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Die Tobinsteuer
Christian Tschubel

Inhaltsangabe:Einleitung: Diese Diplomarbeit setzt sich mit der nach dem amerikanischen Nobelpreisträger James Tobin benannte... Weiterlesen
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Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Diese Diplomarbeit setzt sich mit der nach dem amerikanischen Nobelpreisträger James Tobin benannten Steuer auf Devisentransaktionen, der sog. Tobinsteuer, auseinander. Bezeichnend für diesen Steuervorschlag ist, daß er immer dann auftaucht, wenn es an den Finanzmärkten, einschließlich Devisenmärkten, zu Turbulenzen kommt. 1972 regte Tobin erstmals an, eine Devisentransaktionssteuer einzuführen, nachdem er für die Zeit nach dem Zusammenbruch des Bretton Woods-Systems ein Auseinanderklaffen zwischen Anspruch und Realität des Regimes flexibler Wechselkurse feststellen mußte. 1978 veröffentlichte er eine genauere Formulierung seines Gedankens. Danach ist nicht nur in der akademischen Literatur reges Interesse an dieser Idee sowohl 1987 nach dem weltweiten Börsencrash als auch in den neunziger Jahren besonders nach dem Zusammenbruch des Europäischen Währungssystems 1992/93, der Mexiko-Krise 1994/95 und der Asienkrise 1997/98 erneut aufgeflammt. Die Tobinsteuer soll in diesem Zusammenhang in Form eines internationalen, niedrigen und einheitlichen Steuersatzes auf alle Devisentransaktionsgeschäfte eine Lenkungsfunktion übernehmen, indem sie den nationalen Regierungen bzw. Zentralbanken einen gewissen geldpolitischen Spielraum zurückgeben soll, den sie infolge der weltweiten Integration der Kapitalmärkte verloren haben. Durch diese zurückgewonnene Autonomie sollen diese Institutionen in die Lage versetzt werden, die nationale Wirtschaftspolitik den landesspezifischen Bedürfnissen anzupassen ohne starke Wechselkursschwankungen auszulösen. Eine weitere wichtige Lenkungsfunktion erfüllt die Tobinsteuer, wenn es ihr gelingt, die destabilisierende Spekulation und damit die übermäßige Volatilität an den Devisenmärkten zu reduzieren. Mitverantwortlich für das stark wachsende Interesse an der Tobinsteuer ist die Unterstützung seitens einer zweiten Gruppe, die in dem Vorschlag weniger die Lenkungsaufgabe als vielmehr ein probates Mittel sieht, um die Finanzmisere der überregionalen Institutionen zu lösen. Ihr schweben dabei hauptsächlich die folgenden Organisationen vor: die UNO, der IWF und die Weltbank. Die Steuer soll in der finanziellen Notlage, die besonders dadurch verschärft wird, daß auf der einen Seite der Finanzbedarf der global operierenden Behörden aufgrund zunehmender Aufgaben stetig steigt, auf der anderen Seite aber auch gleichzeitig die Zahlungsmoral der einzelnen Mitgliedstaaten abnimmt, eine Finanzierungsfunktion [...]

Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:Diese Diplomarbeit setzt sich mit der nach dem amerikanischen Nobelpreisträger James Tobin benannten Steuer auf Devisentransaktionen, der sog. Tobinsteuer, auseinander. Bezeichnend für diesen Steuervorschlag ist, daß er immer dann auftaucht, wenn es an den Finanzmärkten, einschließlich Devisenmärkten, zu Turbulenzen kommt. 1972 regte Tobin erstmals an, eine Devisentransaktionssteuer einzuführen, nachdem er für die Zeit nach dem Zusammenbruch des Bretton Woods-Systems ein Auseinanderklaffen zwischen Anspruch und Realität des Regimes flexibler Wechselkurse feststellen mußte. 1978 veröffentlichte er eine genauere Formulierung seines Gedankens. Danach ist nicht nur in der akademischen Literatur reges Interesse an dieser Idee sowohl 1987 nach dem weltweiten Börsencrash als auch in den neunziger Jahren besonders nach dem Zusammenbruch des Europäischen Währungssystems 1992/93, der Mexiko-Krise 1994/95 und der Asienkrise 1997/98 erneut aufgeflammt. Die Tobinsteuer soll in diesem Zusammenhang in Form eines internationalen, niedrigen und einheitlichen Steuersatzes auf alle Devisentransaktionsgeschäfte eine Lenkungsfunktion übernehmen, indem sie den nationalen Regierungen bzw. Zentralbanken einen gewissen geldpolitischen Spielraum zurückgeben soll, den sie infolge der weltweiten Integration der Kapitalmärkte verloren haben. Durch diese zurückgewonnene Autonomie sollen diese Institutionen in die Lage versetzt werden, die nationale Wirtschaftspolitik den landesspezifischen Bedürfnissen anzupassen ohne starke Wechselkursschwankungen auszulösen. Eine weitere wichtige Lenkungsfunktion erfüllt die Tobinsteuer, wenn es ihr gelingt, die destabilisierende Spekulation und damit die übermäßige Volatilität an den Devisenmärkten zu reduzieren. Mitverantwortlich für das stark wachsende Interesse an der Tobinsteuer ist die Unterstützung seitens einer zweiten Gruppe, die in dem Vorschlag weniger die Lenkungsaufgabe als vielmehr ein probates Mittel sieht, um die Finanzmisere der überregionalen Institutionen zu lösen. Ihr schweben dabei hauptsächlich die folgenden Organisationen vor: die UNO, der IWF und die Weltbank. Die Steuer soll in der finanziellen Notlage, die besonders dadurch verschärft wird, daß auf der einen Seite der Finanzbedarf der global operierenden Behörden aufgrund zunehmender Aufgaben stetig steigt, auf der anderen Seite aber auch gleichzeitig die Zahlungsmoral der einzelnen Mitgliedstaaten abnimmt, eine Finanzierungsfunktion []

Produktinformationen

Titel: Die Tobinsteuer
Untertitel: Ein Vorschlag zur Besteuerung von Devisentransaktionen
Autor: Christian Tschubel
EAN: 9783832446659
ISBN: 978-3-8324-4665-9
Format: PDF
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 58
Veröffentlichung: 30.10.2001
Dateigrösse: 4.0 MB