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Anwendungsorientierte Pflegeforschung. Ethik in der Pflege
AnetteThoke-Colberg

Anwendungsorientierte Pflegeforschung hat drei vorrangige Ziele. Für die Pflege soll eine fundierte, evidenzbasierte Wissensgrundl... Weiterlesen
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Beschreibung

Anwendungsorientierte Pflegeforschung hat drei vorrangige Ziele. Für die Pflege soll eine fundierte, evidenzbasierte Wissensgrundlage geschaffen werden. Dies ist vor allem deshalb wichtig, da der Pflege eine große Bedeutung für das Gesundheitswesen und die Krankenversorgung zukommt. Zweitens soll der Patient durch die Neuausrichtung der Pflegepraxis eine größtmögliche Eigenständigkeit bei der Bewältigung seines Alltags erhalten. Und drittens soll durch die anwendungsorientierte Pflegeforschung die Kooperation mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen verbessert werden. In diesem Buch berichten eine Reihe renommierter Wissenschaftler über Projekte und Ergebnisse aus diesem Themenbereich. Einen Schwerpunkt stellen Projekte aus dem Bereich der Onkologie dar. Die Anforderungen an die Pflege bestehen hier nicht nur in der klassischen pflegerischen Intervention. Durch die Anwendung von selbstständigkeitsfördernder Pflegeinterventionen ergibt sich z. B. bei Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, eine signifikante Verbesserung von Angst-Symptomen. Selbstständigkeitsfördende Pflegeinterventionen sind Information, Beratung, Anleitung und Schulung von Patienten. Ein zweiter Schwerpunkt ist der Bereich der Ethik. Ethik ist ein gedankliches System, welches definiert, was gut und was falsch bzw. böse ist. Grundsätzlich ist jedes ethisch-moralische Verhalten stark an gesellschaftliche Normen und Vorstellungen der jeweiligen geschichtlichen Epoche gebunden. Hier sind Begriffe wie Würde, gegenseitige Achtung und Respekt angesiedelt. Wie sind jedoch diese hohen moralischen Ziele in der täglichen Arbeit zu verwirklichen? Gerade heute zeigt sich, dass die Beachtung ethischer Grundprinzipien im klinischen Alltag und in der Pflegeforschung eine große Herausforderung darstellt, vor allem auch in Bezug auf die neue Rolle der Pflege in der Pflegeforschung. Dieses Buch setzt sich intensiv mit den aktuellen Themen der anwendungs-orientierten Pflegeforschung auseinander, gibt viele Anregungen für die Praxis und lädt auch zum Überdenken bisheriger Vorgehensweisen ein. Angaben zur Herausgeberin: Frau Thoke-Colberg ist seit 1996 Pflegedirektorin am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Seit 1989 ist sie am Klinikum rechts der Isar in unterschiedlichen Funktionen tätig. Sie ist ausgebildete Krankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe, Pflegedienstleitung und Betriebswirtin.

Anwendungsorientierte Pflegeforschung hat drei vorrangige Ziele. Für die Pflege soll eine fundierte, evidenzbasierte Wissensgrundlage geschaffen werden. Dies ist vor allem deshalb wichtig, da der Pflege eine große Bedeutung für das Gesundheitswesen und die Krankenversorgung zukommt. Zweitens soll der Patient durch die Neuausrichtung der Pflegepraxis eine größtmögliche Eigenständigkeit bei der Bewältigung seines Alltags erhalten. Und drittens soll durch die anwendungsorientierte Pflegeforschung die Kooperation mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen verbessert werden. In diesem Buch berichten eine Reihe renommierter Wissenschaftler über Projekte und Ergebnisse aus diesem Themenbereich. Einen Schwerpunkt stellen Projekte aus dem Bereich der Onkologie dar. Die Anforderungen an die Pflege bestehen hier nicht nur in der klassischen pflegerischen Intervention. Durch die Anwendung von selbstständigkeitsfördernder Pflegeinterventionen ergibt sich z. B. bei Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, eine signifikante Verbesserung von Angst-Symptomen. Selbstständigkeitsfördende Pflegeinterventionen sind Information, Beratung, Anleitung und Schulung von Patienten. Ein zweiter Schwerpunkt ist der Bereich der Ethik. Ethik ist ein gedankliches System, welches definiert, was gut und was falsch bzw. böse ist. Grundsätzlich ist jedes ethisch-moralische Verhalten stark an gesellschaftliche Normen und Vorstellungen der jeweiligen geschichtlichen Epoche gebunden. Hier sind Begriffe wie Würde, gegenseitige Achtung und Respekt angesiedelt. Wie sind jedoch diese hohen moralischen Ziele in der täglichen Arbeit zu verwirklichen? Gerade heute zeigt sich, dass die Beachtung ethischer Grundprinzipien im klinischen Alltag und in der Pflegeforschung eine große Herausforderung darstellt, vor allem auch in Bezug auf die neue Rolle der Pflege in der Pflegeforschung. Dieses Buch setzt sich intensiv mit den aktuellen Themen der anwendungs-orientierten Pflegeforschung auseinander, gibt viele Anregungen für die Praxis und lädt auch zum Überdenken bisheriger Vorgehensweisen ein.

