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Erlebte Psychiatrie 1946-1986

  • E-Book (pdf)
  • 269 Seiten
Christian Müller wuchs in der psychiatrischen Klinik Münsingen auf, in der sein Vater Max Müller ärztlicher Di... Weiterlesen
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Beschreibung

Christian Müller wuchs in der psychiatrischen Klinik Münsingen auf, in der sein Vater Max Müller ärztlicher Direktor war. Von klein auf mit psychisch Kranken in direktem Kontakt, schildert er seinen Lebensweg durch die Schweizer Psychiatrie aus unmittelbarer Erfahrung, anschaulich und empathisch. Als Leser ist man erschüttert über die zum grossen Teil trostlosen Verhältnisse in den psychiatrischen Kliniken in den 1940iger und zu Beginn der 1950iger Jahre. Erst allmählich wurden psychotherapeutische, sozialpsychiatrische und pharmakologische Behandlungsansätze ausgebildet, die das Schicksal der Patienten erleichterten. Müller war gemeinsam mit Gaetano Benedetti Pionier in der psychoanalytischen Therapie schizophrener Patienten und in der Einführung sektorisierter Versorgungsstrukturen. Er führte in Lausanne neben der Arbeitstherapie, die Ergo-und Musiktherapie ein. Bescheiden schildert er sein praktisches und wissenschaftliches Wirken, seinen persönlichen und immer am einzelnen Individuum orientierten Einsatz, wie er in der heutigen sogenannten "personalisierten Psychiatrie" kaum mehr zu finden ist. Christian Müller gibt lebendige Einblicke in den Alltag der Kliniken, die Lebensbedingungen der Patientinnen und Patienten, die Stellung des Pflegepersonals, in kantonale Besonderheiten medizinischer Versorgung, sowie in seine eigenen persönlichen Ambitionen. Er schildert seine Reisen, seinen Austausch mit den Kollegen in den USA, Begegnungen mit vielen und bedeutenden Fachpersonen im In- und Ausland, wobei er nicht mit kritischen Bemerkungen über den autoritär-patriarchalischen Führungsstil spart, den er in Paris und Wien vorfand. Plastisch schildert er seine Arbeit als Assistent und Oberarzt unter Manfred Bleuler in Zürich, der ihn dann später gerne als seinen Nachfolger gesehen hätte; er beschreibt die persönlich geprägte Beziehung zu Hans Steck, seinem Vorgänger in Lausanne; er gibt Einblick in seine Erfahrungen mit der italienischen Reformpsychiatrie und seine ambivalente Beziehung zu deren Gründungsfigur Franco Basaglia. Christian Müllers Aufzeichnungen sind ein eindringliches und bedeutsames Zeugnis der Reformbestrebungen in der Schweizer Psychiatrie und zugleich der Schweizer Psychiatriegeschichte. Durch sie setzt er auch das Werk seines Vaters Professor Max Müller fort, der nach seiner Direktion in Münsingen von 1954 bis 1963 Ordinarius für Psychiatrie und Klinikdirektor in Bern war und der selbst seine Autobiographie 1982 unter dem Titel "Erinnerungen. Erlebte Psychiatriegeschichte 1920-1960" publizierte.

Klappentext

Christian Müller wuchs in der psychiatrischen Klinik Münsingen auf, in der sein Vater Max Müller ärztlicher Direktor war. Von klein auf mit psychisch Kranken in direktem Kontakt, schildert er seinen Lebensweg durch die Schweizer Psychiatrie aus unmittelbarer Erfahrung, anschaulich und empathisch. Als Leser ist man erschüttert über die zum grossen Teil trostlosen Verhältnisse in den psychiatrischen Kliniken in den 1940iger und zu Beginn der 1950iger Jahre. Erst allmählich wurden psychotherapeutische, sozialpsychiatrische und pharmakologische Behandlungsansätze ausgebildet, die das Schicksal der Patienten erleichterten. Müller war gemeinsam mit Gaetano Benedetti Pionier in der psychoanalytischen Therapie schizophrener Patienten und in der Einführung sektorisierter Versorgungsstrukturen. Er führte in Lausanne neben der Arbeitstherapie, die Ergo-und Musiktherapie ein. Bescheiden schildert er sein praktisches und wissenschaftliches Wirken, seinen persönlichen und immer am einzelnen Individuum orientierten Einsatz, wie er in der heutigen sogenannten "personalisierten Psychiatrie" kaum mehr zu finden ist. Christian Müller gibt lebendige Einblicke in den Alltag der Kliniken, die Lebensbedingungen der Patientinnen und Patienten, die Stellung des Pflegepersonals, in kantonale Besonderheiten medizinischer Versorgung, sowie in seine eigenen persönlichen Ambitionen. Er schildert seine Reisen, seinen Austausch mit den Kollegen in den USA, Begegnungen mit vielen und bedeutenden Fachpersonen im In- und Ausland, wobei er nicht mit kritischen Bemerkungen über den autoritär-patriarchalischen Führungsstil spart, den er in Paris und Wien vorfand. Plastisch schildert er seine Arbeit als Assistent und Oberarzt unter Manfred Bleuler in Zürich, der ihn dann später gerne als seinen Nachfolger gesehen hätte; er beschreibt die persönlich geprägte Beziehung zu Hans Steck, seinem Vorgänger in Lausanne; er gibt Einblick in seine Erfahrungen mit der italienischen Reformpsychiatrie und seine ambivalente Beziehung zu deren Gründungsfigur Franco Basaglia. Christian Müllers Aufzeichnungen sind ein eindringliches und bedeutsames Zeugnis der Reformbestrebungen in der Schweizer Psychiatrie und zugleich der Schweizer Psychiatriegeschichte. Durch sie setzt er auch das Werk seines Vaters Professor Max Müller fort, der nach seiner Direktion in Münsingen von 1954 bis 1963 Ordinarius für Psychiatrie und Klinikdirektor in Bern war und der selbst seine Autobiographie 1982 unter dem Titel "Erinnerungen. Erlebte Psychiatriegeschichte 1920-1960" publizierte.



