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50 Jahre Ausländerpolitik" - Die Migrationspolitik der BRD im Spiegel des Archivs der Gegenwart: Deutschland 1949 bis 1999 (AdG)

  • E-Book (epub)
  • 27 Seiten
Quellenexegese aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Sozialwissenschaften allgemein, , Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser überaus ... Weiterlesen
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Beschreibung

Quellenexegese aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Sozialwissenschaften allgemein, , Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser überaus zitatenreiche Essay lässt vor unseren Augen ein Bild vom Umgang mit Migration entstehen, das nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um Rechtsextremismus Aufschluss gibt: Nämlich über Wechselwirkungen zwischen der 'Ausländerpolitik' auf der Straße und in Parlamenten. Weitere wichtige Konjunkturen und Themensetzungen der migrationspolitischen Debatten in der Geschichte der BRD werden anhand der sorgfältigen Auslegung der Quellen sichtbar: Ab den 1960er Jahren wurde verstärkt eine Debatte über das Thema ausländischer Arbeitskräfte geführt, in deren Verlauf diese zum Problem gemacht wurden. Des Weiteren wird der sich zuspitzende Asyldiskurs erkennbar, der darin gipfelte, dass die Möglichkeit, Asyl in der BRD zu erhalten, nahezu unmöglich gemacht wurde. Seit der zweiten Hälfte der 1970er wurde Einwanderung zunehmend illegalisiert und - nicht zuletzt auf Betreiben der bundesrepublikanischen Politik - EU-weit immer stärkeren Restriktionen unterworfen. Die seit den 1980er Jahren geführte Debatte, ein kommunales Wahlrecht für Menschen ohne deutschen Pass einzuführen, kulminierte in der höchstrichterlichen Feststellung, dass das Wahlrecht ausschließlich den als ethnisch deutsch Geltenden zuzukommen habe und nicht etwa der gesamten Bevölkerung. Eine Ausnahme bilden bei Kommunal- und Europawahlen seit Mitte der 1990er lediglich EU-BürgerInnen. Auch der Verlauf der seit Jahrzehnten geführten Integrationsdebatte, die mit diversen Anpassungsforderungen an hier lebende Menschen anderer Staatsangehörigkeit einhergeht, wird erkennbar. Es zeigt sich, dass das Thema Migration in der BRD im Laufe der Jahre zunehmend aufgebauscht wurde. MigrantInnen galten weithin als Spielball der Politik, mit dem Wahlen unter Ausnutzung rassistischer Stimmungslagen in der Bevölkerung gewonnen werden können, wie das Beispiel der hessischen CDU zeigt, die auf diese Weise aus der Debatte um eine doppelte Staatsbürgerschaft 1999 als Wahlsiegerin im Landtag hervorging. Migrantische Stimmen selbst blieben und bleiben noch immer weitgehend ungehört. Ihr Appell, die allochthonen Bevölkerungsteile angesichts der rassistischen Gewalttaten seit Anfang der 1990er besser zu schützen, verhallte wirkungslos, ihr diesbezügliches Misstrauen gegenüber den hiesigen Behörden blieb gerechtfertigt, wie wir heute mit Blick auf die anhaltende rassistische Gewalt schmerzlich zur Kenntnis nehmen müssen.

Klappentext

Dieser überaus zitatenreiche Essay lässt vor unseren Augen ein Bild vom Umgang mit Migration entstehen, das nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um Rechtsextremismus Aufschluss gibt: Nämlich über Wechselwirkungen zwischen der "Ausländerpolitik" auf der Straße und in Parlamenten. Weitere wichtige Konjunkturen und Themensetzungen der migrationspolitischen Debatten in der Geschichte der BRD werden anhand der sorgfältigen Auslegung der Quellen sichtbar: Ab den 1960er Jahren wurde verstärkt eine Debatte über das Thema ausländischer Arbeitskräfte geführt, in deren Verlauf diese zum Problem gemacht wurden. Des Weiteren wird der sich zuspitzende Asyldiskurs erkennbar, der darin gipfelte, dass die Möglichkeit, Asyl in der BRD zu erhalten, nahezu unmöglich gemacht wurde. Seit der zweiten Hälfte der 1970er wurde Einwanderung zunehmend illegalisiert und - nicht zuletzt auf Betreiben der bundesrepublikanischen Politik - EU-weit immer stärkeren Restriktionen unterworfen. Die seit den 1980er Jahren geführte Debatte, ein kommunales Wahlrecht für Menschen ohne deutschen Pass einzuführen, kulminierte in der höchstrichterlichen Feststellung, dass das Wahlrecht ausschließlich den als ethnisch deutsch Geltenden zuzukommen habe und nicht etwa der gesamten Bevölkerung. Eine Ausnahme bilden bei Kommunal- und Europawahlen seit Mitte der 1990er lediglich EU-BürgerInnen. Auch der Verlauf der seit Jahrzehnten geführten Integrationsdebatte, die mit diversen Anpassungsforderungen an hier lebende Menschen anderer Staatsangehörigkeit einhergeht, wird erkennbar. Es zeigt sich, dass das Thema Migration in der BRD im Laufe der Jahre zunehmend aufgebauscht wurde. MigrantInnen galten weithin als Spielball der Politik, mit dem Wahlen unter Ausnutzung rassistischer Stimmungslagen in der Bevölkerung gewonnen werden können, wie das Beispiel der hessischen CDU zeigt, die auf diese Weise aus der Debatte um eine doppelte Staatsbürgerschaft 1999 als Wahlsiegerin im Landtag hervorging. Migrantische Stimmen selbst blieben und bleiben noch immer weitgehend ungehört. Ihr Appell, die allochthonen Bevölkerungsteile angesichts der rassistischen Gewalttaten seit Anfang der 1990er besser zu schützen, verhallte wirkungslos, ihr diesbezügliches Misstrauen gegenüber den hiesigen Behörden blieb gerechtfertigt, wie wir heute mit Blick auf die anhaltende rassistische Gewalt schmerzlich zur Kenntnis nehmen müssen.

Produktinformationen

Titel: 50 Jahre Ausländerpolitik" - Die Migrationspolitik der BRD im Spiegel des Archivs der Gegenwart: Deutschland 1949 bis 1999 (AdG)
Autor:
EAN: 9783656086819
ISBN: 978-3-656-08681-9
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Grin Publishing
Genre: Sozialwissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 27
Veröffentlichung: 01.12.2011
Jahr: 2011
Dateigrösse: 0.5 MB

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