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Vor- und Nachteile von Umlageverfahren und kapitalgedecktem Alterssicherungssystem aus gesamtwirtschaftlicher Sicht
Corina Barth

Inhaltsangabe:Einleitung: In der anhaltenden Debatte um die bestmögliche Form der Ausgestaltung der Alterssicherung werden di... Weiterlesen
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Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: In der anhaltenden Debatte um die bestmögliche Form der Ausgestaltung der Alterssicherung werden die beiden Finanzierungsverfahren der Alterssicherung, das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren, kontrovers diskutiert. Alterssicherungssysteme haben in vielen Volkswirtschaften eine herausragende einzel- und gesamtwirtschaftliche Bedeutung erlangt. Die ökonomischen Auswirkungen der Alterssicherungssysteme auf das Wirtschaftswachstum, den Arbeitsmarkt sowie die Vermögens- und Kapitalbildung sind zu analysieren und zu berücksichtigen, da diese auch die ökonomischen Veränderungen beeinflussen können. Die gegenwärtige Kritik an der Renten- und Alterssicherungspolitik begründet sich primär auf den steigenden Sozialversicherungsbeiträgen, die zu einer Erhöhung der Lohnnebenkosten führen und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit und das Arbeitsplatzangebot gefährden kann. Zugleich kann ein zu weit gespanntes System der sozialen Sicherung die finanziellen und administrativen Kräfte des Staates überfordern und die Innovationskraft gerade der Leistungsträger der Gesellschaft lähmen. Für die Finanzierungsprobleme eines umlagefinanzierten Alterssicherungssystems wird oftmals die demografische Entwicklung als Ursache für die gegenläufige Entwicklung der Ausgaben und Einnahmen herangezogen und dies führe dazu, dass das Umlageverfahren unfinanzierbar wird. Die Lösung der Probleme des umlagefinanzierten Alterssicherungssystems wird in einem Wechsel des Finanzierungsverfahrens hin zu einem Kapitaldeckungsverfahren gesucht. Hans-Jürgen Krupp, ehemals Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erklärte jedoch, dass die aufgrund des demografischen Wandels prognostizierten Probleme schon einmal in den neunziger Jahren gemeistert wurden, als die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zurückging, die Renten jedoch nominal angestiegen sind, obgleich eines niedrigen Lohnanstiegs und der Verteilung der Last des Rückgangs der Sozialversicherten zwischen Beitragszahlern und Rentnern. In gesamtwirtschaftlichem Zusammenhang zeigt sich daher, dass die Finanzierungsfähigkeit der Alterssicherung entscheidend von den Entwicklungen am Arbeitsmarkt, d.h. der Ausschöpfung des Beschäftigungspotenzials und dem Abbau der Arbeitslosigkeit sowie der Wachstumsrate von Produktivität und Arbeitnehmereinkommen und nicht von demografischen Quoten abhängt. In der vorliegenden Arbeit werden daher die Variablen zukünftiger [...]

Klappentext

Inhaltsangabe:Einleitung: In der anhaltenden Debatte um die bestmögliche Form der Ausgestaltung der Alterssicherung werden die beiden Finanzierungsverfahren der Alterssicherung, das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren, kontrovers diskutiert. Alterssicherungssysteme haben in vielen Volkswirtschaften eine herausragende einzel- und gesamtwirtschaftliche Bedeutung erlangt. Die ökonomischen Auswirkungen der Alterssicherungssysteme auf das Wirtschaftswachstum, den Arbeitsmarkt sowie die Vermögens- und Kapitalbildung sind zu analysieren und zu berücksichtigen, da diese auch die ökonomischen Veränderungen beeinflussen können. Die gegenwärtige Kritik an der Renten- und Alterssicherungspolitik begründet sich primär auf den steigenden Sozialversicherungsbeiträgen, die zu einer Erhöhung der Lohnnebenkosten führen und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit und das Arbeitsplatzangebot gefährden kann. Zugleich kann ein zu weit gespanntes System der sozialen Sicherung die finanziellen und administrativen Kräfte des Staates überfordern und die Innovationskraft gerade der Leistungsträger der Gesellschaft lähmen. Für die Finanzierungsprobleme eines umlagefinanzierten Alterssicherungssystems wird oftmals die demografische Entwicklung als Ursache für die gegenläufige Entwicklung der Ausgaben und Einnahmen herangezogen und dies führe dazu, dass das Umlageverfahren unfinanzierbar wird. Die Lösung der Probleme des umlagefinanzierten Alterssicherungssystems wird in einem Wechsel des Finanzierungsverfahrens