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Neurochirurgische Intensivmedizin

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  • 248 Seiten
Das Patientenspektrum der neurochirurgischen Intensivstation hat sich erheblich gewandelt. Die Anzahl der Patienten, welche nach W... Weiterlesen
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Beschreibung

Das Patientenspektrum der neurochirurgischen Intensivstation hat sich erheblich gewandelt. Die Anzahl der Patienten, welche nach Wahleingriffen auf der neurochirurgischen Intensivstation verbleiben, ist zwar konstant geblieben. Aufgrund immer subtilerer diagnostischer und operativer Techniken sind Mortalität, Morbidität und Aufenthaltsdauer jedoch deutlich gesunken. Werden heute Komplikationen nach intrakraniellen Eingriffen immer seltener beobachtet, geht jedoch auch das Wissen um derartige Komplikationsmöglichkeiten verloren. Diesem kann nur durch eine intensivere theoretische Schulung und praktische Ausbildung auf der Station begegnet werden. Hierzu soll dieses Buch einen Beitrag leisten. Es soll allen Pflegekräften, die mit neurochirurgischen Intensivpatienten befassst sind, Basiswissen zur neurochirurgischen Intensivtherapie vermitteln. Damit ist es nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu anderen intensivmedizinischen Werken gedacht. Aus diesem Grunde wird auf die umfassende Darstellung dieser allgemein-intensivmedizinischen Themen verzichtet bzw. nur dann darauf eingegangen, wenn sich spezielle neurochirurgische Aspekte hieraus ergeben. Durch neue technische Entwicklungen und therapeutische Verfahren wurde die Überarbeitung des Buches notwendig. Sämtliche hier vorkommenden Kapitel aus der 2. Auflage wurden aktualisiert und zum Teil mit neuen Schemata und Abbildungen versehen. Neu hinzugekommen sind die Kapitel "Monitoring der regionalen Hirndurchblutung durch Thermodiffusionskatheter" und "Zerebrale Mikrodialyse".

Klappentext

Dieses Buch vermittelt allen Pflegekräften, die mit neurochirurgischen Intensivpatienten zu tun haben ein gutes Basiswissen. Diese Patienten finden sich oft auch auf allgemein-anästesiologischen Intensivstationen und gerade hier ist es auch wichtig, zu wissen, was an neurochirugischen Komplikationen auftreten können.
Es beginnt mit der Überwachung des Patienten, sowohl klinisch als auch technisch. Danach folgen allgemeine Therapieprinzipien im neurochirurgischen Intensivbereich und die Intensivbehandlung bei einzelnen Krankheitsbildern.