Angaben zur Herausgeberin:

Frau Thoke-Colberg ist seit 1996 Pflegedirektorin am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Seit 1989 ist sie am Klinikum rechts der Isar in unterschiedlichen Funktionen tätig. Sie ist ausgebildete Krankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe, Pflegedienstleitung und Betriebswirtin. 

Klappentext

Anwendungsorientierte Pflegeforschung hat drei vorrangige Ziele. Für die Pflege soll eine fundierte, evidenzbasierte Wissensgrundlage geschaffen werden. Dies ist vor allem deshalb wichtig, da der Pflege eine große Bedeutung für das Gesundheitswesen und die Krankenversorgung zukommt. Zweitens soll der Patient durch die Neuausrichtung der Pflegepraxis eine größtmögliche Eigenständigkeit bei der Bewältigung seines Alltags erhalten. Und drittens soll durch die anwendungsorientierte Pflegeforschung die Kooperation mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen verbessert werden.In diesem Buch berichten eine Reihe renommierter Wissenschaftler über Projekte und Ergebnisse aus diesem Themenbereich. Einen Schwerpunkt stellen Projekte aus dem Bereich der Onkologie dar. Die Anforderungen an die Pflege bestehen hier nicht nur in der klassischen pflegerischen Intervention. Durch die Anwendung von selbstständigkeitsfördernder Pflegeinterventionen ergibt sich z. B. bei Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, eine signifikante Verbesserung von Angst-Symptomen. Selbstständigkeitsfördende Pflegeinterventionen sind Information, Beratung, Anleitung und Schulung von Patienten.Ein zweiter Schwerpunkt ist der Bereich der Ethik. Ethik ist ein gedankliches System, welches definiert, was gut und was falsch bzw. böse ist. Grundsätzlich ist jedes ethisch-moralische Verhalten stark an gesellschaftliche Normen und Vorstellungen der jeweiligen geschichtlichen Epoche gebunden. Hier sind Begriffe wie Würde, gegenseitige Achtung und Respekt angesiedelt. Wie sind jedoch diese hohen moralischen Ziele in der täglichen Arbeit zu verwirklichen? Gerade heute zeigt sich, dass die Beachtung ethischer Grundprinzipien im klinischen Alltag und in der Pflegeforschung eine große Herausforderung darstellt, vor allem auch in Bezug auf die neue Rolle der Pflege in der Pflegeforschung.Dieses Buch setzt sich intensiv mit den aktuellen Themen der anwendungsorientierten Pflegeforschung auseinander, gibt viele Anregungen für die Praxis und lädt auch zum Überdenken bisheriger Vorgehensweisen ein.



