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Risiko Die soziologische Bedeutung und pädagogische Verwertbarkeit am Beispiel des Handlungsfeldes Sport

  • E-Book (epub)
  • 117 Seiten
Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Sport - Sportpädagogik, Didaktik, Note: 1,0, Georg-August-Universität G&o... Weiterlesen
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Beschreibung

Examensarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Sport - Sportpädagogik, Didaktik, Note: 1,0, Georg-August-Universität Göttingen (Institut für Sportwissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Menschheit sieht sich seit jeher mit der Aporie konfrontiert, dass sie ihr permanentes intentionales Streben nach einer als Verbesserung angesehenen Veränderung ihrer Lebensbedingungen und Sinnbezüge dazu zwingt, in bis dato unbekanntes Terrain vorzudringen. Insbesondere in den westlichen Gesellschaften hat dieses Bedürfnis nach Neuem die Qualität eines übergeordneten Kriteriums für die Beurteilung eines erfüllten Lebens gewonnen. Allerdings können weder die Konsequenzen derartiger Schritte in Gänze über-blickt werden noch besteht die Möglichkeit, sich durch eine bewusste Änderung der Verhaltensweisen umfassend auf neue Situationen einzustellen. Es müssen also notwendigerweise aus Unsicherheiten resultierende Risiken im Sinne von - vorwiegend - als negativ beurteilten Folgewirkungen menschlichen Handelns in Kauf genommen werden. Dabei ist die Wahrnehmung eines Risikos jedoch nicht als ein objektiver und zeitinvarianter Sachverhalt anzusehen, sondern sie wird vielmehr von mehreren Faktoren beeinflusst. Dies können einerseits gesellschaftliche Kontexte und individuelle Präferenzen sein. Andererseits spielt aber auch die Art eines Risikos sowie die Aufmerksamkeit, die ihm in der medialen Öffentlichkeit und im wissenschaftlichen Diskurs gewidmet wird, eine wichtige Rolle bei der Risikoperzeption. Diese verschiedenen Beeinflussungsvariablen haben zur Folge, dass es bislang weder gelungen ist, einen allgemein akzeptierten Risikobegriff noch eine kohärente Risikotypologie und schon gar nicht eine generelle Risikotheorie zu formulieren. Dies hängt nicht zuletzt auch damit zusammen, dass der Terminus in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen in Abhängigkeit vom jeweiligen spezifischen Erkenntnisinteresse unterschiedlich konnotiert wird. Alle Disziplinen teilen indes die Auffassung, dass Risiken nach systematischen Handlungsstrategien zu ihrer Begegnung verlangen. In der vorliegenden Arbeit soll es darum gehen, die Risikothematik gezielt hin-sichtlich ihrer Relevanz für pädagogische Konzepte zu untersuchen, wobei diese Analyse aus einer dezidiert soziologischen Perspektive erfolgen soll. Dies bedeutet, dass die Thematik allgemein im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesellschaftsbildung und für Vergesellschaftungsprozesse betrachtet wird und dabei im Ergebnis für ein reflektiertes erzieherisches Handeln im Sinne einer Anleitung zu einem bewussten Umgang mit Risiken nutzbar gemacht werden soll.

Klappentext

Die Menschheit sieht sich seit jeher mit der Aporie konfrontiert, dass sie ihr permanentes intentionales Streben nach einer als Verbesserung angesehenen Veränderung ihrer Lebensbedingungen und Sinnbezüge dazu zwingt, in bis dato unbekanntes Terrain vorzudringen. Insbesondere in den westlichen Gesellschaften hat dieses Bedürfnis nach Neuem die Qualität eines übergeordneten Kriteriums für die Beurteilung eines erfüllten Lebens gewonnen. Allerdings können weder die Konsequenzen derartiger Schritte in Gänze über-blickt werden noch besteht die Möglichkeit, sich durch eine bewusste Änderung der Verhaltensweisen umfassend auf neue Situationen einzustellen. Es müssen also notwendigerweise aus Unsicherheiten resultierende Risiken im Sinne von - vorwiegend - als negativ beurteilten Folgewirkungen menschlichen Handelns in Kauf genommen werden. Dabei ist die Wahrnehmung eines Risikos jedoch nicht als ein objektiver und zeitinvarianter Sachverhalt anzusehen, sondern sie wird vielmehr von mehreren Faktoren beeinflusst. Dies können einerseits gesellschaftliche Kontexte und individuelle Präferenzen sein. Andererseits spielt aber auch die Art eines Risikos sowie die Aufmerksamkeit, die ihm in der medialen Öffentlichkeit und im wissenschaftlichen Diskurs gewidmet wird, eine wichtige Rolle bei der Risikoperzeption. Diese verschiedenen Beeinflussungsvariablen haben zur Folge, dass es bislang weder gelungen ist, einen allgemein akzeptierten Risikobegriff noch eine kohärente Risikotypologie und schon gar nicht eine generelle Risikotheorie zu formulieren. Dies hängt nicht zuletzt auch damit zusammen, dass der Terminus in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen in Abhängigkeit vom jeweiligen spezifischen Erkenntnisinteresse unterschiedlich konnotiert wird. Alle Disziplinen teilen indes die Auffassung, dass Risiken nach systematischen Handlungsstrategien zu ihrer Begegnung verlangen. In der vorliegenden Arbeit soll es darum gehen, die Risikothematik gezielt hin-sichtlich ihrer Relevanz für pädagogische Konzepte zu untersuchen, wobei diese Analyse aus einer dezidiert soziologischen Perspektive erfolgen soll. Dies bedeutet, dass die Thematik allgemein im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesellschaftsbildung und für Vergesellschaftungsprozesse betrachtet wird und dabei im Ergebnis für ein reflektiertes erzieherisches Handeln im Sinne einer Anleitung zu einem bewussten Umgang mit Risiken nutzbar gemacht werden soll.

Produktinformationen

Titel: Risiko Die soziologische Bedeutung und pädagogische Verwertbarkeit am Beispiel des Handlungsfeldes Sport
Autor:
EAN: 9783640801749
ISBN: 978-3-640-80174-9
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Grin Publishing
Genre: Allgemeines, Lexika, Handbücher, Jahrbücher, Geschichte
Anzahl Seiten: 117
Veröffentlichung: 01.01.2011
Jahr: 2011
Dateigrösse: 2.0 MB
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