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Fernsehgewalt - Wie beeinflusst mediale Gewalt das Verhalten von Kindern?

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft, Note: 2,0, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: Bildmedien im Deutschunterricht, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der öffentlichen Diskussion wird Mediengewalt häufig verharmlost, mit dem Argument, dass auch schon in den alten Volksmärchen Gewalt alltäglich war. Die heutigen audiovisuellen Gestaltungsmittel bieten jedoch ein viel größeres Spektrum an Möglichkeiten um in die Psyche der Kinder und Jugendlichen zu gelangen. Es gibt auf der anderen Seite auch eine Gruppe von Personen, unter die auch Experten fallen, welche die Meinung vertreten, dass Mediengewalt sogar einen positiven Effekt mit sich brächte. Die Kinder würden so auf die Gewalt und Brutalität in der realen Welt vorbereitet und abgehärtet werden. Dabei ist aber anzumerken, dass Fernsehen Kinder durchaus nicht das wahre Leben widerspiegelt, sondern höchstens zusammenhanglose Ausschnitte bietet. In der Medienwirkungsforschung ist immer wieder der Zusammenhang zwischen Fernsehkonsum und aggressivem Verhalten zu finden. Gerade Kinder sind während ihrer Entwicklungsphase besonders anfällig für mediale Gewalt. Allerdings konnte man feststellen, dass jene Angebote besonders von Kindern und Jugendlichen konsumiert werden, die ohnehin schon ein hohes Gewaltpotenzial aufweisen. Mit diesem Thema haben sich unzählige Studien befasst, ohne jedoch zu einem einheitlichen Ergebnis zu gelangen. Zu Beginn meiner Arbeit möchte ich kurz die verschiedenen Thesen darstellen. Zunächst die Katharsisthese, welche auf die Theorie Aristoteles der antiken Tragödie zurückgeht. Demnach wirke die Beobachtung von Gewalt reinigend und der Zuschauer medialer Gewalt reagiere stellvertretend seine negativen Emotionen ab. Die Beobachtung von aggressiven Handlungen und damit verbundenem Miterleben und Mitfühlen soll die Bereitschaft zur Gewalt mindern. Die Katharsisthese ist eine der am häufigsten widerlegten Behauptungen der Medienwirkungsforschung. Aus der Sicht der sozial- kognitiven Lerntheorie spricht, dass Rezipienten eine beobachtete Handlung nicht unbedingt sofort ausführen müssen. Sie können auch erst zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden Das zentrale Thema der Inhibitionsthese ist, dass Menschen vom Betrachten von Gewalt abgeschreckt werden. Dabei werden Aggressionsängste und Schuldgefühle bei den Zuschauern hervorgerufen, besonders dann, wenn die negativen Folgen der Handlung wie Verletzungen und Schmerzen besonders deutlich dargestellt werden. Die Inhibitionsthese thematisiert unterschiedliche Effekte bei unterschiedlicher Darstellung von Aggressionskonsequenzen.

Produktinformationen

Titel: Fernsehgewalt - Wie beeinflusst mediale Gewalt das Verhalten von Kindern?
Untertitel: Wie beeinflusst mediale Gewalt das Verhalten von Kindern?
Autor:
EAN: 9783638563130
ISBN: 978-3-638-56313-0
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: GRIN Verlag
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 28
Veröffentlichung: 01.10.2006
Jahr: 2006
Dateigrösse: 0.6 MB

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