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Neurologische Reaktionen als Parameter der urämischen Intoxikation sowie der Dialysequalität

  • Kartonierter Einband
  • 173 Seiten
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Verschiedene entzündliche Nierenerkrankungen können ebenso wie angeborene Fehlbildungen zu einem fortschrei tenden Ausfall von Nie... Weiterlesen
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Beschreibung

Verschiedene entzündliche Nierenerkrankungen können ebenso wie angeborene Fehlbildungen zu einem fortschrei tenden Ausfall von Nierengewebe und damit zu einer Ein schränkung der exkretorischen Nierenfunktion führen. Bei einem kritischen Ausmaß der Niereninsuffizienz wird in unterschiedlicher Ausprägung ein komplexes klinisches Syndrom beobachtet, das als Urämie bezeichnet wird und Störungen verschiedener Organsysteme umfaßt: Anämie, Gerinnungsstörung, verschiedene Hauterscheinungen, Hyper tonie, Kardiomyopathie, accelerierte Arteriosklerose, Perikarditis, Pleuritis, interstitielles Lungenoedem ("fluid lung"), Gastroenterocolitis, Osteopathie, peri phere Neuropathie und Encephalopathie (56). Die Urämie wird als metabolische Intoxikation infolge einer Aus scheidungsinsuffizienz der Nieren aufgefaBt (56). Die Entwicklung brauchbarer Dialysatoren und dauer hafter Gefäßzugänge ermöglichte es erstmals 1960 der Arbeitsgruppe um SCRIBNER, Patienten ohne ausreichende Nierenfunktion durch regelmäßige Hämodialysebehandlung über Jahre am Leben zu erhalten (140). Innerhalb eines Jahrzehnts konnte die Dauerdialysetherapie aus dem Ex perimentalstadium zu einem Routineverfahren weiterent wickelt werden. Nach der letzten Statistik wurden am 31. 12. 1977 in Mitteleuropa 39735 Patienten mit der Dialyse behandelt, jährlich kommen ungefähr 10000 neue Patienten hinzu. Die durchschnittliche Uberlebenszeit an der Dauerdialyse konnte auf über fünf Jahre gestei gert werden, obwohl zunehmend auch ältere Patienten und Kranke mit schweren Zweiterkrankungen behandelt wer den (157). - 4 - Die Dauerdialysebehandlung ermöglicht Patienten ohne ausreichende eigene Nierenfunktion über lange Jahre das Uberleben. Unter dieser Therapie werden je doch verschiedene Organ störungen beobachtet, die früher unbekannt waren oder nur als Randerscheinungen der Urämie angesehen wurden. Diese können die Lebensquali tät der Dauerdialysepatienten entscheidend bestimmen.

Klappentext

Verschiedene entzündliche Nierenerkrankungen können ebenso wie angeborene Fehlbildungen zu einem fortschrei­ tenden Ausfall von Nierengewebe und damit zu einer Ein­ schränkung der exkretorischen Nierenfunktion führen. Bei einem kritischen Ausmaß der Niereninsuffizienz wird in unterschiedlicher Ausprägung ein komplexes klinisches Syndrom beobachtet, das als Urämie bezeichnet wird und Störungen verschiedener Organsysteme umfaßt: Anämie, Gerinnungsstörung, verschiedene Hauterscheinungen, Hyper­ tonie, Kardiomyopathie, accelerierte Arteriosklerose, Perikarditis, Pleuritis, interstitielles Lungenoedem ("fluid lung"), Gastroenterocolitis, Osteopathie, peri­ phere Neuropathie und Encephalopathie (56). Die Urämie wird als metabolische Intoxikation infolge einer Aus­ scheidungsinsuffizienz der Nieren aufgefaBt (56). Die Entwicklung brauchbarer Dialysatoren und dauer­ hafter Gefäßzugänge ermöglichte es erstmals 1960 der Arbeitsgruppe um SCRIBNER, Patienten ohne ausreichende Nierenfunktion durch regelmäßige Hämodialysebehandlung über Jahre am Leben zu erhalten (140). Innerhalb eines Jahrzehnts konnte die Dauerdialysetherapie aus dem Ex­ perimentalstadium zu einem Routineverfahren weiterent­ wickelt werden. Nach der letzten Statistik wurden am 31. 12. 1977 in Mitteleuropa 39735 Patienten mit der Dialyse behandelt, jährlich kommen ungefähr 10000 neue Patienten hinzu. Die durchschnittliche Uberlebenszeit an der Dauerdialyse konnte auf über fünf Jahre gestei­ gert werden, obwohl zunehmend auch ältere Patienten und Kranke mit schweren Zweiterkrankungen behandelt wer­ den (157). - 4 - Die Dauerdialysebehandlung ermöglicht Patienten ohne ausreichende eigene Nierenfunktion über lange Jahre das Uberleben. Unter dieser Therapie werden je­ doch verschiedene Organ störungen beobachtet, die früher unbekannt waren oder nur als Randerscheinungen der Urämie angesehen wurden. Diese können die Lebensquali­ tät der Dauerdialysepatienten entscheidend bestimmen.



Inhalt
1. Einleitung.- 2. Untersuchungsgut und Methodik.- 3. Ergebnisse.- 3.1 Periphere Neuropathie.- 3.2 Encephalopathie.- 4 Besprechung der Ergebnisse.- 4.1 Vergleich der verschiedenen Untersuchungsverfahren.- 4.2 Längsschnittuntersuchungen der peripheren urämischen Neuropathie.- 4.3 Erfahrungen mit einer individuellen Ausrichtung des Dialyseschemas anhand neurographischer Befunde.- 4.4 Hinweise zur Pathogenese der peripheren urämischen Neuropathie.- 4.5 Untersuchungen urämischer Encephalopathien.- 4.6 Hinweise zur Pathogenese urämischer Encephalopathien.- 4.7 Wert neurophysiologischer Befunde als Indikator der Urämie und damit der Dialysequalität.- 5. Zusammenfassung.- Abbildungen.- Tabellen.

Produktinformationen

Titel: Neurologische Reaktionen als Parameter der urämischen Intoxikation sowie der Dialysequalität
Autor:
EAN: 9783663018476
ISBN: 978-3-663-01847-6
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 173
Jahr: 2012
Auflage: Softcover reprint of the original 1st ed. 1980

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