Leseprobe
Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson (S. 77-78) Vorstellung der Methode B.Wardetzki Sektion Physikalische und Rehabilitative Medizin, Klinik für Orthopädie und Physikalische Medizin, Universität Halle Forschungsergebnisse belegen, dass psychische Belastungen und Stress häufig eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von gesundheitlichen Beschwerden spielen. Entspannungsmethoden haben dementsprechend in den letzten Jahren als Maßnahmen zur Vorbeugung oder als Therapie ohne schädliche Nebenwirkungen an Bedeutung gewonnen. In den 20er-Jahren entwickelte Prof. Schultz das Autogene Training, und etwa zeitgleich Dr.Edmund Jacobson in den USA die Progressive Muskelrelaxation, ein an der Muskulatur ansetzendes Entspannungsverfahren. Unter der Vielzahl der heute angewendeten Entspannungsverfahren sind diese beiden Methoden am weitesten verbreitet und am besten erforscht. Entspannungstraining kann die Fähigkeit verbessern, Alltagsbelastungen in günstiger Weise zu bewältigen, kann die Gesundheit stärken und die Lebensqualität erhöhen. Dabei darf Entspannungstraining natürlich nicht als ein "Wundermittel" zur Lösung aller Lebensprobleme missverstanden werden. Aber das regelmäßige Praktizieren des Trainings ist im Sinne eines gesundheitlichen Schutzfaktors ein wichtiger eigener Beitrag, um die seelische und körperliche Gesundheit zu schützen und zu stärken. Die Progressive Muskelrelaxation, kurz PMR genannt, hat bisher in Deutschland einen geringeren Bekanntheitsgrad als in den USA.Doch die Zahl der angebotenen Kurse steigt, da diese Methode vielen Teilnehmern wegen des pragmatischen und "handfesten" Charakters zumindest als Einstieg in das Entspannungstraining besonders zusagt. Während bei anderen Entspannungsverfahren in aller Regel etwas Geduld bis zu den ersten spürbaren Wirkungen aufgebracht werden muss, werden bei der PMR meist bereits nach den ersten Übungen Entspannungsempfindungen wahrgenommen. Ein weiterer Grund für das wachsende Interesse liegt darin, dass diese Methode als das durch wissenschaftliche Studien bisher am besten untersuchte und in seinen positiven Wirkungen überzeugendste Entspannungsverfahren gilt. Der Zusammenhang zwischen psychischer und muskulärer Spannung ist der Mechanismus, über den die PMR wirksam werden kann. Edmund Jacobson beschäftigte sich als Wissenschaftler zu Beginn unseres Jahrhunderts intensiv mit der Funktionsweise der Muskulatur. Dabei fiel ihm auf, dass innere Unruhe, Stress und Angst mit Anspannungen der Muskulatur einhergehen. Ein Mensch, der innerlich angespannt oder ängstlich ist, ist meist auch muskulär angespannt. Allerdings führt nicht nur psychische Anspannung zu höherer Muskelanspannung. Es gilt auch der umgekehrte Fall, dass eine Lockerung der Muskulatur in aller Regel mit einem Ruhegefühl einhergeht.Wir haben es hier mit einem Zusammenhang zwischen Psyche und Körper zu tun, der in beide Richtungen besteht: Die Psyche wirkt auf den Körper und umgekehrt. Das bedeutet, körperliche Veränderungen können auch Änderungen im psychischen Befinden hervorrufen. Der Großteil der "Zivilisationserkrankungen" wird in ihren Entstehungsbedingungen nach Jacobsons Auffassung vor allem durch die Annahme einer gestörten persönlichen Ökonomie verständlich.Vor allem überfordernder Stress und seelische Belastungen führen häufig zu Verspannungen der Muskulatur,wodurch z.B. Rücken- und Gelenkbeschwerden sowie Kopfschmerzen hervorgerufen werden können. Geistige Aktivitäten beeinflussen nicht nur die Willkürmuskulatur, sondern auch im Sinne reflexartiger Reaktionen die unwillkürliche Muskulatur. Diese Annahme macht die Entstehung von Fehlregulationen in Hinblick auf die Funktion der Organe verständlich. Beispielsweise können spannungsbedingte Verkrampfungen der Herzkranzgefäße bei entsprechender Vorschädigung zu Angina pectoris oder auch Herzinfarkten beitragen. Ebenso könn

