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Die Behandlung von Leasing nach IFRS unter besonderer Berücksichtigung von Mobilien
Christian Heinz

Inhaltsangabe:Einleitung: Zu den primären Zielen eines Unternehmens zählt gerade in der Zeit einer anhaltenden Finanzmar... Weiterlesen
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Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Zu den primären Zielen eines Unternehmens zählt gerade in der Zeit einer anhaltenden Finanzmarktkrise die Wahrung einer ständigen Liquidität. Der steigende Konkurrenzdruck auf den Absatzmärkten auch in Zusammenhang mit einem zunehmenden Einfluss internationaler Anbieter führt jedoch dazu, dass die Unternehmen stets mit Maschinen produzieren müssen, welche den hohen Anforderungen mit entsprechenden Kapazitäten standhalten können. Ist dies nicht mehr gewährleistet, so müssen die Entscheidungsträger eine Anschaffung neuer Produktionsanlagen planen. Eine solche Investition ist dann i. d. R. mit einer enormen Kapitalbelastung verbunden und führt zu einem Zielkonflikt gegenüber der eingangs erwähnten und anzustrebenden Liquiditätssituation. Aufgrund dessen bedarf es einer Finanzierungsmöglichkeit, die genau diese Diskrepanz minimiert. Eine in letzter Zeit sehr gern gewählte Option stellt in diesem Zusammenhang das Leasing dar. ‘Das Leasing wird unter den Finanzierungssurrogaten erfasst, für die kennzeichnend ist, dass sie die Liquiditätssituation der Unternehmung ohne Zuführung von Eigen- oder Fremdkapital verbessern.’ Innerhalb dieser Vereinbarung wird einem Unternehmen als Leasingnehmer gegen Entgelt ein temporäres Nutzungsrecht an einem vertraglich fixierten Investitionsgut durch einen Leasinggeber gewährt. Legt man hierbei die Übersetzung des aus dem Englischen stammenden Begriffs ‘lease’ zugrunde, so könnte schnell auf einen Pacht- oder Mietvertrag geschlossen werden. Dies trifft den tatsächlichen ökonomischen Sachverhalt jedoch nur unzureichend: Es liegt zwar eine gewisse Ähnlichkeit zum klassischen Pacht- oder Mietvertrag vor, da die Basis des Leasings im Allgemeinen ihren Ursprung im Mietvertragsrecht i. S. d. §§ 535 BGB ff. hat. Jedoch existieren beim Leasing umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten, welche neben einem klassischen Mietvertrag ebenso zum Charakter eines Ratenkaufvertrags führen können. Grundsätzlich ist beim Leasing zu bemerken, dass eine Trennung von Eigentum und Nutzung vorgenommen wird. Hieraus resultiert, dass der Leasinggeber i. S. d. §§ 903 ff. BGB rechtlicher Eigentümer des Leasingobjektes bleibt, der Leasingnehmer dieses als Besitzer i. S. d. §§ 854 ff. BGB umfassend wirtschaftlich nutzen kann und somit die einem Pächter ähnelnde Position i. S. d. §§ 581 ff. BGB einnimmt. Dabei kommt es nicht selten vor, dass für den Leasingnehmer nach Ablauf des Leasingvertrages die Möglichkeit des Kaufs oder [...]

