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Prada, Pumps und Babypuder
Sophie Kinsella

Rebecca Bloomwood, verheiratete Brandon, ist selig. Sie und ihr Mann Luke erwarten ihr erstes Kind, und natürlich soll für den Nac... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 448 Seiten
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Beschreibung

Rebecca Bloomwood, verheiratete Brandon, ist selig. Sie und ihr Mann Luke erwarten ihr erstes Kind, und natürlich soll für den Nachwuchs alles perfekt vorbereitet sein. Strampelanzüge, Kinderwagen, Spielzeug - Rebecca ist im Kaufrausch. Doch ihr Glück wird getrübt, als sie erfährt, dass ihre höchst attraktive Geburtshelferin Venetia eine Exfreundin von Luke ist. Und die scheint wild entschlossen, ihr den Mann auszuspannen. Als Rebecca dann auch noch herausfindet, dass Luke Geheimnisse vor ihr hat, ist sie überzeugt: Er und Venetia haben eine Affäre ...

Nachwuchs für die Schnäppchenjägerin Rebecca Bloomwood, verheiratete Brandon, ist selig. Sie und ihr Mann Luke erwarten ihr erstes Kind, und natürlich soll für den Nachwuchs alles perfekt vorbereitet sein. Strampelanzüge, Kinderwagen, Spielzeug - Rebecca ist im Kaufrausch. Doch ihr Glück wird getrübt, als sie erfährt, dass ihre höchst attraktive Geburtshelferin Venetia eine Exfreundin von Luke ist. Und die scheint wild entschlossen, ihr den Mann auszuspannen. Als Rebecca dann auch noch herausfindet, dass Luke Geheimnisse vor ihr hat, ist sie überzeugt: Er und Venetia haben eine Affäre ...

"Schlau und höchst vergnüglich - Becky als werdende Mutter ist absolut liebenswert!"

Autorentext
Sophie Kinsella ist ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln« oder »Frag nicht nach Sonnenschein«. Sie lebt mit ihrer Familie in London.

Zusammenfassung
Nachwuchs für die Schnäppchenjägerin

Rebecca Bloomwood, verheiratete Brandon, ist selig. Sie und ihr Mann Luke erwarten ihr erstes Kind, und natürlich soll für den Nachwuchs alles perfekt vorbereitet sein. Strampelanzüge, Kinderwagen, Spielzeug Rebecca ist im Kaufrausch. Doch ihr Glück wird getrübt, als sie erfährt, dass ihre höchst attraktive Geburtshelferin Venetia eine Exfreundin von Luke ist. Und die scheint wild entschlossen, ihr den Mann auszuspannen. Als Rebecca dann auch noch herausfindet, dass Luke Geheimnisse vor ihr hat, ist sie überzeugt: Er und Venetia haben eine Affäre



Leseprobe
KENNETH PRENDERGAST
Prendergast de Witt Connell
Financial Advisers
Forward House
394 High Holborn London WC1V 7EX
Mrs. R. Brandon 37 Maida Vale Mansions Maida Vale London NW6 0YF
30. Juli 2003
Sehr geehrte Mrs. Brandon,
es hat mich sehr gefreut, Sie und Ihren Mann kennenzulernen, und ich stehe Ihnen in Zukunft sehr gern als Finanzberater zur Seite.
Wie besprochen, leite ich alles in die Wege und eröffne zunächst ein Treuhandkonto für Ihr Kind. Bei Gelegenheit können wir dann über weitere Anlagemöglichkeiten auf den Namen des Kindes sprechen.
Ich freue mich darauf, Sie und Ihren Mann in den nächsten Monaten näher kennenzulernen. In der Zwischenzeit stehe ich Ihnen bei Fragen selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen, Kenneth Prendergast Familien-Finanzberater
KENNETH PRENDERGAST
Prendergast de Witt Connell
Financial Advisers

Forward House
394 High Holborn London WC1V 7EX
Mrs. R. Brandon 37 Maida Vale Mansions Maida Vale London NW6 0YF
1. August 2003
Sehr geehrte Mrs. Brandon,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Auch wenn ich selbstverständlich nicht davon ausgehe, dass er genutzt werden wird, habe ich für das Bankkonto Ihres Kindes einen Dispositionskreditrahmen vorgesehen.
Mit freundlichen Grüßen, Kenneth Prendergast Familien-Finanzberater
KENNETH PRENDERGAST
Prendergast de Witt Connell
Financial Advisers

