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Kriemhilt und Medea - Zur mittelaltelichen Konzeption der rächenden Frau

  • E-Book (epub)
  • 46 Seiten
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - ltere Deutsche Literatur, Medivistik, Note: 1,7, Universitt Stuttgar... Weiterlesen
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - ltere Deutsche Literatur, Medivistik, Note: 1,7, Universitt Stuttgart (Literaturwissenschaft), Veranstaltung: HS: Antike Mythen in mittelalterlichen Texten, 35 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Hausarbeit ist es, zu untersuchen, ob es so etwas wie eine mittelalterliche Konzeption der rchenden Frau gibt. Zu diesem Unterfangen sollen exemplarisch die beiden Heroinen herangezogen werden, die am engsten mit der Rachethematik verknpft sind: Medea und Kriemhilt. Medea gilt seit der Antike als die gnadenlose Rcherin schlechthin: "Das mit Medea verknpfte Geschehen lt einen dunklen Schicksalsfatalismus erkennen. Die Handlung ist unbertroffen in der Hrte mit der sie eine Kette schicksalhafter und grauenvoller Taten herausstellt, die jede Hoffnung auf freie Selbstbestimmung des Daseins zerstren. Medea gibt Jason sinnbildlich das Leben zurck, indem sie ihm zuerst hilft, das goldene Vlies zu erbeuten, und dann seine Flucht aus Kolchis ermglicht. [...] Sie nimmt jedoch alles zurck, was sie gegeben hat." Etwa den gleichen Stellenwert hat Kriemhilt fr das Mittelalter; sie wird bisweilen sogar noch drastischer geschildert: "Ihr Wesen ist Rache, das Ziel ist Hagen, der Weg fhrt ber die Leichen ihres Kindes, ihres Volkes, ihrer Brder. Sie ist exemplarische Rcherin in furchtbarster Konsequenz." Ein Vergleich dieser beiden Figuren als mittelalterliche Rcherinnen ist jedoch nicht unproblematisch, was schon in der Materie selbst begrndet ist: Kriemhilts Rache ist in quasi kanonischer Form im Nibelungenlied enthalten, bei dem es sich um einen gerade erst verschriftlichten Sagentext mit langer mndlicher Tradierung handelt. Bei Medeas Rache handelt es sich hingegen um eine Geschichte, die aus einem gnzlich anderen Kulturkreis stammt, bereits seit ber 1000 Jahren verschriftlicht war, ber verschiedene Quellen an den mittelalterlichen Autor weitergeleitet wurde und in verschiedenen Varianten vorliegt. Trotzdem soll ein Vergleich in diesem Zusammenhang versucht werden, da diese beiden Gestalten wohl die prominentesten Vertreterinnen einer femininen Rache im Mittelalter sind und bei allen Unterschieden auch viele hnlichkeiten aufweisen, was im folgenden genauer errtert werden soll.



Klappentext

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 1,7, Universität Stuttgart (Literaturwissenschaft), Veranstaltung: HS: Antike Mythen in mittelalterlichen Texten, 35 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Hausarbeit ist es, zu untersuchen, ob es so etwas wie eine mittelalterliche Konzeption der rächenden Frau gibt. Zu diesem Unterfangen sollen exemplarisch die beiden Heroinen herangezogen werden, die am engsten mit der Rachethematik verknüpft sind: Medea und Kriemhilt. Medea gilt seit der Antike als die gnadenlose Rächerin schlechthin: "Das mit Medea verknüpfte Geschehen läßt einen dunklen Schicksalsfatalismus erkennen. Die Handlung ist unübertroffen in der Härte mit der sie eine Kette schicksalhafter und grauenvoller Taten herausstellt, die jede Hoffnung auf freie Selbstbestimmung des Daseins zerstören. Medea gibt Jason sinnbildlich das Leben zurück, indem sie ihm zuerst hilft, das goldene Vlies zu erbeuten, und dann seine Flucht aus Kolchis ermöglicht. [...] Sie nimmt jedoch alles zurück, was sie gegeben hat." Etwa den gleichen Stellenwert hat Kriemhilt für das Mittelalter; sie wird bisweilen sogar noch drastischer geschildert: "Ihr Wesen ist Rache, das Ziel ist Hagen, der Weg führt über die Leichen ihres Kindes, ihres Volkes, ihrer Brüder. Sie ist exemplarische Rächerin in furchtbarster Konsequenz." Ein Vergleich dieser beiden Figuren als mittelalterliche Rächerinnen ist jedoch nicht unproblematisch, was schon in der Materie selbst begründet ist: Kriemhilts Rache ist in quasi kanonischer Form im Nibelungenlied enthalten, bei dem es sich um einen gerade erst verschriftlichten Sagentext mit langer mündlicher Tradierung handelt. Bei Medeas Rache handelt es sich hingegen um eine Geschichte, die aus einem gänzlich anderen Kulturkreis stammt, bereits seit über 1000 Jahren verschriftlicht war, über verschiedene Quellen an den mittelalterlichen Autor weitergeleitet wurde und in verschiedenen Varianten vorliegt. Trotzdem soll ein Vergleich in diesem Zusammenhang versucht werden, da diese beiden Gestalten wohl die prominentesten Vertreterinnen einer femininen Rache im Mittelalter sind und bei allen Unterschieden auch viele Ähnlichkeiten aufweisen, was im folgenden genauer erörtert werden soll.

Produktinformationen

Titel: Kriemhilt und Medea - Zur mittelaltelichen Konzeption der rächenden Frau
Autor:
EAN: 9783638433617
ISBN: 978-3-638-43361-7
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Grin Publishing
Genre: Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft
Anzahl Seiten: 46
Veröffentlichung: 01.10.2005
Jahr: 2005
Dateigrösse: 0.6 MB
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