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Die körperschaftssteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft im Wandel
Christina Lehmann

Inhaltsangabe:Gang der Untersuchung: Das deutsche Steuerrecht geht grundsätzlich von der Besteuerung der einzelnen Rechtssubj... Weiterlesen
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Beschreibung

Inhaltsangabe:Gang der Untersuchung: Das deutsche Steuerrecht geht grundsätzlich von der Besteuerung der einzelnen Rechtssubjekte aus, d.h. jedes Rechtssubjekt ist für sich steuerpflichtig. Es knüpft dabei an die Rechtsform des Unternehmens und nicht an die wirtschaftlichen Gegebenheiten an. Außerdem wird eine juristische Person (exakter eine Kapitalgesellschaft) sowohl zivil- als auch steuerrechtlich grundsätzlich als rechtlich selbständig angesehen. Steht jedoch diese juristische Person (Organ, Organgesellschaft) in einem tatsächlichen und rechtlichen Unterordnungsverhältnis zu einem anderen (beherrschenden) Unternehmen (Organträger), so scheint unter bestimmten Voraussetzungen bei wirtschaftlicher Betrachtung die juristische Person als unselbständig in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Rechtlich selbständige Unternehmen werden somit zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst und sind als einheitliches Steuersubjekt zu behandeln. Mehrere in einem Konzern zusammengefasste Unternehmen werden also steuerlich einem rechtlich selbstständigen Unternehmen gleichgestellt. Dieses so entstandene Rechtsinstitut wird als Organschaft bezeichnet. Die Organschaft ist ein wesentlicher Baustein für die Besteuerung verbundener Unternehmen, da ein Konzernsteuerrecht (konsolidierte Gruppenbesteuerung) im eigentlichen Sinne in Deutschland noch nicht existiert. Zweck der Organschaft ist es einen Ausgleich von Verlusten und Gewinnen zwischen den Beteiligten zu ermöglichen, so dass erst dann eine ertragsteuerliche Belastung für die Unternehmensgruppe entsteht, wenn insgesamt ein positives Ergebnis erzielt wird. Des weiteren soll eine unnötige Doppelbelastung ein und desselben Vorgangs innerhalb von verbundenen Unternehmen vermieden werden. Steuerliche Organschaften sind im Bereich der Körperschaft-, der Gewerbe- und der Umsatzsteuer möglich. Die Voraussetzungen für die Anerkennung sind jedoch in den einzelnen Steuerarten teilweise (zumindest bis zum UntStFG) grundverschieden, sodass eine Organschaft nicht zwangsläufig in allen 3 Steuerzweigen existieren muss. Auch die rechtlichen Folgen eines Organschaftsverhältnisses führen in den einzelnen Steuerarten zu unterschiedlichen Auswirkungen. Die nachfolgende Arbeit soll in einem Überblick Voraussetzungen und Wirkungen der Organschaft im Körperschafts- und Gewerbesteuerrecht und ihre Veränderung zunächst im Zusammenhang mit dem StSenkG und in einem Kurzüberblick auch hinsichtlich des UntStFG veranschaulichen. Zur [...]