Forward House
394 High Holborn London WC1V 7EX
Mrs. R. Brandon 37 Maida Vale Mansions Maida Vale London NW6 0YF
7. August 2003
Sehr geehrte Mrs. Brandon,
vielen Dank für Ihr Schreiben.
Es fasziniert mich sehr, dass Sie eine »übersinnliche Botschaft« Ihres ungeborenen Kindes empfangen haben. Leider muss ich ihnen jedoch mitteilen, dass Sie den Überziehungskredit zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Anspruch nehmen können, auch wenn »das Baby es so sehr wünscht«.
Mit freundlichen Grüßen, Kenneth Prendergast Familien-Finanzberater

Okay. Keine Panik. Keine Panik. Wird schon gutgehen. Natürlich wird es das. Natürlich.
»Wenn Sie jetzt bitte Ihr Oberteil anheben würden, Mrs. Brandon?« Die Ultraschall-Assistentin sieht freundlich und professionell auf mich herunter: »Ich verteile jetzt etwas Gel auf Ihrem Bauch, und dann beginnen wir auch schon mit dem Ultraschall.«
»Klar«, sage ich, ohne mich zu rühren. »Die Sache ist nur die: Ich bin ein kleines bisschen nervös.«
Ich liege auf einem Bett im Krankenhaus Chelsea & Westminster und bin total angespannt. Gleich werden Luke und ich das erste Mal unser Baby sehen, ich meine, so richtig sehen, seit es beim ersten Ultraschall ganz am Anfang nur ein kleiner Punkt war. Ich kann das alles immer noch nicht glauben. Im Grunde habe ich noch gar nicht richtig kapiert, dass ich schwanger bin. Neunzehn Wochen noch, und dann bin ich, Rebecca Brandon, geborene Bloomwood, Mutter. Mutter!
Luke ist übrigens mein Mann. Wir sind jetzt ein gutes Jahr verheiratet, und unser Baby ist ein hundertprozentiges Flitterwochen-Kind. Wir sind in den Flitterwochen quer durch die Weltgeschichte gereist, und ich habe ausgerechnet, dass wir das Kind in dieser tollen Ferienanlage namens Unawatuna auf Sri Lanka gezeugt haben müssen, wo jede Menge Orchideen und Bambus wuchsen und wir eine herrliche Aussicht hatten.
Unawatuna Brandon.
Miss Unawatuna Orchidee Bambus Brandon.
Mmh, ich weiß nicht, was Mum dazu sagen würde.
»Meine Frau hatte zu Beginn der Schwangerschaft einen kleinen Unfall«, erklärt Luke, der neben dem Bett auf einem Stuhl sitzt. »Deshalb macht sie sich ein bisschen Sorgen.«
Er drückt mir die Hand, und ich drücke seine. In meinem Schwangerschaftsbuch, Neun Monate Ihres Lebens, steht, man soll den Partner an allen Aspekten der Schwangerschaft teilhaben lassen, damit er sich nicht ausgeschlossen fühlt. Also beziehe ich Luke ein, wo immer ich kann. Gestern Abend zum Beispiel, da habe ich mir mit ihm zusammen meine neue DVD Schöne Arme in der Schwangerschaft angesehen. Mittendrin fiel ihm plötzlich ein, dass er noch einen wichtigen dienstlichen Anruf erledigen musste. Er hat dann ziemlich viel verpasst aber Hauptsache, er fühlt sich von mir nicht ausgeschlossen.
»Sie hatten einen Unfall?« Die Assistentin unterbricht ihre Eingaben in den Computer.
»Ich bin einen Berghang runtergerutscht, als ich in einem Sturm nach meiner lange verschollenen Halbschwester gesucht habe«, erkläre ich. »Da wusste ich noch gar nicht, dass ich schwanger bin. Und jetzt habe ich Angst, dass ich dabei das Baby verletzt habe.«
»Aha«, sagt die Assistentin und sieht mich freundlich an. Sie hat ihr grau-braunes Haar zu einem Knoten zusammengebunden, und in dem Knoten steckt ein Bleistift. »Na ja, so ein Baby hält schon was aus. Wir schauen es uns mal an, okay?«
Da ist er. Der Moment, auf den ich seit Wochen warte. Zögernd hebe ich mein Top hoch und betrachte meinen immer runder werdenden Bauch.
