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Die negative Einkommenssteuer und die amerikanische Sozialpolitik

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Beschreibung

Nicht erst seit diesem Herbst aber diesmal wieder besonders inten-siv machen sich Politik und Gesellschaft in Deutschland Gedanken ü-ber die Reform des Arbeistmarktes. Die Debatte dreht sich dabei insbe-sondere um Instrumente wie Mindestlohn und Kombilohn. Dazu existiert auch eine Arbeitsgruppe unter Bundesarbeitsminister Franz Müntefering, in der Vertreter der Großen Koalition das Für und Wider abwägen. Rechtzeitig zu dieser Debatte hat der Sachverständigenrat zur Begutach-tung der gesamtwirtschaftlichen Lage die fünf Wirtschaftsweisen ein neues Konzept für den Niedriglohnsektor vorgelegt. Es sieht vor, das ALG II um 30 v.H. zu kürzen soweit dem Betroffenen die Möglichkeit er-öffnet wird, diese Kürzung durch Arbeit wieder aufzufüllen. Wenn man so will, ein Kombilohn auf niedrigem Niveau, hauptsächlich dazu gedacht, Menschen wieder an den Arbeitsrhytmus zu gewöhnen und ggf. Perspek-tiven zu eröffnen. Dem entgegen steht der Vorschlag von Peter Bofinger ebenfalls einer der Wirtschaftsweisen ganz ähnlich dem Vorbild der USA eine Art negativer Einkommensteuer einzuführen. Seiner Ansicht folgend liegt das Problem am deutschen Arbeitsmarkt nicht darin begrün-det, dass Bürger nicht arbeiten wollten, sondern dass ihnen von ihrer Ar-beit aufgrund der hohen Abgaben nicht genügend netto verbleibe (wie im Verlauf dieser Arbeit festgestellt werden wird, war ein ähnlicher Grund der Anlass für die Einführung des Instruments in den USA). Er schlägt vor, dass Arbeitnehmern durch den Staat die Sozialabgaben ganz oder teilweise erstattet werden. Als Beispiel und Vorbild dient ihm dabei der EITC in den USA, aber auch dessen Schwester in Groß Britannien und Frankreich. Im Verlauf dieser Arbeit soll zunächst das Grundkonzept und die Funk-tionsweise der negativen Einkommensteuer nach den Vorschlägen Friedmans dargestellt werden (Kapitel 2), bevor auf die Umsetzung die-ser Idee in den Vereinigten Staaten in Form des 'Earned Income Tax Credit (EITC)' näher eingegangen wird (Kapitel 3). Daran anschließend werden die Wirkungen dieser Form der negativen Einkommensteuer auf die US-Gesellschaft untersucht und dargestellt (Kapitel 4). Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre, Note: 2,0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Wirtschaftswissenschaften), Veranstaltung: Hauptseminar VWL: Wirtschaft USA, 16 Quellen im Literaturverzeichnis.

Produktinformationen

Titel: Die negative Einkommenssteuer und die amerikanische Sozialpolitik
Autor:
EAN: 9783640111589
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (pdf)
Hersteller: GRIN Verlag
Genre: Sozialpädagogik, Soziale Arbeit
Anzahl Seiten: 25
Veröffentlichung: 09.08.2018
Dateigrösse: 0.7 MB

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