Leseprobe
Intensivbehandlung bei einzelnen Krankheitsbildern (S. 110-111) Notaufnahmepatienten Erstversorgung Patientengruppen, Organisation der Erstversorgung Als Notfallpatienten sollen all diejenigen Patienten verstanden werden, welche nicht im Rahmen der Planung von Wahleingriffen auf die Intensivstation aufgenommen werden müssen. Aufnahme und Erstversorgung dieser Notfallpatienten sind nur bis zu einem gewissen Grad planbar. Es ist deshalb sinnvoll, sich mit Hilfe einer statistischen Erhebung zunächst einen Überblick über Anzahl,Aufnahmezeitpunkt und Art der Notfallpatienten der eigenen Station zu verschaffen, um entsprechende Vorkehrungen bezüglich Personal- und Geräteeinsatz treffen zu können. Daher können nachfolgend nur allgemeine Hinweise zur Erstversorgung von Notfallpatienten auf der neurochirurgischen Intensivstation gegeben werden. Wir führten für die Intensivstation eine Analyse über 1 1/2 Jahre durch, wonach mit folgenden Patientengruppen, die als Notfall auf der Intensivstation behandelt werden, zu rechnen ist: Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma und spontaner intrakranieller Blutung werden idealerweise vom einweisenden (Not-)arzt auf der Station angemeldet, so dass eine gewisse Vorbereitungszeit vor Eintreffen des Patienten auf der Station zur Verfügung steht. Es ist aber auch mit einem gewissen Prozentsatz von Patienten zu rechnen, die ohne Voranmeldung auf die Station eingeliefert werden, was natürlich von allen an der Erstversorgung Beteiligten ein besonders hohes Maß an organisatorischem Aufwand erfordert. Diese beiden Patientengruppen stellten den überwiegenden Teil der Notfallpatienten unserer Station. Daneben wurden immerhin 11 Patienten mit intrakraniellen Prozessen im Stadium der Einklemmung ungeplant auf die Intensivstation übernommen. Notfallaufnahmen von anderen Stationen (n = 5), Meningitiden (n = 4), Shuntversagen (n = 2) waren seltene Einweisungsdiagnosen. Bei Notfallpatienten, die von der eigenen Normalstation als Notfall auf die Intensivstation übernommen werden müssen, war eine intrakraniell aufgetretene Komplikation nur selten Grund für die Intensivübernahme. Die meisten Patienten der Normalstation mussten wegen respiratorischer Insuffizienz, Septikämien und verschiedener anderer extrakranieller Komplikationen auf die Intensivstation übernommen werden. Falls aus klinikinternen Gründen kein eigens ausgerüsteter Notfall- oder Schockraum für die Akutversorgung zur Verfügung steht, erleichtert es die Erstversorgung erheblich, wenn auf der Intensivstation die Möglichkeit besteht, einen Bettenplatz stets für die Initialversorgung von Notfallpatienten aufgerüstet zur Verfügung zu haben. An diesem Notfallplatz sollten vorhanden sein: - ein aufgerüsteter und überprüfter Respirator, - Sauerstoffflasche mit Beatmungsbeutel und Maske, - Absaugeinrichtung, - Monitoranlage, - die erforderlichen Utensilien für die Anlage eines zentralen Venenkatheters, eines Blasenkatheters und einer arteriellen Kanüle in sterilen Sets, - ein funktionsfähiges Intubationsbesteck mit einer Auswahl an Einmaltuben, - Blutabnahmeröhrchen und Anforderungsscheine für Notfallblutuntersuchungen, - ggf. Haarschneidemaschine und Rasiergerät zur Kopfrasur. Ein derartiges "Notfallzimmer" wird in obiger Weise auf die Bedürfnisse erwachsener Patienten ausgerichtet und bereitgestellt. Hiervon abweichende Utensilien für die Versorgung von Kindern und Säuglingen können zum Beispiel in einem transportablen "Kindernotfallkoffer" bereitgehalten werden. Durchführung der Erstversorgung Erstversorgung und -behandlung müssen bei Notfallpatienten Hand in Hand gehen. Nach grob orientierender Anamnese und Untersuchung, welche allenfalls nur wenige Sekunden in Anspruch nehmen darf, steht an erster Stelle die Sicherung der Vitalfunktionen von Atmung und Kreislauf.B

