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Gilbert

  • E-Book (epub)
  • 382 Seiten
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Inhalt: Ina und Steffi, zwei Studentinnen aus Berlin, beide Mitte/Ende zwanzig, wollen noch einmal durch die Welt. Auf ihrer Reise... Weiterlesen
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Beschreibung

Inhalt: Ina und Steffi, zwei Studentinnen aus Berlin, beide Mitte/Ende zwanzig, wollen noch einmal durch die Welt. Auf ihrer Reise durch Südamerika treffen sie auf Gilbert, ein Ex-Informatiker aus Düsseldorf der sich als Roman-Autor ausgibt, mit dem sie sich auf ein inniges Verhältnis einlassen. Als nach Wochen, Inas/Steffis Abreise ansteht, bedrängen sie Gilbert, sich ihnen anzuschließen, mit ihnen weiterzureisen, werden aber, unerwartet schroff, von ihm abgewiesen. Vergangenheit in Zeiten des Internets wird wird zum bestimmenden Ereignis der zweiten Hälfte, die, die beiden Frauen in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Inspiration: Inspirierend war Hemingway's »Haben und Nichthaben« für die Art, Charaktere, allein durch Dialoge, lebendig werden zu lassen. Sonstiges: Ein Brief der in falsche Hände gerät, ist ein häufiges Ereignis bei Friedrich Schiller. Auch verwendet im Roman »Abbitte«, (verfilmt 2008) von Ian MCEwana. Beim Lesen kann sich aufdrängen, dass dies auch hier verwendet wurde. Deshalb - in dieser Geschichte basiert es auf einem realen Ereignis, das zu einem der Hauptcharaktere gehört. Weitere Gemeinsamkeiten gibt es, mit »Abbitte« oder Schillers Werken, nicht. Vorwort: Cyberbullying gegen eine 15jährige ließ einen Autor eine Geschichte schreiben, die später Vorlage für eine sehr erfolgreiche, viel diskutierte TV-Serie war. Vielleicht war es ein bisschen anders, vielleicht ganz anders, letztlich war beides (Serie und Warum-Geschrieben-Schilderung), Ursache für die Entstehung eines Epilogs, für die dritte Auflage dieses Romans, der ca. 20 Jahre nach der Haupthandlung einsetzt. Es gibt keine Ähnlichkeiten zur TV-Serie oder dem Buch. Einzig Cyberbulling als 'inspirierendes' Thema, kann als Gemeinsamkeit gesehen werden.

Angus Whiteknight ist ein Künstlername den der Autor wählte um beim Schreiben leichter Distanz zu finden. Leseprobe aus mehreren Kapitel auf: https://Angus-Whiteknight.de

Autorentext

Angus Whiteknight ist ein Künstlername den der Autor wählte um beim Schreiben leichter Distanz zu finden.

Leseprobe aus mehreren Kapitel auf:
https://Angus-Whiteknight.de



Leseprobe
1. Kapitel Freie Universität Berlin, Sommer 2004

Tiefblauer Himmel, die Sonne brannte. Es war kurz nach Mittag, Menschentrauben vor den Eingängen, Gedränge auf den Gehwegen.

Auf einer breitgetretenen Wiesenfläche, unter dem Schatten einer alten Weide, saßen zwei Frauen.

Blondes, glattes Haar, nach hinten gesteckt; Schwarzhaarig, gewellt, schulterlang die Andere.

Ein Mann näherte sich ihnen, Mitte sechzig, Schnauzbart, rahmenlose Brille. Mit weit aufgerissenen Augen, halb offenem Mund, kam er auf sie zu. »Ihr schon wieder«, gab er mit düsterer Stimme von sich, dann wandte er den Blick ab, doch sprach, während er seine Schritte verlangsamte, weiter, ebenso düster wie zuvor, mit drohendem Unterton: »Sitzt ihr schon wieder hier auf der Wiese, habt sonst nichts zu tun?«

Er war schon halb an ihnen vorbeigegangen, als er stehen blieb und sich ihnen nochmal zuwandte. »Na wartet mal, nächstes Jahr kommt der Bachelor, dann hört das auf!«

