Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Macht, Diskurs und Religion: westliche Hegemonie und die Transformation des Buddhismus in Thailand

  • E-Book (epub)
  • 73 Seiten
Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Südasienkunde, Südostasienkunde, Note: 1,6, Humboldt-Universität zu B... Weiterlesen
E-Books ganz einfach mit der kostenlosen Ex Libris-Reader-App lesen. Hier erhalten Sie Ihren Download-Link.
CHF 21.90
Download steht sofort bereit
Informationen zu E-Books
E-Books eignen sich auch für mobile Geräte (sehen Sie dazu die Anleitungen).
E-Books von Ex Libris sind mit Adobe DRM kopiergeschützt: Erfahren Sie mehr.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Beschreibung

Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Südasienkunde, Südostasienkunde, Note: 1,6, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Asien- und Afrikawissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Vorstellungen von 'Religion', wie die von 'Buddhismus', entstehen vor allem in gesellschaftlichen Diskursen. Diese Diskurse sind zeitlich wie räumlich in bestimmte soziale Kontexte eingebettet, wobei sie quer durch die verschiedenen Ebenen des globalen, regionalen und lokalen entsprechend der jeweils vorhandenen Machtverhältnisse von vielen verschiedenen sozialen Machtpositionen aus unterschiedlich wirken und dabei verschiedene Bedürfnisse und Interessen zum Ausdruck bringen. So wurde im Diskurs des 19. Jahrhunderts der Begriff 'Religion' in Europa neu bestimmt und den protestantisch geprägten Vorstellungen einer neuen urbanen bürgerlichen Machtelite angepasst und gleichzeitig durch den Kolonialismus auf die verschiedenen Glaubensformen der Welt hegemonial übertragen. Aus dem kolonialen Aufeinandertreffen von christlichen Missionaren und westlichen Wissenschaftlern einerseits und asiatischen Buddhisten andererseits entstand im 19. und 20. Jahrhundert eine neue Interpretationsform von Buddhismus. Buddhismus wurde anhand gesammelter und übersetzter historischer Texte mit dem Christentum verglichen und dabei als eine universale Religion bestimmt und definiert. Bei dieser neuen Bestimmung wurde dem Buddhismus eine authentische Identität durch eine Reihe von grundsätzlichen Eigenschaften zugeschrieben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte der Buddhismus analog zu anderen Weltreligionen seine gesammelten und bestimmten Grundlagentexte, seine Gebote und grundlegenden Prinzipien, seine internationale Konferenzen und eigene universale heilige Stätten. Dabei wurde authentischer Buddhismus weniger in den vielfältigen Überlieferungen und religiösen Praktiken der lebenden Buddhisten Asiens gesucht und gefunden, sondern hauptsächlich in den Ausgaben der buddhistischen Manuskripte, Übersetzungen und Interpretationen der westlichen Orientalisten. Die westlichen Kolonialmächte konnten somit den Diskurs zum Buddhismus auf globaler Ebene kontrollieren und dabei mit ihrem Selbstverständnis und ihren ideologischen und sprachlichen Dimensionen bestimmen. Doch gab es in diesem Diskurs auch vielfältige Wechselwirkungen, und es waren vor allem die asiatischen Eliten selbst, die wie in Thailand buddhistische Reformen zur Artikulation ihrer Interessen gestalteten und gebrauchten.

Produktinformationen

Titel: Macht, Diskurs und Religion: westliche Hegemonie und die Transformation des Buddhismus in Thailand
Untertitel: Eine Kritik an der Definition von Buddhismus
Autor:
EAN: 9783656601593
ISBN: 978-3-656-60159-3
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Grin Publishing
Genre: Völkerkunde
Anzahl Seiten: 73
Veröffentlichung: 24.02.2014
Jahr: 2014
Dateigrösse: 0.7 MB