Klappentext

Inhaltsangabe:Gang der Untersuchung: Das deutsche Steuerrecht geht grundsätzlich von der Besteuerung der einzelnen Rechtssubjekte aus, d.h. jedes Rechtssubjekt ist für sich steuerpflichtig. Es knüpft dabei an die Rechtsform des Unternehmens und nicht an die wirtschaftlichen Gegebenheiten an. Außerdem wird eine juristische Person (exakter eine Kapitalgesellschaft) sowohl zivil- als auch steuerrechtlich grundsätzlich als rechtlich selbständig angesehen. Steht jedoch diese juristische Person (Organ, Organgesellschaft) in einem tatsächlichen und rechtlichen Unterordnungsverhältnis zu einem anderen (beherrschenden) Unternehmen (Organträger), so scheint unter bestimmten Voraussetzungen bei wirtschaftlicher Betrachtung die juristische Person als unselbständig in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Rechtlich selbständige Unternehmen werden somit zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst und sind als einheitliches Steuersubjekt zu behandeln. Mehrere in einem Konzern zusammengefasste Unternehmen werden also steuerlich einem rechtlich selbstständigen Unternehmen gleichgestellt. Dieses so entstandene Rechtsinstitut wird als Organschaft bezeichnet. Die Organschaft ist ein wesentlicher Baustein für die Besteuerung verbundener Unternehmen, da ein Konzernsteuerrecht (konsolidierte Gruppenbesteuerung) im eigentlichen Sinne in Deutschland noch nicht existiert. Zweck der Organschaft ist es einen Ausgleich von Verlusten und Gewinnen zwischen den Beteiligten zu ermöglichen, so dass erst dann eine ertragsteuerliche Belastung für die Unternehmensgruppe entsteht, wenn insgesamt ein positives Ergebnis erzielt wird. Des weiteren soll eine unnötige Doppelbelastung ein und desselben Vorgangs innerhalb von verbundenen Unternehmen vermieden werden. Steuerliche Organschaften sind im Bereich der Körperschaft-, der Gewerbe- und der Umsatzsteuer möglich. Die Voraussetzungen für die Anerkennung sind jedoch in den einzelnen Steuerarten teilweise (zumindest bis zum UntStFG) grundverschieden, sodass eine Organschaft nicht zwangsläufig in allen 3 Steuerzweigen existieren muss. Auch die rechtlichen Folgen eines Organschaftsverhältnisses führen in den einzelnen Steuerarten zu unterschiedlichen Auswirkungen. Die nachfolgende Arbeit soll in einem Überblick Voraussetzungen und Wirkungen der Organschaft im Körperschafts- und Gewerbesteuerrecht und ihre Veränderung zunächst im Zusammenhang mit dem StSenkG und in einem Kurzüberblick auch hinsichtlich des UntStFG veranschaulichen. Zur Systematisierung der Problematik werden anfänglich, nach allgemeinen Grundlagen, die Voraussetzungen zur Begründung einer Organschaft näher analysiert, indem auch auf bestimmte besondere Organschaftsverhältnisse eingegangen wird. Dazu gehört u.a. die Erläuterung wichtiger Besonderheiten der Personengesellschaft (PersG) als OT, Sonderfälle wie die Holding oder die Betriebsaufspaltung und bedeutende Aspekte internationaler Sachverhalte, wie z.B. ausländische Organträger oder das internationale Schachtelprivileg. Daran anschließend werden die Rechtsfolgen der Anwendung der Organschaftsregelungen und ausgewählte Einzelsachverhalte dargelegt. Des weitern werden nachfolgend i.R. der gewerbesteuerlichen Organschaft im wesentlichen Besonderheiten hinsichtlich der Tatbestandsvoraussetzungen und die Rechtwirkungen behandelt, die sich im Unterschied zum KSt- Recht ergeben. Dabei werden die durch die Unternehmenssteuerreform eingetretenen Veränderungen im Organschaftsrecht in direktem Vergleich zum alten Recht veranschaulicht sowie die Konsequenzen durch das nachfolgende UntStFG in einem kurzen Überblick dargestellt. Darüber hinaus soll im Gliederungspunkt 4 auf die praktische Anwendung insbesondere hinsichtlich der Konzernsteuerumlagen und auf Haftungsfragen näher eingegangen werden und daran anschließend die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten der Organschaft als Gestaltungsinstrument aufgezeigt werden. In einer abschließenden Schlussbetrachtung werden wesentliche Aspekte der Thematik zusammengefasst