»Könnten Sie bitte auch Ihre ganzen Halsketten zur Seite schieben?«, fügt die Assistentin hinzu. »Sie haben da ja eine ganz schöne Kollektion!«
»Das sind alles ganz besondere Anhänger.« Ich fasse die klimpernden Ketten zusammen: »Das hier ist ein aztekisches Mutterschaftssymbol, das ist ein Schwangerschaftskristall, die Klangkugel soll das Kind beruhigen und das ist ein Geburtsstein.«
»Ein Geburtsstein?«
»Man drückt den Stein auf eine bestimmte Stelle in der Handfläche, und dann hat man keine Wehenschmerzen mehr. Das stammt noch aus alten Maori-Zeiten.«
»Ah-mmh.« Die Assistentin zieht eine Augenbraue hoch und drückt durchsichtigen Glibber auf meinen Bauch. Mit einem leichten Stirnrunzeln legt sie mir den Schallkopf des Ultraschallgeräts auf die Haut, und sofort taucht auf dem Bildschirm ein undeutliches Schwarz-Weiß-Bild auf.
Ich halte die Luft an.
Das ist unser Kind. In mir drin. Ich sehe zu Luke hinüber, der gebannt auf den Bildschirm starrt.
»Hier sind die vier Herzkammern.« Die Assistentin bewegt den Schallkopf über meinen Bauch. »Und hier sehen wir die Schultern.« Sie zeigt auf den Bildschirm. Ich schaue brav hin, kann aber ehrlich gesagt gar keine Schultern erkennen, sondern nur verschwommene Kurven.
»Hier ist ein Arm eine Hand «
Totenstille im Raum. Ich kriege Angst. Sie runzelt die Stirn, weil das Baby nur eine Hand hat. Ich wusste es.
Sofort erwacht mein Beschützerinstinkt, und ich verspüre eine große Liebe. Mir steigen Tränen in die Augen. Es ist mir egal, dass unser Kind nur eine Hand hat. Ich werde das Kind trotzdem lieben, genauso. Ich werde es sogar mehr lieben. Luke und ich werden mit dem Baby in der ganzen Welt herumfliegen, um die beste Behandlung zu bekommen, wir werden Geld an die Forschung spenden, und niemand soll es wagen, auch nur einen schiefen Blick auf mein Kind zu werfen.
»Und hier ist die andere Hand«, unterbricht die Assistentin meine Gedanken.
»Andere Hand«, sage ich erstickt. »Es hat zwei Hände?«
»Ähm ja.« Die Assistentin scheint befremdet. »Hier können Sie sie beide sehen.« Sie zeigt auf den Bildschirm, und zu meinem Erstaunen erkenne ich tatsächlich die kleinen, knochigen Finger. Alle zehn.
»Tut mir leid«, bringe ich hervor und trockne mir mit dem Taschentuch, das sie mir reicht, die Augen. »Ich bin bloß so erleichtert.«
»Soweit ich das sagen kann, sieht alles ganz prima aus«, versichert sie mir. »Und machen Sie sich keine Sorgen, es ist völlig normal in der Schwangerschaft, dass man etwas nah am Wasser gebaut ist. Die Hormone «
Also echt. Alle reden ständig von den Hormonen. Luke gestern Abend auch nur, weil ich bei einer Fernsehwerbung mit einem Hundewelpen geweint habe. Da bei bin ich überhaupt nicht hormonell, ich bin vollkommen normal. Es war eben eine besonders traurige Werbung.
»So.« Die Assistentin tippt wieder auf der Computertastatur herum, und aus dem Drucker kommt eine Reihe von schwarz-weißen Bildern. Sie reicht mir ein Bild, auf dem ich ganz deutlich den Umriss des Kopfes erkenne. Eine kleine Nase, einen Mund und alles.
»Ich wäre dann jetzt fertig.« Die Assistentin dreht sich auf ihrem Stuhl wieder zu mir. »Jetzt fragt sich nur noch, ob Sie das Geschlecht Ihres Kindes wissen möchten.«
»Nein, danke«, antwortet Luke lächelnd. »Darüber haben wir schon gesprochen, nicht wahr, Becky? Wir finden, es würde den Zauber der Geburt schmälern, wenn wir es vorher wissen.«
»Gut.« Die Assistentin lächelt zurück. »Wenn Sie das so entschieden haben, dann sage ich nichts.«
Dann sagt sie nichts? Das heißt ja wohl, sie hat schon gesehen, welches Geschlecht das Kind hat! Und sie könnte es uns jetzt sagen!
