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Nach Feierabend 2011

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  • 223 Seiten
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Im 17. und 18. Jahrhundert sprach man von Kreisläufen, um von der Zirkulation des Blutes, von »Stoffen« und Gütern zu handeln. Anf... Weiterlesen
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Beschreibung

Im 17. und 18. Jahrhundert sprach man von Kreisläufen, um von der Zirkulation des Blutes, von »Stoffen« und Gütern zu handeln. Anfang des 19. Jahrhunderts bezeichnete der Begriff das Fließen der Säfte im Körper sowie die Verhältnisse in einer wohleingerichteten »Staatswirtschaft«. Heute ist die Rede von zirkulierenden Daten, Zeichen, Bildern und Diskursen, von der Zirkulation des Begehrens, der Zirkulation von kulturellem Kapital oder Sinn - und schließlich von ­Menschen. Für die Wissensgeschichte ist der Begriff »Zirkulation« konstitutiv. Der Ansicht, dass Wissen in exklusiven Settings entsteht, um sich von dort aus zu verbreiten, hält die Wissensgeschichte entgegen, dass auch die Praxis im Labor auf Geräte, Diskursmuster und Wissen zurückgreifen muss, die nicht im Labor selbst entstanden sind, sondern weit außerhalb davon. Als zirkulierendes Gut wird Wissen in unterschiedlichen Medien formatiert, verändert sich im Übergang von einer Repräsentationsweise zur nächsten und ist in Machtverhältnisse verstrickt.Mit Beiträgen von Berhard Tschofen, Harald Fischer-Tiné, Andreas Kilcher, Monika Dommann, Philipp Theisohn, Anthony Grafton, Valentin Groebner, Kijan Espahangizi,Sabine Baier und einem Gespräch mit Yossef Schwartz