Klappentext

Inhaltsangabe:Einleitung: Zu den primären Zielen eines Unternehmens zählt gerade in der Zeit einer anhaltenden Finanzmarktkrise die Wahrung einer ständigen Liquidität. Der steigende Konkurrenzdruck auf den Absatzmärkten auch in Zusammenhang mit einem zunehmenden Einfluss internationaler Anbieter führt jedoch dazu, dass die Unternehmen stets mit Maschinen produzieren müssen, welche den hohen Anforderungen mit entsprechenden Kapazitäten standhalten können. Ist dies nicht mehr gewährleistet, so müssen die Entscheidungsträger eine Anschaffung neuer Produktionsanlagen planen. Eine solche Investition ist dann i. d. R. mit einer enormen Kapitalbelastung verbunden und führt zu einem Zielkonflikt gegenüber der eingangs erwähnten und anzustrebenden Liquiditätssituation. Aufgrund dessen bedarf es einer Finanzierungsmöglichkeit, die genau diese Diskrepanz minimiert. Eine in letzter Zeit sehr gern gewählte Option stellt in diesem Zusammenhang das Leasing dar. Das Leasing wird unter den Finanzierungssurrogaten erfasst, für die kennzeichnend ist, dass sie die Liquiditätssituation der Unternehmung ohne Zuführung von Eigen- oder Fremdkapital verbessern. Innerhalb dieser Vereinbarung wird einem Unternehmen als Leasingnehmer gegen Entgelt ein temporäres Nutzungsrecht an einem vertraglich fixierten Investitionsgut durch einen Leasinggeber gewährt. Legt man hierbei die Übersetzung des aus dem Englischen stammenden Begriffs lease zugrunde, so könnte schnell auf einen Pacht- oder Mietvertrag geschlossen werden. Dies trifft den tatsächlichen ökonomischen Sachverhalt jedoch nur unzureichend: Es liegt zwar eine gewisse Ähnlichkeit zum klassischen Pacht- oder Mietvertrag vor, da die Basis des Leasings im Allgemeinen ihren Ursprung im Mietvertragsrecht i. S. d. §§ 535 BGB ff. hat. Jedoch existieren beim Leasing umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten, welche neben einem klassischen Mietvertrag ebenso zum Charakter eines Ratenkaufvertrags führen können. Grundsätzlich ist beim Leasing zu bemerken, dass eine Trennung von Eigentum und Nutzung vorgenommen wird. Hieraus resultiert, dass der Leasinggeber i. S. d. §§ 903 ff. BGB rechtlicher Eigentümer des Leasingobjektes bleibt, der Leasingnehmer dieses als Besitzer i. S. d. §§ 854 ff. BGB umfassend wirtschaftlich nutzen kann und somit die einem Pächter ähnelnde Position i. S. d. §§ 581 ff. BGB einnimmt. Dabei kommt es nicht selten vor, dass für den Leasingnehmer nach Ablauf des Leasingvertrages die Möglichkeit des Kaufs oder einer Verlängerung besteht. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass im Rahmen eines Leasingvertrages mit der Zahlung von monatlichen Leasingraten eine wesentlich geringere finanzielle Belastung für den Leasingnehmer verbunden ist als im Gegensatz zu einem klassischen Kaufvertrag, innerhalb dessen im Regelfall unmittelbar nach Anschaffung des Vermögensgegenstands eine Zahlung aus den eigenen finanziellen Mitteln erfolgen muss. Im Idealfall werden sodann die regelmässig anfallenden Leasingraten unmittelbar aus den Erträgen des Leasinggegenstands gedeckt ( pay as you earn ). Demzufolge führt die Nutzung von Leasingverhältnissen für ein Unternehmen als Leasingnehmer zu nachstehenden wesentlichen Vorteilen: - Verbesserung der Bilanzrelationen (Off-Balance-Effekt) durch Schonung des Eigenkapitals sowie Erhöhung der Liquidität; - Realisierung eines Kreditspielraums durch besseres Rating; - Nutzung flexibel gestaltbarer Leasingvereinbarungen; - Produktion auf höchstem Niveau durch stets moderne Ausstattung; - Wahrnehmung eines umfangreichen Zusatzangebots vonseiten der Leasinggeber. Diese signifikanten Begleiterscheinungen beim Leasing führten in Deutschland zu einem Anstieg der Leasingquote von unter 5 % im Jahre 1970 auf 17,1 % im Jahre 2008. Zurückzuführen ist diese Entwicklung aber ebenso auf einen Rückgang im Bereich der klassischen Bankenfinanzierung. Zum einen begründet sich dies durch die bundesweite Einführung des Ratingverfahrens Basel II, wodurch die Kreditvergabe zunehmend erschwert sowie kostenintensiver gestaltet wurde. Andererseits wurde vonseiten der Kreditinstitute aufgrund der in Rekordhöhen auftretenden Anzahl von