Inhalt
1;Inhaltsverzeichnis;6 2;Autoren;8 3;Vorwort zur 3. Auflage;10 4;Vorwort zur 2. Auflage;12 5;Vorwort zur 1. Auflage;14 6;Aufgaben, Aufbau und Organisation einer neurochirurgischen Intensivstation;16 6.1;Struktur;16 6.2;Aufgaben;16 6.3;Aufbau und Organisation;16 7;Überwachung des Patienten;20 7.1;Klinische Überwachung;20 7.1.1;Allgemeines;20 7.1.2;Bewusstseinslage;21 7.1.3;Zentrale Störungen der Motorik;29 7.1.4;Sprachstörungen;31 7.1.5;Andere Störungen durch Läsionen der Groflhirnhemisphären;32 7.1.6;Praktische Durchführung der neurologischen Untersuchung des Intensivpatienten;33 7.2;Technische Überwachung;34 7.2.1;Allgemeines Monitoring;34 7.2.2;Neuromonitoring;35 7.2.3;Allgemeines;36 7.2.4;Physiologie;37 7.2.5;Definitionen und Normalwerte;38 7.2.6;Gradienten des intrakraniellen Druckes;38 7.2.7;Die Druckkurve des ICP;39 7.2.8;Wellenformen des ICP;40 7.2.9;Parameter der intrakraniellen Druckdynamik;42 7.2.10;Intrakranieller Druck und Hirndurchblutung;42 7.2.11;Intrakranielle Drucksteigerung und Massenverschiebungen;45 7.2.12;Messung des intrakraniellen Druckes in der Praxis;45 7.2.13;Pflegerische Probleme bei der intrakraniellen Druckmessung;48 7.2.14;Zusammenfassung;49 7.2.15;Methodik;49 7.2.16;Ableitung auf der Intensivstation;50 7.2.17;Ableittechnik;51 7.2.18;EEG-Veränderungen im Koma;51 7.2.19;Akustisch evozierte Potenziale - AEP;52 7.2.20;Visuell evozierte Potenziale - VEP;53 7.2.21;Somatosensibel evozierte Potenziale - SSEP;53 7.2.22;Grundlagen;54 7.2.23;Methodik (extrakranielle Dopplersonographie);56 7.2.24;Methodik (transkranielle Dopplersonographie; TCD);57 7.2.25;Anwendungsbereiche der TCD in der neurochirurgischen Intensivmedizin;57 7.2.26;Allgemeines;60 7.2.27;Anatomische Grundlagen;61 7.2.28;Grundlagen;62 7.2.29;Durchführung der Messung;64 7.2.30;Indikationen;65 7.2.31;Kontraindikationen;65 7.2.32;Aussagefähigkeit;65 7.2.33;Vorbemerkungen;67 7.2.34;Methodik;67 7.2.35;Indikationen;69 7.2.36;Praktische Anwendung;70 7.2.37;Zusammenfassung und Bewertung des Systems;71 7.2.38;Einleitung;71 7.2.39;Methodik;72 7.2.40;Indikationen und klinische Einsatzmöglichkeiten;74 7.2.41;Bewertung der Methode;78 7.2.42;Einleitung;78 7.2.43;Methodik;79 7.2.44;Funktionsweise;79 7.2.45;Die Mikrodialyseeinheit auf der Intensivstation;80 7.2.46;Bedeutung der Mikrodialyseparameter;81 7.2.47;Indikationen zur Anwendung der Mikrodialyse;82 7.2.48;Zusammenfassung und Bewertung der Methode;83 8;Allgemeine Therapieprinzipien;84 8.1;Hirnödem und intrakranielle Drucksteigerung;84 8.1.1;Allgemeines;84 8.1.2;Definition;84 8.1.3;Pathophysiologie/ Pathobiochemie;84 8.1.4;Diagnostik;89 8.1.5;Therapie;89 8.2;Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes;100 8.2.1;Vorbemerkungen;100 8.2.2;Physiologie des Wasser- und Elektrolythaushaltes;102 8.2.3;Neurogene Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes;103 8.3;Epileptische Anfälle und Epilepsien;105 8.3.1;Definition und Einteilung;105 8.3.2;Klinisches Bild;106 8.3.3;Gefährdete Patientengruppen;107 8.3.4;Medikamentöse Behandlung;108 8.4;Ernährungstherapie des neurochirurgischen Intensivpatienten;110 8.4.1;Vorbemerkungen;110 8.4.2;Präoperativer Ernährungszustand;110 8.4.3;Postaggressionsstoffwechsel;110 8.4.4;Ernährungsformen (Indikationen und Durchführung);112 8.4.5;Enterale Ernährungstherapie;112 8.4.6;Indikationen zur enteralen Sondenernährung;113 8.4.7;Parenterale Ernährung;114 8.5;Lagerung, Transfer und Mobilisation;117 8.5.1;Einleitung;117 8.5.2;Lagerung bei Tetraplegie (schlaffe Frühphase);117 8.5.3;Lagerung bei Hemiplegie;118 9;Intensivbehandlung bei einzelnen Krankheitsbildern;125 9.1;Notaufnahmepatienten;125 9.1.1;Patientengruppen, Organisation der Erstversorgung;125 9.1.2;Allgemeines;128 9.1.3;Epidemiologie;129 9.1.4;Klassifikation und Einteilung des Schädel-Hirn-Traumas;131 9.1.5;Posttraumatische Hämatome (= fokale Läsionen);136 9.1.6;Erstversorgung;138 9.1.7;Int

Produktinformationen

Titel: Neurochirurgische Intensivmedizin
Untertitel: Eine Einführung
Autor:
EAN: 9783886038237
ISBN: 978-3-88603-823-7
Digitaler Kopierschutz: Adobe-DRM
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Zuckschwerdt Verlag
Genre: Klinische Fächer
Anzahl Seiten: 248
Gewicht: 575g
Größe: H219mm x B156mm x T20mm
Veröffentlichung: 11.08.2018
Jahr: 2003
Auflage: 3. vollständig neu überarbeitete und erweiterte Au