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Loslösung und Befreiung aus der Co-Abhängigkeit

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Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Wie viele ‘saure Zitronen’ musste ich vom Schicksal noch bekommen, um endlich daraus für mich meine Ressource ‘Zitronenlimonade’ zu machen? Weshalb ist es so schwer sein eigenes Verhaltensmuster zu erkennen und wieso ist es so schmerzhaft auch hinzusehen? Fragen über Fragen, die am Anfang meines Prozesses standen, die aber nur mit Denken alleine nicht zu lösen waren. Meine Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater hat meinen Leben eine neue Qualität gegeben. Selbsterfahrung und Psychodrama – darin war der Schlüssel zu meinem Ich verborgen. Ein Abenteuer vom hier und jetzt in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft. Vom Selbstbild zum Fremdbild vom Auftrag der Ursprungsfamilie hin bis zur Kündigung meiner Altlasten. Auch Charakterfehler anzunehmen und in meine Persönlichkeit zu integrieren. Zuerst war ich umgeben vom Psychonebel, der sich von Semester zu Semester nicht nur lichtete, sondern sich im Laufe meines Entwicklungsprozesses auch auflöste. Eine meiner Lieblingspersönlichkeiten Albert Einstein erkannte schon damals: ‘Das Problem zu erkennen ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung. Alle Ressourcen, um ein Problem zu lösen sind immer im System. Jedoch lassen sie sich nicht auf derselben Ebene des Denkens lösen, auf der sie kreiert wurden’. Am Anfang stand die Selbsterfahrung, mit der ich noch nicht bis gar nicht vertraut war. Was passiert da eigentlich und was hat das alles mit mir zu tun? Ich wurde auf meinen steinigen und sehr schwierigen Weg in meiner Selbstfindung der gezeichnet war mit Wut, Trauer und Schmerz von Beate Kolouch-Brunner begleitet. Es waren sehr harte Stunden für mich und meine Erkenntnis meiner fehlenden Eigenliebe hat mich sehr geschmerzt. Ich bin sehr stolz auf mich, meinen Prozess auch durchgehalten zu haben und nur so ist es mir gelungen, meine fehlende Eigenliebe zurück zu holen. Der fehlende Baustein war in meinem Verhaltensmuster so sehr verankert, dass ich auf mich selbst vergessen hatte. Wer bin ich und was sind meine Bedürfnisse? Darf ich überhaupt glücklich sein? Dieses Muster ist bzw. war meine Co-Abhängigkeit. Im englischen wird diese Krankheit als Co-Dependence formuliert. Genau übersetzt heißt es: ‘Mit-Abhängigkeit’. Diese ‘Mit- bzw. Co-Abhängigkeit’ ist das zentrale Thema meiner Abschlussarbeit: Co-Abhängigkeit: die Sucht hinter der Sucht. ‘Wenn ich meine Vergangenheit nicht kenne, bin ich dazu verurteilt, sie [...]