Unternehmensinsolvenzen das Bewilligungsverfahren bei Kreditanträgen mit mehr Skepsis betrachtet. Auf Basis dieser Gegebenheiten kann das Leasing als alternative Finanzierungsform wohl auf eine günstige Zukunft mit weiteren Zuwächsen vor allem im Sektor der Mobilien blicken, innerhalb dessen im Jahre 2008 bereits eine Leasingquote in Höhe von 22,8 % zu verzeichnen war. Wegen seiner großen Bedeutung in der Praxis soll in der vorliegenden Arbeit auch schwerpunktmäßig auf Mobilien als Leasingobjekt Bezug genommen werden. Zielstellung und Aufbau der Arbeit: Die geradezu großzügige Gestaltungsbandbreite bei Leasingverträgen lässt folglich auf entsprechende Ermessensspielräume und Probleme bei deren allgemeiner sowie bilanzieller Behandlung schließen. Aus diesem Grunde wird dem Leasing mit seiner Komplexität und Vielfalt in der Praxis eine besondere Bedeutung beigemessen. Durch eine zunehmende Ausrichtung deutscher Unternehmen auf internationale Märkte und die hieraus resultierende Erforderlichkeit einer internationalen Rechnungslegung wird dieser Sachverhalt zusätzlich verstärkt. Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist daher, die wesentlichen Möglichkeiten innerhalb der Gestaltung von Leasingverträgen aufzuzeigen sowie deren bilanzielle Konsequenzen auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (im Folgenden IFRS) darzustellen. Zum Abschluss soll eine kritische Beurteilung erfolgen sowie ein Zukunftsausblick gegeben werden, mit Hilfe dessen ein erster Eindruck möglicher Weiterentwicklungen in der Leasingbilanzierung gewonnen werden kann. Einführend wird im zweiten Kapitel Bezug auf die Grundlagen der speziellen Rechnungslegungsnormen der IFRS genommen. In diesem Zusammenhang sollen zunächst die Hintergründe analysiert werden, welche ursächlich zur praktischen Notwendigkeit der internationalen Rechnungslegung geführt haben. Anschließend werden der grundlegende Aufbau des IASB sowie einschlägige Grundsätze der Berichterstattung näher betrachtet, um dann später konkrete Auswirkungen auf die Behandlung von Leasing aufzeigen zu können. Das Kapitel drei bildet den Hauptteil der wissenschaftlichen Arbeit und stützt sich umfassend auf die Leasingregelungen nach den IFRS. Hier werden eingangs grundlegende Sachverhalte erklärt, die zur weiteren Behandlung der Thematik von Bedeutung sind. Im Weiteren sollen mit den Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen die Grunderscheinungsformen des Leasings vorgestellt und deren prinzipielle Abgrenzung voneinander verdeutlicht werden. Dabei wird fortführend näher auf die zusätzlich relevanten Instrumente eingegangen, welche als Hilfsmittel zur Erkennung von Finanzierungs-Leasingverhältnissen einsetzbar sind. Auf Basis der Zuordnung zum jeweiligen Leasingverhältnis sollen anschließend die Bilanzierungs- und Angabepflichten beim Leasingnehmer (im Folgenden LN) sowie Leasinggeber (im Folgenden LG) thematisiert werden. Auf Sale-and-lease-back-Transaktionen als Sonderform des Leasings wird innerhalb der Ausführungen kein Bezug genommen. Im vierten Abschnitt erfolgt eine kritische Betrachtung der im vorigen Kapitel behandelten Vertragsklassifizierung und im Anschluss der Ausblick auf alternative Verfahrensweisen, um im fünften Kapitel ein entsprechendes Fazit aus den gewonnenen Erkenntnissen zu ziehen. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: AbkürzungsverzeichnisIII 1.Einleitung1 1.1Bedeutung und Entwicklung des Leasings im Allgemeinen1 1.2Zielstellung und Aufbau der Arbeit3 2.Internationale Rechnungslegung nach IFRS4 2.1Notwendigkeit internationaler Rechnungslegung4 2.2Zielsetzung und Struktur des IASB5 2.3Funktionen und Grundsätze der IFRS mit ihren Einschränkungen7 3.Leasing nach IFRS12 3.1Abgrenzung des Leasingbegriffes durch IAS 17 sowie IFRIC 412 3.2Identifikation des wirtschaftlichen Eigentümers zur Vertragsklassifizierung15 3.2.1Erscheinungsformen des Leasings und deren Trennung15 3.2.2Mögliche Kriterien für Finanzierungs-Leasingverhältnisse18 3.2.2.1Eigentumsübergang (transfer of ownership test)18 3.2.2.2Günstige Kaufoption (bargain purchase option test)19 3.2.2.3Mietzeittest (economic life test)24 3.2.2.4Barwerttest (recovery of investment test)28 