Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Magna mortalitas fuit - Seuchen im dritten Jahrhundert und die Krise des römischen Reiches

  • E-Book (epub)
  • 28 Seiten
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1, Universitä... Weiterlesen
E-Books ganz einfach mit der kostenlosen Ex Libris-Reader-App lesen. Hier erhalten Sie Ihren Download-Link.
CHF 5.90
Download steht sofort bereit
Informationen zu E-Books
E-Books eignen sich auch für mobile Geräte (sehen Sie dazu die Anleitungen).
E-Books von Ex Libris sind mit Adobe DRM kopiergeschützt: Erfahren Sie mehr.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1, Universität Leipzig (Historisches Seminar), 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im 3. Jahrhundert kam es zu mehreren Seuchenwellen in Alexandria, Carthago und anderen Orten. Diese Seuchen wurden von der Forschung lange als eines von diversen Phänomenen einer Globalkrise der Römischen Reichs angesehen. Eng verbunden damit ist die Diskussion um Ursachen für den Untergang des Reichs.
Neben den Seuchen kam es zu wirtschaftlichen Krisen, zu gewaltsamen und schnellen Thronwechseln, zu zahlreichen 'Barbaren'-Einfällen, unsicheren Grenzen und anderen 'Krisen'-Phänomenen. Die Interpretation einer umfassenden Krise wird von der neueren Forschung jedoch zunehmend hinterfragt (Vgl. v.a. Witschel 1999).
In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, was den vorhandenen Quellen tatsächlich an brauchbaren Informationen entnommen werden kann. Es soll abgewogen werden, welche Schlussfolgerungen daraus für das Ausmaß und die demographischen Auswirkungen der Seuchen möglich sind. Des weiteren stellt sich die Frage, ob die Seuchen subjektiv als Krisenphänomen wahrgenommen wurden.
Das Fehlen statistischer Daten zwingt dazu, sich vor allem an literarischen Quellen zu orientieren, also an Briefen, Chroniken usw., in denen allein direkte Aussagen zu Seuchen zu finden sind. Die überlieferten zeitgenössischen Quellen (Dionysius, Cyprian) sowie spätere, historiographische Zeugnisse der Antike (Zosimus, Orosius, Historia Augusta, Eutropius, Zonaras) werden kritisch untersucht.
Des weiteren werden die verschiedenen Versuche der Forschung, aus anderen Quellen indirekte Hinweise zu Seuchen und demographischen Entwicklungen des 3. Jahrhunderts herauszulesen, vorgestellt und eingeschätzt. Wierschowski (1994), Duncan-Jones (1996), Haberman (1998). Die grundsätzliche Möglichkeit, demographische Aussagen für die Antike zu machen, wurde u.a. von Boak (1955), Finley (1958), Wierschowski (1994) und Witschel (1999) diskutiert. Die Diskussion wird hier zusammengefasst und auf die Frage von Seuchen bezogen.
Es wird ein abgewogenes Fazit auf der Grundlage von Quellen und Forschungslage gezogen. Antike Quellen vermitteln zunächst ein ausschnittartiges Bild von einem individuellen Beobachterstandpunkt. Ihre objektive Aussagekraft gilt es einzuschätzen. Bei allen Problemen, das Ausmaß der Seuchen zu erfassen, ist es bemerkenswert, dass sie sich wie ein roter Faden durch die Geschichtsschreibung der nächsten Jahrhunderte zieht. Ihre Wirkung auf das kollektive Bewusstsein der Spätantike scheint gegeben. Dennoch ist die Kritik gegenüber globalen Krisenmodellen zu betonen.

Produktinformationen

Titel: Magna mortalitas fuit - Seuchen im dritten Jahrhundert und die Krise des römischen Reiches
Untertitel: Seuchen im dritten Jahrhundert und die ?Krise? des römischen Reiches
Autor:
EAN: 9783638484817
ISBN: 978-3-638-48481-7
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Grin Publishing
Genre: Vor- und Frühgeschichte
Anzahl Seiten: 28
Veröffentlichung: 01.03.2006
Jahr: 2006
Dateigrösse: 0.2 MB