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Mythenkorrekturen

  • Fester Einband
  • 496 Seiten
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Das aktuelle Spektrum der Literaturwissenschaft ist durch eine komparatistische und kulturwissenschaftliche Öffnung mit mannigfach... Weiterlesen
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Beschreibung

Das aktuelle Spektrum der Literaturwissenschaft ist durch eine komparatistische und kulturwissenschaftliche Öffnung mit mannigfachen interdisziplinären Anschlüssen gekennzeichnet. Die Reihe spectrum Literaturwissenschaft versteht sich als Forum dieser pluralistischen Neuformierung der Literaturwissenschaft; sie präsentiert Studien von methodisch innovativem, häufig komparatistischem Zuschnitt, deren Ergebnisse über enge nationalphilologische Horizonte hinaus von exemplarischer Bedeutung sind.

Der Begriff der Mythenkorrektur ist innerhalb der Literaturwissenschaft (noch) nicht etabliert. Ziel des Bandes ist es, ihn vorzustellen und anhand exemplarischer Interpretationen seine Erschließungskraft zu dokumentieren. Denn in zahlreichen Werken der Literatur wird ein tradierter Zusammenhang von Mythen als bekannt vorausgesetzt, aber an einer bestimmten Stelle wird das überlieferte Geschehen negiert. Die Frau des Kandaules sei nicht schön gewesen, die Sirenen hätten nicht gesungen, Ödipus sei von der Nachricht nicht überrascht worden (Brecht) usw. Die Berichtigungen setzen jeweils an einem markanten Punkt ein, so dass der Eingriff die wohlbekannten Geschichten in ein ganz neues Licht rückt, den Kern des Mythos aber prinzipiell unangetastet lässt. Der vorliegende Band untersucht eingehend die Formen und Funktionsweisen solcher Mythenkorrekturen. Dabei werden einschlägige Werke der europäischen Literatur behandelt und deren Interpretationen mit Überlegungen zum antiken Mythos, zur christlichen Mythenkorrektur, zur Neuen Mythologie und zur Mythenkorrektur vom Existenzialismus bis zur Postmoderne verbunden. Das Spektrum der untersuchten Texte ist weit gehalten, um den Begriff der Korrektur nicht unangemessen zu verkürzen. Untersucht werden z.B. Texte von Heiner Müller, Thomas Brasch, Christa Wolf und Volker Braun ebenso wie von Shakespeare, Goethe und Kleist. Pluspunkte: Innovativer Sammelband mit einem neuartigen literaturwissenschaftlichen Konzept zur Mythenrezeption Komparatistische Perspektive: Verschiedene europäische Literaturen werden einbezogen Einschlägig ausgewiesene Herausgeber und Autoren

Autorentext

Bernd Seidensticker ist Professor f r Klassische Philologie an der Freien Universit Berlin. Martin V hler ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich " thetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der K nste" an der Freien Universit Berlin. Wolfgang Emmerich ist Professor f r Neuere deutsche Literaturgeschichte und Kulturwissenschaft an der Universit Bremen.



Zusammenfassung
"This is a volume that any literary scholar or art historian should be delighted to have in his or her personal library." Kathleen L. Komar in: The German Quqrterly 1/2007 "Reading the book from cover to cover is a fascinating tour through the world of mythopoetical modifications from Pindar to Potter." Lutz Walther in: Journal of Hellenic Studies 2006

Produktinformationen

Titel: Mythenkorrekturen
Untertitel: Zu einer paradoxalen Form der Mythenrezeption
Editor:
EAN: 9783110182903
ISBN: 978-3-11-018290-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 496
Gewicht: 885g
Größe: H236mm x B160mm x T31mm
Jahr: 2005