»Und, was wird dann aus dir?«, parierte die Schwarzhaarige sofort. Mit eiskalter Mine stand sie auf. Der Mittsechziger blieb abrupt stehen. »Ich hab mich wohl verhört junge Frau!«

»Nein«, gab die Schwarzhaarige gedehnt, mit langem Atem zur Antwort, »was wird aus dir?«, wiederholte sie, »wirst du dann Prof? Is' ja dann nicht mehr so anspruchsvoll, sogar Anwesenheit zählt.«

»Ihr faulenzendes, rumhängendes Pack«, kam es aus den Tiefen seiner Kehle, seine Augen schienen sich nochmal zu

weiten, sein Kopf lief rot an. »Eine Uni ist kein Spielplatz«, raunte er, »um Steuergelder geht's hier. .. .«

»Steuergelder? Für Was, für Wen in Zukunft? Für die Fähigkeit Referate abzufassen? Morgens pünktlich auf seinem Stuhl zu sitzen, Vorträge halten? Sind das die neuen, intellektuellen Fähigkeiten für die Steuergelder aufgewendet werden?«

»Studieren heißt auch Disziplin«, fauchte er jähzornig, »heißt Hörsäle nicht zu verstopfen, mit ewig vor sich dämmernden Tussies wie euch.«

»Unsere Fakultät wird nicht sofort umgestellt, wir können also so weiter machen, können weiter so vor uns hindämmern, hier sitzen, Löcher in die Luft gucken, lauter so Sachen.«

»Lauter so Sachen«, wiederholte er, »Intelligenz, ist was wir hier fordern! Intelligenz! Schon mal gehört davon.«

»Intelligenz ist die Fähigkeit Schwierigkeiten zu bewältigen, die man vorher nicht trainiert hat, schon mal gehört davon?«

Der Mittsechziger erstarrte, sein Kopf zuckte, schien anzukämpfen gegen die plötzliche Versteinerung. »Hat keinen Zweck«, schnaufte er dann, wandte sich ab und ging mit schnellen Schritten auf dem ausgetretenen Weg weiter, der im Bogen zum Eingang der Mensa führte. »Nein, es hat keinen Zweck«, schimpfte er mit lauter, wütender Stimme, weiter vor sich hin, »hat einfach keinen Zweck... mit solchen Leuten...«

Die Schwarzhaarige setzte sich wieder, wuschelte ihr Haar nach vorn, ließ es wieder zurück fallen und blinzelte durch das Blätterwerk. »Noch eine Woche, dann geht's los.«

»Ja, noch eine Woche«, sagte die Blondhaarige, »und wir haben noch nichts vorbereitet.«

»Ja«, stimmte die Schwarzhaarige zu, mit gespielter

Schwermütigkeit, »wir sind einfach Spitze« und warf ihren

Kopf urplötzlich zur Seite, weil sie einen Schatten bemerkte, der neben ihr auftauchte. »Hey, was machst du denn hier«, grüßte sie ihn etwas zurückgenommen und musterte seine Aufmachung. Geölter Seitenscheitel, weißes Hemd, Stoffhosen, schmale Aktentasche rechts unterm Arm geklemmt, ein Relikt aus der Yuppiezeit.

»Steff, Ina«, nickte er ihnen freundlich lächelnd zu. Öffnete die Aktentasche wie ein Versicherungsvertreter und überreichte jeder einen Flyer. Dabei lächelte er weiter, doch dieses Lächeln wirkte bemüht, aufgesetzt, stetig. Das stetige Lächeln jener, die glauben, wann immer sie mit andern Menschen in Kontakt kommen, muß ihnen die Liebe Jesu anzusehen sein, von der

Produktinformationen

Titel: Gilbert
Autor:
EAN: 9783750467613
Digitaler Kopierschutz: Wasserzeichen
Format: E-Book (epub)
Hersteller: Books on Demand
Genre: Erzählende Literatur
Anzahl Seiten: 382
Veröffentlichung: 19.02.2020
Auflage: 3. Aufl.
Features: Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
Dateigrösse: 0.4 MB