu einer Verurteilung führte und May aus der Liste der Lehramtskandidaten gestrichen wurde. In der Folge geriet er auf die schiefe Bahn und verbüßte wegen Diebstahls, Betrug und Hochstapelei mehrere Haftstrafen. Von 1870 bis 1874 saß er im Zuchthaus Waldheim. Nach seiner Entlassung wurde er im Alter von 32 Jahren Redakteur einer Zeitschrift und begann Heimaterzählungen und Abenteuergeschichten zu schreiben. Sein stetes literarisches Schaffen war ungewöhnlich erfolgreich und machte ihn bald zum bedeutendsten Autor von Kolportageromanen und Trivialliteratur des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Seine Abenteuerromane, die an exotischen Schauplätzen im Wilden Westen und im Orient spielen, wurden in 33 Sprachen übersetzt. Durch seine archetypischen Wildwest-Helden Winnetou und Old Shatterhand erlangte Karl May literarische Unsterblichkeit und wurde zum meistgelesenen Autor deutscher Sprache. Mays letztes Lebensjahrzehnt war von einer beispiellosen Hetze wegen seiner früheren Straftaten und vermeintlicher Unsittlichkeiten in seinen Kolportageromanen überschattet. Zermürbende Verleumdungs- und Urheberrechtsprozesse, in die er sich verstrickte, vermochten seinen tief verwurzelten christlichen Glauben, von dem sein literarisches Werk von Anfang an durchdrungen ist, aber nicht zu erschüttern. Mit den letzten beiden Bänden des Romans Im Reiche des silbernen Löwen und seinem dem Surrealismus nahestehende Symbolroman Ardistan und Dschinnistan schuf er in seinen letzten Jahren ein heute literarisch hochgeachtetes mystisches Spätwerk. Jubelnde Anerkennung erlebte er am 22. März 1912, als er auf Einladung des Akademischen Verbands für Literatur und Musik in Wien einen Vortrag Empor ins Reich der Edelmenschen hielt. Eine Woche später, am 30. März 1912, starb Karl May in seiner Villa Shatterhand in Radebeul bei Dresden an Herzversagen.

Produktinformationen

Titel: Der Oelprinz
Untertitel: Jugenderzählung
Autor:
EAN: 9783734733680
ISBN: 978-3-7347-3368-0
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Books on Demand
Genre: Erzählende Literatur
Anzahl Seiten: 597
Veröffentlichung: 15.05.2015
Jahr: 2015
Auflage: 1. Auflage.
Dateigrösse: 0.6 MB

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