Inhalt
1;Vorwort des Herausgebers;11 2;Einleitung;15 3;Jugend, Studium und Lehrjahre;19 3.1;Gedanken über die Familiengeschichte;21 3.2;Eine Kindheit in der psychiatrischen Anstalt;24 3.3;Studium;30 3.4;Lehrjahre;33 4;Als Oberarzt in Lausanne und Zürich;53 4.1;Die ersten vier Jahre in Lausanne;55 4.2;Pierre Duperrex;61 4.3;Reisen und Arbeiten;63 4.4;Die zweite Zürcher Periode;77 5;Die Klinikleitung im Waadtland;87 5.1;Die Wahl nach Lausanne;89 5.2;Die waadtländische Psychiatrie;94 5.3;Der tiefere Sinn;100 5.4;Alltag;101 5.5;Sorgen;102 5.6;Rückkehr nach Bern?;104 5.7;Tagewerk;106 5.8;Bewegung im Untergang;111 5.9;Die Abteilung;113 5.10;Beschäftigungstherapie und Psychoanalyse;114 5.11;Die Sektorisierung;117 5.12;Enquête de Lausanne;122 5.13;Wurzeln fassen. Schwesternnöte;123 5.14;Forschen und Reisen;131 5.15;Franco Basaglia und die italienische Reform;134 5.16;Il Manicomio;136 5.17;Die medizinische Fakultät Lausanne;138 5.18;Dichterlesungen;142 5.19;Familiäres;143 5.20;Ehrungen und Kontakte mit berühmten Zeitgenossen;144 5.21;Reisen und Ausbildung von Mitarbeitern;147 5.22;Die Reise nach Persien 1967;148 5.23;Die Unruhen von 1968;151 5.24;Als Experte in Venedig;154 5.25;Licht und Schatten in Cery;155 5.26;Die Société d?hygiène mentale;158 5.27;Die Nachfolge Bleulers in Zürich;158 5.28;Wissenschaftliches in jenen Jahren;161 5.29;Ausbau des therapeutischen Angebots in Cery;163 5.30;Die geisteskranken Rechtsbrecher;164 5.31;Die kulturellen Interessen der Patienten;166 5.32;Beziehungen zur portugiesischen Psychiatrie;167 5.33;Nochmals die Not der Pflegerinnen und Pfleger;169 5.34;Das Jahr 1970;170 5.35;Die Gerontopsychiatrie;171 5.36;Bauen, Wohnen, Verwalten;174 5.37;Das Jahr 1972;180 5.38;Leo Steinacher;183 5.39;Der Dubois-Preis;184 5.40;Die Hundertjahrfeier;185 5.41;Ein Forschungsprojekt, das nie durchgeführt wurde;187 5.42;Die Spitalpfarrer;188 5.43;Die Psychologen;190 5.44;Tuberkulöse Kranke;192 5.45;Die Musiktherapie;192 5.46;Ergänzungen zu den Jahren 1973-1975;193 5.47;Expertentätigkeit für verschiedene Kantone;194 5.48;Lokale Konflikte und internationale Verbindungen;196 5.49;Der missglückte Wechsel nach Bern;199 6;Bewahren, Weiterentwickeln, Abschied;205 6.1;Die letzten zehn Jahre;207 6.2;Die Privatpatienten;215 6.3;Psychiatrie der Gegenwart und Monographienreihe;217 6.4;Amarcord;219 6.5;Arbeitsgemeinschaft der ärztlichen Direktoren;221 6.6;Gesetzgeberisches;223 6.7;Allerlei;226 6.8;Organisatorische Änderungen in der Klinik;228 6.9;Die Unfreundlichkeit der Medien;232 6.10;Pro Mente Sana;236 6.11;Abschied und letzte Reformen;237 6.12;Nochmals die wissenschaftliche Tätigkeit;242 6.13;Fritz Meerwein;245 6.14;Mein Rücktritt;246 6.15;Epilog;248 7;Personenverzeichnis;251 8;Literatur;269

Produktinformationen

Titel: Erlebte Psychiatrie 1946-1986
Autor:
EAN: 9783796535253
ISBN: 978-3-7965-3525-3
Digitaler Kopierschutz: Wasserzeichen
Format: E-Book (pdf)
Herausgeber: Schwabe
Genre: Allgemeines, Lexika
Anzahl Seiten: 269
Veröffentlichung: 05.09.2016
Jahr: 2016
Dateigrösse: 6.0 MB