Christian Striesenow, Dipl. LSB, wurde 1963 in Wien geboren. Nach seiner Berufsausbildung zum Kaufmann in einem großen Wirtschaftsunternehmen entschied sich der Autor durch seine fachliche Qualifikationen und zahlreichen Ausbildungen, den Weg eines berufsbegleitenden staatlichen anerkannten Diplomierten Lebens- und Sozialberater einzuschlagen. Diese psychologische Ausbildung schloss er im Jahre 2005 an der WIFI-Wien erfolgreich ab. Bereits während des Studiums sammelte der Autor umfassende prägende Praktikanten- Erfahrungen als Gesprächstherapeut in einem Psychiatrischen Krankenhaus in Wien. Bereits während seiner psychologischen Ausbildung entwickelte der Autor ein besonderes Interesse am Thema der Co-Abhängigkeit. Als ehemaliger selbstbetroffener Co-Abhängiger will der Autor einen präventiven Beitrag dazu leisten, damit diese Krankheit und Sucht in unserer Gesellschaft besser verstanden wird. Als ehemaliger selbst betroffener Co-Abhängiger wünschte sich der Autor eine Veränderung in seinem Leben. Da diese Krankheit und Sucht ihm jedoch lange Zeit gar nicht bekannt war, wusste er nicht, wo er anfangen sollte, sich seine Lebensqualität wieder zurückzuholen. Er stellt sich viele persönliche Fragen: Wie viel musste er noch in seinem Leben ertragen? Weshalb ist es so schwer, sein eigenes Verhaltensmuster zu erkennen, und wieso ist es so schmerzhaft, dieses auch wahr- und anzunehmen? Diese Fragestellungen standen am Anfang eines Prozesses, der durch denken und philosophieren allein nicht zu bewältigen war. Die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater hat dem Autoren dabei geholfen, seinem Leben eine neue Qualität zugeben. In Selbsterfahrung, Gesprächstherapie und Psychodrama (Rollenspiel) waren der Schlüssel zum seinem Ich verborgen. Ein Abenteuer vom Hier und Jetzt in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft. Vom Selbstbild zum Fremdbild, vom Auftrag der Ursprungsfamilie hin bis zur Kündigung seiner Altlasten. Mit dem vorliegenden Buch möchte der Autor nun anderen Betroffenen Hilfestellung geben.

Autorentext
Christian Striesenow, Dipl. LSB, wurde 1963 in Wien geboren. Nach seiner Berufsausbildung zum Kaufmann in einem großen Wirtschaftsunternehmen entschied sich der Autor durch seine fachliche Qualifikationen und zahlreichen Ausbildungen, den Weg eines berufsbegleitenden staatlichen anerkannten Diplomierten Lebens- und Sozialberater einzuschlagen. Diese psychologische Ausbildung schloss er im Jahre 2005 an der WIFI-Wien erfolgreich ab. Bereits während des Studiums sammelte der Autor umfassende ...

Klappentext

Inhaltsangabe:Einleitung: Wie viele saure Zitronen musste ich vom Schicksal noch bekommen, um endlich daraus für mich meine Ressource Zitronenlimonade zu machen? Weshalb ist es so schwer sein eigenes Verhaltensmuster zu erkennen und wieso ist es so schmerzhaft auch hinzusehen? Fragen über Fragen, die am Anfang meines Prozesses standen, die aber nur mit Denken alleine nicht zu lösen waren. Meine Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater hat meinen Leben eine neue Qualität gegeben. Selbsterfahrung und Psychodrama darin war der Schlüssel zu meinem Ich verborgen. Ein Abenteuer vom hier und jetzt in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft. Vom Selbstbild zum Fremdbild vom Auftrag der Ursprungsfamilie hin bis zur Kündigung meiner Altlasten. Auch Charakterfehler anzunehmen und in meine Persönlichkeit zu integrieren. Zuerst war ich umgeben vom Psychonebel, der sich von Semester zu Semester nicht nur lichtete, sondern sich im Laufe meines Entwicklungsprozesses auch auflöste. Eine meiner Lieblingspersönlichkeiten Albert Einstein erkannte schon damals: Das Problem zu erkennen ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung. Alle Ressourcen, um ein Problem zu lösen sind immer im System. Jedoch