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Petting statt Pershing

  • E-Book (epub)
  • 204 Seiten
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Beschreibung

Sie hatten eine bewegte Jugend? Das ist NICHTS im Vergleich zu Gregors! Als Gregors Vater auszieht und der Restfamilie kurz darauf seine neue, farbige Freundin vorstellt, die Mutter mit ihm und seinem vorlauten Bruder in eine Hippie-Kommune zieht, weiß der sensible Teenager bald nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Auch würde er gerne seine Fühler nach der ersten Liebe ausstrecken, aber das Schicksal hat anderes mit ihm vor: Der Kalte Krieg wird plötzlich ein heißer und sein Traum droht, zwischen Protestbewegung und Establishment zu zerplatzen. "Jede Menge Zeit- und Lokalkolorit finden sich in diesem liebenswerten und höchst unterhaltsamen Roman der etwas anderen Art." KlappeAuf - Das Kulturmagazin (www.klappeauf.de) Jetzt als eBook: 'Petting statt Pershing' von Daniel Oliver Bachmann. dotbooks - der eBook-Verlag.

Daniel Oliver Bachmann, geboren 1965 in Schramberg, ist leidenschaftlicher Weltenbummler und Autor zahlreicher Romane, Erzählungen, Reiseberichte und Drehbücher. Ist er gerade nicht quer durch Afrika, Amerika oder Europa unterwegs, dreht der Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg entweder Filme, z.B. für das ZDF und für ARTE, oder verschanzt sich in einer einsamen Hütte im Schwarzwald, um zu schreiben. Daniel Oliver Bachmann erhielt für sein Schaffen zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Münchner-Kurzgeschichten-Literaturpreis, den Georg-Sand-Literaturpreis und den Literaturpreis der Akademie Ländlicher Raum. Der Autor im Internet: www.danieloliverbachmann.de Daniel Oliver Bachmann veröffentlichte bei dotbooks bereits die Romane "Petting statt Pershing", 'All Inclusive - Der Schein trügt' und 'Freiheit für Anfängerinnen' sowie die Krimi-Serie 'Ein Fall für Janet Rosen': 'Das Wespennest', 'Der Baulöwe', 'Das Bambi-Spiel', 'Der Bildhauer', 'Die Tränen der Geisha' und 'Das Kreuzfeuer'.

Autorentext

Daniel Oliver Bachmann, geboren 1965 in Schramberg, ist leidenschaftlicher Weltenbummler und Autor zahlreicher Romane, Erzählungen, Reiseberichte und Drehbücher. Ist er gerade nicht quer durch Afrika, Amerika oder Europa unterwegs, dreht der Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg entweder Filme, z.B. für das ZDF und für ARTE, oder verschanzt sich in einer einsamen Hütte im Schwarzwald, um zu schreiben. Daniel Oliver Bachmann erhielt für sein Schaffen zahlreiche Auszeichnungen, darunter ...



Zusammenfassung
Sie hatten eine bewegte Jugend? Das ist NICHTS im Vergleich zu Gregors!Als Gregors Vater auszieht und der Restfamilie kurz darauf seine neue, farbige Freundin vorstellt, die Mutter mit ihm und seinem vorlauten Bruder in eine Hippie-Kommune zieht, weiß der sensible Teenager bald nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Auch würde er gerne seine Fühler nach der ersten Liebe ausstrecken, aber das Schicksal hat anderes mit ihm vor: Der Kalte Krieg wird plötzlich ein heißer und sein Traum droht, zwischen Protestbewegung und Establishment zu zerplatzen.»Jede Menge Zeit- und Lokalkolorit finden sich in diesem liebenswerten und höchst unterhaltsamen Roman der etwas anderen Art.« KlappeAuf Das Kulturmagazin (www.klappeauf.de) Jetzt als eBook: Petting statt Pershing von Daniel Oliver Bachmann. dotbooks der eBook-Verlag.