hin zu einem Kapitaldeckungsverfahren gesucht. Hans-Jürgen Krupp, ehemals Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erklärte jedoch, dass die aufgrund des demografischen Wandels prognostizierten Probleme schon einmal in den neunziger Jahren gemeistert wurden, als die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zurückging, die Renten jedoch nominal angestiegen sind, obgleich eines niedrigen Lohnanstiegs und der Verteilung der Last des Rückgangs der Sozialversicherten zwischen Beitragszahlern und Rentnern. In gesamtwirtschaftlichem Zusammenhang zeigt sich daher, dass die Finanzierungsfähigkeit der Alterssicherung entscheidend von den Entwicklungen am Arbeitsmarkt, d.h. der Ausschöpfung des Beschäftigungspotenzials und dem Abbau der Arbeitslosigkeit sowie der Wachstumsrate von Produktivität und Arbeitnehmereinkommen und nicht von demografischen Quoten abhängt. In der vorliegenden Arbeit werden daher die Variablen zukünftiger Output, Wirtschaftswachstum und Produktivitätssteigerung in den Mittelpunkt der Betrachtung der Finanzierungsfähigkeit eines Alterssicherungssystems gestellt. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. In Teil 1 werden drei Grundtypen von Alterssicherungssystemen anhand von Begriffspaaren erläutert und die theoretischen Grundlagen des kapitalgedeckten und umlagefinanzierten Alterssicherungssystems dargestellt. Die Ausführungen basieren auf dem Modell der überlappenden Generationen, das in der Literatur die Grundlage aller theoretischen Überlegungen zur Alterssicherung bildet. Auf Basis dieser grundlegenden Ausführungen werden im zweiten Teil der Arbeit, auf welchem der Schwerpunkt mit Kapitel 3 liegt, die Alterssicherungssysteme in gesamtwirtschaftlichem Zusammenhang betrachtet. Da eine vollständige gesamt-wirtschaftliche Betrachtung im Rahmen des zur Verfügung stehenden Umfangs nicht vorgenommen werden kann, werden die hinsichtlich der Alterssicherung zentralen Einflussfaktoren der Produktivitätssteigerung, des Wirtschaftswachstums und der Arbeitsmarktentwicklung herausgegriffen. Im Anschluss daran werden Risiken und Unsicherheiten sowie die Renditen der Alterssicherungssysteme betrachtet. Der dritte Teil beinhaltet eine Gegenüberstellung des Kapitaldeckungs- und des Umlageverfahrens. Basierend auf der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung werden nun die Vor- und Nachteile des jeweiligen Systems diskutiert sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede betrachtet und auf die Auswirkungen und Probleme eines Übergangs von der Umlagefinanzierung zur Kapitaldeckung übergeleitet. Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Schlussbetrachtung ab. Die Zielsetzung der Arbeit besteht darin, die Grundzüge des Kapitaldeckungs- sowie des Umlageverfahrens darzustellen, die beiden Alterssicherungssysteme in den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang einzuordnen und diese schließlich einander gegenüberzustellen. Angesichts des sehr weit gefassten Begriffs der gesamtwirtschaftlichen Sicht werden im Verlauf der Arbeit die Wechselwirkungen der einzelnen Systeme der Alterssicherung mit ökonomischen Größen wie Wirtschaftswachstum, Produktivitäts- und Arbeitsmarktentwicklung dargestellt. Dem in vielen Arbeiten als ausschlaggebend für die Finanzierungsprobleme der Alterssicherungssysteme angeführten demografischen Wandel wird keine zentrale Rolle zukommen. Als Schlüsselfaktoren für die Zukunftsfähigkeit eines Alterssicherungssystems werden die Erweiterung der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten mit den Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und technischer Fortschritt, deren effizienter Einsatz im Produktionsprozess sowie das mit einer langfristigen Zunahme des Produktionspotenzials bezeichnete Wachstum einer Volkswirtschaft herangezogen. Das Ziel der Arbeit soll keine Demonstration einer Über- oder Unterlegenheit eines der beiden Alterssicherungssysteme sein und es wird keine Empfehlung für ein Finanzierungsverfahren ausgesprochen. Die Zielsetzung ist lediglich, auf theoretischer Basis aufbauend, das Kapitaldeckungs- und das Umlageverfahren zu charakterisieren, die Alterssicherungssysteme im gesamtwirtschaftlichen Prozess zu betrachten und die Vor- und Nachteile der Systeme aufzuzeigen. Der Fokus liegt dabei nicht auf den nationalen Problemen der Bundesrepublik Deutschland, sondern auf generellen Ausführungen zu den Problemen eines Alterssicherungssystems. