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Zeiterleben und Zeithandeln Erwerbstätiger

  • Kartonierter Einband
  • 305 Seiten
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Leseprobe
Wer sich mit der Zeitthematik im aktuellen Diskurs befasst, könnte meinen, auf eine moderne Diskussion gestoßen zu sein. Dabei hat... Weiterlesen
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Beschreibung

Wer sich mit der Zeitthematik im aktuellen Diskurs befasst, könnte meinen, auf eine moderne Diskussion gestoßen zu sein. Dabei hat bereits Seneca (wahrsche- lich 4 vor Christus bis 65 nach Christus) ein Traktat über die Zeit geschrieben, das den bemerkenswerten Titel "Von der Kürze des Lebens" (im lateinischen Original: "De brevitate vitae") trägt und erstaunlich viel dessen zum Ausdruck bringt, was auch zum Spektrum gegenwärtiger zeitthematischer Reflexionen zählt. Auszu- weise seien die folgenden Gedanken Senecas angeführt: Seneca war davon überzeugt, dass nicht die Kürze des Lebens Quelle mens- lichen Leidens an der Zeit sei, sondern der Umstand, dass Menschen dazu tendi- ten, verschwenderisch mit der ihnen zur Verfügung stehenden Lebenszeit umzuge- 1 hen; Seneca (1977: 7) schrieb an seinen Adressaten: "Wenn du das Leben zu - brauchen verstehst, ist es lang. " An jene Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - allzu lange am Leben vorbei leben, ist folgende Weisheit gerichtet: "Wie spät ist es doch, dann mit dem Leben zu beginnen, wenn man es beenden muß!" (Seneca 1977: 13) Menschen verkaufen einen nicht unerheblichen Teil ihrer Zeit, weil Leben Geld kostet und für die meisten Menschen gilt, dass sie dieses für den Lebensunterhalt erforderliche Geld über die Bereitstellung ihrer Arbeitskraft erhalten. Offensichtlich wiesen schon zu Senecas Zeiten manche Menschen eine Neigung dazu auf, dem Geld einen höheren Wert beizumessen als der Zeit: "Jahresgehalt und Geldspenden nehmen die Menschen recht gern an, und dafür vermieten sie ihre Mühe oder ihre Sorgfalt; niemand schätzt die Zeit.

Vorwort
Eine methodenintegrative Studie

Autorentext
Dr. Nadine M. Schöneck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Bremen.

Klappentext
Die Auseinandersetzung mit zeitthematischen Abhandlungen sozialwissenschaftlicher Provenienz führt zu dem Eindruck, dass Erwerbstätige in einer Welt leben, die ihnen in zeitlicher Hinsicht viel abverlangt, so dass Probleme im Umgang mit Zeit nahezu zwangsläufig auftreten. Empirische Befunde, die auf methodenintegrativem Weg gewonnen wurden, führen allerdings zu einem differenzierteren Bild: Die in der vorliegenden Arbeit hergeleitete Klassifikation ergibt vier verschiedene Zeittypen, die deutlich unterschiedliche Grade der Zeitproblematik aufweisen.

Inhalt
Grundlegendes zur Zeitthematik - Im Vorfeld der Moderne - Die Zeit in der Moderne I: Die Zeit der Gesellschaft - Die Zeit in der Moderne II: Die Zeit des Individuums - Die Zeit in der Moderne III: Die Zeit des Individuums in der Gesellschaft - Theoretische Rahmenkonzepte - Methodische Grundlagen der Arbeit - Datenerhebungsinstrumente - Sampling der leitfadengestützten Interviews - Datenanalyseverfahren - Quantitative Auswertungsergebnisse - Empirisch begründete ex post Zeittypenbildung mittels Clusteranalyse - Qualitative Vertiefung der ex post Zeittypenbildung - Resumee und Ausblick

Produktinformationen

Titel: Zeiterleben und Zeithandeln Erwerbstätiger
Untertitel: Eine methodenintegrative Studie
Autor:
EAN: 9783531168975
ISBN: 978-3-531-16897-5
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaft
Genre: Politikwissenschaft
Anzahl Seiten: 305
Gewicht: 420g
Größe: H216mm x B151mm x T17mm
Jahr: 2009
Auflage: 2009