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Die ägyptischen Muslimbrüder
Christian Wolff

Inhaltsangabe:Einleitung: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der ideologischen Entwicklung der ägyptischen Musl... Weiterlesen
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Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der ideologischen Entwicklung der ägyptischen Muslimbruderschaft. Die Kernfrage der Arbeit ist, ob es die Muslimbruderschaft in ihrem programmatischen Diskurs geschafft hat, ihre Ideologie in dem Maße zu de-radikalisieren, dass sie damit ein maßgeblicher Akteur in der ägyptischen Politik werden und eine zukünftige Demokratisierung mittragen kann. Die Muslimbruderschaft ist aufgrund ihrer Vergangenheit und ihrer breiten Verankerung in der ägyptischen Gesellschaft die wichtigste Organisation des politischen Islam in der islamischen Welt. Man wird ihr deshalb im Rahmen künftiger Policy-Prozesse eine entsprechende Bedeutung anerkennen müssen. Wichtig für den Umgang mit der Muslimbruderschaft ist besonders die Tatsache, dass diese sich nach längeren internen Auseinandersetzungen dafür entschieden hat, eine Partei zu gründen. Diese Partei ist Ausdruck der Anpassung der Ideologie der Muslimbruderschaft an die Realpolitik. Die programmatische Rolle der Muslimbruderschaft in der Ideologisierung des so genannten Islamismus wirkt in die vorliegende Arbeit hinein. So ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, dass die Theorien des Gründers der Bruderschaft Hassan Al-Banna (1906 – 1949) über den islamischen Staat einen utopischen Charakter beinhalten. Ebenso verhält sich dies im Falle des Muslimbruders Sayyid Qutb (1906 – 1966) und seiner Ideologie, der den islamischen Staat in radikaler Weise von der realen Welt abgrenzt und die Ignoranz (Jahiliyya) der gesamten Welt anklagt. Er fordert, dass diese Jahiliyya bekämpft werden müsse, um letztlich eine perfekte idealisierte gläubige Gemeinschaft zu erschaffen, die sich der Herrschaft und der Souveränität Gottes in all ihren Handlungen unterwirft. Dieser utopische Gedanke findet sich auch bei dem Pakistaner Abu al Ala Maududi (1903 – 1979) wider. Die Muslimbruderschaft hat sich – und das ist die Kernaussage der vorliegenden Arbeit – von der idealisierten und in Teilen auch aggressiven Theorie QuÔbs vom islamischen Staat entfernt und die Gedanken Hassan Al-Bannas an die derzeitigen realen Lebensverhältnisse der ägyptischen Gesellschaft angepasst. Dieser inhaltliche Wandlungsprozess hat sich zum einen in der direkten ideologischen Auseinandersetzung mit Qutb und zum anderen durch den organisatorischen und programmatischen Konflikt zwischen der jungen Generation (seit den 1970er Jahren Mitglieder der Bruderschaft) und der älteren Generation [...]

Christian Wolff, M.A.; Abschluss des Studium der Politischen Wissenschaften, Islamwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften als Magister Artium im Februar 2008 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Derzeit promovierend mit Schwerpunkt Moderner Vorderer Orient.

Autorentext
Christian Wolff, M.A.; Abschluss des Studium der Politischen Wissenschaften, Islamwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften als Magister Artium im Februar 2008 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Derzeit promovierend mit Schwerpunkt Moderner Vorderer Orient.

Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der ideologischen Entwicklung der ägyptischen Muslimbruderschaft. Die Kernfrage der Arbeit ist, ob es die Muslimbruderschaft in ihrem programmatischen Diskurs geschafft hat, ihre Ideologie in dem Maße zu de-radikalisieren, dass sie damit ein maßgeblicher Akteur in der ägyptischen Politik werden und eine zukünftige Demokratisierung mittragen kann. Die Muslimbruderschaft ist aufgrund ihrer Vergangenheit und ihrer breiten Verankerung in der ägyptischen Gesellschaft die wichtigste Organisation des politischen Islam in der islamischen Welt. Man wird ihr deshalb im Rahmen künftiger Policy-Prozesse eine entsprechende Bedeutung anerkennen müssen. Wichtig für den Umgang mit der Muslimbruderschaft ist besonders die Tatsache, dass diese sich nach längeren internen Auseinandersetzungen dafür entschieden hat, eine Partei zu gründen. Diese Partei ist Ausdruck der Anpassung der Ideologie der Muslimbruderschaft an die Realpolitik.Die programmatische Rolle der Muslimbruderschaft in der Ideologisierung des so genannten Islamismus wirkt in die vorliegende Arbeit hinein. So ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, dass die Theorien des Gründers der Bruderschaft Hassan Al-Banna (1906 ? 1949) über den islamischen Staat einen utopischen Charakter beinhalten. Ebenso verhält sich dies im Falle des Muslimbruders Sayyid Qutb (1906 ? 1966) und seiner Ideologie, der den islamischen Staat in radikaler Weise von der realen Welt abgrenzt und die Ignoranz (Jahiliyya) der gesamten Welt anklagt. Er fordert, dass diese Jahiliyya bekämpft werden müsse, um letztlich eine perfekte idealisierte gläubige Gemeinschaft zu erschaffen, die sich der Herrschaft und der Souveränität Gottes in all ihren Handlungen unterwirft. Dieser utopische Gedanke findet sich auch bei dem Pakistaner Abu al Ala Maududi (1903 ? 1979) wider. Die Muslimbruderschaft hat sich ? und das ist die Kernaussage der vorliegenden Arbeit ? von der idealisierten und in Teilen auch aggressiven Theorie QuÔbs vom islamischen Staat entfernt und die Gedanken Hassan Al-Bannas an die derzeitigen realen Lebensverhältnisse der ägyptischen Gesellschaft angepasst. Dieser inhaltliche Wandlungsprozess hat sich zum einen in der direkten ideologischen Auseinandersetzung mit Qutb und zum anderen durch den organisatorischen und programmatischen Konflikt zwischen der jungen Generation (seit den 1970er Jahren Mitglieder der Bruderschaft) und der älteren Generation []

Produktinformationen

Titel: Die ägyptischen Muslimbrüder
Untertitel: Von der Utopie zur Realpolitik
Autor: Christian Wolff
EAN: 9783836610490
ISBN: 978-3-8366-1049-0
Format: PDF
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 156
Veröffentlichung: 11.04.2014
Jahr: 2014
Dateigrösse: 0.8 MB
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