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Schubumkehr

  • Kartonierter Einband
  • 192 Seiten
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November 1989: Die Grenze wird feierlich abmontiert. Anhand einer Vielzahl von Figuren, Schicksalen und Geschichten beschreibt Sch... Weiterlesen
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Beschreibung

November 1989: Die Grenze wird feierlich abmontiert. Anhand einer Vielzahl von Figuren, Schicksalen und Geschichten beschreibt Schubumkehr den Verlauf dieses Jahres, in dem schließlich »kein Stein mehr auf dem anderen bleiben« sollte. Im Zentrum des Geschehens steht Roman, ein Mann mittleren Alters, der nach einem längeren Auslandsaufenthalt nach Österreich zurückkommt. Statt vertrauter Zusammenhänge erwarten ihn private Grotesken und Tragödien, statt versteinerter Verhältnisse erlebt er, wie diese zu tanzen beginnen.



Roman, ein Österreicher in den Mitdreißigern, lebt seit sieben Jahren in SÆo Paulo. Heimisch geworden ist er dort allerdings nicht. So ziemlich allem überdrüssig, verbringt er seine Zeit hauptsächlich damit, per Camcorder seine Umgebung zu dokumentieren. Als Roman einen Brief von seiner Mutter erhält, wird er, zumindest was sein Seelenleben betrifft, aus seiner Lethargie gerissen: Die Mutter kündigt ihm die bevorstehende Vermählung mit ihrem neuen Lebenspartner und den Umzug auf einen ökologisch geführten Bauernhof an. Sein Entschluss nach Österreich zurückzukehren ist aber dennoch eher eine Flucht aus seiner Beziehung und seinen Lebensumständen in Brasilien, als das Bestreben, in die Familiengeschicke einzugreifen. So gerät Roman nach Komprechts, einer Gemeinde in Niederösterreich, wo er auf dem Bio-Bauernhof seiner Mutter und ihres Mannes, der kaum älter ist als der Rückkehrer, ein Scheinkinderzimmer bezieht. Heftige Auseinandersetzungen mit der Mutter sind die einzigen Aktivitäten, zu denen Roman sich aufraffen kann. Er streift ziellos im Dorf umher, verbringt einen Großteil seiner Zeit beobachtend auf Hochsitzen und filmt wahllos alles, was ihm vor die Kamera kommt. In der Gemeinde geht es indessen hoch her. Die traditionelle Erwerbsgrundlage der Menschen ist weggebrochen: Glashütte und Steinbruch mussten wegen Unwirtschaftlichkeit schließen. Der Bürgermeister fürchtet um seine Wiederwahl und will die >>Strukturkrise<< meistern, indem er Komprechts zu einem Zentrum des sanften Tourismus gestaltet. Um sein Ziel zu erreichen, sind ihm jede Intrige und andere durchaus unsanfte Mittel recht. Schließlich gerät im Dorf wie in Romans Familie alles aus den Fugen. Die Mutter zieht sich desillusioniert aus ihrem ökologischen Experiment zurück, als sie erkennt, dass die Bauern der Region ihre Naivität

Autorentext
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre - zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie - an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.

Produktinformationen

Titel: Schubumkehr
Untertitel: Roman
Autor:
EAN: 9783518391945
ISBN: 978-3-518-39194-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Suhrkamp
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 192
Gewicht: 122g
Größe: H176mm x B108mm x T12mm
Jahr: 1997
Auflage: 8. A.
Land: DE

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