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Musik und Medizin

  • Kartonierter Einband
  • 205 Seiten
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'Keine Kunst wirkt auf den Menschen so unmittelbar, so tief wie die Musik' meinte Schopenhauer - und der Philosoph hatte vermutli... Weiterlesen
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Beschreibung

Klappentext

'Keine Kunst wirkt auf den Menschen so unmittelbar, so tief wie die Musik' meinte Schopenhauer - und der Philosoph hatte vermutlich recht. Nur, wie wirkt Musik denn eigentlich? Macht sie uns gesund, macht sie uns glücklich? Stärkt sie unsere Moral oder macht sie uns intelligent? Diesen Fragen, die immer wieder voreilig und einseitig beantwortet worden sind, gehen Neurologen und Musiktherapeuten, Philosophen und Ärzte, Geisteswissenschaftler und Körpertherapeuten nach. Die Artikel gruppieren sich um vier interdisziplinäre Themenbereiche: Die Musikermedizin, die Neuromusikwissenschaft, die Musiktherapie und die Frage nach Leiden und Tod in der Musik. In Geschichte und Gegenwart ist Musik immer wieder funktionalisiert worden. Der Slogan, dass Musik die Intelligenz erhöhe, wird inzwischen schon kräftig vermarktet. Tatsache ist, dass bestimmte Gehirnregionen bei Musikern grösser sind als bei Vergleichspersonen. Daraus schliessen zu wollen, dass sich Musik im Unterricht oder im Leben direkt als 'Potenzmittel' einsetzen liesse - ganz im Sinne des 'Mozarteffektes' - ist jedoch zu kurz gegriffen, da ein lang anhaltender Effekt nicht nachweisbar ist. Die Hälfte der angehenden Musiker(innen) berichtet von Überlastungsschmerzen und ca. 80% aller amerikanischen Orchestermusiker weisen schmerzhafte Symptome auf, die mit ihrem Beruf zusammenhängen. Bei solchen Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass die Musikermedizin in den letzten 20 Jahren ein zunehmend grösseres Interesse erfahren hat. Dass Musikhören und Musikmachen aber auch stressmindernd und somit gesundheitsfördernd wirken kann, wird heute von niemandem mehr in Frage gestellt. Die Musiktherapie macht sich diese Erkenntnis schon seit Jahrtausenden zunutze. Und dass die Folge von Musizieren neurologisch dem Bild entspricht, das bei Kokainkonsum auftritt, spricht keineswegs gegen erstere Tätigkeit.



Zusammenfassung
´Keine Kunst wirkt auf den Menschen so unmittelbar, so tief wie die Musik´ meinte Schopenhauer - und der Philosoph hatte vermutlich recht. Nur, wie wirkt Musik denn eigentlich? Macht sie uns gesund, macht sie uns glücklich? Stärkt sie unsere Moral oder macht sie uns intelligent? Diesen Fragen, die immer wieder voreilig und einseitig beantwortet worden sind, gehen Neurologen und Musiktherapeuten, Philosophen und Ärzte, Geisteswissenschaftler und Körpertherapeuten nach. Die Artikel gruppieren sich um vier interdisziplinäre Themenbereiche: Die Musikermedizin, die Neuromusikwissenschaft, die Musiktherapie und die Frage nach Leiden und Tod in der Musik. In Geschichte und Gegenwart ist Musik immer wieder funktionalisiert worden. Der Slogan, dass Musik die Intelligenz erhöhe, wird inzwischen schon kräftig vermarktet. Tatsache ist, dass bestimmte Gehirnregionen bei Musikern grösser sind als bei Vergleichspersonen. Daraus schliessen zu wollen, dass sich Musik im Unterricht oder im Leben direkt als ´Potenzmittel´ einsetzen liesse - ganz im Sinne des ´Mozarteffektes´ - ist jedoch zu kurz gegriffen, da ein lang anhaltender Effekt nicht nachweisbar ist. Die Hälfte der angehenden Musiker(innen) berichtet von Überlastungsschmerzen und ca. 80% aller amerikanischen Orchestermusiker weisen schmerzhafte Symptome auf, die mit ihrem Beruf zusammenhängen. Bei solchen Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass die Musikermedizin in den letzten 20 Jahren ein zunehmend grösseres Interesse erfahren hat. Dass Musikhören und Musikmachen aber auch stressmindernd und somit gesundheitsfördernd wirken kann, wird heute von niemandem mehr in Frage gestellt. Die Musiktherapie macht sich diese Erkenntnis schon seit Jahrtausenden zunutze. Und dass die Folge von Musizieren neurologisch dem Bild entspricht, das bei Kokainkonsum auftritt, spricht keineswegs gegen erstere Tätigkeit.

Inhalt

Eckart Altenmüller: Musiker-Medizin und Musikphysiologie - notwendige Disziplinen? Ein Essay zum Verhältnis zwischen Wissenschaft und Musizierkunst Johanna Gutzwiller: Von der Schwierigkeit der Musikerinnen und Musiker, einen Körper zu haben Jochen Blum: Überlastungen des Bewegungsappartes bei Musikern Beat W. Hohmann, Sarah Dupasquier, Tina Billeter: Fortissimo mit Folgen. Gehörgefährdung bei Orchestermusikern und Berufssängern Wilfried Gruhn: Gibt es kognitive Transfereffekte der Musik? Der Mozart-Effekt - Wunsch und Wirklichkeit Stefan Koelsch: Auch Nichtmusiker sind musikalisch. Untersuchungen zum Gehirn von Musikern und Nichtmusikern Mario Wiesendanger, Andreas Baader, Oleg Kazennikov: Vom Steinwerkzeug zum Geigenspiel Joseph Escher: Die Bedeutung der Musik in der modernen Medizin Fritz Hegi: Wie wirkt Musiktherapie? Zur Praxis und Erforschung der musiktherapeutischen Wirkungskomponenten Hans Saner: Medizin und Musik - zwei Künste angesichts des Todes Urs Frauchiger: Musik als Sprache der Seele Alois Koch: Das Requiem: Musik zwischen Ritual und Bekenntnis Frank Nager: Sterben und Tod bei Musikern

Produktinformationen

Titel: Musik und Medizin
Untertitel: Zwei Künste im Dialog. Eine Publikation der Musikhochschule Luzern
Editor:
EAN: 9783034005678
ISBN: 978-3-0340-0567-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Chronos
Genre: Musik, Film & Theater
Anzahl Seiten: 205
Gewicht: 350g
Größe: H227mm x B154mm x T17mm
Jahr: 2003
Auflage: 09.2003
Land: CH