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Oktoberzug nach Riga

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Beschreibung

Marie hat eine weitverzweigte Familie und manche davon sind verschollen, wie sie im Rahmen einer Semesterarbeit über Stolpersteine für im Holocaust umgekommene Menschen feststellen muss. Wer waren Charlotte und Werner Heimann, und was ist mit ihnen geschehen? Gleichzeitig begibt sich in Amerika der Journalist John auf die Suche nach Überlebenden und deren Nachkommen, denn sein verstorbener Großvater hat durch seine Bürgschaft Menschen vor den Vernichtungslagern bewahren können. Eine Spurensuche beginnt: von der Stolpersteine auf der Bamberger Straße Nummer 48 in Berlin bis zu einen Oktoberzug, der 1942 nach Riga abging. Mit jeder neu entdeckten Spur vervollständigt sich die Geschichte einer Ermordung. Die Vergangenheit beginnt zu leben. Angela Schmidt-Bernhardt beschreibt hier das unruhige Gemüt der jungen Generationen, die die Geschichte ihrer Herkunft und Identität anhand eines bisher schamhaft verschwiegenen Kapitels der eigenen Familie zu hinterfragen beginnt. Es geht ihr dabei um die grundlegenden, universalen Fragen: Wer bin ich wirklich, wenn ich kaum weiß, wer meine Vorfahren sind und woher ich komme? Was haben meine Vorfahren während des Holocausts gemacht und wie soll ich mit deren Taten heute umgehen? Was kann ich tun, dass die Geschichte sich nicht wiederholt?

Angela Schmidt-Bernhardt wurde in Schleswig geboren - zwischen Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder. Sie studierte Romanistik und Sozialwissenschaften in Bochum, danach unterrichtete sie Deutsch in Frankreich, zunächst an einer Schule in Dax, dann an der Universität in Bordeaux. Ihre Lehrerinnenausbildung schloss sie in Frankfurt am Main mit dem Referendariat ab und unterrichtete danach am Hessenkolleg Französisch und Gemeinschaftskunde. In den 1990er Jahren bildete sie sich am Institut für Gruppenanalyse in Heidelberg in den Berufsfeldern 'Beratung und Supervision' weiter. 2007 promovierte sie an der Universität Marburg zum Thema 'Jugendliche Spätaussiedlerinnen. Bildungserfolg im Verborgenen'; die Dissertation erschien 2008 im Tectum-Verlag, Marburg. Heute arbeitet sie an der Philipps-Universität Marburg im Fachbereich Erziehungswissenschaften mit Lehramtsstudierenden. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind 'interkulturelles Lernen', 'Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung' und 'kreatives Schreiben'. Als Autorin beschäftigt sie sich vorrangig mit den Verbindungen zwischen individuellen, persönlichen Schicksalen und zeitgeschichtlichen Entwicklungen. Veröffentlichungen: ' Spätsommerhimmel in Sanssouci - Lebensabschnitte einer Vierteljüdin', Vlg. Größenwahn / Frankfurt, 2012.

Autorentext
Angela Schmidt-Bernhardt wurde in Schleswig geboren - zwischen Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder. Sie studierte Romanistik und Sozialwissenschaften in Bochum, danach unterrichtete sie Deutsch in Frankreich, zunächst an einer Schule in Dax, dann an der Universität in Bordeaux. Ihre Lehrerinnenausbildung schloss sie in Frankfurt am Main mit dem Referendariat ab und unterrichtete danach am Hessenkolleg Französisch und Gemeinschaftskunde. In den 1990er Jahren bildete sie sich am Institut für Gruppenanalyse in Heidelberg in den Berufsfeldern "Beratung und Supervision" weiter. 2007 promovierte sie an der Universität Marburg zum Thema "Jugendliche Spätaussiedlerinnen. Bildungserfolg im Verborgenen"; die Dissertation erschien 2008 im Tectum-Verlag, Marburg. Heute arbeitet sie an der Philipps-Universität Marburg im Fachbereich Erziehungswissenschaften mit Lehramtsstudierenden. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind "interkulturelles Lernen", "Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung" und "kreatives Schreiben". Als Autorin beschäftigt sie sich vorrangig mit den Verbindungen zwischen individuellen, persönlichen Schicksalen und zeitgeschichtlichen Entwicklungen. Veröffentlichungen: " Spätsommerhimmel in Sanssouci - Lebensabschnitte einer Vierteljüdin", Vlg. Größenwahn / Frankfurt, 2012.

Inhalt

STOLPERSTEINE BERLIN, BAMBERGER STRASSE 48 - FRÜHJAHR 2011 WILHELMINE AUF DEM WEG NACH BERLIN, 1855 JOHN (1) BOSTON, FRÜHJAHR 2011 MARIE BERLIN-NEUKÖLLN, SEPTEMBER 2011 WILHELMINE UND IHRE KINDER BERLIN - ZWISCHEN 1870 UND 1912 TANTE LUISE DÜSSELDORF, FEBRUAR 2012 EFFI DAVIDS? MÜNSTER - FEBRUAR 2012 JOHN (2) BOSTON, OKTOBER 2011 CHARLOTTE HEIMANN BERLIN - DIE GOLDENEN 20ER JAHRE BAMBERGER STRASSE BERLIN, BAMBERGER STRASSE 48, 30ER JAHRE DER TEPPICH BERLIN, BAMBERGER STRASSE 48, OKTOBER 1942 OMA URSULA MÜNSTER - MÄRZ 2012 RIGA-BERLIN 1942 UND 2012 GLOBUS (1) BERLIN, BAMBERGER STRASSE 48, OKTOBER 1942 GLOBUS (2) BERLIN - JUNI 2012 JOHN (3) - BOSTON, FEBRUAR 2012 JOHN UND MARIE BERLIN, BAMBERGER STRASSE 48, IM JUNI 2012 ANHANG VERWANDTSCHAFTSVERHÄLTNISSE SPRACHREGELUNGEN - WÖRTERBUCH QUELLEN BIOGRAPHISCHES

Produktinformationen

Titel: Oktoberzug nach Riga
Untertitel: Geschichte einer Ermordung
Autor:
EAN: 9783942223690
ISBN: 978-3-942223-69-0
Digitaler Kopierschutz: Wasserzeichen
Format: E-Book (epub)
Herausgeber: Größenwahn
Genre: Erzählende Literatur
Anzahl Seiten: 144
Veröffentlichung: 07.02.2014
Jahr: 2014
Dateigrösse: 1.2 MB