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Humanismus: Die Verleugnung der menschlichen Natur? Eine Untersuchung mit Hilfe des Marquis de Sade

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 2+, Universität Rostock (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Hauptseminar Humanismus, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Es gibt zwei Klassen von Menschen - die Löwen und die Lämmer. Wenn du zu den Lämmern gehörst, wirst auch du einst, wie Gray oder Jane Galbraith, [tot] auf diesem Tisch liegen. Bist du aber Löwe, so wirst du leben und dein Pferd lenken, wie ich, wie K., wie alle in der Welt, die Witz und Mut besitzen.' (Stevenson 1999, 103) Mit diesen Worten begründet die literarische Figur Macfarlane in der Geschichte 'Der Leichenräuber' von R. L. Stevenson ihre skrupellosen Verbrechen und fordert gleichzeitig den angesprochenen literarischen Kumpanen auf, ihm zu folgen und es ihm gleichzutun: Die von der Natur gegebenen Eigenschaften zu nutzen und andere Menschen zu dominieren, zu missbrauchen und zu unterjochen. So unfassbar diese Begründung auch erscheinen mag und so unglaublich sie auf zivilisierte Menschen wirken soll, so einfach und vielleicht wahr könnte sie jedoch sein. Es gibt Menschen wie Löwen und Lämmer. Es gibt Menschen, die von Natur aus Eigenschaften besitzen, die es ihnen möglich machen, einem Löwen gleich, über Menschen (Lämmern gleich) zu herrschen. Die Tatsache, dass es in der Natur Wesen gibt, die einige Wesen mehr dominieren als andere, ist eine Tatsache - nur hier geschickter literarisch formuliert. Im Folgenden soll nun untersucht werden, ob der komplexe Begriff des Humanismus, der heute eine eher undurchsichtige moralische Größe angenommen hat, tatsächlich eine Eigenschaft des Menschen ist, die er von der Natur geerbt hat, oder ein Charakterzug ist, den allein die Zivilisation erbracht hat und der folglich nur in ihr weiterbestehen kann. Weiter soll in dieser Frage erörtert werden, ob der Mensch vielleicht im Zuge der Entwicklung der Zivilisation und des Humanismus seine Natur zu verleugnen begonnen hat und deshalb heute als Wesen dasteht, das zwar ohne Zweifel aus der Natur kommt, seine Verbindungen und Beziehungen zu dieser jedoch weniger denn je begreifen will und kann. Dazu soll ein Philosoph des 18./ 19. Jahrhunderts geprüft werden, der sowohl anthropologische Annahmen sowie moralische Konsequenzen erläutert: der Marquis de Sade.

Produktinformationen

Titel: Humanismus: Die Verleugnung der menschlichen Natur? Eine Untersuchung mit Hilfe des Marquis de Sade
Autor:
EAN: 9783638429924
ISBN: 978-3-638-42992-4
Digitaler Kopierschutz: frei
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Grin Publishing
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 23
Veröffentlichung: 01.10.2005
Jahr: 2005
Dateigrösse: 0.6 MB

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