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'Mein ganzes Leben lang habe ich dem Naturgesetz gedient und deshalb betrachte ich mich als Märtyrer dieses göttlichen Gesetzes'

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Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: In Deutschland ist heutzutage die Person Jozef Tiso nahezu unbekannt. Wenn man aber bestimmte Medien wie die Prager Zeitung oder Süddeutsche Zeitung verfolgt, findet man, dass über ihn zurzeit häufiger berichtet wird. Diese Medien reagieren nämlich auf die in der Slowakei heute existierende Kontroverse über Jozef Tiso, die zwischen den Historikern ganz brisant ist und die auch zur Polarisierung der slowakischen Gesellschaft geführt hat. Zu dieser Spaltung in der Slowakei haben nicht nur die Exilautoren wie Milan Durica mit seinem neusten Buch beigetragen, sondern auch manche Amtsträger der katholischen Kirche, die sich demonstrativ auf die Seite Tiso stellen und damit sich als stark konservativ erweisen. Daneben gibt es die nationalistisch denkenden Kreise, wo Politiker und Rechtsextremisten von Tiso einen Kult machen, der beim Rest der Gesellschaft nur auf totale Ablehnung stoßt. Die Ironie dabei ist, dass die Person Tiso gerade von solchen radikalen Kreisen vergöttert und dabei ausgenutzt wird, gegen die Tiso damals selbst einen innenpolitischen Machtkampf geführt hat. Nie zuvor wurden so viele Publikationen in der Slowakei über Tiso veröffentlicht als jetzt nach der Wende. Wenn man sich diese Publikationen anschaut, sieht man, dass es sich meistens um zwei verschiedene Ansichten über Tiso handelt. Eine (die Konservativen, Nationalisten und Rechtsextremisten) wollen Tiso gerne als Märtyrer und Heiligen sehen, und die zweiten (Liberalen aber auch Altkommunisten) als einen kalten Diktator und Antisemiten, der mit Hitler kooperiert und aktiv an der Zerstörung der Tschechoslowakei mitgewirkt hat. Zur Verschärfung dieser Kontroverse trägt vor allem der Umstand bei, dass Tiso auch katholische Priester war. Die Anhänger der konservativen Linie der slowakischen Kirche, deren Denkweise im Klerus immer noch heute stark neuscholastisch geprägt ist, stellen sich hartnäckig auf die Seite Tisos. Demgegenüber nutzen dies, die in der Slowakei sich immer mehr ausbreitenden Kritiker aufgeklärter Kreise aus, um die katholische Kirche allgemein noch mehr zu kritisieren und diskreditieren. Erst in diesem Zusammenhang merkt man, dass die Person Jozef Tiso in der Slowakei nicht in die Vergessenheit geraten ist, sondern aktuell als neu aufgegriffenes Thema behandelt wird. Wenn man also annimmt, dass diese Polarisierung der Gesellschaft schon während des Kommunismus in der Kontroverse zwischen den Exilautoren und marxistischen Autoren ihren [...]

Jozef Pavol, Diplom katholische Theologie, Studium an der Philosophisch-theologischen Hochschule und Wilhelms Universität Münster. Abschluss 2007 als Diplom Theologe im Bereich der Kirchengeschichte. Derzeit tätig als Doktorand an der Karls Universität in Prag, Projekt "Kollaboration der Kirche mit Kommunismus".

Autorentext
Jozef Pavol, Diplom katholische Theologie, Studium an der Philosophisch-theologischen Hochschule und Wilhelms Universität Münster. Abschluss 2007 als Diplom Theologe im Bereich der Kirchengeschichte. Derzeit tätig als Doktorand an der Karls Universität in Prag, Projekt "Kollaboration der Kirche mit Kommunismus".

Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:In Deutschland ist heutzutage die Person Jozef Tiso nahezu unbekannt. Wenn man aber bestimmte Medien wie die Prager Zeitung oder Süddeutsche Zeitung verfolgt, findet man, dass über ihn zurzeit häufiger berichtet wird. Diese Medien reagieren nämlich auf die in der Slowakei heute existierende Kontroverse über Jozef Tiso, die zwischen den Historikern ganz brisant ist und die auch zur Polarisierung der slowakischen Gesellschaft geführt hat. Zu dieser Spaltung in der Slowakei haben nicht nur die Exilautoren wie Milan Durica mit seinem neusten Buch beigetragen, sondern auch manche Amtsträger der katholischen Kirche, die sich demonstrativ auf die Seite Tiso stellen und damit sich als stark konservativ erweisen. Daneben gibt es die nationalistisch denkenden Kreise, wo Politiker und Rechtsextremisten von Tiso einen Kult machen, der beim Rest der Gesellschaft nur auf totale Ablehnung stoßt. Die Ironie dabei ist, dass die Person Tiso gerade von solchen radikalen Kreisen vergöttert und dabei ausgenutzt wird, gegen die Tiso damals selbst einen innenpolitischen Machtkampf geführt hat. Nie zuvor wurden so viele Publikationen in der Slowakei über Tiso veröffentlicht als jetzt nach der Wende. Wenn man sich diese Publikationen anschaut, sieht man, dass es sich meistens um zwei verschiedene Ansichten über Tiso handelt. Eine (die Konservativen, Nationalisten und Rechtsextremisten) wollen Tiso gerne als Märtyrer und Heiligen sehen, und die zweiten (Liberalen aber auch Altkommunisten) als einen kalten Diktator und Antisemiten, der mit Hitler kooperiert und aktiv an der Zerstörung der Tschechoslowakei mitgewirkt hat. Zur Verschärfung dieser Kontroverse trägt vor allem der Umstand bei, dass Tiso auch katholische Priester war. Die Anhänger der konservativen Linie der slowakischen Kirche, deren Denkweise im Klerus immer noch heute stark neuscholastisch geprägt ist, stellen sich hartnäckig auf die Seite Tisos. Demgegenüber nutzen dies, die in der Slowakei sich immer mehr ausbreitenden Kritiker aufgeklärter Kreise aus, um die katholische Kirche allgemein noch mehr zu kritisieren und diskreditieren. Erst in diesem Zusammenhang merkt man, dass die Person Jozef Tiso in der Slowakei nicht in die Vergessenheit geraten ist, sondern aktuell als neu aufgegriffenes Thema behandelt wird.Wenn man also annimmt, dass diese Polarisierung der Gesellschaft schon während des Kommunismus in der Kontroverse zwischen den Exilautoren und marxistischen Autoren ihren []

Produktinformationen

Titel: 'Mein ganzes Leben lang habe ich dem Naturgesetz gedient und deshalb betrachte ich mich als Märtyrer dieses göttlichen Gesetzes'
Untertitel: Vergleichende Analyse der kontroversen slowakischen, exilslowakischen und deutschen Literatur (1960-2005) über Dr. Jozef Tiso
Autor:
EAN: 9783836612494
ISBN: 978-3-8366-1249-4
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 83
Veröffentlichung: 11.04.2014
Jahr: 2014
Dateigrösse: 0.7 MB

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