Leseprobe
2.
Böpfingen lag nicht in Taka-Tuka-Land, sondern auf der Schwäbischen Alb. Doch am Anfang kam es mir genauso fremd vor. Da waren Berge, da waren Felsen, da waren Wälder und Wiesen. Da waren Leute, die so komisch sprachen, dass ich kein Wort verstand.
"Guck au, d' Fischkopf", sagten meine neuen Klassenkameraden. Sie lachten, steckten mich in den Papierkorb und stellten ihn dem Lehrer aufs Pult. Zumindest die Gewohnheit, auf die Schwachen einzuprügeln, war in Taka-Tuka-Land nicht anders. Ich traute mich kaum aus dem Haus und verkroch mich hinter Büchern. Ich verschlang den Herrn der Ringe und wünschte mir ebenso viel Mut wie Frodo, obwohl ich wusste, dass ich es nicht mal als Pippin schaffen würde. Ich las alle 120 Bände von Karl May vorwärts und rückwärts, und mein größter Held war Old Firehand. Er war so stark wie Old Shatterhand und so sicher mit dem Gewehr wie Old Surehand. Aber er hatte einen anderen Charakter – etwas Dunkles lag in seinen Zügen – und das gefiel mir. Mein Lieblingsbuch war jedoch Moby Dick . Eine Zeit lang lief ich durch die Gegend und sagte: "Nennt mich Ismael". Doch die Leute blieben bei Gregor, und Klever bei "Arschgesicht" oder "Dummbeutel". Danach war ich für ein paar Wochen Queequeg und versuchte mich mit einer heißen Stricknadel zu tätowieren. Aber ich brannte nur Löcher in Mamas Schafwollteppich. Im Grunde meines Herzens wollte ich jedoch wie Moby Dick selbst sein. Ich wollte sein wie der Wal, den es wirklich gegeben hatte. Wie dieser wollte ich meine Jäger zerschmettern und in die Tiefe reißen.
Klever wurde in Taka-Tuka-Land schnell heimisch. Er konnte doppelt so schnell reden wie die Leute, und war damit allen voraus. Ob es Mama gefiel, konnte ich nicht sagen. Zwar besaß sie jetzt einen Garten, der fünfmal so groß war wie der in Dortmund. Trotzdem beschlich mich das Gefühl, dass sie gerne wieder wegziehen würde. Sie und Paps redeten immer weniger miteinander, denn Paps verbrachte mehr und mehr Zeit in seinem Arbeitszimmer und verfasste dicke Wälzer. Ich dachte, warum schreibt er nicht mal was wie Moby Dick? Ab und zu kam er raus, setzte sich ins Auto, fuhr irgendwohin. Wenn er wieder nach Hause kam, war er noch schweigsamer als vorher, sofern das überhaupt möglich war. Dann kullerten Mama ein paar Tränen über die Wangen, und irgendwann versuchte sie nicht mehr, sie zu verbergen.
Doch ich war zu sehr damit beschäftigt, mit Frodo, Gandalf und Aragon Orks zu erledigen, oder mit Winnetou durch den Wilden Westen zu reiten, als Ismael über die Weltmeere zu segeln und vor allem in der Schule zu überleben, als dass ich daran auch nur einen Gedanken verschwendet hätte. In der Grundschule war ich schon schlecht gewesen, und mit Ach und Krach schaffte ich es aufs Gymnasium. Dort schummelte ich mich durch die fünfte Klasse, aber in der sechsten blieb ich sitzen, und danach sah es nicht besser aus.
Da sagte Paps: "Hab genug von dem Gegurke. Ich habe ras de bol."
Natürlich konnte ich noch immer kein Französisch, aber der Sinn war mir inzwischen klar.
"Muss er halt auf die Hauptschule", sagte Paps.
"Wie einer in Mathematik nur Sechsen heimbringen kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben", sagte Paps.
Er schaute in mein Zwischenzeugnis und sagte: "Physik Sechs, Mathematik Sechs, Englisch Sechs. Ich fasse es nicht. Was macht der Bengel den ganzen Tag?"
Mama und ich sahen uns an. Für Paps' Verhältnisse war das eine Grundsatzrede.
"Das, Johannes", sagte Mama, "wüsstest du, wenn du mal aus deinem verdammten Arbeitszimmer rauskommen würdest.&ldquo

Produktinformationen

Titel: Petting statt Pershing
Untertitel: Roman
Autor:
EAN: 9783943835281
ISBN: 978-3-943835-28-1
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Dotbooks
Genre: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Anzahl Seiten: 204
Veröffentlichung: 04.07.2012
Jahr: 2012
Dateigrösse: 0.6 MB
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