Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Die Rolle der Presse in der Entwicklung Zimbabwes

  • E-Book (pdf)
  • 126 Seiten
Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 2,0, Freie ... Weiterlesen
E-Books ganz einfach mit der kostenlosen Ex Libris-Reader-App lesen. Hier erhalten Sie Ihren Download-Link.
CHF 11.90
Download steht sofort bereit
Informationen zu E-Books
E-Books eignen sich auch für mobile Geräte (sehen Sie dazu die Anleitungen).
E-Books von Ex Libris sind mit Adobe DRM kopiergeschützt: Erfahren Sie mehr.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Beschreibung

Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation, Note: 2,0, Freie Universität Berlin, 165 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Medien und Journalisten in Zimbabwe stehen in ihrem beruflichen Alltag unter starken rechtlichen, politischen und physischen Einflüssen. Schon seit langem sieht Präsident Mugabe in ihnen schlichtweg Terroristen. In einer Regierungszeitung ließ er sechs Journalisten öffentlich und namentlich als solche diffamieren. Internationale Journalisten dürfen nicht einreisen und werden auch nicht lizenziert. Dennoch wird der freien Presse ein entscheidender Einfluss auf das Wahlergebnis 2002 zugesprochen. Die Wahlen waren weder frei noch fair, trotzdem gewann Mugabe nur knapp und wahrscheinlich nur wegen der Manipulationen.

Die Untersuchung konnte feststellen, dass die Medien in der Entwicklung Zimbabwes trotz zunehmender Einflussnahme durch die Politik eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn die Presse in den 80er Jahre nur begrenzt frei war, konnte sie wie beim Willowgateskandal in einigen Fällen zumindest kurzfristig die politische Entwicklung beeinflussen. Obwohl der Medienmarkt mittlerweile unter starker staatlicher Kontrolle steht hat sich ein vielfältiger Medienmarkt entwickelt, der trotz äußerst schwieriger Arbeitsbedingungen einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung leistet. Neben vielen unabhängigen Printmedien gibt es einige Hörfunkmedien, die eine fehlende Lizenzierung durch Übertragungen aus dem Ausland umgehen. Die Regierung Mugabe kann sich dem Einfluss der Medien nicht entziehen.

Die Medien in Zimbabwe haben einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung des Landes geleistet und können eine kontroverse gesellschaftliche Diskussion über politische Pluralität weiter fördern. Noch sind sie aber zu sehr in regierungsnahe und unabhängige Medien gespalten, Journalismus zu sehr für oder gegen die Interessen der Regierung gerichtet. Das hat teilweise extrem unterschiedliche Berichterstattung und fehlendes Verständnis für die Position des jeweils anderen Mediums zur Folge. So wird das Recht der Öffentlichkeit auf Information nicht ausreichend bedient. Es fehlt an Objektivität, Themenbreite und hintergründlicher Behandlung der vorhandenen Themen. Die Presse muss noch die Begriffe öffentliches Interesse und Recht auf Information lernen. Dadurch wird sie auch noch nicht ausreichend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu informieren und zu kritisieren. Nach einem politischen Wechsel wird ein rechtlicher Rahmen notwendig, in dem freie und unterschiedslose Pressearbeit ermöglicht wird.

Klappentext

Medien und Journalisten in Zimbabwe stehen in ihrem beruflichen Alltag unter starken rechtlichen, politischen und physischen Einflüssen. Schon seit langem sieht Präsident Mugabe in ihnen schlichtweg Terroristen. In einer Regierungszeitung ließ er sechs Journalisten öffentlich und namentlich als solche diffamieren. Internationale Journalisten dürfen nicht einreisen und werden auch nicht lizenziert. Dennoch wird der freien Presse ein entscheidender Einfluss auf das Wahlergebnis 2002 zugesprochen. Die Wahlen waren weder frei noch fair, trotzdem gewann Mugabe nur knapp und wahrscheinlich nur wegen der Manipulationen. Die Untersuchung konnte feststellen, dass die Medien in der Entwicklung Zimbabwes trotz zunehmender Einflussnahme durch die Politik eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn die Presse in den 80er Jahre nur begrenzt frei war, konnte sie wie beim Willowgateskandal in einigen Fällen zumindest kurzfristig die politische Entwicklung beeinflussen. Obwohl der Medienmarkt mittlerweile unter starker staatlicher Kontrolle steht hat sich ein vielfältiger Medienmarkt entwickelt, der trotz äußerst schwieriger Arbeitsbedingungen einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung leistet. Neben vielen unabhängigen Printmedien gibt es einige Hörfunkmedien, die eine fehlende Lizenzierung durch Übertragungen aus dem Ausland umgehen. Die Regierung Mugabe kann sich dem Einfluss der Medien nicht entziehen. Die Medien in Zimbabwe haben einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung des Landes geleistet und können eine kontroverse gesellschaftliche Diskussion über politische Pluralität weiter fördern. Noch sind sie aber zu sehr in regierungsnahe und unabhängige Medien gespalten, Journalismus zu sehr für oder gegen die Interessen der Regierung gerichtet. Das hat teilweise extrem unterschiedliche Berichterstattung und fehlendes Verständnis für die Position des jeweils anderen Mediums zur Folge. So wird das Recht der Öffentlichkeit auf Information nicht ausreichend bedient. Es fehlt an Objektivität, Themenbreite und hintergründlicher Behandlung der vorhandenen Themen. Die Presse muss noch die Begriffe öffentliches Interesse und Recht auf Information lernen. Dadurch wird sie auch noch nicht ausreichend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu informieren und zu kritisieren. Nach einem politischen Wechsel wird ein rechtlicher Rahmen notwendig, in dem freie und unterschiedslose Pressearbeit ermöglicht wird.

Produktinformationen

Titel: Die Rolle der Presse in der Entwicklung Zimbabwes
Autor:
EAN: 9783640272679
ISBN: 978-3-640-27267-9
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Grin Publishing
Genre: Medienwissenschaft
Anzahl Seiten: 126
Veröffentlichung: 23.02.2009
Jahr: 2009
Dateigrösse: 0.9 MB
Zuletzt angesehen
Verlauf löschen