und ein Ausblick auf die künftige Entwicklung gegeben. Auf die Problematisierung von Mehrmütterorganschaften, Besonderheiten von Versicherungsunternehmen sowie die Themenbereiche Gesamt- bzw. Einzelrechtsnachfolge und Aspekte des Umwandlungssteuergesetz wird an dieser Stelle verzichtet. Ebenso bleiben hier Einzelfragen wie z.B. die Problematik der Ausgleichsposten oder Eigenkapitalgliederung bzw. Tarifvorschriften u.a. aufgrund des Themenumfangs außen vor. Inhaltsverzeichnis: AbkürzungsverzeichnisV 1.Problemstellung und Gang der Untersuchungen1 2.Die Organschaft im Körperschaftsteuerrecht1 2.1Allgemeines1 2.1.1Rechtliche Grundlagen und ihre Entwicklung2 2.1.2Rechtfertigung, Bedeutung und Zweck der körperschaftsteuerlichen Organschaft3 2.1.3Aufbau und Konzeption der gesetzlichen Vorschrift4 2.1.4Zeitlicher Geltungsbereich4 2.2Voraussetzungen4 2.2.1Persönliche Voraussetzungen (beteiligte Personen)4 2.2.1.1Die Organgesellschaft5 2.2.1.2Der Organträger6 2.2.2Sachliche und zeitliche Voraussetzungen (Eingliederung der OG in das Unternehmen des OT)6 2.2.2.1Die finanzielle Eingliederung (alte und neue Rechtslage)7 2.2.2.2Die wirtschaftliche Eingliederung (alte Rechtslage)8 2.2.2.3Die organisatorische Eingliederung (alte Rechtslage)9 2.2.2.4Zeitliche Voraussetzungen der organschaftlichen Eingliederung10 2.2.3Gewinnabführungs-, Verlustübernahmevertrag (Ergebnisabführungsvertrag)10 2.2.3.1Grundlagen11 2.2.3.2Rechtsnatur und zivilrechtliche Wirksamkeit11 2.2.3.3Zeitliche Anforderungen12 2.2.3.4Gewinnabführungsverträge unter der Rechtsform der AG und KGaA12 2.2.3.5Gewinnabführungsverträge unter der Rechtsform anderer Kapitalgesellschaften (GmbH)13 2.2.3.6Gewinnabführungsverträge unter aufschiebender Bedingung14 2.2.3.7Der Gewinnabführungsvertrag und seine Durchführung14 2.2.4Kritische Würdigung besonderer Organschaftsverhältnisse14 2.2.4.1wesentliche Aspekte der Personengesellschaft als Organträger16 2.2.4.2Organschaftsverhältnis zur Holding17 2.2.4.3Betriebsaufspaltung und Organschaft18 2.2.4.4 Organschaft über die Grenzen (ausländischer Organträger)19 2.2.4.5Grundzüge des internationalen Schachtelprivilegs20 2.3Rechtsfolgen20 2.3.1Grundsätzliches21 2.3.2Das zuzurechnende Einkommen der Organgesellschaft22 2.3.3Die steuerliche Beurteilung von Gewinnabführung und Verlustübernahme beim Organträger22 2.3.4Zurechnungszeitraum23 2.3.5ausgewählte Einzelfragen zur Einkommensermittlung23 2.3.5.1Verlustabzug i.S.d § 10d EStG (Problematik vororganschaftlicher Gewinne und Verluste)23 2.3.5.2Teilwertabschreibung auf Organbeteiligungen24 2.4ausgewählte Sondertatbestände /Einzelsachverhalte24 2.4.1Die Behandlung von Ausgleichszahlungen an außenstehende Gesellschafter25 2.4.2Auflösung, Betriebseinstellung und Vermögensveräußerung von Organgesellschaft und Organträger (Beendigung der Organschaft)27 2.4.3Die verunglückte Organschaft28 3.Grundriss der Organschaft im Gewerbesteuerrecht28 3.1Allgemeines28 3.1.1Rechtliche Grundlagen und ihre Entwicklung29 3.1.2Bedeutung und Zweck der gewerbesteuerlichen Organschaft30 3.2Voraussetzungen31 3.3Rechtswirkungen (§ 2 Abs 2 S 2 und 3 GewStG)31 3.3.1Grundsätzliches31 3.3.2Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags33 3.3.3Gewerbeverluste32 3.3.4Besonderheit der Gewerbesteueranrechnung nach § 35 Abs.2 EStG33 4.pragmatische Anwendung33 4.1Haftungsfragen34 4.2Problematik der Steuerumlagen34 4.2.1Grundsätzliches34 4.2.2Belastungsmethode (stand-alone- Basis) versus Verteilungsmethode35 4.2.3Auswirkungen auf die Steuergestaltungspraxis und Ausweis35 5.Änderungen der Organschaftsregelungen durch das StSenkG und UntStFG35 5.1Die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten der Organschaft als Gestaltungsinstrument35 5.1.1Allgemein36 5.1.2Verlustausgleich bzw Verlustnutzung37 5.1.3Verbesserung des Betriebsausgabenabzugs38 5.1.4Beteiligungsveräußerung39 5.1.5Weitere Vorzüge der Organschaft39 5.2Kurzüberblick über die Änderungen im Rahmen des UntStFG40 6.Schlussbetrachtung41 Anlagenverzeichnis44 Anhang45 Literaturverzeichnis65 Ehrenwörtliche Erklärung65



Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Gang der Untersuchung:Das deutsche Steuerrecht geht grundsätzlich von der Besteuerung der einzelnen Rechtssubjekte aus, d.h. jedes Rechtssubjekt ist für sich steuerpflichtig. Es knüpft dabei an die Rechtsform des Unternehmens und nicht an die wirtschaftlichen Gegebenheiten an. Außerdem wird eine juristische Person (exakter eine Kapitalgesellschaft) sowohl zivil- als auch steuerrechtlich grundsätzlich als rechtlich selbständig angesehen. Steht jedoch diese juristische Person (Organ, Organgesellschaft) in einem tatsächlichen und rechtlichen Unterordnungsverhältnis zu einem anderen (beherrschenden) Unternehmen (Organträger), so scheint unter bestimmten Voraussetzungen bei wirtschaftlicher Betrachtung die juristische Person als unselbständig in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Rechtlich selbständige Unternehmen werden somit zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst und sind als einheitliches Steuersubjekt zu behandeln. Mehrere in einem Konzern zusammengefasste Unternehmen werden also steuerlich einem rechtlich selbstständigen Unternehmen gleichgestellt. Dieses so entstandene Rechtsinstitut wird als Organschaft bezeichnet.Die Organschaft ist ein wesentlicher Baustein für die Besteuerung verbundener Unternehmen, da ein Konzernsteuerrecht (konsolidierte Gruppenbesteuerung) im eigentlichen Sinne in Deutschland noch nicht existiert. Zweck der Organschaft ist es einen Ausgleich von Verlusten und Gewinnen zwischen den Beteiligten zu ermöglichen, so dass erst dann eine ertragsteuerliche Belastung für die Unternehmensgruppe entsteht, wenn insgesamt ein positives Ergebnis erzielt wird. Des weiteren soll eine unnötige Doppelbelastung ein und desselben Vorgangs innerhalb von verbundenen Unternehmen vermieden werden.Steuerliche Organschaften sind im Bereich der Körperschaft-, der Gewerbe- und der Umsatzsteuer möglich. Die Voraussetzungen für die Anerkennung sind jedoch in den einzelnen Steuerarten teilweise (zumindest bis zum UntStFG) grundverschieden, sodass eine Organschaft nicht zwangsläufig in allen 3 Steuerzweigen existieren muss. Auch die rechtlichen Folgen eines Organschaftsverhältnisses führen in den einzelnen Steuerarten zu unterschiedlichen Auswirkungen.Die nachfolgende Arbeit soll in einem Überblick Voraussetzungen und Wirkungen der Organschaft im Körperschafts- und Gewerbesteuerrecht und ihre Veränderung zunächst im Zusammenhang mit dem StSenkG und in einem Kurzüberblick auch hinsichtlich des UntStFG veranschaulichen. Zur []

Produktinformationen

Titel: Die körperschaftssteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft im Wandel
Untertitel: Überblick über die wesentlichen Änderungen i.R. des StsenkG und des UntstF, Zweifelsfragen, Gestaltungsaspekte
Autor: Christina Lehmann
EAN: 9783832464295
ISBN: 978-3-8324-6429-5
Format: PDF
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Betriebswirtschaft
Anzahl Seiten: 82
Veröffentlichung: 18.02.2003
Jahr: 2003
Dateigrösse: 9.9 MB