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbbildungsverzeichnisIII TabellenverzeichnisIII FormelverzeichnisIV 1.Einleitung1 1.1Struktur der Arbeit2 1.2Zielsetzung2 2.Theoretische Grundlagen der Alterssicherung4 2.1Das Modell überlappender Generationen4 2.2Grundtypen von Alterssicherungssystemen6 2.3Grundlagen des Umlageverfahrens8 2.3.1Formale Darstellung8 2.3.2Politikoptionen im Umlageverfahren9 2.4Grundlagen des Kapitaldeckungsverfahrens10 3.Die Alterssicherungssysteme aus gesamtwirtschaftlicher Sicht13 3.1Zentrale Faktoren der ökonomischen Betrachtung13 3.1.1Produktion und Wachstum14 3.1.1.1Auswirkungen eines Umlageverfahrens auf die Ersparnisbildung18 3.1.1.2Einfluss eines Kapitaldeckungsverfahrens auf Ersparnis und Wirtschaftswachstum20 3.1.1.3Auswirkungen des demografischen Wandels auf Alterssicherungssyteme24 3.1.2Arbeitsmarktentwicklung27 3.1.3Risiken und Unsicherheiten30 3.2Rendite der Alterssicherungssysteme33 3.2.1Implizite Rendite des Umlageverfahrens33 3.2.2Implizite Rendite des Kapitaldeckungsverfahrens34 4.Gegenüberstellung der Alterssicherungssysteme36 4.1Vor- und Nachteile36 4.2Gemeinsamkeiten und Unterschiede40 4.3Auswirkungen und Probleme eines Übergangs von der Umlagefinanzierung zur Kapitaldeckung41 5.Schlussbetrachtung43 Literaturverzeichnis45 Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.1.2, Arbeitsmarktentwicklung: Im vorangegangenen Kapitel wurden die Finanzierungsprobleme der Alterssicherungssysteme im Hinblick auf die demografische Entwicklung diskutiert. Die Entwicklung hin zu einem steigenden Durchschnittsalter der Gesellschaft sollte auch keinesfalls ignoriert, sondern in gesamtwirtschaftlichem Zusammenhang betrachtet und interpretiert werden. Die Finanzierungsfähigkeit der Alterssicherung wird zum einen entscheidend von der Entwicklung des Arbeitsmarktes beeinflusst, d.h. der Ausschöpfung des Beschäftigungspotenzials und dem Abbau der Arbeitslosigkeit, und hängt zum anderen von den Wachstumsraten von Produktivität und Arbeitnehmereinkommen ab. Aufgrund der Bedeutsamkeit des Outputs stellt sich die zentrale Frage nach der Förderung des Wirtschaftswachstums. Für die Erhöhung des Outputs gibt es zum einen die Möglichkeit die Arbeitsproduktivität, d.h. den Produktionsoutput je Arbeitsstunde, zu erhöhen, wodurch dann Lohnsteigerungen verdient werden. Um eine Produktivitätssteigerung zu erreichen, wird eine größere Zahl an verbesserten Produktionsmitteln sowie eine größere Anzahl an Arbeitskräften jeder Altersgruppe mit einer fundierten Bildung bzw. Ausbildung benötigt. Die Erweiterung des Arbeitskräfteangebots kann weitestgehend durch politisch gesetzte Rahmenbedingungen erfolgen. Der Beschäftigungspolitik kommt im Rahmen der Alterssicherung eine große Bedeutung zu. Im vorangegangenen Abschnitt wurde schon auf die Notwendigkeit eines gut ausgebildeten und zahlreich vorhandenen Erwerbspersonenpotenzials hingewiesen, um das für das Fortbestehen eines funktionierenden Alterssicherungssystems notwendige Produktivitätswachstum zu generieren. Im Jahr 2006 lagen die Gesamteinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland erstmals wieder über den Ausgaben, was auf das Absinken der Arbeitslosigkeit und der nicht voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen ist. Die Arbeitsmarktentwicklung ist eine der zentralen strategischen Variablen für die Alterssicherungspolitik, denn eine hohe Erwerbstätigkeit und Produktivität sind wichtige Voraussetzungen, um ausreichend Güter und Dienstleistungen herzustellen und damit eine materielle Grundlage für Alterssicherung auf hohem Niveau zu schaffen. Das übergeordnete Ziel muss sein, die Beschäftigungsquote zu erhöhen und hier insbesondere Fortschritte bei der Beschäftigung von Frauen und älteren Arbeitskräften zu erzielen. Die Erhöhung der Beschäftigungsquote der Frauen geht einher mit einer verbesserten Familienpolitik, da ein gut ausgebautes Kinderbetreuungssystem die Möglichkeit einer früheren bzw. generellen Rückkehr in den Beruf erhöht. Schon mit der Rentenreform 2001 wurde in Deutschland die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausgebaut, indem eine kinderbezogene Höherbewertung von Beitragszeiten und Ausgleichsmaßnahmen bei der Erziehung mehrerer Kinder erfolgte. Nachdem die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer jahrelang zurückgegangen ist, unter anderem aufgrund der Inanspruchnahme von Vorruhestandsregelungen, wurden nun in Deutschland Maßnahmen