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Müde Museen

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Beschreibung

Museen sind Massenmedien. Aufwendige Ausstellungsprojekte erreichen immense Besucherzahlen; kühne Museumsbauten bilden neue Landmarken. Lauter Erfolgsgeschichten, oder? Doch auch wenn sie es ungern zugeben: Betrieb und Besucher sind gleichermaßen ermüdet. Immer mehr, immer teurer, immer multimedialer - und irgendwie immer dasselbe ... Der Mangel an Ideen und gedanklicher Tiefe, die ängstliche Befriedigung antizipierter Erwartungen und die Selbstreferenzialität des Betriebs gehören für den Philosophen und Kurator Daniel Tyradellis zu den Kernproblemen der Museen. Wichtiger als ein breiteres Spektrum an Exponaten und Präsentationsformen sollten die inhaltlichen Überlegungen sein, die Themen und Thesen einer Ausstellung, die sich von den überholten Oppositionen und Zuordnungen frei machen und dadurch den Museen neue Möglichkeiten eröffnen, mit ihren Objekten und ihrer Expertise umzugehen. So könnten Ausstellungen entstehen, die jeden Besucher ernst nehmen, das Denken in neue Bahnen lenken und das Museum als einzigartiges Medium nutzen, um Erfahrungsräume anderer Art zu öffnen.

Daniel Tyradellis ist Philosoph und Kurator. Er promovierte mit einer Arbeit zu Phänomenologie und Mathematikgeschichte, erhielt 2004 den Humboldt-Preis und war langjähriges Mitglied eines DFG-Graduiertenkollegs an der HU Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Medien und Denkweisen von Kunst, Wissenschaft und Philosophie. Ausstellungen begreift er als mitteilendes Denken im Raum. Ausstellungsprojekte u. a. »10 + 5 = Gott« (Jüdisches Museum Berlin, 2004), »SCHMERZ« (Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart/Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité, 2007), »WUNDER« (Deichtorhallen Hamburg, 2011/12), »Reichtum« (Deutsches Hygiene-Museum Dresden, 2013).

Autorentext
Daniel Tyradellis ist Philosoph und Kurator. Er promovierte mit einer Arbeit zu Phänomenologie und Mathematikgeschichte, erhielt 2004 den Humboldt-Preis und war langjähriges Mitglied eines DFG-Graduiertenkollegs an der HU Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Medien und Denkweisen von Kunst, Wissenschaft und Philosophie. Ausstellungen begreift er als mitteilendes Denken im Raum. Ausstellungsprojekte u. a. »10 + 5 = Gott« (Jüdisches Museum Berlin, 2004), »SCHMERZ« (Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart/Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité, 2007), »WUNDER« (Deichtorhallen Hamburg, 2011/12), »Reichtum« (Deutsches Hygiene-Museum Dresden, 2013).

Produktinformationen

Titel: Müde Museen
Untertitel: Oder: Wie Ausstellungen unser Denken verändern könnten
Autor:
EAN: 9783896844576
ISBN: 978-3-89684-457-6
Digitaler Kopierschutz: Wasserzeichen
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Edition Körber Stiftung
Genre: Biographien, Autobiographien
Anzahl Seiten: 296
Veröffentlichung: 12.03.2014
Jahr: 2014
Dateigrösse: 2.1 MB

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