lassen sie sich nicht auf derselben Ebene des Denkens lösen, auf der sie kreiert wurden . Am Anfang stand die Selbsterfahrung, mit der ich noch nicht bis gar nicht vertraut war. Was passiert da eigentlich und was hat das alles mit mir zu tun? Ich wurde auf meinen steinigen und sehr schwierigen Weg in meiner Selbstfindung der gezeichnet war mit Wut, Trauer und Schmerz von Beate Kolouch-Brunner begleitet. Es waren sehr harte Stunden für mich und meine Erkenntnis meiner fehlenden Eigenliebe hat mich sehr geschmerzt. Ich bin sehr stolz auf mich, meinen Prozess auch durchgehalten zu haben und nur so ist es mir gelungen, meine fehlende Eigenliebe zurück zu holen. Der fehlende Baustein war in meinem Verhaltensmuster so sehr verankert, dass ich auf mich selbst vergessen hatte. Wer bin ich und was sind meine Bedürfnisse? Darf ich überhaupt glücklich sein? Dieses Muster ist bzw. war meine Co-Abhängigkeit. Im englischen wird diese Krankheit als Co-Dependence formuliert. Genau übersetzt heißt es: Mit-Abhängigkeit . Diese Mit- bzw. Co-Abhängigkeit ist das zentrale Thema meiner Abschlussarbeit: Co-Abhängigkeit: die Sucht hinter der Sucht. Wenn ich meine Vergangenheit nicht kenne, bin ich dazu verurteilt, sie ständig zu wiederholen! Es braucht Zeit und Abstand, um die eigene Persönlichkeit wieder zu finden und die Schritte zu verstehen, die zu meiner Co-Abhängigkeit geführt haben. Im Alkoholmilieu meines Vaters, habe ich mich als ein Kind entwickelt in einem besonders beeinträchtigten Raum mit stark eingeschränkten Aussichten. Ich war als Kind oft wenig kommunikativ, aber meinem Alter voraus, dadurch bin ich zu einer Art Eltern meiner Eltern geworden. Als Co-Abhängiger unterstützte ich meinen kranken Vater bis zur eigenen Selbstaufgabe. Ich war nicht in der Lage, die Aussichtslosigkeit meines Verhaltens zu erkennen. Selbst meine Mutter konnte die Ausweglosigkeit nicht erkennen und demnach konnte sie sich nicht entsprechend verhalten. Es kam so weit, dass ich als Co-Abhängiger mich selbst nicht mehr fühlen und wahrnehmen konnte zumindest in der Beziehung zu meinem alkoholkranken Vater. Nicht nur ich alleine war davon abhängig, meinem süchtigen Vater helfen zu wollen, meine gesamte Familie mit allen Angehörigen war in der Co-Abhängigkeit gefangen. Mein größter Schritt In Liebe loslassen und die Verantwortung anderer dort lassen, wo sie hingehört! Vergangenes in Frieden loslassen bewusst und erfüllt in der Gegenwart leben Raum schaffen für Neues! Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Vorwort2 2.Die Einstiegsschleife in meine Co-Abhängigkeit3 3.Theorie 3.1Gefangen in der Co-Abhängigkeit4 3.2Provozierte Rollenmuster5 3.3Prozessverlauf7 3.4Persönlichkeitsentwicklung der Co-Abhängigen9 4.Selbstreflexion 4.1Die Entwicklung meiner Co-Abhängigkeit als Kind11 4.2Meine Co-Abhängigkeit als Jugendlicher und Erwachsener13 4.3Die Wende in meinem Leben ohne Co14 4.4Die Liste meiner persönlichen Rechte16 4.5Abschied meiner Co-Abhängigkeit17 5.Praxisteil 5.1Mein Klient Hans18 5.2Und so begann meine erste Stunde als Berater19 6.Anhang 6.1Danksagung27 6.2Literaturhinweis28 Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.1, Gefangen in der Co-Abhängigkeit: Wenn Menschen in eine Suchtabhängigkeit geraten, sind sie nicht die Einzigen, die immer tiefer in den Strudel des Abhängigkeits- und Suchtprozesses mitgerissen werden. Da gibt es Familienangehörige, enge Freunde, Kollegen sowie das Arbeits- und Schulumfeld, welche unterschiedlich stark mit betroffen sind. Das eigene Leben, Arbeiten und die eigene Person werden neben der Sucht des anderen völlig nebensächlich. Mitbetroffene wollen helfen und stoßen an ihre Grenzen, reiben sich im Kampf gegen die Sucht auf und werden mit abhängig, also co-abhängig. Diese werden auch als hilflose Helfer benannt. Co-Abhängigkeit ist ein