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Gärten der Unlust

  • Fester Einband
  • 144 Seiten
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RO Willaschek, Kunstmacher und Dichter, geb. 1946 in Potsdam. Re­profotograf, Foto­graf, Grafiker, Illustrator/Karikaturist. Zahl... Weiterlesen
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Beschreibung

Autorentext

RO Willaschek, Kunstmacher und Dichter, geb. 1946 in Potsdam. Re­profotograf, Foto­graf, Grafiker, Illustrator/Karikaturist. Zahlreiche Ausstellungen, Lesun­gen, Per­formances, Veröffentlichun­gen, Filme, Ak­tionen. Musiker der Gruppe Tzara II (Klavier, Gitarre und Kornett). Lebt in Brügge/Westf. Letzte Veröffentlichung: »Gärten der Unlust«, Gedichte & Grafiken, Print: ISBN 978-3-936625-29-5, ebook: ASIN: B00C1S74J4



Klappentext

In der Ethnologie gibt es den Topos des fremden Blicks - eine Sicht­weise, die den Forscher befähigt, das Fremde im Vertrauten, in der eigenen Kultur zu erkennen. RO Willaschek hat exakt diesen Blick, wenn er mit Sprache umgeht. Man nehme nur einen Gedichtanfang wie "Unaufhaltsames Vergreisen / des Mobiliars": Kein einzelnes Wort weist hier irgendeine Besonderheit auf, und dennoch werden wir beim Lesen gezwungen, jedes Wort genau zu betrachten. Weil es Willaschek gelingt, die Wörter so umzufärben, dass sie uns mit dem fremden Blick anschauen, und wir konsterniert feststellen, dass sie offensichtlich viel mehr von uns wissen als wir von ihnen. Lebensabgestumpft, wie wir sind, ist uns der Kinderblick, dem alles neu und alles fremd ist, verloren gegangen. Ein gemaltes Pferd z. B. sehen wir gar nicht mehr als Pferd, sondern nur noch als Begriff. Es sei denn, man zeigt uns plötzlich ein blaues Pferd. Erst dann wachen wir auf, erst dann rufen wir uns in Erinnerung, was ein Pferd über den Begriff hinaus noch ist. Willaschek hat sich diesen Kinderblick erhalten können. Was in Bezug auf Sprache vielleicht nur dann derar­tig meisterhaft gelingen kann, wenn man als Künstler ursprünglich aus einer ganz anderen Disziplin kommt. Beim Lesen der Gedichte wurde ich immer wieder an Julia Kristeva erinnert. Die aus Bulgarien stammende Philosophin und Schriftstelle­rin hat ein Werk mit dem Titel "Fremde sind wir uns selbst" veröffent­licht, und dort ist die Formulierung "das Unversöhnbare in uns selbst" zu finden ist. Genau dieses Unversöhnbare und die Trauer, manchmal auch Wut über dessen Existenz, atmen fast alle der in diesem Band versammelten Werke. Und weil die sogenannte Realität im Wesentlichen ein Konstrukt aus Sprache ist, kommt niemand aus den Gedichten von RO Willaschek so wieder heraus, wie er hineingegangen ist.

Produktinformationen

Titel: Gärten der Unlust
Autor:
EAN: 9783944643267
ISBN: 978-3-944643-26-7
Format: Fester Einband
Herausgeber: Verlag Rote Zahlen
Genre: Lyrik & Dramatik
Anzahl Seiten: 144
Gewicht: 442g
Größe: H226mm x B175mm x T14mm
Jahr: 2014