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Soziodemographische Strukturen in der Greifswalder Großwohnsiedlung Schönwalde II
Christoph Schützler

Inhaltsangabe:Einleitung: Die „Plattenbausiedlungen“ der DDR sind seit 1990 neben einem Imageverfall dieser ehemals be... Weiterlesen
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Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Die „Plattenbausiedlungen“ der DDR sind seit 1990 neben einem Imageverfall dieser ehemals bevorzugten Wohnquartiere einem gravierenden sozialen Strukturwandel unterworfen, der zu ersten sozialen Segregationsprozessen und der Zunahme sozialer Konflikte führte. Am Beispiel der Greifswalder Großwohnsiedlung Schönwalde II mit knapp 10.000 Einwohnern werden diese Prozesse, deren Hauptursachen in den selektiv verlaufenden Wanderungsbewegungen begründet sind, und ihre Auswirkungen auf die Stadtteilentwicklung eingehend untersucht. Die Datenbasis der Arbeit bildet eine umfangreiche, quantitative Haushaltsbefragung, die in ca. 8% der Haushalte durchgeführt wurde. Um die soziodemographischen Strukturen und die aktuelle Situation im Stadtteil genau analysieren zu können, wurden deren Ergebnisse durch qualitative Interviews mit kommunalen Entscheidungsträgern und Gebietsexperten, durch eine weitestmögliche Auswertung vorliegender, statistischer Daten sowie durch eine Kartierung des Wohngebietes ergänzt. Schönwalde II ist von außen betrachtet eine typische DDR-Großwohnsiedlung mit relativ homogenen Bebauungs- und Wohnungsstrukturen. Dem Wohnraumangebot folgend dominieren Single- und Paarhaushalte, während der Anteil an Familienhaushalten weit unter dem in den meisten Plattenbaugebieten der Neuen Bundesländer liegt. Bisher überwiegen im Wohnquartier noch die mittleren Einkommensgruppen und auch die zuziehende Bevölkerung weist heterogene soziostrukturelle Merkmale auf, es sind aber inzwischen Tendenzen einer sozialen Entmischung nach unten festzustellen, die sich in prägnanten, sozialen Differenzen zu den Altbauquartieren und Randgebieten Greifswalds, problematischen Merkmalen der sozialen und demographischen Entwicklung und zunehmenden sozialen Konflikten manifestieren. Gegenüber den Vorjahren schwächen sich die gravierenden Wanderungsverluste allmählich ab, aber auch künftig ist von einer negativen Bevölkerungsentwicklung auszugehen, da die Migrationsbereitschaft unter den Bewohnern nach wie vor als hoch einzustufen ist. Die räumlichen Bevölkerungsbewegungen verursachen neben dem drastischen soziodemographischen Wandel einen sich kontinuierlich erhöhenden Leerstand und eine unvermindert hohe Fluktuation. Die Stadt-Umland-Wanderung ist nicht mehr vorrangig für die Einwohnerverluste verantwortlich; innerstädtische und überrregionale Zielgebiete haben nach den Arbeitsergebnissen eine ebenso hohe Bedeutung. Für Haushalte in der [...]