Gefühls- und Verhaltensmuster, das dem Betroffenen angelegt ist und das sich in einer dysfunktionalen Familienstruktur entwickeln kann. In einer suchtbelasteten Familie besteht keine Kommunikation. Die Eltern sprechen kaum miteinander, oder wenn sie es tun, dann beschimpfen sie sich gegenseitig und haben im Laufe der Zeit bestimmte Kommunikationsmuster entwickelt und sich gegenseitig in Rollen hineingedrängt, die es nicht ermöglichen, befriedigend miteinander zu sprechen. Kinder sind häufig doppeldeutigen Botschaften der Eltern ausgesetzt. Vom Sucht-Abhängigen wie vom co-abhängigen Partner werden häufig Halbwahrheiten bzw. Notlügen benutzt. In einer dysfunktionalen Familie herrschen unausgesprochene Regeln, wie: - Über Gefühle spricht man nicht! - Seine Gefühle zeigt man nicht! Auftrag an die Kinder: - Sei stark, gut und perfekt! - Sei selbstlos! - Sei nicht kindisch! Die Wurzeln der Co-Abhängigkeit liegen in der dysfunktionellen Familienstruktur. Sucht bzw. auch Alkoholneigung eines Elternteils, kann sich auf das Verhalten des Kindes entscheidend für den Beginn und Verlauf der Co-Abhängigkeit auswirken. Um innerhalb der Familie zu überleben, unterdrückt das Kind sein Leid. Die innerfamiliären Prozesswiederholungen begünstigen den Verlust des inneren Selbst des Kindes. Das betroffene Kind kann seine natürlichen Gefühle, seine eigenen Vorstellungen und seine Bedürfnisse nicht ausleben. Das innere Kind geht verloren bzw. es wird vergessen. Um in einer dysfunktionalen Familie überleben zu können, müssen Gefühle von dem eigenen Selbst weg, um sein Leid nicht zu spüren, verbogen werden. In einer alkoholbelasteten Ursprungsfamilie spürt das Kind, dass irgendetwas nicht stimmt, aber es darf ja seinen Gefühle nicht trauen und sie schon gar nicht ausleben. Die Sucht eines alkoholabhängigen Familienmitglieds muss verheimlicht werden und darf die Außenwelt unter keinen Umständen erfahren. Es wird eine zu große Erwartung an das Kind gestellt, um die Probleme des Erwachsenen zu verstehen. Genau hier beginnt der weitere Missbrauch des Kindes, da die Generationengrenze überschritten wird. Das Kind soll sich verhalten wie ein Erwachsener und wird dadurch seelisch so sehr überlastet, dass es sich selbst nicht findet. Der Auftrag der alkoholbelasteten Familie lautet, helfen und stützen, damit der Suchtkranke getragen werden kann. Durch dieses Tragen wird dem Suchtkranken die Eigenverantwortung entzogen und den andern Familienmitgliedern, ja sogar auf die Kinder übertragen. Dies hat wieder zur Folge, dass dem Kind Schuldgefühle introjeziert werden. Das Muster der Abhängigkeit beginnt. Hat die alkoholbelastete Familie mehrere Kinder, übernimmt jedes Kind eine bestimmte Rolle. Um sich weiterhin geliebt und bestätigt zu fühlen, übernehmen sie freiwillig immer wieder die Rolle der Helfenden, sodass der Weg in die Co-Abhängigkeit leider gut vorbereitet ist. Die erworbenen Rollen werden in der Kindheit weiter ausgefüllt und sogar perfektioniert. 3.2, Provozierte Rollenmuster: Die Sucht- oder dysfunktionale Familie provoziert Rollenmuster, die besonders Kindern helfen zu überleben und sich zu bewähren: - Die Rolle des Helden/der Heldin - Die Rolle des schwarzen Schafes oder des ausrangierten Kindes - Die Rolle des stillen, fügsamen Kindes oder des Träumers - Die Rolle des Clowns/Spaßmachers oder des Maskottchenkindes Besonders charakteristisch für Co-Abhängige ist die Übernahme der Rolle des Helden oder der Heldin in der Kindheit. Diese Rolle hilft Kindern, im dysfunktionalen Familiensystem, in dem der Elternteil/beide Elternteile aufgrund des eigenen Suchtsystems ausfallen, zu überleben und sich zu bewähren. Sie dienen dem nicht süchtigen Elternteil als Ersatzpartner, den Geschwistern als Ersatzvater oder -mutter. Diese Kinder sind überverantwortlich, sehr leistungsorientiert, wirken