Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Trendwende zur Reurbanisierung in Leipzig?

  • E-Book (pdf)
  • 129 Seiten
Inhaltsangabe:Einleitung: Das vorliegende Thema lässt sich zunächst allgemein im Bereich der Sozial- und Stadtgeographie... Weiterlesen
E-Books ganz einfach mit der kostenlosen Ex Libris-Reader-App lesen. Hier erhalten Sie Ihren Download-Link.
CHF 51.90
Download steht sofort bereit
Informationen zu E-Books
E-Books eignen sich auch für mobile Geräte (sehen Sie dazu die Anleitungen).
E-Books von Ex Libris sind mit Adobe DRM kopiergeschützt: Erfahren Sie mehr.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Das vorliegende Thema lässt sich zunächst allgemein im Bereich der Sozial- und Stadtgeographie einordnen, wobei sich auch andere wissenschaftliche Disziplinen, wie beispielsweise die Soziologie und Demographie, mit Migrationen befassen. Dennoch ver-deutlicht die Dimension des Themas die wissenschaftliche Breite der Geographie. Diese Diplomarbeit bietet einen geographischen Beitrag zum Wandel ostdeutscher Städte, im Rahmen der städtischen Transformation, dar. Bereits in den 1970/80er Jahren entstand eine Diskussion über die urbane Renaissance, Regenerierung bzw. Reurbanisierung westdeutscher (Innen-) Städte, wenn-gleich auch die Suburbanisierung räumliche Prozesse dominierte. Die Forscher stellten sich damals die Frage „Was sind das für Leute?“, die „…die Innenstadt…zum Wohnen geradezu suchen“. Einerseits waren die so genannten neuen Haushaltstypen, die sich infolge des beginnenden demographischen Wandels herausbildeten an dieser Entwicklung beteiligt. Andererseits machten die Forscher eine Gruppe der so genannten 'neuen Urbaniten' (vgl. Abschnitt 3.1.3) aus, deren Wohnpräferenzen innenstadtorientiert sind. Mit der Wiedervereinigung verebbte diese Forschungsrichtung zunächst, denn es taten sich neue und bedeutendere Entwicklungen auf, die es zu untersuchen galt: Die Suburbanisierung, die Transformationsprozesse und die Problematik der schrumpfenden Städte prägten die ostdeutsche Forschungslandschaft der Nachwendezeit. Gegen Ende der 1990er Jahre deutet sich eine gesamtdeutsche Trendabschwächung der Stadt-Umland-Wanderung an. Auch für Westeuropa und die USA sind ähnliche Entwicklungen beschrieben. Ein Gutachten im Auftrag der BUNDESFORSCHUNGSANSTALT FÜR LANDESKUNDE UND RAUMORDNUNG prognostizierte kurz nach der Wende, dass die Ost-West-Wanderung sich fortsetzen wird. Jedoch könnte sich die ostdeutsche Binnenwanderung hin zu ökonomisch attraktiveren Regionen, wie Leipzig und Berlin verschieben. Die Abbildung 1 zeigt die kern-städtische Bevölkerungsentwicklung ostdeutscher Oberzentren seit Ende der 1990er Jahre. Demnach gibt es aktuell in der ostdeutschen Schrumpfungslandschaft nicht nur sich ent-leerende Räume sondern durchaus so genannte 'Stabilitätsinseln', die die Gewinner regionaler Disparitäten in den Neuen Ländern sind wie z.B. die Stadt Leipzig. Die Differenzierung des Betrachtungszeitraums weist darauf hin, dass sich mit Beginn des 21. Jahrhunderts die Städte in einer Trendabschwächung der Suburbanisierung und [...]

Claudia Wiegandt, Diplom-Geographin, Studium der Geographie, Geologie und Umwelt- und Planungsrecht an der Universität Leipzig. Derzeit tätig als Projektmitarbeiterin im Bereich Standortanalyse.

Autorentext
Claudia Wiegandt, Diplom-Geographin, Studium der Geographie, Geologie und Umwelt- und Planungsrecht an der Universität Leipzig. Derzeit tätig als Projektmitarbeiterin im Bereich Standortanalyse.