Klappentext

Inhaltsangabe:Einleitung: Die Plattenbausiedlungen der DDR sind seit 1990 neben einem Imageverfall dieser ehemals bevorzugten Wohnquartiere einem gravierenden sozialen Strukturwandel unterworfen, der zu ersten sozialen Segregationsprozessen und der Zunahme sozialer Konflikte führte. Am Beispiel der Greifswalder Großwohnsiedlung Schönwalde II mit knapp 10.000 Einwohnern werden diese Prozesse, deren Hauptursachen in den selektiv verlaufenden Wanderungsbewegungen begründet sind, und ihre Auswirkungen auf die Stadtteilentwicklung eingehend untersucht. Die Datenbasis der Arbeit bildet eine umfangreiche, quantitative Haushaltsbefragung, die in ca. 8% der Haushalte durchgeführt wurde. Um die soziodemographischen Strukturen und die aktuelle Situation im Stadtteil genau analysieren zu können, wurden deren Ergebnisse durch qualitative Interviews mit kommunalen Entscheidungsträgern und Gebietsexperten, durch eine weitestmögliche Auswertung vorliegender, statistischer Daten sowie durch eine Kartierung des Wohngebietes ergänzt. Schönwalde II ist von außen betrachtet eine typische DDR-Großwohnsiedlung mit relativ homogenen Bebauungs- und Wohnungsstrukturen. Dem Wohnraumangebot folgend dominieren Single- und Paarhaushalte, während der Anteil an Familienhaushalten weit unter dem in den meisten Plattenbaugebieten der Neuen Bundesländer liegt. Bisher überwiegen im Wohnquartier noch die mittleren Einkommensgruppen und auch die zuziehende Bevölkerung weist heterogene soziostrukturelle Merkmale auf, es sind aber inzwischen Tendenzen einer sozialen Entmischung nach unten festzustellen, die sich in prägnanten, sozialen Differenzen zu den Altbauquartieren und Randgebieten Greifswalds, problematischen Merkmalen der sozialen und demographischen Entwicklung und zunehmenden sozialen Konflikten manifestieren. Gegenüber den Vorjahren schwächen sich die gravierenden Wanderungsverluste allmählich ab, aber auch künftig ist von einer negativen Bevölkerungsentwicklung auszugehen, da die Migrationsbereitschaft unter den Bewohnern nach wie vor als hoch einzustufen ist. Die räumlichen Bevölkerungsbewegungen verursachen neben dem drastischen soziodemographischen Wandel einen sich kontinuierlich erhöhenden Leerstand und eine unvermindert hohe Fluktuation. Die Stadt-Umland-Wanderung ist nicht mehr vorrangig für die Einwohnerverluste verantwortlich; innerstädtische und überrregionale Zielgebiete haben nach den Arbeitsergebnissen eine ebenso hohe Bedeutung. Für Haushalte in der Gründungsphase, Studierende und Bewohner mit Zweitwohnsitz hat der Stadtteil als temporärer Wohnstandort mit vglw. günstigen Mieten dagegen an Bedeutung gewonnen. Mit Ausnahme immobiler Bevölkerungsgruppen (alleinlebende Rentner, Kinder) ist zudem eine hohe Außenorientierung unter den Bewohnern festzustellen, die insbesondere in den Sommermonaten zum Tragen kommt und den Charakter Schönwaldes als Quartier mit fast ausschließlicher Wohnfunktion verstärkt. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung und Zielstellung der Arbeit1 2.Allgemeiner Teil4 2.1Die Entwicklung des industriellen Wohnungsbaus und die Wohnungspolitik in der DDR4 2.1.1Wohnungsvergabepolitik7 2.1.2Bevölkerungsstrukturen in den Plattenbausiedlungen8 2.2Großsiedlungen und sozialer Wohnungsbau in der Bundesrepublik9 2.3Sozialgeographische Entwicklungsprozesse in den Stadtquartieren der Neuen Bundesländer nach 198911 2.3.1Die städtischen Strukturen im Umbruch11 2.3.1.1Gründerzeitliche Viertel - Der Prozeß der Aufwertung14 2.3.1.2Suburbanisierungsprozesse16 2.3.2Der Wertewandel im Zuge des Transformationsprozesses17 2.3.3Kennzeichen der natürlichen und räumlichen Bevölkerungsbewegung in den Städten Ostdeutschlands19 2.3.4Die Großwohnsiedlungen im Wandel21 2.3.4.1Förderprogramme zur Weiterentwicklung der Großsiedlungen24 3.Städtische Strukturen Greifswalds26 3.1Demographische Charakteristika26 3.2Gliederung Greifswalds nach Stadtteilen30 3.2.1Die Greifswalder Großwohnsiedlungen32 3.3Einordnung der Großwohnsiedlung Schönwalde II35 3.3.1Bau und Planung von Schönwalde II35 3.3.2Eingrenzung des Untersuchungsraumes und Beschreibung der Ausgangssituation in Schönwalde II36 3.3.2.1Der Sanierungsstand38 3.3.2.2Die infrastrukturelle Ausstattung des Wohngebietes40 4.Methodik und Datenerhebung42 4.1Hypothesenbildung42 4.2Die Haushaltsbefragung in Schönwalde II43 4.2.1Erstellung und Konstruktion des Fragebogens43 4.2.2Die Auswahl der Stichprobe45 4.2.3Pre-Testund Interviewerschulung47 4.2.4Der Ablauf der Befragung48 4.2.5Überprüfung der Repräsentativität und Validität49 4.3Qualitative Interviews55 5.Analytischer Teil56 5.1Wohnungs- und Quartiersstrukturen57 5.1.1Leerstehender Wohnraum59 5.1.2Das Mietpreisniveau61 5.1.3Quartiersbildung62 5.2Demographische Merkmale und Strukturen66 5.2.1Die Bevölkerungsentwicklung im städtischen Vergleich66 5.2.2Gesamtstädtische Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung70 5.2.3Kennzeichen der Altersstrukturentwicklung71 5.2.3.1Räumliche Merkmale76 5.2.4Die räumliche Bevölkerungsbewegung78 5.2.5Die ausländische Wohnbevölkerung in Schönwalde II82 5.3Die Haushalte und ihre soziostrukturellen Merkmale84 5.3.1Haushaltsgrößen84 5.3.2Haushaltsformen86 5.3.3Die Haushalte nach ihren sozioökonomischen Merkmalen92 5.3.3.1Merkmale der beruflichen Qualifikation95 5.3.3.2Erwerbstätigkeit97 5.3.3.3Einkommenssituation100 5.3.3.4Mietbelastung105 5.3.3.5Bewertung der Einkommenssituation durch die Befragten107 5.4Die soziale Situation in Schönwalde II108 5.4.1Merkmale der Wohnsituation108 5.4.2Wohndauer und Herkunft111 5.4.3Die Umzugsbereitschaft und ihre Folgen115 5.4.4Indikatoren des soziostrukturellen Wandels120 5.4.4.1Arbeitslosigkeit und Transfereinkommen120 5.4.4.2Tendenzen der sozialen Entmischung - eine zusammenfassende Problembetrachtung125 5.4.5Aspekte des sozialen Klimas in der Großwohnsiedlung130 5.4.5.1Soziale Beziehungen im Viertel130 5.4.5.2Die Freizeitgestaltung der Bewohner132 5.4.5.3Die Beurteilung der Situation im Wohngebiet durch die Bewohner134 5.4.5.4Kriminalität und Rechtsextremismus139 5.4.6Das Außenimage143 6.Risiken und Chancen der Stadtteilentwicklung145 6.1Defizite und vorhandene Entwicklungspotentiale145 6.2Zukunftsszenarien und Handlungsempfehlungen147 6.2.1Szenario 1:Anhaltende Abwertung148 6.2.2Szenario 2: Der Prozeß der sozialen Aufwertung - Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Wohngebietes149 6.2.2.1Bauliche Maßnahmen150 6.2.2.2Die soziale Verantwortung der Wohnungspolitik155 6.2.2.3Ausbau dersozialen und kulturellen Infrastruktur156 6.2.2.4Handlungsfelder in sozialen und pädagogischen Bereichen158 6.2.2.5Maßnahmen mit Außenwirkung161 7.Schlußbetrachtung162 8.Literatur- und Quellenverzeichnis165 9.Anlagen175



Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:Die ?Plattenbausiedlungen? der DDR sind seit 1990 neben einem Imageverfall dieser ehemals bevorzugten Wohnquartiere einem gravierenden sozialen Strukturwandel unterworfen, der zu ersten sozialen Segregationsprozessen und der Zunahme sozialer Konflikte führte. Am Beispiel der Greifswalder Großwohnsiedlung Schönwalde II mit knapp 10.000 Einwohnern werden diese Prozesse, deren Hauptursachen in den selektiv verlaufenden Wanderungsbewegungen begründet sind, und ihre Auswirkungen auf die Stadtteilentwicklung eingehend untersucht.Die Datenbasis der Arbeit bildet eine umfangreiche, quantitative Haushaltsbefragung, die in ca. 8% der Haushalte durchgeführt wurde. Um die soziodemographischen Strukturen und die aktuelle Situation im Stadtteil genau analysieren zu können, wurden deren Ergebnisse durch qualitative Interviews mit kommunalen Entscheidungsträgern und Gebietsexperten, durch eine weitestmögliche Auswertung vorliegender, statistischer Daten sowie durch eine Kartierung des Wohngebietes ergänzt.Schönwalde II ist von außen betrachtet eine typische DDR-Großwohnsiedlung mit relativ homogenen Bebauungs- und Wohnungsstrukturen. Dem Wohnraumangebot folgend dominieren Single- und Paarhaushalte, während der Anteil an Familienhaushalten weit unter dem in den meisten Plattenbaugebieten der Neuen Bundesländer liegt.Bisher überwiegen im Wohnquartier noch die mittleren Einkommensgruppen und auch die zuziehende Bevölkerung weist heterogene soziostrukturelle Merkmale auf, es sind aber inzwischen Tendenzen einer sozialen Entmischung nach unten festzustellen, die sich in prägnanten, sozialen Differenzen zu den Altbauquartieren und Randgebieten Greifswalds, problematischen Merkmalen der sozialen und demographischen Entwicklung und zunehmenden sozialen Konflikten manifestieren.Gegenüber den Vorjahren schwächen sich die gravierenden Wanderungsverluste allmählich ab, aber auch künftig ist von einer negativen Bevölkerungsentwicklung auszugehen, da die Migrationsbereitschaft unter den Bewohnern nach wie vor als hoch einzustufen ist. Die räumlichen Bevölkerungsbewegungen verursachen neben dem drastischen soziodemographischen Wandel einen sich kontinuierlich erhöhenden Leerstand und eine unvermindert hohe Fluktuation. Die Stadt-Umland-Wanderung ist nicht mehr vorrangig für die Einwohnerverluste verantwortlich; innerstädtische und überrregionale Zielgebiete haben nach den Arbeitsergebnissen eine ebenso hohe Bedeutung.Für Haushalte in der []

Produktinformationen

Titel: Soziodemographische Strukturen in der Greifswalder Großwohnsiedlung Schönwalde II
Autor: Christoph Schützler
EAN: 9783832454364
ISBN: 978-3-8324-5436-4
Format: PDF
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Geografie
Anzahl Seiten: 216
Veröffentlichung: 22.05.2002
Dateigrösse: 2.0 MB