»Ähm, das hatten wir aber noch nicht wirklich entschieden, oder? Ich meine, noch nicht definitiv?«, sage ich.
»Doch Becky, hatten wir.« Luke wirkt verblüfft. »Weißt du nicht mehr? Wir haben den ganzen Abend über nichts anderes geredet, und wir waren uns einig, dass wir uns lieber bei der Geburt überraschen lassen wollen.«
»Ach ja, stimmt.« Ich kann meine Augen nicht von den verschwommenen Umrissen des Babys lösen. »Aber wir könnten uns ja auch jetzt überraschen lassen! Das wäre doch genauso zauberhaft!«
Okay, vielleicht nicht ganz. Aber möchte er es nicht auch unbedingt wissen?
»Möchtest du das wirklich?« Ich sehe einen Anflug von Enttäuschung in Lukes Gesicht. »Möchtest du es jetzt schon wissen?«
»Na ja«, zögere ich. »Nicht, wenn du es nicht auch willst.«
Ich möchte Luke auf keinen Fall verletzen. Er war die ganze Schwangerschaft über so süß und liebevoll. In letzter Zeit hatte ich oft Heißhunger auf Dinge in den verrücktesten Kombinationen. Kürzlich zum Beispiel auf Ananas und einen pinkfarbenen Cardigan. Luke hat mich sofort in die entsprechenden Geschäfte gefahren, um beides zu kaufen.
Er will gerade etwas sagen, als sein Handy klingelt. Er zieht es aus der Tasche, aber da hebt die Assistentin abwehrend die Hand: »Entschuldigung, aber das können Sie hier nicht benutzen.«
»Ach ja.« Luke runzelt die Stirn, als er auf dem Display die Nummer erkennt. »Das ist Iain, den muss ich zurückrufen.«
Schon klar, welcher Iain. Das wird Iain Wheeler sein, der Marketingchef der Arcodas Corporation. Luke hat seine eigene PR-Firma, Brandon Communications, und Arcodas ist ein neuer Großkunde. Es war ein riesiger Coup, als Luke den Auftrag von Arcodas bekommen hat, und seitdem geht es seiner Firma blendend. Er hat jede Menge neue Leute eingestellt und plant mehrere neue Niederlassungen in ganz Europa.
Bei Brandon Communications läuft also alles wunderbar, aber Luke arbeitet mal wieder wie ein Besessener. Ich habe noch nie erlebt, dass er bei jemandem so Gewehr bei Fuß gestanden hat wie bei Iain Wheeler. Wenn Iain anruft, dann ruft Luke sofort zurück, und mit »sofort« meine ich »sofort«. Innerhalb von fünf Minuten, egal, ob er gerade in einem Meeting sitzt oder beim Abendessen, sogar mitten in der Nacht. Luke sagt, er ist nun mal Dienstleister, und Arcodas ist ein großer Kunde, der für genau so etwas viel Geld bezahlt. Ich kann dazu nur sagen: Sollte Iain Wheeler anrufen, wenn ich in den Wehen liege, dann fliegt das Telefon in hohem Bogen aus dem Fenster.
»Kann ich hier irgendwo auf dem Festnetz telefonieren?«, fragt Luke die Assistentin. »Becky, es macht dir doch nichts aus?«
»Schon okay«, winke ich ab.
»Ich zeige Ihnen den Weg«, sagt die Assistentin und erhebt sich. »Mrs. Brandon, ich bin gleich wieder da.«
Die beiden verschwinden, und die Tür schließt sich mit einem schweren Klack.
Ich bin allein. Der Computer ist noch an. Der Schallkopf liegt neben dem Monitor.
Ich könnte ihn einfach nehmen und
Nein. Lächerlich. Ich weiß ja noch nicht einmal, wie man so ein Ding bedient. Außerdem würde das ja die zauberhafte Überraschung verderben. Wenn Luke will, dass wir warten, dann warten wir.
Ich drehe mich auf dem Bett um und sehe meine Fingernägel an. Ich kann warten. Natürlich kann ich das. Ich kann locker
Oh Gott. Ich kann es nicht. Nicht bis Dezember. Jetzt habe ich hier alles vor der Nase und keiner ist in der Nähe ich werfe nur einen klitzekleinen Blick darauf. Ganz kurz nur. Und ich sage Luke einfach nichts davon. Dann werden wir bei der Geburt immer noch überrascht nur, dass es für mich insgeheim doch nicht mehr sooo eine Überraschung ist. Genau.