Klappentext

Die ostdeutsche Siedlungsentwicklung wurde nach der Wiedervereinigung vor allem durch die Bevölkerungsabwanderung in die Alten Bundesländer, die nachholende Suburbanisierung und einem Einbruch der Geburtenraten infolge des demographischen Wandels geprägt. Dabei gelten sozioökonomische Ungleichheiten als ein Auslöser räumlicher Wanderungsbewegungen, die wiederum auf individuelle Wohnstandortentscheidungen zurückzuführen sind. Angesichts dieser Entwicklungen wurde in den 1990er Jahren die Thematik der schrumpfenden Städte zu einem akuten Problem der Stadtentwicklung in Ostdeutschland. In der ostdeutschen Schrumpfungslandschaft gibt es aktuell dennoch nicht nur sich entleerende Räume sondern durchaus so genannte "Stabilitätsinseln", die die Gewinner regionaler Disparitäten in den Neuen Ländern sind. Die Stadt Leipzig galt lange Zeit als typisch schrumpfende Stadt. Seit 1999 kann sie jedoch wieder neue Einwohnerzuwächse verzeichnen. In den vergangenen Jahren war Leipzig immer wieder in den nationalen Medien präsent - beispielsweise mit der Ansiedlung von Porsche und BMW, der Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012, der Fußball-WM 2006 und zuletzt mit der Standortentscheidung des Logistikunternehmens DHL. Dabei ist der städtische Arbeitsmarkt nach wie vor durch eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Dennoch scheint Leipzig besonders attraktiv für junge Menschen zu sein, denn die Wanderungsgewinne sind vor allem auf die Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen zurückzuführen. So sind es zwar einerseits vorrangig Studenten, die in die Universitätsstadt ziehen, um eine Ausbildung zu beginnen. Andererseits entstehen jedoch mit den oben genannten Ansiedlungen Arbeitsplätze, die attraktiv für beruflich hochqualifizierte Arbeitskräfte sein könnten. Möglicherweise ist diese Entwicklung der Beginn einer Reurbanisierung, die neue Chancen, aber auch Risiken, für die Leipziger Stadtentwicklung mit sich bringt. In der vorliegenden Arbeit werden die aktuellen Wanderungszuwächse untersucht, um der Frage nachzugehen, welche Bevölkerungsgruppen an dieser Entwicklung beteiligt sind sowie welche Gründe diese für ihre urbane Wohnstandortentscheidung hatten. Ausgehend von der empirischen Analyse wird erforscht ob der Prozess der städtischen Wiederbevölkerung möglicherweise Potenziale für eine neue Phase der Reurbanisierung initiieren könnte.



Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:Das vorliegende Thema lässt sich zunächst allgemein im Bereich der Sozial- und Stadtgeographie einordnen, wobei sich auch andere wissenschaftliche Disziplinen, wie beispielsweise die Soziologie und Demographie, mit Migrationen befassen. Dennoch ver-deutlicht die Dimension des Themas die wissenschaftliche Breite der Geographie. Diese Diplomarbeit bietet einen geographischen Beitrag zum Wandel ostdeutscher Städte, im Rahmen der städtischen Transformation, dar.Bereits in den 1970/80er Jahren entstand eine Diskussion über die urbane Renaissance, Regenerierung bzw. Reurbanisierung westdeutscher (Innen-) Städte, wenn-gleich auch die Suburbanisierung räumliche Prozesse dominierte. Die Forscher stellten sich damals die Frage ?Was sind das für Leute??, die ??die Innenstadt?zum Wohnen geradezu suchen?. Einerseits waren die so genannten neuen Haushaltstypen, die sich infolge des beginnenden demographischen Wandels herausbildeten an dieser Entwicklung beteiligt. Andererseits machten die Forscher eine Gruppe der so genannten "neuen Urbaniten" (vgl. Abschnitt 3.1.3) aus, deren Wohnpräferenzen innenstadtorientiert sind.Mit der Wiedervereinigung verebbte diese Forschungsrichtung zunächst, denn es taten sich neue und bedeutendere Entwicklungen auf, die es zu untersuchen galt: Die Suburbanisierung, die Transformationsprozesse und die Problematik der schrumpfenden Städte prägten die ostdeutsche Forschungslandschaft der Nachwendezeit.Gegen Ende der 1990er Jahre deutet sich eine gesamtdeutsche Trendabschwächung der Stadt-Umland-Wanderung an. Auch für Westeuropa und die USA sind ähnliche Entwicklungen beschrieben.Ein Gutachten im Auftrag der BUNDESFORSCHUNGSANSTALT FÜR LANDESKUNDE UND RAUMORDNUNG prognostizierte kurz nach der Wende, dass die Ost-West-Wanderung sich fortsetzen wird. Jedoch könnte sich die ostdeutsche Binnenwanderung hin zu ökonomisch attraktiveren Regionen, wie Leipzig und Berlin verschieben.Die Abbildung 1 zeigt die kern-städtische Bevölkerungsentwicklung ostdeutscher Oberzentren seit Ende der 1990er Jahre. Demnach gibt es aktuell in der ostdeutschen Schrumpfungslandschaft nicht nur sich ent-leerende Räume sondern durchaus so genannte "Stabilitätsinseln", die die Gewinner regionaler Disparitäten in den Neuen Ländern sind wie z.B. die Stadt Leipzig. Die Differenzierung des Betrachtungszeitraums weist darauf hin, dass sich mit Beginn des 21. Jahrhunderts die Städte in einer Trendabschwächung der Suburbanisierung und []

Produktinformationen

Titel: Trendwende zur Reurbanisierung in Leipzig?
Untertitel: Eine empirische Untersuchung über Wanderungsmotive
Autor:
EAN: 9783836606592
ISBN: 978-3-8366-0659-2
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Geografie
Anzahl Seiten: 129
Veröffentlichung: 11.04.2014
Jahr: 2014
Dateigrösse: 4.1 MB