Inhalt
1;Inhalt;6 2;Vorwort;10 3;Evidence für komplexe pflegerische Interventionen zugunsten chronisch Kranker und Pflegebedürftiger in kommunikativ schwierigen Situationen;12 3.1;Evidence-based Nursing und die diagnostische Klassifikation ICF der Weltgesundheitsorganisation;12 3.2;Kommunikative Einschränkungen: Möglichkeiten der differenzierten Erfassung im Rahmen der ICF der WHO und anerkannter pflegerischer Klassifikations- und Zielsysteme;13 3.3;Kommunikative Einschränkungen und Exklusionen: Möglichkeiten der differenzierten Bewältigung in internationaler EbN- Forschung;15 3.4;Demographischer Wandel und die rehabilitative Umorientierung auf Teilhabeziele chronisch Kranker und Behinderter - von der ICIDH zur ICF;16 3.5;Chronisch pflegebedürftig: Orientierung an persönlichen Verläufen statt an Einrichtungsdefinitionen;17 3.6;Professionelle kommunikative Kompetenz zur Unterstützung von Autonomie: Autonomie ist nicht gleich Selbsttätigkeit;19 3.7;Methoden Evidence-basierter Pflegeforschung;19 3.8;Literatur;20 4;Pflegeintervention zum selbstständigen Management von Übelkeit und Wissensdefizit bei Chemotherapiepatienten in stationär- ambulantem Setting;22 4.1;Fragestellung und Ziel der Studie;22 4.2;Stand der Forschung: Interventionsstudien zu Übelkeit und Wissensdefizit;23 4.3;Messbare Wirksamkeit einer strukturierten modularen Pflegeintervention;24 4.4;Studientyp und einbezogene Patienten;26 4.5;Umsetzung der Studienintervention;26 4.6;Literatur;27 5;Lehramt berufliche Schulen an der Technischen Universität München - Neue berufliche Fachrichtung Gesundheits- und Pflegewissenschaft;30 5.1;Einleitung;30 5.2;Die Entwicklung des Studienganges der Gesundheits- und Pflegewissenschaft an der TUM;31 5.3;Gesundheits- und Pflegewissenschaft an der Technischen Universität München;33 5.4;Ziele und Aufbau des Studiums;34 5.5;Sportwissenschaft bewegt die Pflege- und Gesundheitswissenschaft;36 5.6;Berufsfeld und Arbeitsmarktchancen;38 5.7;Die Zukunft;39 5.8;Literatur;40 6;Entwicklung von ICF-Core-Sets zur Beurteilung der Beeinträchtigung der funktionalen Gesundheit und der Pflegebedürftigkeit in der Frührehabilitation;42 6.1;Hintergrund;42 6.2;Methoden;44 6.3;Ergebnisse und Ausblick;47 6.4;Literatur;47 7;Die Abbildung von Pflegeinterventionen durch die ICF am Beispiel von Patienten in der Frührehabilitation - Erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes am Klinikum der Universität München;50 7.1;Hintergründe;50 7.2;Ziel des Projekts;52 7.3;Methoden;53 7.4;Ergebnisse;53 7.5;Schlussfolgerungen und Ausblick;54 7.6;Literatur;56 8;Patientenschulung als onkologische Pflegeintervention bezogen auf Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapiepatienten;58 8.1;Einleitung;58 8.2;Aufbau des Patientenschulungsprogramms;59 8.3;Didaktische Prinzipien der Moduleinheiten;60 8.4;Wissensvermittlung;60 8.5;Zielentwicklung;61 8.6;Ziele und Ergebnisse der Patientenschulung;61 9;Untersuchung zu auftretenden Nebenwirkungen der Chemotherapie sowie deren Häufigkeit bei Chemotherapiepatienten;64 9.1;Einführung;64 9.2;Ziele der Untersuchung;65 9.3;Theoretischer Hintergrund;65 9.4;Material und Methode;66 9.5;Fazit;68 9.6;Ausblick;68 9.7;Literatur;69 10;Vorstellung des Forschungsprojektes: Entwicklung eines onkologischen Pflegedokumentationskonzeptes auf der Grundlage des Pflegediagnosenprozesses und der Selbstpflegedefizit-Theorie nach D. Orem;70 10.1;Vorbemerkung;70 10.2;Einleitung;70 10.3;Der Projektauftrag;71 10.4;Erweiterte Zielsetzung;72 10.5;Arbeitsprogramm der Forschungsgruppe;72 10.6;Realisierung und Allgemeine Beschreibung;73 10.7;Verknüpfung der Aufgabenstellung mit dem neuen Krankenpflegegesetz 2004;73 10.8;Theoretische Beschreibung der jeweiligen Anteile;76 10.9;Das Onkologische Pflegedokumentationskonzept - Zusammenfassung der Anwendungsbeschreibung;80 10.10;Literatur;86 11;Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson - Vorstellung der Methode;88 11.1;Technische Richtlin

Produktinformationen

Titel: Anwendungsorientierte Pflegeforschung. Ethik in der Pflege
Untertitel: Ethik in der Pflege
Editor: Anette Thoke-Colberg
Autor: AnetteThoke-Colberg
EAN: 9783886038626
ISBN: 978-3-88603-862-6
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Zuckschwerdt Verlag
Genre: Pflege
Anzahl Seiten: 248
Gewicht: 412g
Größe: H211mm x B151mm x T14mm
Veröffentlichung: 26.03.2018
Jahr: 2004