nach außen altklug und auf Anerkennung bedacht. Die Rolle bringt für das Kind Vorteile : Das, was es in der Familie nicht erhält, nämlich Aufmerksamkeit, Anerkennung und Bewunderung, wird ihm von außen zuteil, allerdings nicht um seiner selbst willen, sondern aufgrund von erbrachten Leistungen. Nicht selten gelingt es einem solchen Kind, nach außen ein funktionstüchtiges Bild der Suchtfamilie zu vermitteln. Umgekehrt erhält es aus der Suchtfamilie die Rückmeldung: Wir sind stolz auf dich! Auf dich ist wenigstens Verlass! Sei stark! Mach Du uns nicht auch noch Schande! Das schwarze Schaf oder das ausrangierte Kind verinnerlicht das Chaos in der Suchtfamilie in sich selbst und lebt ein eigenes auffälliges und oft als unangemessen empfundenes Verhalten aus, zum Beispiel Einnässen, Verhaltensauffälligkeiten in der Schule, frühe Schwangerschaften und kriminelle Handlungen. Dieses Kind versucht, Beachtung, Aufmerksamkeit und Zuneigung zu gewinnen, hat für sich aber die Grundstimmung verinnerlicht: Ich gehöre nirgends richtig dazu. Dieses Kind ist häufig das zweite Kind innerhalb der Geschwisterkonstellation. Das stille, fügsame Kind oder der Träumer ist überwiegend das mittlere Kind in der Geschwisterreihe. Es lebt zurückgezogen, zieht weder positive noch negative Aufmerksamkeit auf sich und bleibt für Eltern und andere Bezugspersonen eher unauffällig. Die stillen Kinder sind problemlos, pflegeleicht und werden für dieses Verhalten gelobt. Sie versuchen, Konflikte zu vermeiden, akzeptieren Situationen wie sie sind und passen sich still an. Das Grundgefühl der stillen Kinder ist von Minderwertigkeitsgefühlen und Verlassenheit, von Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit geprägt. Der Clown, der Spaßmacher oder das Maskottchen -Kind ist oft das letztgeborene Kind der Geschwisterreihe. Es bringt durch seine lustigen Geschichten die Familie zum Lachen, nimmt Spannung weg und lenkt so von der unterschwelligen depressiven Grundstimmung innerhalb der Familie ab. Diese Kinder fallen als hyperaktive Zappelphilippe auf, sind aber dennoch sehr sensibel für familiäre Spannungen. Ihr Sinn für Humor und die Lacherfolge heben das Selbstwertgefühl. Erfolgt bei Kindern aus Suchtfamilien keinerlei Problembearbeitung, so kann es im Erwachsenenalter zu Fehlentwicklungen kommen. Besonders in der Rolle des Helden wird sich das Bedürfnis nach Kontrolle und Manipulation festigen. Zwanghaftigkeit und Neigung zum Perfektionismus führen dazu, dass Fehler und Missverständnisse nicht verziehen und verarbeitet werden können. Bei der Partnerfindung ist bezeichnend, dass die co-abhängige Persönlichkeit Lebenspartner bevorzugt, die starke Problematiken und Persönlichkeitsstörungen (z.B. Suchtkrankheit, Depression) aufweisen. Dadurch wird die in der Kindheit bereits erworbene Rolle weiter ausgefüllt und perfektioniert. Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren e.V. haben ca. 60 Prozent der Partnerinnen von Alkoholikern einen suchtkranken Vater bzw. eine suchtkranke Mutter. Co-Abhängigkeit kann als Irrtum, Versäumnis und Verstrickung bezeichnet werden. Das Leben von Co-Abhängigen dreht sich immer mehr nur noch um das Leben eines Süchtigen. Um den Freund, die Freundin, den Vater, die Mutter, die Tochter, den Sohn usw. Co-Abhängige sind fixiert auf Süchtige. Sie sind süchtig danach gebraucht zu werden, sich Sorgen zu machen, zu kritisieren, zu leiden, zu helfen, zu gefallen. Co-Abhängige denken zwanghaft an den Süchtigen/die Süchtige, sie können nicht mehr aufhören! Im Gegenzug dreht sich das Leben des Süchtigen immer nur mehr um seine Sucht. Um Alkohol, Essen, Spielen oder Kaufen. Süchtige sind fixiert auf ihre Sucht. Sie sind süchtig danach zu trinken, zu arbeiten, zu hungern usw. Süchtige denken zwanghaft an ihre Suchtmittel. Sie können nicht mehr aufhören!



Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:Wie viele ?saure Zitronen? musste ich vom Schicksal noch bekommen, um endlich daraus für mich meine Ressource ?Zitronenlimonade? zu machen? Weshalb ist es so schwer sein eigenes Verhaltensmuster zu erkennen und wieso ist es so schmerzhaft auch hinzusehen? Fragen über Fragen, die am Anfang meines Prozesses standen, die aber nur mit Denken alleine nicht zu lösen waren. Meine Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater hat meinen Leben eine neue Qualität gegeben. Selbsterfahrung und Psychodrama ? darin war der Schlüssel zu meinem Ich verborgen. Ein Abenteuer vom hier und jetzt in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft. Vom Selbstbild zum Fremdbild vom Auftrag der Ursprungsfamilie hin bis zur Kündigung meiner Altlasten. Auch Charakterfehler anzunehmen und in meine Persönlichkeit zu integrieren. Zuerst war ich umgeben vom Psychonebel, der sich von Semester zu Semester nicht nur lichtete, sondern sich im Laufe meines Entwicklungsprozesses auch auflöste. Eine meiner Lieblingspersönlichkeiten Albert Einstein erkannte schon damals: ?Das Problem zu erkennen ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung. Alle Ressourcen, um ein Problem zu lösen sind immer im System. Jedoch lassen sie sich nicht auf derselben Ebene des Denkens lösen, auf der sie kreiert wurden?. Am Anfang stand die Selbsterfahrung, mit der ich noch nicht bis gar nicht vertraut war. Was passiert da eigentlich und was hat das alles mit mir zu tun? Ich wurde auf meinen steinigen und sehr schwierigen Weg in meiner Selbstfindung der gezeichnet war mit Wut, Trauer und Schmerz von Beate Kolouch-Brunner begleitet. Es waren sehr harte Stunden für mich und meine Erkenntnis meiner fehlenden Eigenliebe hat mich sehr geschmerzt. Ich bin sehr stolz auf mich, meinen Prozess auch durchgehalten zu haben und nur so ist es mir gelungen, meine fehlende Eigenliebe zurück zu holen. Der fehlende Baustein war in meinem Verhaltensmuster so sehr verankert, dass ich auf mich selbst vergessen hatte. Wer bin ich und was sind meine Bedürfnisse? Darf ich überhaupt glücklich sein? Dieses Muster ist bzw. war meine Co-Abhängigkeit. Im englischen wird diese Krankheit als Co-Dependence formuliert. Genau übersetzt heißt es: ?Mit-Abhängigkeit?. Diese ?Mit- bzw. Co-Abhängigkeit? ist das zentrale Thema meiner Abschlussarbeit:Co-Abhängigkeit: die Sucht hinter der Sucht.?Wenn ich meine Vergangenheit nicht kenne, bin ich dazu verurteilt, sie []

Produktinformationen

Titel: Loslösung und Befreiung aus der Co-Abhängigkeit
Untertitel: Co-Abhängigkeit - die unbekannte Sucht-Krankheit unserer Gesellschaft
Autor:
EAN: 9783842820500
ISBN: 978-3-8428-2050-0
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Angewandte Psychologie
Anzahl Seiten: 33
Veröffentlichung: 19.09.2011
Jahr: 2011
Dateigrösse: 19.7 MB