Ich beuge mich hinüber und nehme den Schallkopf in die Hand. Ich setze ihn auf das Gel auf meinem Bauch und sofort erscheint wieder das verschwommene Bild auf dem Monitor.
Ich habe es geschafft! Nun muss ich nur noch die entscheidende Stelle finden. Hoch konzentriert bewege ich das Gerät über meinen Unterleib, drehe es mal hier- und mal dahin und recke den Kopf dabei Richtung Bildschirm, um etwas erkennen zu können.
Das ist ja viel einfacher, als ich dachte! Vielleicht sollte ich Ultraschall-Assistentin werden. Offensichtlich bin ich ein Naturtalent.
Da ist der Kopf. Wow, er ist riesig! Und das muss
Meine Hand bleibt stehen, und ich halte den Atem an.
Ich habe es gerade gesehen. Ich habe das Geschlecht gesehen!
Es ist ein Junge!
Das Bild ist zwar nicht so klar, wie die Ultraschall-Assistentin es hinbekommen hat, aber es besteht kein Zweifel: Luke und ich bekommen einen Sohn!
»Hallo«, sage ich zu dem Bildschirm, und meine Stimme zittert dabei etwas. »Hallo, kleiner Junge!«
Mir laufen Tränen übers Gesicht. Wir bekommen einen prächtigen kleinen Jungen! Ich kann ihm süße Latzhosen anziehen und ihm ein Bobby-Car kaufen, und Luke kann mit ihm Cricket spielen, und wir nennen ihn
Oh mein Gott. Wie nennen wir ihn?
Was Luke wohl zu Birkin sagen würde? Dann könnte ich nämlich eine Birkin-Tasche von Hermès als Windeltasche kaufen.
Birkin Brandon. Klingt doch ziemlich cool.
»Hallo, mein Baby«, summe ich dem großen Bild seines Kopfes sanft entgegen.
»Möchtest du Birkin heißen?«
»Was um alles in der Welt machen Sie denn da?«, schreckt mich die Ultraschall-Assistentin auf. Sie steht reichlich entsetzt mit Luke in der Tür.
»Das sind Krankenhausgeräte! Die dürfen Sie nicht einmal anfassen!«
»Tut mir leid«, räume ich ein und wische mir die Tränen weg. »Ich musste einfach noch einen Blick auf das Kind werfen. Luke, ich habe mit unserem Baby gesprochen. Es ist einfach toll.«
»Zeig mal.« Lukes Miene hellt sich auf, und er kommt durch den Raum auf mich zu, die Assistentin folgt ihm. »Wo?«
Es ist mir egal, ob Luke sieht, dass es ein Junge ist, und es ist mir egal, ob dann die Überraschung dahin ist. Ich muss diesen Moment mit ihm teilen.
»Guck, hier ist der Kopf«, zeige ich. »Hallo, mein Schatz!«
»Aber wo ist das Gesicht?«, fragt Luke etwas verstört.
»Keine Ahnung. Wahrscheinlich auf der anderen Seite«, winke ich ab. »Hier sind Mummy und Daddy! Wir lieben dich ganz gaanz «
»Mrs. Brandon«, unterbricht mich die Assistentin, »Sie reden mit Ihrer Blase.«
Woher soll ich denn wissen, dass das meine Blase ist? Sah genau wie ein Babykopf aus.
Meine Wangen sind immer noch ganz heiß, als wir ins Sprechzimmer des Arztes gehen. Die Assistentin hat mir einen ellenlangen Vortrag darüber gehalten, wie ich mich hätte verletzen oder das Gerät hätte beschädigen können, und wir sind erst von ihr losgekommen, als Luke eine großzügige Spende angeboten hat. Als Wiedergutmachung sozusagen.
Außerdem hat sie noch gesagt, ich sei nicht mal in der Nähe des Babys gewesen und hätte folglich auch sein Geschlecht nicht sehen können. Hmpfh.