Autorentext

Jakob Tanner ist ordentlicher Professor für die Geschichte der Neuzeit an der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich und Mitglied des Zentrums »Geschichte des Wissens«, das von der ETH und der Universität Zürich getragen wird. Er ist Mitherausgeber der Zeitschriften Historische Anthropologie und Gesnerus. Swiss Journal for the History of Medicine and Sciences.Seine Forschungsschwerpunkte sind Wissens- und Wissenschaftsgeschichte; Ernährungs- und Drogengeschichte; Psychiatriegeschichte; Wirtschafts-, Unternehmens- und Finanzgeschichte und Geschichte der Schweiz im europäischen Kontext. Michael Hagner ist Professor für Wissenschaftsforschung an der ETH Zürich und Mitglied des Zentrums »Geschichte des Wissens«, das von der ETH und der Universität Zürich getragen wird. Er studierte Medizin und Philosophie an der Freien Universität Berlin und war am Neurophysiologischen Institut der FU, am Wellcome Institute for the History of Medicine in London, am Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Medizinischen Universität Lübeck, am Institut für Geschichte der Medizin der Georg-August Universität Göttingen und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin tätig. Er hat Gastprofessuren in Salzburg, Tel Aviv, Frankfurt a. M. und Köln inne und wurde für seine Forschung bereits mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet. 2008 erhielt er den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Gegenwärtig befasst er sich mit der Gegenwart und Zukunft des (gedruckten) wissenschaftlichen Buches. Patricia Purtschert arbeitet an einem SNF-Forschungsprojekt (Ambizione) zur »Postkolonialen Schweiz« an der ETH Zürich, ist Lehrbeauftragte am Kulturwissenschaftlichen Institut der Universität Luzern und temporär assoziiertes Mitglied des Zentrums Geschichte des Wissens Zürich und Mitherausgeberin von »Nach Feierabend. Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte«. 2001-2002 war sie Assistentin bei Prof. Dr. Maihofer am Lehrstuhl für Gender Studies der Universität Basel, 2002-2004 Visiting Scholar bei Prof. Dr. Judith Butler an der University of California Berkeley in den USA. 2005 promovierte sie in Philosophie an der Universität Basel mit einer Arbeit zum Euro- und Androzentrismus bei Hegel und Nietzsche. 2006 bekam sie ein Stipendium für fortgeschrittene Forschende des Schweizerischen Nationalfonds mit Forschungsaufenthalten an der Université Paris X, Nanterre (2006-2007), und an der Humboldt Universität zu Berlin (2008-2009). Caspar Hirschi ist Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Zwischen 2007 und 2010 arbeitete er an der Universität Cambridge. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte und Theorie des Nationalsozialismus, die Gelehrtenkultur des Renaissance-Humanismus sowie die Rollen des Kritikers, Experten und Intellektuellen seit der Aufklärung. Über diese hat er zahlreiche Publikationen in deutscher und englischer Sprache vorgelegt. Philipp Sarasin ist Professor für Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich, Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, und Gründungsmitglied des Zentrums »Geschichte des Wissens« der Universität und der ETH Zürich. Seine Arbeitsgebiete sind Geschichte des Wissens, Geschichte des Kalten Krieges, Theorie der Geschichtswissenschaft, Stadtgeschichte, Körper- und Sexualitätsgeschichte. David Gugerli ist Professor für Technikgeschichte an der ETH Zürich. Nach seinem Studium in Geschichte und Literaturwissenschaften war er Gast an der Maison des Sciences de l Homme in Paris, Visiting Fellow der Stanford University, Investigador visitante am Colegio de México, Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien sowie Professor an der Universidad Nacional Autónoma de México. In seinen Forschungsprojekten beschäftigt er sich mit der Geschichte der Energieversorgung, der technisch-wissenschaftlichen Erfassung von Räumen, der Entwicklung digitaler Telekommunikationsweisen und der Genese des technisierten menschlichen Körpers. David Gugerli ist Mitglied des Zentrums »Geschichte des Wissens«, das von der ETH und der Universität Zürich getragen wird. Andreas B. Kilcher ist seit Juni 2008 Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft an der ETH Zürich. 2004-2008 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Tübingen. Er ist Mitglied und aktueller Direktor des Zentrums »Geschichte des Wissens« der ETH und Universität Zürich. Gastprofessuren in Berlin, Jerusalem, Princeton, Stanford. Arbeitsschwerpunkte: Jüdische Literatur- und Kulturgeschichte; literatur- und kulturwissenschaftliche Wissensforschung; Kabbala- und Esoterikforschung.



Inhalt

7 - 11 Editorial (Andreas B. Kilcher, Philipp Sarasin)
15 - 36 Assimilation und Zirkulation (Andreas B. Kilcher)
37 - 52 Volks-Kunde? (Bernhard Tschofen)
53 - 73 Der Lauf der Dinge (Tobias Scheidegger)
75 - 103 Handling, Flowcharts, Logistik (Monika Dommann)
105 - 125 »Immutable Mobiles« im Glas (Kijan Malte Espahangizi)
129 - 146 Humanisten mit Tintenfingern (Anthony Grafton)
147 - 170 Vom »brothering« zum »othering« (Harald Fischer-Tiné)
173 - 176 >Rosarium Philosophorum<, Frankfurt/M. 1550 - Auszug (Pseudo-Arnaldus de Villanova)
177 - 199 »Bricklebrit!« (Sabine Baier)
201 - 208 Keine Werbung und keine Pornos bitte, wir sind Kunsthistoriker (Valentin Groebner)
211 - 218 Wissen in Zirkulation (Andreas B. Kilcher, Philipp Sarasin, Yossef Schwartz)

Produktinformationen

Titel: Nach Feierabend 2011
Untertitel: Zirkulationen
Editor:
EAN: 9783037341711
ISBN: 978-3-03734-171-1
Format: Paperback
Herausgeber: Diaphanes Verlag
Genre: Sozialwissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 223
Gewicht: 474g
Größe: H241mm x B169mm x T15mm
Veröffentlichung: 01.10.2011
Jahr: 2011
Auflage: 07.10.2011
Land: DE