3.2.2.5Spezialleasing und Zusammenfassung der Kriterien36 3.2.3Vertragsänderungen und deren Einfluss auf die Klassifizierung37 3.3Bilanzierung der Leasingverhältnisse38 3.3.1Bilanzierung der Finanzierungs-Leasingverhältnisse38 3.3.1.1Bilanzierung beim Leasingnehmer38 3.3.1.2Bilanzierung beim Leasinggeber42 3.3.2Bilanzierung der Operating-Leasingverhältnisse45 3.3.2.1Bilanzierung beim Leasingnehmer45 3.3.2.2Bilanzierung beim Leasinggeber49 4.Kritische Auseinandersetzung und mögliche Lösungen51 4.1Beurteilung der Leasingbehandlung nach IFRS51 4.2Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Leasingbilanzierung54 5.Zusammenfassung und Fazit59 Quellenverzeichnis62 Literaturverzeichnis62 Internetverzeichnis65 Textprobe:Textprobe: Kapitel 3.2.3, Vertragsänderungen und deren Einfluss auf die Klassifizierung: Die Zuordnung einer Vertragsart hat wie bereits dargestellt auf Grundlage der zu Beginn einer Leasingvereinbarung geltenden Verhältnisse und Erwartungen zu erfolgen. Die dabei maßgeblichen Vertragsregelungen sind jedoch im Zeitvergleich nicht als starre Werte anzusehen. Diese können sich ggf. während der Laufzeit eines Vertrages derart ändern, dass es zu einer Verlagerung des Chancen- und Risikotransfers und somit zu einer anderen als der ursprünglich bestimmten Klassifizierung kommen könnte. Auf Basis dieser Annahmen konzentriert sich IAS 17.13 auf die Verfahrensweise mit solchen nachträglichen Vertragsänderungen, die zwischen LG und LN einvernehmlich geschlossen werden. Dabei unterscheidet dieser Passus zwischen zwei Fällen: - Neuabschluss bzw. Verlängerung eines Leasingverhältnisses (renewing the lease); - sonstige Änderungen bestehender Vertragsbedingungen. Aus einem Neuabschluss bzw. einer Verlängerung resultiert nur dann eine Neubeurteilung des Vertrages, wenn zu Vertragsbeginn keine Verlängerungsoption vereinbart wurde bzw. diese nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit ausgeübt werden würde. Dabei ist der neue Vertrag eigenständig und unabhängig vom bisher bestehenden Vertrag zu beurteilen. Bei den sonstigen Änderungen handelt es sich bspw. um Anpassungen von Leasingraten in Höhe oder Fälligkeit, die Aufhebung bzw. Gewährung von Restwertgarantien oder Kaufoptionen. Bei Vorliegen einer der beiden o. g. Fälle soll zunächst innerhalb eines retrospektiven Verfahrens geprüft werden, ob der Leasingvertrag tatsächlich zu Beginn des Verhältnisses anders klassifiziert worden wäre, wenn die neuen Tatsachen bereits zu diesem Zeitpunkt bekannt gewesen und entsprechend berücksichtigt worden wären. Bei dieser Methode bleiben mit Ausnahme der angepassten Mindestleasingzahlungen alle anderen bei der Erstklassifizierung bereits bestandenen Faktoren konstant (speziell fair value, wirtschaftliche ND sowie der Diskontierungszinssatz). Ergibt sich innerhalb dieser Konstellation eine Bestätigung zur abweichenden Klassifizierung, so ist der Leasingvertrag zum Zeitpunkt des Eintretens der ursächlichen Änderungen als neues Leasingverhältnis zu beurteilen und entsprechend den bekannten Zurechnungshilfen nach IAS 17.10 sowie 17.11 neu zu klassifizieren. Liegt demgegenüber jedoch keine Abweichung zur Erstklassifizierung vor, so bildet die geänderte Vereinbarung insgesamt auch kein neues Leasingverhältnis und IAS 17.13 greift somit nicht. Die geänderten Vertragsbedingungen, welche zu einer Neuklassifizierung führen, werden meist innerhalb eines Nachtrags zum bestehenden Leasingvertrag fixiert, ohne das Altverhältnis aufzuheben. Generell ausgenommen von IAS 17.13 und der Neubeurteilung sind solche Änderungen, die auf sich entwickelnde Rahmen- oder Marktbedingungen zurückzuführen sind. Zur Konkretisierung können Schätzungen (bspw. einer ND aufgrund neuer rechtlicher Rahmenbedingungen) oder Anpassungen von Sachverhalten wie bspw. Zahlungsausfälle des LN angeführt werden. Durch derartige Fälle wird das bestehende Vertragsverhältnis nicht verändert und es liegt somit auch kein neuer Vertrag vor. Eine weitere Ausnahme bilden solche Änderungen, die sich während der Bau- oder Herstellungsphase eines Vermögenswertes aufgrund geänderter Investitions- oder Finanzierungskosten ergeben. In diesem Falle ist nach IAS 17.5 zu verfahren.