getroffen um diese Regelungen weniger attraktiv zu gestalten und mit einer Anhebung der Altersgrenze die Arbeitszeit zu verlängern. Des Weiteren zielt eine Reihe von Reformmaßnahmen darauf ab, die Erwerbsquote älterer Arbeitskräfte nachhaltig zu erhöhen, wie Zu- oder Abschläge bei einem Rentenbeginn vor bzw. nach Erreichen der Regelaltersgrenze. Um zukünftig die Produktion so effizient wie möglich zu gestalten und eine Erhöhung der Produktivität zu erreichen, ist eine entsprechend gute Schulbildung, Ausbildung und Qualifikation erforderlich. Die Zunahme des wissenschaftlich-technischen Fortschritts ermöglicht Produktivitätssteigerungen und stellt gleichzeitig auch höhere Anforderungen an das Wissen und die Flexibilität der Arbeitnehmer, die durch Investitionen in Aus- und Fortbildung der Menschen gefördert werden müssen. Alterssicherungssysteme haben in erster Linie einen sozialpolitischen Auftrag, unter welchem allerdings auch beschäftigungspolitische Ziele mitberücksichtigt werden sollen. Dies beinhaltet, dass die Finanzierung eines Alterssicherungssystems nicht über die Gebühr zu einer Belastung des Faktors Arbeit wird. Für ein beitragsfinanziertes System, das unmittelbar an die Erwerbstätigkeit anknüpft, bedeutet dies eine Begrenzung des Beitragssatzanstiegs. Es gilt weiterhin Anreize zur Aufnahme bzw. Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit zu schaffen, d.h. einen vorzeitigen Austritt aus dem Erwerbsleben zu verhindern, einen frühen Einstieg ins Erwerbsleben zu generieren und aus Arbeitgebersicht sozialversicherungspflichtige Stellen zu schaffen und zu erhalten. Der Anreiz für die Aufnahme einer Beschäftigung besteht in der Bundesrepublik Deutschland bereits darin, dass sich die Rente nach der Höhe der im Verlauf des gesamten Erwerbslebens bezogenen Arbeitsentgelte bemisst und jeder Monat, in dem eine versicherungspflichtige Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, die Rentenanwartschaft sowie das sozialversicherungspflichtige Einkommen erhöht. Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung der Zahl der Arbeitkräfte stellt der Import von qualifizierten Arbeitskräften dar, der durch Lockerung der Einwanderungsbestimmungen angeregt werden kann. Grund dafür ist, dass sich aufgrund der wachsenden Bedeutung einer wissensbasierten Wirtschaft in Sektoren wie dem Gesundheitswesen, Ingenieurwesen und unterschiedlichen Dienstleistungsbranchen der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zuspitzen wird. Diese Tatsache wirkt sich nachteilig auf das Wachstum und die Produktivität aus und das Angebot an sozialen Dienstleistungen kann stärker beeinträchtigt werden. Gezielte Maßnahmen im Rahmen der Fachkräftezuwanderung können möglichen Mangeleffekten vorbeugen. Qualifizierte Zuwanderer könnten somit maßgeblich zum Erhalt des Wohlstands und des Sozialsystems in Deutschland beitragen. Über die erstrebenswerte Anzahl an Zuwanderung kann die Analyse der wirtschaftlichen Aspekte keinen Aufschluss geben, da dies vor allem von grundsätzlichen gesellschaftspolitischen Fragen abhängt, beispielsweise von der Frage nach der gewünschten Form und Zusammensetzung der Gesellschaft. Die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland ist ein eher kurzfristiges und effizientes Instrument, um Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu beheben. Bei der Frage der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sind langfristig weitere Aspekte hinsichtlich des Wettbewerbs mit inländischen Arbeitskräften um die freien Arbeitsstellen und im Hinblick auf das gesellschaftliche Zusammenleben zu bedenken. Da nur selten Schwierigkeiten im Rahmen der Integration von qualifizierten Zuwanderern mit guten Zukunftsperspektiven auftreten wird die richtige Steuerung der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu Wirtschaftswachstum und damit zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze beitragen. Insgesamt können in der Politik unterschiedliche Lösungsansätze zur Vermeidung von zukünftigen Engpässen auf dem Arbeitsmarkt angestrebt werden. Die Priorität einer Regierung wird auf der Förderung höherer Qualifikationen, der Erweiterung der Erwerbstätigenquote und der Verlängerung der Lebensarbeitszeit liegen. Sind diese Maßnahmen unzureichend, sollten spezifische Zuwanderungsprogramme in Betracht gezogen werden, denn die Arbeitszuwanderung kann ein essentielles Instrument zum Erhalt des Wirtschaftswachstums und des Wohlfahrtsstaates sein.



Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:In der anhaltenden Debatte um die bestmögliche Form der Ausgestaltung der Alterssicherung werden die beiden Finanzierungsverfahren der Alterssicherung, das Umlageverfahren und das Kapitaldeckungsverfahren, kontrovers diskutiert. Alterssicherungssysteme haben in vielen Volkswirtschaften eine herausragende einzel- und gesamtwirtschaftliche Bedeutung erlangt. Die ökonomischen Auswirkungen der Alterssicherungssysteme auf das Wirtschaftswachstum, den Arbeitsmarkt sowie die Vermögens- und Kapitalbildung sind zu analysieren und zu berücksichtigen, da diese auch die ökonomischen Veränderungen beeinflussen können. Die gegenwärtige Kritik an der Renten- und Alterssicherungspolitik begründet sich primär auf den steigenden Sozialversicherungsbeiträgen, die zu einer Erhöhung der Lohnnebenkosten führen und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit und das Arbeitsplatzangebot gefährden kann. Zugleich kann ein zu weit gespanntes System der sozialen Sicherung die finanziellen und administrativen Kräfte des Staates überfordern und die Innovationskraft gerade der Leistungsträger der Gesellschaft lähmen.Für die Finanzierungsprobleme eines umlagefinanzierten Alterssicherungssystems wird oftmals die demografische Entwicklung als Ursache für die gegenläufige Entwicklung der Ausgaben und Einnahmen herangezogen und dies führe dazu, dass das Umlageverfahren unfinanzierbar wird. Die Lösung der Probleme des umlagefinanzierten Alterssicherungssystems wird in einem Wechsel des Finanzierungsverfahrens hin zu einem Kapitaldeckungsverfahren gesucht. Hans-Jürgen Krupp, ehemals Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), erklärte jedoch, dass die aufgrund des demografischen Wandels prognostizierten Probleme schon einmal in den neunziger Jahren gemeistert wurden, als die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zurückging, die Renten jedoch nominal angestiegen sind, obgleich eines niedrigen Lohnanstiegs und der Verteilung der Last des Rückgangs der Sozialversicherten zwischen Beitragszahlern und Rentnern. In gesamtwirtschaftlichem Zusammenhang zeigt sich daher, dass die Finanzierungsfähigkeit der Alterssicherung entscheidend von den Entwicklungen am Arbeitsmarkt, d.h. der Ausschöpfung des Beschäftigungspotenzials und dem Abbau der Arbeitslosigkeit sowie der Wachstumsrate von Produktivität und Arbeitnehmereinkommen und nicht von demografischen Quoten abhängt. In der vorliegenden Arbeit werden daher die Variablen zukünftiger []

Produktinformationen

Titel: Vor- und Nachteile von Umlageverfahren und kapitalgedecktem Alterssicherungssystem aus gesamtwirtschaftlicher Sicht
Autor: Corina Barth
EAN: 9783836622899
ISBN: 978-3-8366-2289-9
Format: PDF
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Betriebswirtschaft
Anzahl Seiten: 56
Veröffentlichung: 28.11.2008
Jahr: 2008
Dateigrösse: 0.4 MB