Als ich meinem Frauenarzt Dr. Braine gegenübersitze, geht es mir langsam besser. Er strahlt so viel Ruhe aus. Dr. Braine ist in den Sechzigern, hat graumeliertes, gepflegtes Haar und trägt einen Nadelstreifenanzug und einen Hauch altmodisches Aftershave. Und er hat schon Tausende von Kindern zur Welt gebracht, einschließlich Luke! Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir Lukes Mutter Elinor überhaupt nicht bei einer Geburt vorstellen, aber irgendwie wird es wohl passiert sein müssen. Sobald wir wussten, dass ich schwanger bin, hat Luke in Erfahrung gebracht, ob Dr. Braine noch praktiziert, weil er der Beste im ganzen Land ist.
»Mein lieber Junge!« Er drückt Luke herzlich die Hand. »Wie geht es dir?«
»Sehr gut.« Luke setzt sich neben mich. »Und wie geht es David?«
Luke ist mit Dr. Braines Sohn David zur Schule gegangen und fragt jedes Mal nach ihm, wenn wir bei Dr. Braine sind.
Während Dr. Braine darüber nachdenkt, herrscht Stille im Raum. Das ist das Einzige, was mich an ihm ein kleines bisschen irritiert: Er denkt wahnsinnig lange über alles nach, was man ihn fragt. Selbst wenn man nur Konversation macht. Beim letzten Mal habe ich ihn gefragt, wo er seine Krawatte gekauft hat, und er hat geschlagene fünf Minuten darüber nachgedacht, sogar noch seine Frau angerufen, und das Ganze entwickelte sich zu einer Riesengeschichte. Dabei hat mir die blöde Krawatte nicht einmal gefallen.
»David geht es sehr gut«, meint er und nickt. »Er lässt grüßen.«
Es entsteht erneut eine Pause, in der er die Unterlagen der Ultraschall-Assistentin studiert.
»Sehr gut«, sagt er dann. »Alles bestens. Wie fühlen Sie sich, Rebecca?«
»Oh, mir geht es gut!«, sage ich. »Ich freue mich, dass mit dem Baby alles in Ordnung ist.«
»Sie arbeiten noch Vollzeit?«, fragt Dr. Braine und sieht auf meinen Bauch. »Wird Ihnen das nicht langsam zu viel?«
Luke schnaubt neben mir. Er ist manchmal so ungehobelt.
»Na ja.« Ich überlege, wie ich es am besten ausdrücke. »Der Job ist nicht so furchtbar anstrengend.«
»Becky arbeitet für The Look«, erklärt Luke. »Sie wissen schon, das neue Kaufhaus in der Oxford Street.«
»Ah.« Dr. Braines Miene entspannt sich. »Verstehe.«
Wann immer ich Leuten erzähle, was ich mache, sehen sie beschämt zur Seite, wechseln das Thema oder tun so, als hätten sie noch nie von The Look gehört. Dabei ist das unmöglich, alle Zeitungen schreiben seit Wochen darüber. Gestern nannte die Daily World das Geschäft »den größten Einzelhandelsflop in der Geschichte Großbritanniens«.
Der Vorteil daran, für den größten Kaufhausflop des Landes zu arbeiten, ist, dass ich mir für Arzttermine und Geburtsvorbereitungskurse so viel freinehmen kann, wie ich will. Und wenn ich danach nicht sofort zurückeile, fällt es noch nicht einmal auf.
»Das läuft bestimmt bald besser«, versucht Dr. Braine, mich zu ermutigen. »Haben Sie sonst noch Fragen?«
Ich hole tief Luft. »Also, eine Frage habe ich wirklich noch, Dr. Braine.« Ich zögere kurz und fahre dann fort. »Jetzt, wo der Ultraschall gezeigt hat, dass alles in Ordnung ist, können wir da wissen Sie «
»Absolut.« Dr. Braine nickt verständnisvoll. »Viele Paare verzichten in der Frühphase der Schwangerschaft auf Geschlechtsverkehr.«
»Ich rede nicht von Sex!«, sage ich überrascht. »Ich rede vom Einkaufen.«
»Einkaufen?« Dr. Braine sieht mich verstört an.


Produktinformationen

Titel: Prada, Pumps und Babypuder
Untertitel: Ein Shopaholic-Roman 5
Autor: Sophie Kinsella
Übersetzer: Isabel Bogdan Monika Scheele Knight
EAN: 9783442464494
ISBN: 978-3-442-46449-4
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Goldmann
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 448
Gewicht: 365g
Größe: H188mm x B119mm x T31mm
Veröffentlichung: 01.10.2007
Jahr: 2007
Land: DE

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