Zusammenfassung
Inhaltsangabe:Einleitung:Zu den primären Zielen eines Unternehmens zählt gerade in der Zeit einer anhaltenden Finanzmarktkrise die Wahrung einer ständigen Liquidität. Der steigende Konkurrenzdruck auf den Absatzmärkten auch in Zusammenhang mit einem zunehmenden Einfluss internationaler Anbieter führt jedoch dazu, dass die Unternehmen stets mit Maschinen produzieren müssen, welche den hohen Anforderungen mit entsprechenden Kapazitäten standhalten können. Ist dies nicht mehr gewährleistet, so müssen die Entscheidungsträger eine Anschaffung neuer Produktionsanlagen planen. Eine solche Investition ist dann i. d. R. mit einer enormen Kapitalbelastung verbunden und führt zu einem Zielkonflikt gegenüber der eingangs erwähnten und anzustrebenden Liquiditätssituation. Aufgrund dessen bedarf es einer Finanzierungsmöglichkeit, die genau diese Diskrepanz minimiert. Eine in letzter Zeit sehr gern gewählte Option stellt in diesem Zusammenhang das Leasing dar. ?Das Leasing wird unter den Finanzierungssurrogaten erfasst, für die kennzeichnend ist, dass sie die Liquiditätssituation der Unternehmung ohne Zuführung von Eigen- oder Fremdkapital verbessern.? Innerhalb dieser Vereinbarung wird einem Unternehmen als Leasingnehmer gegen Entgelt ein temporäres Nutzungsrecht an einem vertraglich fixierten Investitionsgut durch einen Leasinggeber gewährt. Legt man hierbei die Übersetzung des aus dem Englischen stammenden Begriffs ?lease? zugrunde, so könnte schnell auf einen Pacht- oder Mietvertrag geschlossen werden. Dies trifft den tatsächlichen ökonomischen Sachverhalt jedoch nur unzureichend: Es liegt zwar eine gewisse Ähnlichkeit zum klassischen Pacht- oder Mietvertrag vor, da die Basis des Leasings im Allgemeinen ihren Ursprung im Mietvertragsrecht i. S. d. §§ 535 BGB ff. hat. Jedoch existieren beim Leasing umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten, welche neben einem klassischen Mietvertrag ebenso zum Charakter eines Ratenkaufvertrags führen können. Grundsätzlich ist beim Leasing zu bemerken, dass eine Trennung von Eigentum und Nutzung vorgenommen wird. Hieraus resultiert, dass der Leasinggeber i. S. d. §§ 903 ff. BGB rechtlicher Eigentümer des Leasingobjektes bleibt, der Leasingnehmer dieses als Besitzer i. S. d. §§ 854 ff. BGB umfassend wirtschaftlich nutzen kann und somit die einem Pächter ähnelnde Position i. S. d. §§ 581 ff. BGB einnimmt. Dabei kommt es nicht selten vor, dass für den Leasingnehmer nach Ablauf des Leasingvertrages die Möglichkeit des Kaufs oder []

Produktinformationen

Titel: Die Behandlung von Leasing nach IFRS unter besonderer Berücksichtigung von Mobilien
Autor: Christian Heinz
EAN: 9783842803909
ISBN: 978-3-8428-0390-9
Format: PDF
Herausgeber: Diplom.de
Genre: Betriebswirtschaft
Anzahl Seiten: 70
Veröffentlichung: 20.09.2010
Jahr: 2010
Dateigrösse: 3.1 MB